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Ramona
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 19
zuletzt 22. Feb.

Trennungsschmerz am Morgen

Guten Morgen Zusammen Mein Partner kann morgen etwas länger schlafen, heißt ich geh die erste Runde mit Tempel, alles fein. Sobald wir wieder Zuhause sind geht das Drama los ... Ich lasse ihn nicht zu meinem Partner ins Schlafzimmer, nicht als Strafe sondern weil er eine kleine Abrissbirne ist und sonst ins Schlafzimmer poltert und er ihn halt so lange nerven würde bis er aufsteht. Also liegt er vor der Tür und weint und singt. Er ist hier drüben nicht alleine, ich bin ja auch da 😅👋🏻 Ich habe schon versucht ihn abzulenken, kannst vergessen. Habe versucht ihn woanders zu platzieren kannst vergessen. Wenn ich ihn reinlasse, hat er ja bekommen was er will, also bestätige ich das Verhalten nur, oder denke ich da falsch? Ihn zu ignorieren bringt auch nichts, er braucht mich beim leiden ja nicht 😅😅😅 Wenn er es dann geschafft hat, dass mein Partner aufsteht und raus kommt, ist seine Welt wieder in Ordnung, es wird Party gemacht zur Begrüßung (also der Hund macht Party, wir versuchen eine normale Begrüßung zu etablieren, haben aber auch schon versucht ihn dann zu ignorieren, sonst wird er ja wieder bestätigt, oder?) Wenn mein Partner dann wach ist, legt Tempel sich irgendwann hin und pennt 😂 Mich stört das gewinsel im Grunde nicht, aber es muss für ihn ja unglaublicher Stress sein und das möchte ich nicht ... Tempel ist jetzt ein Jahr alt und das ist auch nichts neues das geht eigentlich schon die ganze Zeit so 😅 Wenn mein Partner garnicht Zuhause ist geht's, da wird kurz zwei Minuten gesucht und dann ist alles fein Was mach ich denn jetzt?
 
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Ramona
20. Feb. 05:31
Okay dann werfe ich auch noch rein, wie ich das versuchen würde: Zuerst ein Deckentraining. Vielleicht kann man das auch direkt verbinden. Und dann hat Hundi einfach mal Sendepause und an seinem Platz zu bleiben, ohne Aufmerksamkeit für ihn. Notfalls dort anbinden, damit er kein Spiel draus macht, immer wieder hingeführt zu werden. Und dein Partner darf erst raus kommen, wenn Hund brav da liegt und am besten entspannt ist. Und dann gilt KONSEQUENZ. Sodass es irgendwann für ihn völlig normal ist, sich nach dem Gassi auf seiner Decke abzulegen und zu Chillen.
Das versuche ich tatsächlich schon, also generell nachm Gassi dass er erst mal auf seinen Platz geht und runter kommt. Das klappt auch sonst wunderbar, nur morgens nicht, wenn er ins Schlafzimmer will 😅 aber ich denke das muss ich dann einfach konsequenter werden 🙈
Das mit dem anbinden klappt leider nicht, er würde das Möbelstück o.ä. einfach mitziehen 😅
 
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Jochen
21. Feb. 08:40
Zunächst zwei Dinge:
1) Verbanne die Bestätigungsangst aus deinem Kopf (ich weiß ich weiß, TV Trainer…) Hunde sind keine Konditionierungsroboter.
2) Mache dir klar, dass dein Hund innerartlich richtiges Verhalten zeigt, eure Anforderungen sind „falsch“ und nicht hundegerecht. Aus der Perspektive würde ich kommen.

Wenn sich jemand aus der Gruppe entfernt, bedeutet das Gefährdung (und jagdlicher Misserfolg). Deshalb sind Hunde intrinsisch bestrebt, die Gemeinschaft aufrechtzuerhalten, manche Hunde aktiv (wie deiner), manche passiv. Es ist in jedem Fall Stress und Druck für den Hund.

Mein Weg wäre auch zuerstmal die Tür nicht zu schließen und ihm zu zeigen, wie er sich verhalten soll, wenn jemand schläft. Also Ruhe reinbringen und Ruhe loben, wird er distanzlos und dreht er auf, führe ihn raus. Und das machst du immer wieder (und bitte konsequent)/ruhig aber bestimmt/wenn nötig mit Hausleine). Er wird es schnell verstehen, wenn jemand schläft, habe ich mich ruhig zu verhalten, das muss das Ziel sein.

Wenn er sich ins Schlafzimmer in sein Körbchen legt, ruhig loben und lassen.
 
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Ramona
21. Feb. 09:12
Zunächst zwei Dinge: 1) Verbanne die Bestätigungsangst aus deinem Kopf (ich weiß ich weiß, TV Trainer…) Hunde sind keine Konditionierungsroboter. 2) Mache dir klar, dass dein Hund innerartlich richtiges Verhalten zeigt, eure Anforderungen sind „falsch“ und nicht hundegerecht. Aus der Perspektive würde ich kommen. Wenn sich jemand aus der Gruppe entfernt, bedeutet das Gefährdung (und jagdlicher Misserfolg). Deshalb sind Hunde intrinsisch bestrebt, die Gemeinschaft aufrechtzuerhalten, manche Hunde aktiv (wie deiner), manche passiv. Es ist in jedem Fall Stress und Druck für den Hund. Mein Weg wäre auch zuerstmal die Tür nicht zu schließen und ihm zu zeigen, wie er sich verhalten soll, wenn jemand schläft. Also Ruhe reinbringen und Ruhe loben, wird er distanzlos und dreht er auf, führe ihn raus. Und das machst du immer wieder (und bitte konsequent)/ruhig aber bestimmt/wenn nötig mit Hausleine). Er wird es schnell verstehen, wenn jemand schläft, habe ich mich ruhig zu verhalten, das muss das Ziel sein. Wenn er sich ins Schlafzimmer in sein Körbchen legt, ruhig loben und lassen.
Danke für deine Antwort 😊 beim rausführen dann die Tür trz offen lassen und ihn auf seinen Platz schicken? Oder was mache ich dann?
 
