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Verfasser
Maik
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 82
zuletzt 27. Aug.

Welpe beisst nach Ausflügen an unterschiedliche Orte

Hallo alle,
in der letzten Zeit waren wir mit unserem Zwerpudel Welpen oft unterwegs und in verschiedenen Unterkünften. Dort hat er gut gelernt, sich auch mal hinzulegen. Ob im Restaurant oder auf dem Zimmer selbst. Nur wenn er wieder nach Hause kommt, dann fängt er sehr sehr oft an uns zu beißen und dreht halb am Rad. Ist das normal, weil er vielleicht in der gewohnten Umgebung ist und zusätzlich (16. Woche) gerade am zahnen ist? Oder wie ist eure Einschätzung und Erfahrung ?
 
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Tina
19. Aug. 10:14
Also, dass ich nicht bereit bin, es mit weniger Reizen zu versuchen und nur eine schnelle Lösung möchte, ist ja völlig an den Haaren herbeigezogen. Nicht umsonst frage ich hier nach euren Erfahrungen und Methoden. Wegsperren im Auslauf bringe ich auch nicht übers Herz, die Tür ist immer offen. Manchmal ist man halt als Ersthundebesitzer von einem Welpen überfragt . Selbst gestern, wo absolut nichts passiert ist, außer Gassi, ein kleines Bisschen Training mit seinem Futter, ist er immer, wenn er wach war, im Beissmodus gewesen. Wir möchte eine schöne Entwicklung mit viel positiven Verbindungen und genau deshalb frage ich ja all die, die so etwas schonmal durchgemacht haben. Rückblickend zu analysieren ist natürlich immer einfacher als im Hier und Jetzt.
Das Problem ist, dass Du ihn schon überfordert hast. Ich verstehe nach wie vor nicht, wie man einem Welpen überhaupt so viel zu muten kann.
Es reicht nicht ein Tag weniger. Damit sich die Stresshormone abbauen, ist nun ist Geduld gefragt.
Wichtig sind feste Strukturen, damit er Halt und Berechenbarkeit findet. Jeden Tag zur selben Uhrzeit die selben Routinen. Keine neuen Reize: keine Restaurants, keine Hotels usw. Vermutlich reichen schon ungewohnte Reize auf der selben Gassi-Runde, um ihn in Aufregung zu bringen.
Nach Aktivitäten eine Ruheritual einführen. Zum Beispiel eine Schleckmatte auf seinem Lieblingsplatz.
Wenn er beisst ein lautes "Aua" oder "Nein". Und dann ganz wichtig weg drehen und ignorieren: nicht anschauen, nicht ansprechen, nicht angucken usw. Der Kleine ist Luft.
Das wurde aber alles schon geschrieben. Daher meine Vermutung, dass du eine schnelle Lösung willst.
Das müsste nun dauerhaft gemacht werden. Bis er wieder runter kommt. Dann erst können fremde Reize langsam etabliert werden.
Das kann Wochen oder Monate dauern. Im schlimmsten Fall hat er bereits gelernt, dass neue Reize sein System automatisch hoch fahren.
Lerne dringend wie Du Stress beim Hund erkennen kannst, um für die Zukunft vorzubeugen.
 
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Unikum
19. Aug. 10:16
Such dir ne gute Hundeschule und/oder eine/n Trainer/in!
Hier wirst du tausend subjektive Meinungen, Hinweise und Tipps lesen. Alle wollen recht haben.
Aber niemand kann eure Situation objektiv einschätzen, weil niemand vor Ort ist. 🤷🏻‍♀️
Edit.: Wobei Ruhe reinbringen tatsächlich der allerwichtigste Hinweis ist.
 
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Takumi
19. Aug. 11:05
Ich bin auch beim Team für mehr Ruhe!

Es ist nicht ungewöhnlich wenn Welpen abends gerade nach vielen Eindrücken hoch drehen. Leb ihn Ruhe vor und entschleunige in dieser sensiblen Phase euer Leben. Entspanntes Frauchen/Herrchen = entspannter Hund!

Der hier schon erwähnte Entspannungsgriff in voller Ruhe ohne Emotionen bevor der Welpe richtig hochdreht. Es gemeinsam durchstehen und den Hund die Lernerfahrung machen lassen selbstständig zur Ruhe zu kommen.

Genießt einfach diese Zeit, sie wachsen so schnell und werden erwachsen.
 
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R
19. Aug. 15:28
Wegen so welchen Ratschlägen wie deine legt sich das Problem nicht wenn man es nicht unterbindet dann hält der Hund es für richtig und es ist Unsinn das es nach der Pubertät aufhört von alleine,wir haben einen hundetrainer und der hat uns genau das gesagt was wir jetzt gemacht haben und seitdem ist alles besser für uns und auch für den Hund.
Mit 16wochen hat ein Lebewesen, auch der Hund, kaum die Möglichkeit der Selbstbeherrschung... Er übt gerade seine blase zu kontrollieren. Vlt daran mal messen, welches verhalten er bereits an den Tag legen können muss.
 
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Moni
19. Aug. 16:11
Hallo Maik

Das Zahnen spielte bei unserem Hund in dem Alter eine große Rolle.
Er ist auch immer jeden Abend nach dem Füttern aufgedreht und da half nur ihm was zu kauen zu geben 😁
Wir haben in dem Alter aber auch viel mit der Hundebox gearbeitet, weil er da wirklich von sich selbst aus zur Ruhe finden konnte.
Später brauchten wir keine Box mehr.

