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Paul
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 11
zuletzt 21. Sept.

Leinenführigkeit

Hallo zusammen. Unser Dackel ist jetzt 8 Monate und wir möchten das Thema Leinenführigkeit wieder aufnehmen. Das klappte bis vor ein paar Wochen schon ganz gut. Leider begann dann von heute auf morgen eine pupertäre "Spooky-Phase" und aufgrund von Verkehrslärm waren die Runden mit ihm nicht entspannt bzw. hatte er ständig Angst. Hatten die Leinenführigkeit daher erstmal hintenangestellt und uns darauf konzentriert das er generell wieder entspannt ist beim Gassigehen. Hat auch gut geklappt und nun wollen wir das Thema wieder angehen, da er nun wieder öfters zieht (auch wenn er entspannt ist).

Leinenführigkeit die wir uns wünschen: er kann gern etwas vor uns gehen, solange die Leine nicht gespannt ist. Bin kein Fan von Wechsel zwischen Geschirr und Halsband. Nutzen daher die Führleine am Geschirr. Haben jetzt angefangen strikt stehen zu bleiben, wenn er zieht. Habt ihr noch weitere Tipps? Im Park usw. nutzen wir noch die Schleppleine, wenn er etwas mehr Auslauf haben soll (aber da soll er auch nicht ständig in der Leine hängen, was mal besser und mal weniger gut klappt).
 
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Lisa-Eileen
21. Sept. 08:17
Bei mir hat nur körpersprachlich einrahmen geholfen, wenn er seinen erlaubten Radius verlassen wollte hab ich ihm den Weg abgeschnitten und blieb vor ihm stehen bis er sich zurückgenommen hat.
Wichtig ist das du es nicht hektisch machst, immer ruhig und souverän.
Das kann sehr herausfordernd sein grad mit nem wuseligen aufgeregten Hund.
Wichtig ist auch das du die Korrektur ordentlich durchführst und das Gespräch zu Ende führst und es nicht halbherzig machst.
Wenn er wieder ansetzt nach vorn zu gehen oder auch nur zuckt nach vorn gehen zu wollen sobald du dich wieder rausdrehst um weiter zu gehen drehst du dich wieder ein und setzt ggf nach wenn nötig (wenn er zb drängelig wird oder so) aber auch da drauf achten das du das immer ruhig und souverän machst, nicht hektisch oder aggressiv werden oder so.
Sei möglichst immer der Fels in der Brandung, dann orientiert der Hund sich gern an dir und überlässt dir die Führung.
Leinenführigkeit ist eine Basis und Sache des Respekts, egal was ist er hat mich nicht durch die Gegend zu ziehen oder rumzudrängeln.
Verinnerliche das vielleicht auch nochmal gut wenn du Schwierigkeiten damit hast es immer durchzusetzen.
Konsistenz ist sehr wichtig damit der Hund weiß das Regeln immer gelten, sonst lernt er nur das er nicht hören muss und du musst es ständig wieder ausdiskutieren.
Regeln geben auch Sicherheit und einen Rahmen, daher zieh deine grundsätzlichen Regeln immer durch, auch wenns dem Hund schlecht geht, er nen doofen Tag oder Spooky Phase oder sonst was hat.
Hunde brauchen Verlässlichkeit.
Respektvolles gutes Benehmen gilt immer, egal was ist.
Wenns ihm nicht gut geht oder er zb fertig im Kopf ist fordere ich aber nix krasses wie Tricks oder Arbeit außer es hilft ihm sich zu erden und zu konzentrieren, das muss man immer abwägen und ein Gefühl dafür kriegen.
Viele denken halt leider oft wenn dem Hund was schwer fällt oder er krank, ko oder sonst was ist das sie ihm dann alles durchgehen lassen was halt totaler Bullshit ist.
Klar sollte man nix krasses verlangen, aber Basics und eben gutes Benehmen verlange ich immer, denn Regeln gelten immer.
Was nochmal die Spooky Phase angeht, die kommen ja im Laufe der Pubertät immer wieder wenn die Hormone nach nem Hoch abstürzen, deswegen für die nächsten Male schau das du dann alles runterfährst und keine ewig langen Runden machst oder so, nur zum Lösen raus und Reizen die neu oder problematisch sind zb Stresssituationen wie Hundebegegnungen aus dem Weg gehst und ihr es euch eher zuhause gemütlich macht und ganz viel Entspannung und kuscheln.
In dieser Phase ist das Nervensystem sehr überladen und geht in fight flight Modus, da zieht man sich am besten in die sichere Höhle zurück damit der Hund sich regulieren und wieder runterkommen kann da er währenddessen im Ausnahmezustand ist.
Bei Rocket gings zb Anfangs glaub wirklich 1-2 Wochen lang, iwann hatte ich gemerkt das es ihm sehr gut tat sich während dieser Phasen nach Hause zurückzuziehen und ihm Ruhe zu geben, dann hatten sich diese Phasen auch drastisch reduziert und es ging nurnoch 1-3 Tage bis er wieder "normal" war.
Also ist halt einfach viel Management und viel einschätzen während der Pubertät je nach dem welche Phase der Hund grad drinsteckt.