Home / Forum / Senioren / 15 jahrige, unkastriert, inkontinent

Verfasser-Bild
Sabine
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 17
heute 07:26

15 jahrige, unkastriert, inkontinent

Hallo, meine Hündin ist 15 Jahre alt, unkastriert und hatte im Frühjahr eine Gebärmutterentzündung zum ersten Mal. Wir haben dies mit Medikamenten behandelt inkl Übelkeit, 1,5 Kilo abgenommen in der Zeit... Jetzt ist sie seit gut zwei Monaten wieder fit und rennt wie ein junger Hund. Man merkt ihr das Alter manchmal gar nicht an, besonders am Stall. Da ist ihr Verhalten als wäre sie fünf. Sie ist ein Pinscher Mix. Während der gebärmutterentzündung hat sie viel getrunken, das ist leider bis heute geblieben dass sie vermehrt trinkt. Unser aktuelles Problem ist, dass sie ab ca 18 Uhr regelmäßig auf ihre Decke macht. Erstmal OK und ich nehme es einfach hin. Decke wechseln und fertig. Aber manchmal kommt es mir dann doch merkwürdig vor. Seligan zur Beruhigung Abend hat nicht angeschlagen. Jetzt bekommt sie ein Medikament welches den Schließmuskel stärken soll. Urixine hat vor drei Monaten nichts gebracht. Jetzt bekommt sie caniphedrin. Ich hoffe dass das anschlägt. Sie war neulich draußen, kam rein, ist direkt auf ihre Decke und hat drauf gemacht. Nicht viel aber dennoch. Das ging dann innerhalb von 10 Minuten vier Mal so. Der Tierarzt sagt, wenn das Medikament nicht anschlägt, müssen wir mit dem Problem leben. Können wir, für die Decken haben wir schließlich eine Waschmaschine. Leichte Demenz merken wir bei ihr. Bestimmt auch etwas Arthrose. Die Treppen kommt sie schlechter hoch und runter aber sie geht sie noch. Morgens schlechter als mittags zb. Das sehen, hören und riechen lässt nach aber funktioniert noch sehr gut. Meine Frage ist, habt ihr sowas ähnliches auch erlebt? Wie verlief dir nächste läufigkeit? Ich befürchte ja, dass wieder eine Entzündung kommen wird. Meint ihr das Problem mit der Inkontinenz kann man in den Griff bekommen? Sie bekommt von mir zum seligan und caniphedrin Vitamin b Komplex und Vitamine
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nadine
22. Aug. 20:22
Bei einer Gebärmutterentzündung unbedingt kastrieren! Es ist sehr selten, das Antibiotika anschlägt und wenn doch, wie bei euch, kommt die Entzündung definitiv wieder! Meine Hündin wurde mit 15 Jahren operiert - wäre sie das nicht, wäre sie gestorben! Sie ist 17 geworden und ich vermute ich habe einen anderen Infekt übersehen sonst wäre sie vlt. noch hier.

