Wir hatte vor 1,5 Jahren einen Angriff, mein Hund war schwer verletzt, eine aufwändige OP inklusive Klinikaufenthalt folgte, drei Monate intensive Nachsorge. Passiert ist trotz Anzeige gegen den Halter, Kontakt mit dem Veterinäramt etc. rein gar nichts und das ist keine Seltenheit. Die Gesetze sind hier einfach zu lapidar. Ich bin da in der Zwischenzeit sehr radikal und plädiere für folgende Regel: Greifen Hunde an und verletzten einen anderen fremden Hund oder Mensch, sofortiges Einschläfern. Nur so werden die rücksichtslosen Idioten sich dreimal überlegen ob sie ihre aggressiven Hunde ohne Leine oder Maulkorb laufen lassen, wo Begegnungen mit Fremden möglich sind.
Was ich dir rate: Mache in den nächsten Tagen und Wochen langsam. Viel Ruhe für dich und deine Hund. Das Trauma braucht seine Zeit um zu heilen. Nervenregulationsübungen und immer wenn die Bilder kommen, lenke dich ein wenig ab. Mach etwas Kreatives oder Handwerkliches, irgendwas was deine Hände beschäftigt. Das lenkt um und zentriert dich wieder ein wenig. Gehe erstmal Wege, die du gut einsehen kannst und wo du das Gefühl hast, einen Überblick zu haben. Und, wenn es dir Sicherheit verschafft, besorge dir Tierabwehrspray und/oder den Pet Corrector. Dieser macht ein lautes Knallzischgeräusch und wenn ein Hund auf dich zurennt und du diesen nutzt, ist die Chance groß, dass der sofort abzieht. Das geht natürlich nur, wenn dein Hund auf so etwas nicht panisch reagiert. Ich war am Anfang auch immer noch mit einem Knirps (Regenschirm) unterwegs. Mit diesem kannst du auch gut auf Knopfdruck eine Barriere schaffen. Es ist wichtig über solche kleinen Hilfsmittel, das Gefühl der Kontrolle wieder zu bekommen. Wohlwissentlich, dass sie nicht bei jedem Angriff funktionieren aber doch für viele Situationen eine Wahl darstellen.
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Für deinen Hund: Schau was er braucht und wenn er andere Hunde meidet, dann zwinge ihn nicht in Begegnungen sondern übernehme die Führung und Sorge für Distanz. Es gilt die Devise: Erst Sicherheit schaffen und dann mit ausgewählten Hunden wieder in den Kontakt gehen. So habe ich verhindert, dass mein Hund bei weiteren Begegnungen Angst oder Aggression zeigt. Keine Experimente mit Fremdhunden. Lass dich da auch nicht reinquatschen von der „Leinenlos, die machen das schon Fraktion“. Weil das sind genau die, die für Situation verantwortlich sind, die andere verletzen oder in Not bringen.
Ich wünsche dir alles Gute🤗du wirst das nicht vergessen, die Angst wird immer mal wieder da sein aber du lernst damit zu leben und hast dann auch wieder Freude mit deinem Hund in der Natur.
..oh Gott.. wo sind wir hier.. nein Danke..