Lord erzählt: Das Leben mit Mama und Papa – eine Tragödie auf vier Pfoten
Hallo.
Mein Name ist Lord.
Ja.
DER Lord.
Deutsche Dogge.
Athlet.
Feinschmecker.
Pantoffel-Experte.
Reißverschluss-Techniker.
Fernbedienungs-Tester.
Und der wohl würdigste Schüler von Marmaduke.
Falls ihr euch fragt:
Nein.
Mein Leben ist nicht leicht.
Ich wohne bei Mama und Papa.
Die beiden behaupten oft, ich sei „etwas verrückt“.
Ich nenne es:
kreative Entfaltung mit vollem Körpereinsatz.
Alles begann an einem schicksalhaften Abend, als ich heimlich den Film Marmaduke sah.
Als ich sah, wie dieser große Hund mit Stil Chaos verbreitete und trotzdem geliebt wurde, wusste ich:
Das ist mein Weg.
Seitdem perfektioniere ich täglich meine Kunst.
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Kapitel 1: Das mysteriöse Kochen
Jeden Tag steht Mama in der Küche und kocht für mich.
Lamm.
Gemüse.
Leckere Dinge.
Und ich sitze daneben.
Ganz nah.
Wirklich GANZ nah.
Regungslos.
Mit meinem besten Hundeblick.
Mama sagt dann immer zu Papa:
„Guck mal, wie süß er mich beobachtet, ob ich alles richtig koche.“
Papa lächelt.
Und beide denken, ich wäre einfach nur niedlich.
Ha.
Wenn die beiden wüssten.
In Wahrheit führe ich eine streng wissenschaftliche Qualitätskontrolle durch.
Ich überprüfe:
* Ist genug Lamm drin?
* Wurde ausreichend probiert?
* Fällt vielleicht versehentlich etwas herunter?
* Ist die Portion groß genug für einen Hund meiner bescheidenen Größe?
Sollte Mama einen Fehler machen, starre ich intensiver.
Sehr intensiv.
Fast schon unangenehm intensiv.
Denn als ausgebildeter Kücheninspektor und Schüler von Marmaduke gilt:
Vertrauen ist gut – Doggenkontrolle ist besser.
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Kapitel 2: Der Känguru-Modus
Normale Hunde gehen an der Leine.
Ich nicht.
Ich springe.
Wie ein Känguru auf drei Espressi.
Wenn ich im Wald ein Reh, Eichhörnchen oder ein verdächtig aussehendes Blatt entdecke, aktiviere ich den Turbomodus.
Mama ruft:
„LORD! LANGSAM!“
Aber ich höre:
„Beschleunigen!“
Wenn ich richtig loslege, sieht es manchmal aus, als würde Mama Waldboard fahren.
Oder Wasserski.
Ohne Wasser.
Und ohne ihre Zustimmung.
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Kapitel 3: Papas Schuhe – ein missverstandenes Hobby
Papa besitzt viele Schuhe.
Zumindest am Anfang.
Denn irgendwie landen sie regelmäßig:
* im Garten,
* im Körbchen,
* hinter der Couch,
* oder an Orten, die die Wissenschaft bis heute nicht erklären kann.
Papa ruft:
„WO IST SCHON WIEDER MEIN SCHUH?!“
Und ich denke:
„Gute Frage. Ich suche auch schon.“
Ich klaue sie nicht.
Ich überprüfe lediglich die Bissfestigkeit.
Sicherheit geht vor.
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Kapitel 4: Pantoffeln retten Leben
Auch Pantoffeln brauchen Liebe.
Ich rette sie.
Vor Einsamkeit.
Manche Menschen sammeln Briefmarken.
Ich sammle Pantoffeln.
Strategisch im ganzen Haus verteilt.
Falls jemand plötzlich warme Füße braucht.
Ich bin eben ein Dienstleister.
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Kapitel 5: Pullover ausbauen kann ich
Menschen tragen seltsame Dinge.
Pullover.
Jacken.
Kapuzenschnüre.
Und diese faszinierenden Reißverschlüsse.