Zu dem anderen kann man schlecht was sagen, da es untersucht gehört. Wurde ein großes Blutbild gemacht? Urin abgegeben? Blasenentzündung ausgeschlossen? Andere Erkrankungen die viel urinieren verursachen könnten? Wird mit ihr Physiotherapie gemacht? Für den Körper kann man gut Gymnastikübungen gezeigt bekommen. Bekommt. Sie Schmerzmittel?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nadine
22. Aug. 20:23
Ist da auch mal nach Diabetes geschaut worden? Viel trinken und Inkontinenz klingt danach. Und ein Diabetes lässt sich bei der unkastrierten Hündin in der Regel nicht vernünftig einstellen. Allerdings stimme ich zu, dass ich auch nicht wirklich verstehe, warum man nicht bei der ersten Pyometra kastriert hat
Gibt leider immer wieder inkompetente Tierärzte.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nadine
22. Aug. 20:32
Ja, diese Mixe haben sehr viel Leben in sich. Meine könnte auch ein Pinscherterriermix gewesen sein. Die war eine Woche vor ihrem Tod noch am springen und zwei Stunden mit Spazieren und wusste genau, was sie will. Und fröhlich, absolut Lebensfroh und so anhänglich.. war sie schon wieder läufig oder wann seht die nächste an? Also ich würde erst mal die Ursache fürs viele Ponkeln suchen bevor ich da mit Medikamenten ausprobieren, die dann nichts bringen. Altersentsprechend auslasten, sie muss ja kein junger Hüpfer mehr sein. Alles nach ihrem Tempo und trotzdem Denksport und Körperübungen einbauen. Passend auf sie zugeschnitten, nicht zu schwer aber so das sie von profitiert. Und wie gesagt, schau mal dass du auch wenn der jetzige Tierarzt nicht weiter kommt dir Zweitmeinugen einholst vor allem auch wegen der Gebärmutterentzündung die wieder kommen kann und jetzt zu kastrieren wäre da gabz gut.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
SUSI
22. Aug. 21:25
Ja, ich habe das Problem mit meiner 12 jährigen Malteserhündin auch hinter mir. Bei ihr wurde leichte Demenz festgestellt, da sie manchmal die Orientierung verlor und so auch auf den Teppich gepudert hat. Sie bekam dagegen Kavisan und gegen die Athrose Meloxydil. Davon bekam sie Sodbrennen und frass kaum noch, worauf der Tiersrzt sagte, dann kann sie das Medikament nur bekommen, wenn sie gefressen hat. Es war ein Kreislauf. Durch das fehlende Arthrosemittel frass sie vor Schmerzen und hat nachts ständig die Position gewechselt. Gab ich ihr das Medikament saß sie nachts, weil sie Sodbrennen hatte. Bei der extremen Hitzewelle bekam sie einen Herzanfall mit starken Herzrhythmus-Störungen und vielen Extrasystolen. Ich fuhr mit ihr notfallmässig in unsere Tierklinik hier im Ort und der Arzt ordnete sofort Cardisan fürs Herz und Furosemid gegen Wasser in der Lunge. Gegen die Arthrose bekam sie eine Spritze, die nur 1x monatlich nötig ist. Das Meloxydil wurde stattdessen rausgenommen und das Demenzmittel abgesetzt. Jetzt ist alles ok. Es mag blöd klingen, aber Mandys Herzanfall war unser Glück, denn endlich wurde erkannt, was wirklich los ist. Sie hat überhaupt keine Demenz, es war eine geringe Pumpleistung des Herzens, wo das Gehirn zu wenig mit Sauerstoff versorgt wurde. Jetzt pullert sie trotz Entwässerungspille nicht mehr hier in der Wohnung und was die Demenz betrifft, merkt sie sich mittlerweile fast mehr, als ich. Wir waren 3 Tage nach diesem mit seinem ok, in ein Hotel mit Klimaanlage gefahren. Dieses Hotel hatte 3 verschiedene Eingänge und da kannte sie jeden, denn sie zog bereits vor der nächsten Ecke, um in die Straße einzubiegen, wo der jeweilige Eingang war. Zwei Eingänge lagen genau gegenüber, so dass man von der einen Seite rechts und von der anderen Seite in die Hotelloge ging. Während ich immer wieder sehen musste, wo ich überhaupt reingehen soll, lungerte Mandy bereits in der Tür der Loge rum und wartete, bis ich mich endlich orientiert hatte. Also brauchte ich eigentlich nur hinter ihr her rennen. Wir haben den Tierarzt gewechselt, nun ist bei dem Arzt, der ihr das Leben rettete und ihr geht es blendend.
Gebärmutterentzündung hatte sie auch, zum Glück eine offene. Sie bekam eine Spritze, damit die schlechte Flüssigkeit noch besser abläuft und nach 3 Tagen war es ok. Leider ist bei älteren Hündinnen die Gefahr, dass es immer wieder mal auftritt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kati
heute 06:17
Gibt leider immer wieder inkompetente Tierärzte.
Ich möchte mich hier von dem Inkompetenz-Vorwurf an die Tierärztin distanzieren!
Dazu ist hier zu wenig Information, wie das ganze ablief. Gab es Vorerkrankungen? Irgendwelche anderen Kontraindikationen? Wollte die Halterin den Eingriff aus welchen Gründen auch immer nicht?

Das hat nicht nur was mit der Kompetenz der TA zu tun. Ich finde es unverständlich, dass man diesen Schritt nicht gegangen ist. Aber das warum ist für mich auch nirgends erklärt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Juli
heute 06:44
Unsere 14-jährige Hündin verliert seit einigen Monaten ebenfalls immer wieder Urin - mal mehr, mal weniger - aber immer nur im Schlaf. Wir kleben Wickelunterlagen in die Körbchen und mittlerweile auch aufs Sofa.
Seit ca 4 Wochen bekommt sie Propalinsirup und seitdem ist es nicht weg, aber wesentlich besser geworden.
Sie ist allerdings auch kastriert.
Unsere vorherige Hündin wurde mit 12 Jahren nach einer eitrigen Gebärmutterentzündung kastriert. Sie lebte noch 4 Jahre und hatte danach keinerlei Probleme mehr - auch nicht mit Inkontinenz.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nadine
heute 07:26
Ich möchte mich hier von dem Inkompetenz-Vorwurf an die Tierärztin distanzieren! Dazu ist hier zu wenig Information, wie das ganze ablief. Gab es Vorerkrankungen? Irgendwelche anderen Kontraindikationen? Wollte die Halterin den Eingriff aus welchen Gründen auch immer nicht? Das hat nicht nur was mit der Kompetenz der TA zu tun. Ich finde es unverständlich, dass man diesen Schritt nicht gegangen ist. Aber das warum ist für mich auch nirgends erklärt.
Na, dann versteh den Satz eben wie er gedacht war. Verallgemeinert ohne diese eine Situatuon zu kennen. Da ist es wohl Fakt, dass es auch weniger kompetente Ärzte gibt. Und das sollte man wissen, weil viele Haustierbesitzer bei einem Tierarzt bleiben, dabei gehören meist mehrere ins Boot je nach Erkrankungen oder Symptome des Hundes. Dszu sei gesagt, dass natürlich auch Tierärzte nicht alles wissen können und menschliche Fehler machen. Genauso wie in der Humanmedizin. Da hat jeder sein Fachgebiet. Dennoch sollte man als Haustierbesitzer selbst mit recherchieren und sich nicht immer schnell mit bestimmten Aussagen zufrieden geben!