Beitrag von Karin & Nuka
in Gruppe "Reisen_mit_Hund"

Nuka gegen die Nordsee Teil 2 Irgendwann sagen meine Menschen dann jeweils: «So Nuka, jetzt gehen wir zurück.» Zurück? Der Heimweg führt doch erst durch die Dünen. Und wer schon einmal durch Dünen gelaufen ist, weiss genau, dass dort die eigentliche Arbeit beginnt. Ich weiss gar nicht, warum meine Menschen immer so gemütlich den Wegen entlanglaufen. Links und rechts passiert schliesslich ständig etwas. Es raschelt. Es piepst. Es hoppelt. Es flattert. Es riecht nach ungefähr fünfhundert verschiedenen Dingen gleichzeitig. Ich weiss manchmal gar nicht, wo ich zuerst schnüffeln soll. Meine Nase arbeitet dort Überstunden. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich sicher, dass ich inzwischen jede einzelne Pflanze persönlich kenne. Und dann sind da natürlich die Kaninchen. Die leben dort nicht einfach. Die haben die Dünen übernommen. Die sitzen irgendwo im Gebüsch und warten. Ich weiss es ganz genau. Denn kaum gehe ich entspannt einen Schritt weiter, schiesst plötzlich eines direkt vor meiner Nase aus dem Gestrüpp. Nicht fünfzig Meter entfernt. Nein. Genau dort, wo ich gerade hinschaue. Das kann doch kein Zufall sein. Natürlich renne ich sofort los. Was denn sonst? Und genauso natürlich verschwindet das Kaninchen im nächsten Moment wieder irgendwo unter der Erde. Ich bin inzwischen überzeugt, dass unter den ganzen Dünen eine riesige Kaninchenstadt existiert. Mit Strassen. Tunneln. Wahrscheinlich sogar mehreren Ausgängen. Anders kann ich mir nicht erklären, wie die immer so schnell verschwinden. Meine Menschen behaupten zwar, die seien einfach flink. Ich finde, das ist eine ziemlich naive Erklärung. Deshalb steckt meine Nase eigentlich ständig irgendwo im Gestrüpp. Man weiss ja nie. Vielleicht hat eines den Ausgang verwechselt. Bisher leider nicht. Aber ich bleibe optimistisch. Irgendwann macht bestimmt eines einen kleinen Fehler. Zwischendurch gibt es dort sogar einen kleinen See mitten in den Dünen. Also… meine Menschen nennen das wahrscheinlich einfach einen Tümpel. Für mich ist das natürlich ein weiterer Kontrollpunkt. Wasser muss grundsätzlich überprüft werden. Dieses hier schmeckt übrigens deutlich besser als das Meer. Was jetzt allerdings auch keine besondere Leistung ist. Während meine Menschen einfach weiterlaufen möchten, kontrolliere ich selbstverständlich noch das Schilf, die Büsche und das Ufer. Man kann nie wissen, wer sich dort versteckt. Vielleicht ein Kaninchen. Vielleicht ein Vogel. Vielleicht etwas völlig Neues. Die Dünen überraschen mich jeden Tag. Und manchmal belohnen sie mich sogar. Neulich lag da einfach ein Ball. Ein richtiger Ball. Nicht meiner. Ein herrenloser Ball. Ich habe natürlich sofort gemeldet, dass da jemand etwas verloren hat. Also habe ich ihn aufgenommen und zu meinen Menschen gebracht. Die haben sich kurz umgeschaut, ob jemand danach sucht. Niemand. Tja… Was soll ich sagen? Fundbüro geschlossen. Nach einer angemessenen Wartezeit wurde der Ball offiziell meinem Bestand hinzugefügt. Ich finde, so funktionieren ehrliche Fundsachen. Seitdem gehört er mir. Eigentlich haben mir die Dünen also nicht nur unzählige Kaninchen versprochen, sondern mir sogar einen eigenen Schatz geschenkt. Ganz ehrlich… vielleicht sollte ich dort noch etwas genauer suchen. Wer weiss, was unter dem ganzen Sand sonst noch alles versteckt ist. Vielleicht finde ich als Nächstes den berühmten Piratenschatz. Wundern würde es mich jedenfalls nicht. Immerhin buddle ich dort deutlich professioneller als jeder Pirat….🐾 Update folgt…

Tierisch gut
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