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Matthias
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Anzahl der Antworten 31
heute 16:15

Leinen los! Ridgeback

Hallo Ihr Lieben, Wann habt ihr angefangen eure Hunde freilaufen zu lassen? Nala wird nächsten Monat 1 Jahr alt, wir haben eine super tolle Bindung zueinander aufgebaut und sie ist auch total auf mich fokussiert. Rückruf an der Schleppleine sitzt perfekt, selbst mit Ablenkung. Mein "Problem" ist immer, sobald ein anderer Hund ins Spiel kommt, ist sie wie versteinert und hört nicht immer direkt. Deshalb habe ich immer Angst sie nicht abrufen zu können und lasse sie leider viel zu selten von der Leine. Mein größter Wunsch sind Gassirunden ohne Leine. Habt Ihr Tipps für mich? Wie ist das bei euch? Liebe Grüße, Matze & Nala
 
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Lisa-Eileen
25. Jän. 11:46
Ich habe Sebbi von Anfang an ohne Leine laufen lassen. 🤔 Als Welpe war er ohnehin nur in meiner Nähe. Das habe ich selbstverständlich direkt für das Training ausgenutzt. 🤭 Bereits zu diesem Zeitpunkt begann ich mit dem Aufbau von „Stopp“ und Rückruf. Die Grundkenntnisse wollte ich ihm noch vor der Pubertät auch spielend vermitteln, da dies erfahrungsgemäß während dieser Phase schwieriger ist. Später habe ich ihm dann statt des Halsbands ab und an auch einfach nur ein Geschirr angelegt Quasi als Vorbereitung auf das Training an der Schleppleine. Bis dahin hatte ich jedoch erst einmal das „Stopp“ etabliert und zwischendurch immer wieder die verschiedenen Arten von Rückruf und Stopp trainiert. An der Schleppleine habe ich ihn an die entsprechenden Distanzen gewöhnt: * „Bei mir“ (In meiner Nähe) – Maximale Entfernung: ca. 2 m * „Go“ (Freilauf) – Maximale Entfernung: ca. 20 m Wenn ich so darüber nachdenke: Das mit den Distanzen muss ich mal wieder nachjustieren. 🤔 Ich muss ihn mittlerweile zu oft korrigieren.🤭
Ist bei mir auch so.
Momentan mit dem Chip durchleben wir quasi wieder etwas Pubertät bis sich die Hormone eingependelt haben, da ist er jetzt auch erstmal wieder an der Leine und im Freilauf mit Schleppi abgesichert.
 
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Sonja
25. Jän. 11:57
Ich habe Sebbi von Anfang an ohne Leine laufen lassen. 🤔 Als Welpe war er ohnehin nur in meiner Nähe. Das habe ich selbstverständlich direkt für das Training ausgenutzt. 🤭 Bereits zu diesem Zeitpunkt begann ich mit dem Aufbau von „Stopp“ und Rückruf. Die Grundkenntnisse wollte ich ihm noch vor der Pubertät auch spielend vermitteln, da dies erfahrungsgemäß während dieser Phase schwieriger ist. Später habe ich ihm dann statt des Halsbands ab und an auch einfach nur ein Geschirr angelegt Quasi als Vorbereitung auf das Training an der Schleppleine. Bis dahin hatte ich jedoch erst einmal das „Stopp“ etabliert und zwischendurch immer wieder die verschiedenen Arten von Rückruf und Stopp trainiert. An der Schleppleine habe ich ihn an die entsprechenden Distanzen gewöhnt: * „Bei mir“ (In meiner Nähe) – Maximale Entfernung: ca. 2 m * „Go“ (Freilauf) – Maximale Entfernung: ca. 20 m Wenn ich so darüber nachdenke: Das mit den Distanzen muss ich mal wieder nachjustieren. 🤔 Ich muss ihn mittlerweile zu oft korrigieren.🤭
Ähnlich bei uns. Den Hund erst ableinen zu wollen wenn er "alt genug" ist "hört" ist zum scheitern verurteilt (es sei denn man bekommt ihn erst mit fortgeschrittenem Alter und/oder es ist ein TS Hund). Sowas übt man von Anfang an. Später macht man es sich und dem Hund im Grunde nur schwieriger. Warum sollte er auch hören, wenn er jetzt endlich einen der seltenen Momente genießen darf, in denen er frei ist? Erst recht, wenn endlich andere Hunde da sind? Wenn ein Hund Freilauf und Artgenossen gewohnt ist, dann verlieren sie automatisch ihren übermäßigen Reiz. Es ist ja normal und somit kann man sich leichter auf seinen Sozialpartner fokussieren. Was in der Pubertät aber sowieso immer wieder Thema sein wird 😅
 