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Jochen
21. Feb. 09:48
Danke für deine Antwort 😊 beim rausführen dann die Tür trz offen lassen und ihn auf seinen Platz schicken? Oder was mache ich dann?
Ja, Tür offen lassen. Ich würde ihn nicht auf den Platz führen, das wäre ja wieder eine Verhaltenskette, die schwer zu begreifen ist (zumal widernatürlich, gepennt wird nahe beieinander -> Wärme und Sicherheit)

Du willst ihm ja nicht zu verstehen geben, dass er auf seinen Platz gehen soll, wenn dein Freund schläft. Es ginge für mich darum, dass er Mitglieder der Gruppe nicht stört, wenn sie schlafen. Das kann er auch, das sind genetische Benimmregeln des Hundes, nur werden die im Moment durch Stress und Aufregung überblendet.

Ich würde ihn bis kurz aus der Tür führen und dann lassen. Er wird dich irritiert anschauen und dann wieder reinlatschen/-rennen dann führst du ihn wieder raus, sobald er übergriffig wird, hält er die Individualdistanz des Freundes ein und ist ruhig, dann ruhig loben, wenn nicht, wieder raus. Und das sooft wie er braucht, um es zu verstehen, und solange bitte immer immer.
 
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Karin
21. Feb. 13:17
Hi, ich würde es auch genauso angehen wie Jochen es schrieb. Du kannst ihn natürlich auch zur Decke schicken oder mit Futter ablenken, allerdings kommen damit einige nicht gut klar. Deckentraining wird oft zu ungenau trainiert und Futter ist irgendwann auch weg. 🤷‍♀️
Ich versuche Probleme immer da zu packen wo sie entstehen. Also in diesem Fall im Schlafzimmer. So versteht der Hund am besten den Zusammenhang. Bei uns ist es so das wenn mein Mann mal liegen bleibt geht Roxy kurz ums Bett gucken und kommt dann zu mir ins Wohnzimmer. Das Schlafzimmer kann ich dann schließen und der Hund ist ruhig. Erst wenn Roxy anfängt wie blöde zu wedeln weiß ich das mein Mann wach ist. 🤣👍
 
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Dogorama-Mitglied
21. Feb. 15:30
Ich denke da musst du selber weniger machen, sondern das ist ein Thema zwischen deinem Freund und Tempel.
Hast du das mit dem ins Schlafzimmer lassen und dein Freund ignoriert ihn schon ausprobiert?
Wenn er zu hartnäckig ist oder dein Freund sich zu bedrängt fühlt um ihn zu ignorieren, sollte er selber seinen Raum einfordern Tempel gegenüber, wäre mein Ansatz.
Solche personenbezogenen Sachen sind eigentlich sehr einfach zu beheben, wenn die Person auf die es bezogen ist es richtig macht.
Natürlich kannst du ihn auch immer und immer wieder raus führen, aber dann kommt man ja zu gar nix mehr wenn der Hund ein bisschen Vehemenz mitbringt.
Stell dir vor im Nebenraum möchte jemand mit dir reden, aber ein Dritter hält dich davon ab hinzukommen, das frustriert und verwirrt. Wenn derjenige im Nebenraum aber sagt dass er nicht mehr reden will ist alles klar.
 
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Guido
21. Feb. 19:43
ich kenne das. Habe das 1zu1 mit unserem Beagle mit unserer jüngsten Tochter. Als Beagle Herrchen kann ich dazi nur sagen:“halte durch !“. Ist zumindest das was ich mache. Ist mir egal was unser Hund will. Ich bestimme und ich gebe die Regel an. Das funktioniert dann auch so.
 
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Nadine
21. Feb. 21:28
Hallo Ramona 😊
Ich würde Deckentraining machen 😊 Ihm beibringen ruhig zu bleiben und entspannen.
Das kann man ihnen wirklich super über das Deckentraining beibringen😊
Das er wenn du sagst Decke,Körbchen etc... jetzt einfach Zeit für Ruhe und Entspannung ist 😊
 
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MV
22. Feb. 23:31
Hey, wie Nadine bereits erwähnt hat Deckentraining. Das hat uns auch super viel gebracht grad in der Welpenzeit.

Wir haben das Deckentraining bzw. fester Platzzuweisung von klein auf mit unserem (aktuell 9Monate alten Rüden) aufgebaut in Form von einem Markertraining. Er hat eine klaren Platz als Ruheort.
Er geht auf Kommando dorthin und bleibt dort liegen bis ich das Kommando auflöse. Am Anfang haben wir das kleinschrittig trainiert und die Dauer langsam gesteigert, damit er lernt, dort wirklich runterzufahren.

Wenn er sehr hochgefahren war, haben wir ihn auch auf seinen Platz geschickt und ihn mal kurz auf seinem Platz angebunden (nicht als Strafe, sondern damit er zur Ruhe kommt.) Zusätzlich steht eine positiv aufgebaute Box im Wohnzimmer als Rückzugsort bereit.

Wir haben ein Bett im Schlafzimmer (dieses ist tagsüber zu) in Küche einen kleinen Hundeteppich und im Wohnzimmer eine Box und dass auch so namentlich trainiert. Das hilft auch in Restaurants oder unterwegs.