Ich meine, zwischen den Zeilen zu lesen, dass der Hund das schon ganz gut kann (klar: Pubertät, schlechter Tag kann das alles auch mal wieder in Frage stellen… aber offensichtlich kannst Du Deinen Hund ja schon ganz gut lesen). Und jetzt eigentlich die Frage ist: wie lernt‘s Matze…?😉
Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, wo wir beschlossen haben, dass die Schlepp eh einfach nur noch hinterhergezogen wird und wir im wirklichen Ernstfall realistisch eh nicht mehr drankämen. Bevor wir uns also weiter Brandwunden durch umwickelte Knöchel holen (war echt schmerzhaft!!!) Schlepp also ab, fröhlicher Hund. Und dann gab Polli Gas… VON MIR WEG!!!😳
Ich dachte: ok, das war’s, der Hund ist weg (Polli ist mein erster Hund). Eher proforma hab ich hinterhergerufen, aber nicht wirklich erwartet, dass sie kommt. Und was tat Hundine? Raste in einem großen Bogen wieder zu mir zurück!!! Das war einfach pure Lebensfreude und nicht das Bestreben, sich vom Acker zu machen!😀
Und so geht die Reise weiter: An der Leine und auf dem Feld kennst Du Deine Nala schon. Jetzt musst Du das gleiche Vertrauen ohne Leine in den verschiedensten Situationen aufbauen: wissen, wann sie wie wo reagiert. Und wann Du vielleicht doch erstmal noch ne Leine dranhaben möchtest, weil Dir das noch nicht sicher genug ist.
Aber irgendwann muss man da ins kalte Wasser springen und es tun, es hilft nix! Mach‘s.😀
PS: Es hilft vielleicht auch, sich vorzustellen, was schlimmstenfalls schiefgehen kann: Polli nimmt z.B. eigentlich nie aktiv Kontakt zu anderen Hunden auf. Aber einige wenige gibt’s (und da gibt’s kein Muster), die will sie unbedingt kennenlernen, da rennt sie hin. Wenn ich das merke und nix mehr machen kann, nehme ich rechtzeitig zum Gegenüber Kontakt auf und meist sind die dann geschmeichelt, dass Polli als schüchterner Hund ihren Hund unbedingt kennenlernen möchte. Reden hilft viel, auch wenn mal was schiefgeht… 😀