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Ilona
25. Jän. 12:34
Ähnlich bei uns. Den Hund erst ableinen zu wollen wenn er "alt genug" ist "hört" ist zum scheitern verurteilt (es sei denn man bekommt ihn erst mit fortgeschrittenem Alter und/oder es ist ein TS Hund). Sowas übt man von Anfang an. Später macht man es sich und dem Hund im Grunde nur schwieriger. Warum sollte er auch hören, wenn er jetzt endlich einen der seltenen Momente genießen darf, in denen er frei ist? Erst recht, wenn endlich andere Hunde da sind? Wenn ein Hund Freilauf und Artgenossen gewohnt ist, dann verlieren sie automatisch ihren übermäßigen Reiz. Es ist ja normal und somit kann man sich leichter auf seinen Sozialpartner fokussieren. Was in der Pubertät aber sowieso immer wieder Thema sein wird 😅
Na ja, das kann man so nicht sagen. Das muss man individuell von Hund zu Hund betrachten. Es gibt Hunde mit starkem Jagdtrieb, oder sehr reaktive Hunde etc, wo Freilauf erstmal keine Option ist. Ausnahmen sind natürlich eingezäunte Flächen. Man muss halt schauen wie die Tagesform ist, in welcher Gegend ich mich befinde, wie die Erregung ist etc. Zu sagen, Freilauf mit fortgeschrittenem Alter sei zum scheitern verurteilt ist schlichtweg falsch. Ich kenne einige Hunde, die erst mit 4, 5, oder auch erst mit 6 Jahren in den Freilauf konnten. Und es klappt. Die Halter mussten länger an bestimmten Themen arbeiten. Trotzdem ist Freilauf möglich.
 
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Sabine
25. Jän. 12:39
Meine Hunde sind alle von Anfang an in übersichtlichem Gelände ohne Strassennähe frei gelaufen. Finde in dem Alter klappt das am Besten da sie eh in der Nähe bleiben. Immer wieder hergerufen große Party gemacht und wieder frei gegeben. Zusätzlich viel im Garten geübt ohne Ablenkung hat immer gut geklappt
 
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Matthias
25. Jän. 13:03
Ich meine, zwischen den Zeilen zu lesen, dass der Hund das schon ganz gut kann (klar: Pubertät, schlechter Tag kann das alles auch mal wieder in Frage stellen… aber offensichtlich kannst Du Deinen Hund ja schon ganz gut lesen). Und jetzt eigentlich die Frage ist: wie lernt‘s Matze…?😉 Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, wo wir beschlossen haben, dass die Schlepp eh einfach nur noch hinterhergezogen wird und wir im wirklichen Ernstfall realistisch eh nicht mehr drankämen. Bevor wir uns also weiter Brandwunden durch umwickelte Knöchel holen (war echt schmerzhaft!!!) Schlepp also ab, fröhlicher Hund. Und dann gab Polli Gas… VON MIR WEG!!!😳 Ich dachte: ok, das war’s, der Hund ist weg (Polli ist mein erster Hund). Eher proforma hab ich hinterhergerufen, aber nicht wirklich erwartet, dass sie kommt. Und was tat Hundine? Raste in einem großen Bogen wieder zu mir zurück!!! Das war einfach pure Lebensfreude und nicht das Bestreben, sich vom Acker zu machen!😀 Und so geht die Reise weiter: An der Leine und auf dem Feld kennst Du Deine Nala schon. Jetzt musst Du das gleiche Vertrauen ohne Leine in den verschiedensten Situationen aufbauen: wissen, wann sie wie wo reagiert. Und wann Du vielleicht doch erstmal noch ne Leine dranhaben möchtest, weil Dir das noch nicht sicher genug ist. Aber irgendwann muss man da ins kalte Wasser springen und es tun, es hilft nix! Mach‘s.😀 PS: Es hilft vielleicht auch, sich vorzustellen, was schlimmstenfalls schiefgehen kann: Polli nimmt z.B. eigentlich nie aktiv Kontakt zu anderen Hunden auf. Aber einige wenige gibt’s (und da gibt’s kein Muster), die will sie unbedingt kennenlernen, da rennt sie hin. Wenn ich das merke und nix mehr machen kann, nehme ich rechtzeitig zum Gegenüber Kontakt auf und meist sind die dann geschmeichelt, dass Polli als schüchterner Hund ihren Hund unbedingt kennenlernen möchte. Reden hilft viel, auch wenn mal was schiefgeht… 😀
Du sprichst mir aus der Seele Katja,

