Beitrag von Karin & Nuka
in Gruppe "Reisen_mit_Hund"

Ferienmodus – Tag 2 aus Nukas Sicht 🧡🐾 Also ehrlich jetzt… Ferien mit Freunden sind grossartig. Für Hunde. Bei Menschen bin ich mir noch nicht ganz sicher. Der Tag begann heute erstaunlich spät. Ich hatte eigentlich schon länger bemerkt, dass die Sonne da ist und der Tag läuft. Aber meine Menschen lagen immer noch im Bett. Also stand ich auf und machte deutlich, dass wir jetzt dringend nach draussen müssen. Sofort herrschte Aufregung. „Nuka muss dringend Pipi!“ Menschen. Immer diese voreiligen Schlüsse. Natürlich musste ich Pipi. Aber das war nicht der Grund. Der Grund hatte Locken. Und heisst Nala. Kaum war das Pflichtprogramm erledigt, marschierte ich direkt zu ihrem Wohnwagen. Keine Umwege. Keine Diskussion. Keine Zeit verlieren. Man hat schliesslich Prioritäten. Als Nala erschien, war die Welt wieder in Ordnung. Wir machten uns sofort auf den Weg zum Bach. Nala und ich vorne. Die Menschen hinten. So läuft das hier eigentlich die ganze Zeit. Unterwegs wurde geschnüffelt, kontrolliert und überprüft, ob der Bach noch vorhanden ist. War er. Zum Glück. Man weiss nie. Nach der Inspektion ging es zum Bäcker. Die Menschen kauften frische Brötchen. Sie waren begeistert. Ich war ebenfalls begeistert. Nicht wegen der Brötchen. Sondern weil alles nach Essen roch. Das Frühstück war jedenfalls ein voller Erfolg. Danach wurde gechillt. Gequatscht. Noch mehr gechillt. Ein perfekter Ferientag eigentlich. Dann sagte jemand diesen Satz: „Wir gehen nur kurz einkaufen.“ Nur kurz. Ich musste so lachen, dass ich beinahe vom Schattenplatz gefallen wäre. Action. Müller. Edeka. Tedi. Und vermutlich noch drei weitere Geschäfte, die ich bereits vergessen habe. Währenddessen lagen Nala und ich unter einem Baum. Im Schatten. Wie zwei Profis. Ab und zu öffneten wir ein Auge. Nicht wegen der Umgebung. Sondern um zu prüfen, ob unsere Menschen noch existieren. Irgendwann kamen sie tatsächlich zurück. Mit Taschen. Sehr vielen Taschen. So vielen Taschen, dass ich kurz vermutete, wir ziehen dauerhaft nach Deutschland um. Danach ging es zurück auf unseren autarken Stellplatz. Und dann begann die Phase, die ich nur schwer erklären kann. Die Menschen nennen es: Apéro. Am Anfang war alles normal. Dann erschienen kleine Gläser. Dann noch mehr kleine Gläser. Dann wurde aus einem gemütlichen Gespräch plötzlich eine Diskussion über Dinge, die absolut niemand geplant hatte zu besprechen. Irgendwann erzählte jemand dieselbe Geschichte erneut. Und alle lachten wieder. Als wäre sie neu. Menschen sind faszinierend. Mittlerweile sind wir beim Griechen. Die Menschen trinken Ouzo. Viel Ouzo. Sehr viel Ouzo. Ich bin inzwischen nicht mehr sicher, ob sie wegen des Essens hier sind oder wegen des Ouzos. Die Lautstärke am Tisch steigt jedenfalls erstaunlich parallel zum Pegel in den Gläsern. Nala schläft. Ich beobachte die Situation. Jemand muss schliesslich Verantwortung übernehmen. Falls der Abend so weitergeht, werde ich vermutlich später die Navigation zurück zum Wohnmobil übernehmen müssen. Zum Glück bin ich die Vernünftigste in dieser Reisegruppe. Und falls ihr euch fragt, wie mein aktueller Zustand aussieht: 📸 Genau so. Akku leer. Nala gefunden. Bach kontrolliert. Menschen noch vorhanden. Ouzo-Pegel steigt. Mission erfolgreich. Ferien können wirklich anstrengend sein. 🤎🐾🍸😴

Tierisch gut
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