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Julia
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 17
zuletzt 19. Aug.

Rüden-Kontakt

Hallo Schwarm. Mein Cocker ist 2.5 Jahre alt, unkastriert und hört erstmal sehr gut. In Hundeauslaufgebieten gab es noch nie Probleme. Seine Strategie/erste Wahl im Kontakt ist meist ist Spielen. Soweit sogut. An der Leine pöbelt er, aber das ist eher mein Thema (bei anderen selten). Er denkt wohl er müsse auf mich aufpassen. Wenn es aber doch mal auf der Gassirunde (unangeleint) zu Kontakt kommt und er sich mit nem anderen (meist) jungem Rüden nicht so doll versteht (zB knurren, Körperhaltung steif etc) wird es für mich schwer aktiv einzugreifen. Viele Diskussionen klärt er selbst ohne mein Beitun, aber nicht immer. Komme ich näher, werde lauter oder nehme ihn am Geschirr weg fährt er hoch. Umgeleitet Aggression oder wie man da sagt, ne? Was tun? Tips?
 
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Alca
6. Aug. 13:21
Ich würde schauen, dass es erst gar nicht soweit kommt.

Wenn ihr auf Gassirunden seid und ein anderer Hund entgegen kommt, anleinen. Wenn du ihn gut lesen kannst nimm ihn aus der Situation raus bevor es sich auf schaukelt. Es gibt schon vor dem knurren und bevor sie direkt gegenüber stehen kleine Anzeichen, dass das jetzt gleich passieren wird. Also im besten Fall erkennst du diese direkt und kannst ihn dann sofort aus der Situation raus nehmen, bevor es überhaupt soweit kommt. Und selbst ausmachen würde ich ihm gar nichts lassen. Er soll lernen, dass er sich auf dich verlassen kann und du Dinge für ihn regelst.
 
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Celine
6. Aug. 13:42
Ich weiß, dass meine Hunde defensiv sind, dennoch halten beide im Konflikt erstmal gegen.
Also manage ich solche angespannten Situationen mit einer freundlichen, ruhigen Stimme. Meine Energie bleibt entspannt und ich sage „Gigi/ Ronja komm wir gehen“ Kommt ein unangeleinter erregter Hund zu uns, fange ich schon vorher an gut auf die Hunde einzureden. Da sage ich meistens „na wer bist du denn?“. „wollen wir mal gucken, wer das ist?“

Merke ich, dass der Fremdhund nicht locker lässt, schnapp ich ihn mir aber das passiert selten. Das geht aber nur, wenn dein Hund dann nicht mitmischt. Meine Hunde wissen, wenn ich eingreife, dann greife auch nur ich ein.

Meine Erfahrung: Meistens knallt es erst, weil Besitzer panisch, hektisch, laut oder körperlich reagieren. Das alles mit einer völlig falschen Energie bewirkt meistens das Gegenteil.

Meine Hunde haben gelernt, wenn ich Fremdhunde freundlich begrüße und aufnehme, ist alles ok.😄
 
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Julia
7. Aug. 10:48
Interessant!
Wie genau hast du ihnen gelernt, dass sie bei deinem Eingreifen nicht doch mitmischen?
 
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Celine
7. Aug. 12:12
Interessant! Wie genau hast du ihnen gelernt, dass sie bei deinem Eingreifen nicht doch mitmischen?
Das musste ich tatsächlich gar nicht viel üben. Meine Hündin war eine Angsthündin, die ich immer gepusht habe, wenn sie sich was getraut hat. Wir gehen als Team in eine Hundebegegnung. Mal schicke ich meine Hunde in den Kontakt (guck mal wer da kommt), dass ist positiv verknüpft. Und mal behalte ich sie bei mir oder greife ein, wenn der Gegenüber mir zu steif und starr wird. Dabei sind meine Hunde hinter mir (sie sind aber wie bereits erwähnt defensive Hunde, zeigen aber Grenzen klar auf) und ich sage ganz normal lauter und bestimmt ab und ggf schubse ich den Fremdhund mit meinem Körper weg. Danach lobe ich meine Hunde dafür, dass sie ruhig geblieben sind.
Ich arbeite sehr viel mit Stimme und wiederkehrenden Sätzen.
Jedes Mal wenn wir gut durch eine Situation sind, auch wenn sie unangenehm war (Bürste) dann kommentiere ich das freudig mit „boah das habt ihr suuuper gemacht.“

Ronja schicke ich auch mal in den Kontakt, wenn sie einen Rüpel verscheuchen soll. (Ronja geh mal gucken, was der da macht)

Der Hund muss merken, dass du selbstbewusst und authentisch bist. Deine Handlungen müssen zur Energie passen.

Ich habe immer viel Management betrieben, so dass sich vieles von selbst eingependelt hat. Ich vertraue aber meinen Hunden zu 100 Prozent, ich kann einschätzen, wen ich in welchen Kontakt schicken kann.

Dir würde ein Hundetrainer sicherlich gut helfen können. Oft trainiert der Hundetrainer eher den Menschen, als den Hund. Außerdem wird man selbstbewusster, je besser man Hunde und Situationen einschätzen kann. Das spüren Hunde.
 
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Natalie
7. Aug. 22:17
Ich finde, je besser man seinen Hund und dessen Charakter kennenlernt und je mehr Erfahrungen in den unterschiedlichsten Situationen macht, desto besser weiß man, wie man reagieren soll. Mir haben da die abgeleiteten Sozialkontakt-Stunden in der Hundeschule wirklich viel geholfen.
Mittlerweile sehe ich oft schon vor dem direkten Kontakt, wenn es gar nicht passt. Ansonsten habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass es meistens besser ist einfach ruhig weiterzugehen/wegzugehen, wenn die Situation spannig wird.
 
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Moni
8. Aug. 08:19
Hallo Julia
Mein Rüde reagiert auch nur auf andere intakte Rüden. Ich musste ihn aus medizinischen Gründen letzten März leider kastrieren lassen aber sein Verhalten hat sich dadurch nicht geändert, er ist jetzt 4 Jahre.

Wenn ein intakter Rüde entgegen kommt zeigt er es schon an indem er verhalten geht, stehen bleibt und sich groß macht.
Ich hab herausgefunden, dass es am besten ist, so wenig Energie wie möglich in die Situation zu stecken. Also leine ich ihn an oder wenn er an der Leine ist, bleibe ich stehen und wir lassen den anderen vorbei gehen.

Wenn wir im Auslaufgebiet sind und kein Hund ist an der Leine, dann kann der Kontakt natürlich sehr angespannt sein, aber die Hunde gehen meist auseinander, solange alle Beteiligten ruhig bleiben. Das ist bei meinem extrem wichtig.

Er mutiert nur zum Monster wenn ein anderer intakter Rüde schon voll prollig und bellend auf ihn zu geht. Aber auch da bleibe ich stehen, weil wenn ich ihn weg ziehe wirds nur noch schlimmer.
 
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Julia
19. Aug. 14:48
Hallo. Kommt das bei jedem Hund vor oder gibt es auch Begegnungen, bei denen das gar nicht passiert?
Passiert nicht immer.