Ich muss lernen ihr zu vertrauen. Sie hat mir noch nie das Gefühl gegeben, dass ich das nicht könnte. Aber mir fällt es durch Vorerfahrungen mit anderen Hunden einfach schwer. 🫣
Nala ist wirklich so eine Treue und liebe Seele, sie hat es mehr als verdient ihr zu vertrauen und ich muss da wirklich an mir arbeiten. Wir sind in allen möglichen Situationen zusammen sehr souverän, das werden wir auch noch hinbekommen. 😃
 
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Matthias
25. Jän. 13:05
Danke für eure Meinungen und auch eure Einschätzung und eigene Storys.

Sowas hilft sehr!
 
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Sonja
25. Jän. 13:29
Na ja, das kann man so nicht sagen. Das muss man individuell von Hund zu Hund betrachten. Es gibt Hunde mit starkem Jagdtrieb, oder sehr reaktive Hunde etc, wo Freilauf erstmal keine Option ist. Ausnahmen sind natürlich eingezäunte Flächen. Man muss halt schauen wie die Tagesform ist, in welcher Gegend ich mich befinde, wie die Erregung ist etc. Zu sagen, Freilauf mit fortgeschrittenem Alter sei zum scheitern verurteilt ist schlichtweg falsch. Ich kenne einige Hunde, die erst mit 4, 5, oder auch erst mit 6 Jahren in den Freilauf konnten. Und es klappt. Die Halter mussten länger an bestimmten Themen arbeiten. Trotzdem ist Freilauf möglich.
Hatten die Leute diese Hunde auch von Welpe an? Ich kenne keinen Welpen, der mit 8 Wochen schon einen so starken Trieb hatte, dass er dauerhaft angeleint werden musste. Vielleicht war meine Lesart auch falsch, aber für mich klang es so, als ob man aus Sorge so gut wie nie Freilauf ermöglicht und den Hund von Welpe an hat. Das ist nach meiner Erfahrung in den allermeisten Fällen kontraproduktiv. Wie gesagt, Ausnahmen bilden Hunde, die nicht als Welpe einziehen und/oder aus dem TS kommen.
Edit: In meiner ersten HuSchu war auch eine Ridgeback Hündin, die genau so als Welpe schon Freilauf hatte wie jeder andere. Diese Hündin ist nach wie vor der tollste Ridge, den ich je kennenlernen durfte. Halter und Hund harmonieren so super, das ist echt beispielhaft. War aber auch ein Weg und erforderte Disziplin. Dennoch nie ein Problem, ihr Freilauf zu ermöglichen.
 
