Interessant!
Wie genau hast du ihnen gelernt, dass sie bei deinem Eingreifen nicht doch mitmischen?
Das musste ich tatsächlich gar nicht viel üben. Meine Hündin war eine Angsthündin, die ich immer gepusht habe, wenn sie sich was getraut hat. Wir gehen als Team in eine Hundebegegnung. Mal schicke ich meine Hunde in den Kontakt (guck mal wer da kommt), dass ist positiv verknüpft. Und mal behalte ich sie bei mir oder greife ein, wenn der Gegenüber mir zu steif und starr wird. Dabei sind meine Hunde hinter mir (sie sind aber wie bereits erwähnt defensive Hunde, zeigen aber Grenzen klar auf) und ich sage ganz normal lauter und bestimmt ab und ggf schubse ich den Fremdhund mit meinem Körper weg. Danach lobe ich meine Hunde dafür, dass sie ruhig geblieben sind.
Ich arbeite sehr viel mit Stimme und wiederkehrenden Sätzen.
Jedes Mal wenn wir gut durch eine Situation sind, auch wenn sie unangenehm war (Bürste) dann kommentiere ich das freudig mit „boah das habt ihr suuuper gemacht.“
Ronja schicke ich auch mal in den Kontakt, wenn sie einen Rüpel verscheuchen soll. (Ronja geh mal gucken, was der da macht)
Der Hund muss merken, dass du selbstbewusst und authentisch bist. Deine Handlungen müssen zur Energie passen.
Ich habe immer viel Management betrieben, so dass sich vieles von selbst eingependelt hat. Ich vertraue aber meinen Hunden zu 100 Prozent, ich kann einschätzen, wen ich in welchen Kontakt schicken kann.
Dir würde ein Hundetrainer sicherlich gut helfen können. Oft trainiert der Hundetrainer eher den Menschen, als den Hund. Außerdem wird man selbstbewusster, je besser man Hunde und Situationen einschätzen kann. Das spüren Hunde.