Beitrag von Karin & Nuka
in Gruppe "Reisen_mit_Hund"

Urlaub zu Ende… Aus Nukas Sicht – „Ich habe sehr genau verstanden, was hier passiert.“ Manchmal merkt man gar nicht sofort, dass etwas Besonderes beginnt. Aber Tirol… Tirol habe ich sofort gemerkt. Nicht wegen der Berge. Nicht wegen der Luft. Sondern wegen des Essens. Alles war plötzlich… sagen wir: grosszügig mit sehr wenig Zurückhaltung. Wir haben geschlemmt. So richtig. Und diesmal meine ich nicht dieses „Du darfst zuschauen, während wir geniessen“-Schlemmen. Nein nein. Mein Napf wurde veredelt. Aufgepimpt. Dekoriert. Liebevoll übertrieben. Hier ein Extra. Da ein Topping. So, als hätte jemand beschlossen: Wenn schon Urlaub, dann bitte mit Anspruch. Ich habe nichts gesagt. Ich habe nur geschaut. Sehr genau. Und innerlich eine Akte eröffnet mit dem Titel: „So geht Service.“ Schleckbuffet war übrigens nicht nur für Menschen. Das stand nirgends. Aber Atmosphäre lügt nicht. Und diese Atmosphäre sagte ganz klar: Nuka, fühl dich eingeladen. Zwischendurch musste ich mich bewegen. Ausgleich. Balance. Imagepflege. Agility zum Beispiel. Nicht so ein bisschen. Sondern ernsthaft. Konzentriert. Sauber. Mit Haltung und diesem Blick, der sagt: Ja. Ich weiss. Ich kann das. Man kann schlemmen und trotzdem liefern. Das ist keine Frage der Disziplin – das ist Zeitmanagement. Und dann diese Spaziergänge. Die langen. Die, bei denen die Welt plötzlich gross wird und der Schnee einfach so da liegt, als hätte ihn jemand extra für mich vorbereitet. Ich habe mich bedankt. Mit Tempo. Und ohne Bremse. ⸻ Dann kamen die Familientage. Viele Menschen. Viele Stimmen. Viele Gerüche. Und dieses ganz spezielle Gefühl von „Heute bist du wichtig.“ Und Geschenke. Nicht eins. Nicht zwei. Mehr. Ich habe sehr schnell verstanden, dass diese Tage eine andere Art von Aufmerksamkeit haben. Eine wärmere. Eine, bei der man angeschaut wird und jemand lächelt und sagt: „Ach schau sie an.“ Ich habe mich von meiner besten Seite gezeigt. Ruhig. Freundlich. Präsent. Ich kann das. Wenn es sich lohnt. Und das hier lohnte sich sehr. ⸻ Und dann… Oma. Oma ist kein Programmpunkt. Oma ist ein Zustand. Ich habe sie gesehen und mein ganzer Körper hat gleichzeitig entschieden: JETZT. Freude. Wackeln. Augen gross. Ohren irgendwo zwischen Himmel und Brunchbuffet. Wiedersehen ist nichts Ruhiges. Wiedersehen ist ein inneres Feuerwerk, das man mit viel Selbstbeherrschung in halbwegs gesellschaftsfähige Bahnen lenkt. Ich habe mich gefreut. Sehr. Vielleicht ein bisschen zu sehr. Aber das gehört so. Der Brunch war grossartig. Nicht nur wegen des Essens (auch sehr wegen des Essens), sondern wegen dieser Aufmerksamkeit, bei der man merkt: Hier bist du nicht Beiwerk. Hier bist du Familie. Und Geschenke. Natürlich Geschenke. Oma weiss Dinge. Zum Beispiel, dass Liebe oft eine Schleife hat. Und dass ein Hund nie, wirklich nie, zu viel bekommen kann. Oma ist die beste Oma. Das ist keine Meinung. Das ist ein Fakt. ⸻ Zurück zu Hause wurde es dann plötzlich… lebendig. Dinge wurden angeschaut. Gedreht. Abgewogen. Losgelassen. Tierheim, haben sie gesagt. Gute Sache. Ich habe zugestimmt. Grosszügig. Dann kam dieses neue Gestell. Nur für mich. Ich habe es angeschaut und sofort verstanden: Das ist kein Möbel. Das ist ein Statement. Also wurde nochmal aussortiert. Gründlicher. Ernster. Ich habe das begleitet. Mit Adlerblick. Man weiss ja nie, ob jemand plötzlich falsche Entscheidungen trifft. ⸻ Dazwischen diese Waldspaziergänge. Die stillen. Die ehrlichen. Die, bei denen niemand etwas will und alles darf. Dann Wohnungsputz. Ich habe geholfen, indem ich mich exakt dort hingelegt habe, wo man auf keinen Fall stehen wollte. Teamarbeit. ⸻ Silvester haben wir zu Hause verbracht. Ruhig. Entspannt. Ohne Drama. Ich fand das eine ausgezeichnete Entscheidung. ⸻ Und dann kam das neue Jahr mit dieser Wanderung. Mit Nala. Mit vielen Lagottos. Wiedersehen. Freude. Chaos. Rennen. Dieses Gefühl, unter vielen zu sein und trotzdem genau richtig. Danach grillieren. Ich war emotional und strategisch sehr präsent. ⸻ Und dann… als grosses Finale, als Zugabe, als Beweis, dass das Leben mich mag: Schnee. Zwei Tage lang. Aber zuerst: der Protector. Anziehen. Kurz stillhalten. Ich habe mitgemacht. Nicht aus Geduld. Aus purer Vorfreude. Weil ich wusste, dass danach alles eskaliert. Und dann habe ich geliefert. Alles. Ich sprang. Ich drehte. Ich wechselte Richtungen, die physikalisch fragwürdig waren. Ich war Akrobatin. Schneewesen. Naturereignis. Schneebälle? Eine persönliche Beleidigung. Ich habe sie verfolgt. Angesprungen. Verfehlt. Und trotzdem gewonnen. Mein Bart war weiss. Mein Gesicht ein Kunstwerk. Meine Augen: komplett ausser Kontrolle vor Glück. Ich war nicht müde. Ich war unaufhaltsam. Als es dann hiess, dass wir gehen, habe ich geschaut. Nicht böse. Nur sehr, sehr klar. Ich hatte noch mindestens fünf grossartige Ideen. Jetzt liege ich da. Müde Pfoten. Volles Herz. Das war kein Urlaub. Das war ein verdammt gutes Leben. Morgen um 5:30 klingelt der Wecker. Wir reden dann nochmal darüber. 😏🐾

Tierisch gut
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