Zuerst einmal, wenn ein Klinikaufenthalt notwendig ist hat man eben keine andere Wahl.
Mein "Angsthund" musste längere Zeit in der Klinik bleiben. Ich hatte Panik, dass wir wieder bei 0 anfangen.
Er kam heim und verhielt sich, als ob nichts gewesen war. Keine Angst, keine Rückschritte-als ob er nie weg war!
Zum Ohr:
Es liegt schon 6 Jahre zurück und unsere Hündin ist vor einem Jahr gestorben.
Ich hatte vor 6 Monaten schon geschrieben aber ich kann gerne nochmal berichten.
Unser Hund hatte die OP gut überstanden. Die gesamte Kopfseite war rasiert und die Wunde war ziemlich groß. Unterhalb von Ohr verläuft der Schnitt senkrecht runter.
Halskrause, wir haben eine weiche gekauft, war notwendig. Am Anfang war es stressig, wenn sie sich schüttelte ist manchmal etwas Wundsekret geflogen.
Von Klinik bekommt man natürlich Anweisungen und auf was man achten muss, die Einzelheiten weiß ich nicht mehr.
Risiko ist ua, dass ein Nerv erwischt wird bei OP, die Risiken werden vorher besprochen.
Lora hatte tatsächlich nach OP ein etwas schiefes Maul, es hat sie nicht beeinträchtigt aber ich musste ab und zu das Maul auf der Seite säubern.
Es war alles gut verheilt und für Lora war es die Rettung, die Alternative war die Einschläferung.
Sie hatte noch einige schöne Jahre, es muss für sie super gewesen sein-endlich keine quälenden Ohrenschmerzen mehr, keine Ohrspülungen, Reinigungen...
Das Ohrläppchen mussten wir allerdings weiter regelmäßig sauber machen. Das ist bei unserem anderen Hund sehr selten notwendig!
Wir hatten auch den Eindruck, dass sie noch etwas hören konnte wenn man ganz laut geredet hat.
Vom Wesen her hat sie sich nicht verändert obwohl beide Ohren operiert waren. Ich habe nur darauf geachtet, dass wir uns immer von vorne nähern und dass unterwegs niemand von hinten an sie rangeht, auch kein Hund sondern dass sie sehrn konnte was kommt.
Die Zeit nach OP war schon stressig aber wir haben es nie bereut und für den Hund war es eine Erleichterung und die Chance für ein glücklicheres Leben.
Hallo Stef,
Danke vielmals für die ausführliche Antwort und deinen Erfahrungsbericht. 🙏 Jetzt kann man sich schon ein bisschen was darunter vorstellen, was auf einen zukommt.
Es ist halt doch anders auf meinem, was du im Internet liest oder ob man sich mit Menschen austauscht, die das selbe erlebt haben.
Wir hoffen das Beste für unseren Hund, aber es ist glaube ich unwahrscheinlich, dass wir um die OP herum kommen.
Wie alt war deine Hündin bei der OP?
Und bezüglich des Klinikaufenthalts da werden wir wohl dadurch müssen irgendwie, aber wir haben zwei große Kliniken bei uns im Umkreis und wenn man dann schlechte Bewertungen liest, macht es einem noch schwerer, den Hund dort für mehrere Tage abgeben zu müssen.