Kaukäse für Hunde war sein absoluter Favorit. Pansen war auch gut und diese gummi Bälle, die so lange Noppen haben. Damit hat er sich dann auch beruhigt.

Aber klar, das ist auch seeehr sehr viel Grenzen anfragen und testen und das macht JEDER Hund in dem Alter egal, welche Rasse. Es sind eben Hunde 🤗

Deine eigene Energie spielt dabei auch eine wichtige Rolle, ruhig und Bestimmt/Konsequent bleiben ist das A und O

Und immer ruhiges Verhalten loben. Also den Hund streicheln wenn er wirklich ruhig in Reichweite liegt.
 
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Moni
19. Aug. 16:26
Ach ja, was wir gemacht haben, wenn er an uns rumknabbern wollte.
Ich hab ihn weg geschoben und nein gesagt, danach habe ich "meinen Raum für mich beansprucht"
Und das nur mit Energie und Körpersprache, ohne Berührung.
Natürlich hat es viele viele Wiederholungen benötigt und ignorieren, wäre bei meinem völlig fehlgeschlagen.
Du benötigst einen gewisse präsente Ausstrahlung.
 
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Elisabeth
19. Aug. 17:28
Oje, Hundetrainer kontaktieren. Ich würde allerdings erst mal mit einem klaren,strengen Aus oder Nein reagieren.
 
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Sigi
19. Aug. 17:36
Also wenn er beisst ab auf die Couch. Viel Glück, Geduld und Zeit.😂😂
Antwort auf Fragen gibts ja nicht.
 
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Kirsten
20. Aug. 07:39
Also, dass ich nicht bereit bin, es mit weniger Reizen zu versuchen und nur eine schnelle Lösung möchte, ist ja völlig an den Haaren herbeigezogen. Nicht umsonst frage ich hier nach euren Erfahrungen und Methoden. Wegsperren im Auslauf bringe ich auch nicht übers Herz, die Tür ist immer offen. Manchmal ist man halt als Ersthundebesitzer von einem Welpen überfragt . Selbst gestern, wo absolut nichts passiert ist, außer Gassi, ein kleines Bisschen Training mit seinem Futter, ist er immer, wenn er wach war, im Beissmodus gewesen. Wir möchte eine schöne Entwicklung mit viel positiven Verbindungen und genau deshalb frage ich ja all die, die so etwas schonmal durchgemacht haben. Rückblickend zu analysieren ist natürlich immer einfacher als im Hier und Jetzt.
Es ist sicher nichts dramatisch oder dauerhaft in den Brunnen gefallen 😁

Der ein oder andere bricht jetzt sicher bei dem Vergleich, aber Kindern liest man ja auch gerne Geschichten vor, um ein bisschen runterzukommen.
Manche Geschichten sind dafür weniger geeignet (weil zu spannend) als andere.

Damit meine ich nicht, dass du deinen Welpen wie ein kleines Kind behandeln solltest. Aber manchmal ist die Aufregung einfach zu groß und es benötigt eine Form von Übergang.
Schau doch gern mal was für dich und den Welpen eine entspannende Atmosphäre schafft. Vielleicht ein bisschen sanftes Hintergrundgedudel, eine bequeme gemeinsame Sitz- oder Liegegelegenheit. Wenn du hast, nimm dir doch ein Plüschtier für deinen Hund mit dazu, an dem das Pudelchen ein bisschen rumnagen und beißen kann, um deine eigenen Körperteile zu schonen.

Nutze die Zeit selber zum entspannen, denn „Jetzt noch gucken, dass der Hund schnell Ruhe gibt, damit ich noch die 1000 anderen Dinge erledigen kann.“ ist einigermaßen tödlich für diese Atmosphäre. (Keine Unterstellung, aber manchmal kommen andere Dinge zu kurz, und man macht sich dann Druck.) Lasse dich auf Ruhe und Entschleunigung ein. Hunde spüren intuitiv, mit welcher Stimmung wir unterwegs sind. Welpen sind manchmal sehr einfallsreich und ein Segen, wenn man vorhat an der Länge des eigenen Geduldsfadens zu arbeiten 🤪
Wenn dich der Lütte auf die Palme bringt, atme durch. Wodurch du dich auf die Palme bringen lässt, kannst du selbst bestimmen. Es liegt zu jedem Zeitpunkt in deiner Hand ☺️

Vielleicht hast du ja selbst auch ein wenig im Gefühl, was sich positiv auswirkt und was du in solchen Situationen eher vermeiden solltest. Orientiere dich unbedingt daran.

Ihr macht das schon! ☺️💪🏻
 
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Kirsten
21. Aug. 17:30
Also, dass ich nicht bereit bin, es mit weniger Reizen zu versuchen und nur eine schnelle Lösung möchte, ist ja völlig an den Haaren herbeigezogen. Nicht umsonst frage ich hier nach euren Erfahrungen und Methoden. Wegsperren im Auslauf bringe ich auch nicht übers Herz, die Tür ist immer offen. Manchmal ist man halt als Ersthundebesitzer von einem Welpen überfragt . Selbst gestern, wo absolut nichts passiert ist, außer Gassi, ein kleines Bisschen Training mit seinem Futter, ist er immer, wenn er wach war, im Beissmodus gewesen. Wir möchte eine schöne Entwicklung mit viel positiven Verbindungen und genau deshalb frage ich ja all die, die so etwas schonmal durchgemacht haben. Rückblickend zu analysieren ist natürlich immer einfacher als im Hier und Jetzt.
Maik, waren für dich im Thread schon Vorschläge dabei, mit denen zu etwas anfangen kannst?
Wie läuft es aktuell? 🐾