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Ilona
25. Jän. 13:54
Hatten die Leute diese Hunde auch von Welpe an? Ich kenne keinen Welpen, der mit 8 Wochen schon einen so starken Trieb hatte, dass er dauerhaft angeleint werden musste. Vielleicht war meine Lesart auch falsch, aber für mich klang es so, als ob man aus Sorge so gut wie nie Freilauf ermöglicht und den Hund von Welpe an hat. Das ist nach meiner Erfahrung in den allermeisten Fällen kontraproduktiv. Wie gesagt, Ausnahmen bilden Hunde, die nicht als Welpe einziehen und/oder aus dem TS kommen. Edit: In meiner ersten HuSchu war auch eine Ridgeback Hündin, die genau so als Welpe schon Freilauf hatte wie jeder andere. Diese Hündin ist nach wie vor der tollste Ridge, den ich je kennenlernen durfte. Halter und Hund harmonieren so super, das ist echt beispielhaft. War aber auch ein Weg und erforderte Disziplin. Dennoch nie ein Problem, ihr Freilauf zu ermöglichen.
Ja seit Welpe. Ich hab hier auch so ein Exemplar. Folgetrieb? War nicht vorhanden. Mit viel Arbeit konnte sie auch erst frei laufen. Bis der Jagdtrieb dazu kam . Daran arbeiten wir noch immer. Yuna kann frei laufen mittlerweile, aber eben nicht jeden Tag und überall. Da sie auch reaktiver ist, muss ich schauen, wo und wann es klappt. Hund meiner Trainerin konnte erst mit 4 in den Freilauf. Ein Akita Inu. Hund meiner Freundin erst mit 5. Alles Hunde mit Vorgeschichte, Krankheiten, Jagdtrieb etc. Alles Hunde, die seit Welpe beim Halter waren.
Es kommt immer drauf an, wen hab ich da an der Leine, wo lebe ich, wo ist Freilauf möglich etc.
Den Hund nicht abzuleinen, weil man selber Angst hat, ist problematisch. Aber selbst dann kann ich immer noch in Minischritten anfangen, abzuleinen und die Sequenzen weiter verlängern. Freilauf heisst für mich nicht unbedingt: so Leine ab und jetzt lauf mal ne Stunde frei.
 
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Mel und
25. Jän. 16:01
Mein Hund ist schon mit ca. 13 Wochen frei gelaufen. Ich habe den natürlichen Folgetrieb genutzt .
Alles Weitere hat sich dann Schritt für Schritt ergeben.
Ich mache ehrlich gesagt kaum gezielte Trainingseinheiten, sondern habe vieles einfach im Alltag „mitgenommen“ und natürlich wachsen lassen.

Mein Hund ist allerdings auch ein bisschen eine Ausnahme: Er ist extrem auf mich fixiert, entfernt sich nie weit, behält mich ständig im Blick und orientiert sich sehr stark an mir – selbst wenn er mal ein Stück vorausläuft.
Einfach ein 😇<--
 
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Sonja
25. Jän. 18:08
Ja seit Welpe. Ich hab hier auch so ein Exemplar. Folgetrieb? War nicht vorhanden. Mit viel Arbeit konnte sie auch erst frei laufen. Bis der Jagdtrieb dazu kam . Daran arbeiten wir noch immer. Yuna kann frei laufen mittlerweile, aber eben nicht jeden Tag und überall. Da sie auch reaktiver ist, muss ich schauen, wo und wann es klappt. Hund meiner Trainerin konnte erst mit 4 in den Freilauf. Ein Akita Inu. Hund meiner Freundin erst mit 5. Alles Hunde mit Vorgeschichte, Krankheiten, Jagdtrieb etc. Alles Hunde, die seit Welpe beim Halter waren. Es kommt immer drauf an, wen hab ich da an der Leine, wo lebe ich, wo ist Freilauf möglich etc. Den Hund nicht abzuleinen, weil man selber Angst hat, ist problematisch. Aber selbst dann kann ich immer noch in Minischritten anfangen, abzuleinen und die Sequenzen weiter verlängern. Freilauf heisst für mich nicht unbedingt: so Leine ab und jetzt lauf mal ne Stunde frei.
Der Hund hier hat aber scheinbar keine nennenswerten Probleme, wenn ich das richtig verstehe (neugierig gucken ist kein Riesending). Deswegen ist es schade, dass man es sich offenbar schwerer gemacht hat, als es sein müsste.