Hallo, das ist so schlimm zu lesen. Unserem Hund geht es ähnlich.
Er wird jetzt acht Jahre alt und hat seit circa zwei Jahren immer mal wieder eine Ohrenentzündung und jetzt vor zwei Tagen bei der letzten Ohrenreinigung. Beim Tierarzt hieß es das das Ohr wohl keine Chance mehr hat und dass ist kein Zustand ist dass wir in so kurzen Abständen immer wieder zum ohrenreinigen müssen. Und die Tierärztin hat uns auch vorgeschlagen, dass wir den Gehörgang entfernen müssen. Also wenn es sich noch mal entzündet, haben wir wohl keine andere wahl mehr. Jetzt bin ich am gucken und am Lesen was dann auf uns zukommt und er möchte mir gerne Meinungen dazu anhören, wie die erfahrungen sjnd. Jetzt bin ich auf das Forum gestoßen und als ich das gelesen habe, musste ich einfach schreiben und fragen wie habt ihr das alles überstanden mit der Operation? Wie geht es eurem Hund jetzt? Für mich ist das eine sehr schlimme Entscheidung und ich hab einfach viel zu große Angst vor den Risiken und Nebenwirkungen.
Wir haben einen Angst Hund ich weiß gar nicht, wie wir ihn in der Klinik über Nacht lassen sollen.
Ich freue mich über eine antwort 🙏
Zuerst einmal, wenn ein Klinikaufenthalt notwendig ist hat man eben keine andere Wahl.
Mein "Angsthund" musste längere Zeit in der Klinik bleiben. Ich hatte Panik, dass wir wieder bei 0 anfangen.
Er kam heim und verhielt sich, als ob nichts gewesen war. Keine Angst, keine Rückschritte-als ob er nie weg war!
Zum Ohr:
Es liegt schon 6 Jahre zurück und unsere Hündin ist vor einem Jahr gestorben.
Ich hatte vor 6 Monaten schon geschrieben aber ich kann gerne nochmal berichten.
Unser Hund hatte die OP gut überstanden. Die gesamte Kopfseite war rasiert und die Wunde war ziemlich groß. Unterhalb von Ohr verläuft der Schnitt senkrecht runter.
Halskrause, wir haben eine weiche gekauft, war notwendig. Am Anfang war es stressig, wenn sie sich schüttelte ist manchmal etwas Wundsekret geflogen.
Von Klinik bekommt man natürlich Anweisungen und auf was man achten muss, die Einzelheiten weiß ich nicht mehr.
Risiko ist ua, dass ein Nerv erwischt wird bei OP, die Risiken werden vorher besprochen.
Lora hatte tatsächlich nach OP ein etwas schiefes Maul, es hat sie nicht beeinträchtigt aber ich musste ab und zu das Maul auf der Seite säubern.
Es war alles gut verheilt und für Lora war es die Rettung, die Alternative war die Einschläferung.
Sie hatte noch einige schöne Jahre, es muss für sie super gewesen sein-endlich keine quälenden Ohrenschmerzen mehr, keine Ohrspülungen, Reinigungen...
Das Ohrläppchen mussten wir allerdings weiter regelmäßig sauber machen. Das ist bei unserem anderen Hund sehr selten notwendig!
Wir hatten auch den Eindruck, dass sie noch etwas hören konnte wenn man ganz laut geredet hat.
Vom Wesen her hat sie sich nicht verändert obwohl beide Ohren operiert waren. Ich habe nur darauf geachtet, dass wir uns immer von vorne nähern und dass unterwegs niemand von hinten an sie rangeht, auch kein Hund sondern dass sie sehrn konnte was kommt.
Die Zeit nach OP war schon stressig aber wir haben es nie bereut und für den Hund war es eine Erleichterung und die Chance für ein glücklicheres Leben.