Reißverschlüsse sind meine Leidenschaft.
Ein kleiner Zug.
Ein kleiner Knabberer.
Und plötzlich hat die Jacke Belüftung.
Mama nennt das:
„Sachbeschädigung.“
Ich nenne es:
Modernisierung.
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Kapitel 6: Fernbedienungen und Pappkartons leben gefährlich
Fernbedienungen sind äußerst gefährliche Gegenstände.
Sie liegen herum.
Sie riechen nach Mensch.
Also teste ich sie.
Ausgiebig.
Manche Fernbedienungen haben danach überraschend viele Einzelteile.
Das erhöht die Luftzirkulation.
Und Pappkartons?
Ach, Pappkartons.
Amazon liefert.
Ich recycle.
Umweltschutz ist wichtig.
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Kapitel 7: Kissen gehören nicht aufs Sofa
Kissen sind Wanderobjekte.
Das weiß jeder Hund.
Sie müssen bewegt werden.
Getragen werden.
Durchs Haus reisen.
Mama fragt ständig:
„Warum liegt das Kissen im Flur?!“
Die eigentliche Frage lautet:
Warum lag es vorher so langweilig auf dem Sofa?
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Kapitel 8: Das hohe Gras der Versuchung
Mama sprüht mich mit natürlichem Spray ein.
Gegen Zecken.
Diese kleinen Blutsauger.
Sie sagt:
„Lord, das hält die lästigen Biester fern.“
Sehr nett.
Aber dann kommt das hohe Gras.
Dieses herrliche…
Duftende…
Verbotene…
Zeckenland.
Und plötzlich übernimmt mich eine uralte Macht.
Ich werfe mich hinein.
Links.
Rechts.
Rücken.
Seitwärtsrolle.
Der legendäre:
WÄLZIAN
Mama ruft:
„LORD! NICHT INS HOHE GRAS!“
Ich höre:
„Viel Spaß beim Wälzen!“
Kommunikation ist manchmal schwierig.
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Kapitel 9: Regen und Kälte – eine Frechheit der Natur
Ich möchte etwas klarstellen:
Ich bin eine Deutsche Dogge.
Kein Fisch.
Regen ist nass.
Nass ist schlecht.
Sobald es regnet, blicke ich Mama an, als hätte sie mich persönlich verraten.
„Du willst, dass ich DA rausgehe?“
Im Winter trage ich deshalb mein edles Jäger-Outfit.
Sehr stilvoll.
Sehr würdevoll.
Bei Regen erscheint der legendäre:
Graf-Dracula-Mantel.
Schwarz.
Elegant.
Mysteriös.
Ich sehe darin aus wie ein Vampir auf vier Pfoten.
Und ehrlich?
Ich finde, ich könnte damit Karriere machen.
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Kapitel 10: Im Wald ziehe ich nur aus Liebe
Mama behauptet, ich würde ziehen.
Das stimmt nicht.
Ich beschleunige lediglich die Wanderung.
Wenn Mama plötzlich schneller wird und die Arme kreisen, ist das mein Beitrag zu ihrem Fitnessprogramm.
Man nennt es:
Doggen-Crossfit.
Kostenlos.
Gern geschehen.
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Kapitel 11: Mein Lehrer Marmaduke
Bevor ich Marmaduke sah, war ich einfach ein Hund.
Danach wurde ich eine Legende.
Von Marmaduke lernte ich:
* wie man mit einem Blick Essen bekommt,
* wie man möglichst viel Chaos mit möglichst wenig Aufwand erzeugt,
* und dass große Hunde niemals aus Versehen im Weg stehen.
Mama sagt oft:
„Lord, du bist schlimmer als Marmaduke!“
Dann schaue ich sie an und denke:
Meister, ich hoffe, du bist stolz auf mich.
Nun entschuldigt mich bitte.
Mama kocht gerade.
Papa hat neue Schuhe.
Eine Fernbedienung liegt unbeaufsichtigt herum.
Und ich glaube, der Pappkarton im Flur braucht dringend eine Sicherheitsüberprüfung.