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Laura
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Anzahl der Antworten 28
zuletzt 30. Dez.

Kleine Diebin klaut und zerstört

Hallo, meine einjährige Tierschutz Hündin mutiert zunehmend zum Raptor und Kleptomanin. Sie lebt bei mir seit sie knapp 7 Monate alt ist, d.h. eine gemeinsame Welpenzeit gab es nicht. Aktuell wird geklaut was sie finden kann. Von Papiertüten, Schuhen, Kartons, Kissen, Kleidung, ich wüsste nicht was vor ihr sicher ist. So gut aufräumen kann kein Mensch der nicht im Kloster lebt, um ihr quasi keine Möglichkeiten mehr zu bieten etwas zu finden. Das schleppt sie dann in ihr Körbchen und zerkaut es genüsslich. Oft auch schnell und heimlich sobald ich mich mal umdrehe huscht sie an mir vorbei und dann geht's los. Dort wird alles mit den Spitzen kleinen Zähnchen zerlegt was sie finden kann. Ich mag sie schon gar nicht mehr alleine (im Raum) lassen, weil immer irgendwas kaputt geht. Decken, Fernbedienung usw. Geschweige denn alleine in der Wohnung... Das Tauschen gegen Spielzeug, Kauholz, kauartikel etc. Ist immer nur sehr kurzfristig erfolgreich. Ich würde sagen die Auslastung ist okay, wir machen morgens vor dem Büro eine längere Runde mit Apportieren oder Suchspielen, im Büro oft eine Denkaufgaben wir Handtuch mit Leckerlies oder ähnliches zwischendurch wenn sie Langeweile hat. Nachmittags einen Spaziergang. Oft wieder mit suchen oder apportieren oder Sozialkontakt oder einfach viel Zeit für schnuppern oder rennen- je nach Laune. Es ist auch immer Zeit für kurze Einheiten zu üben. Rückruf, leinenführigkeit, Grundkommandos aber immer nur kleine Häppchen. Abends biete ich ihr, wenn sie Langeweile hat (aka Quatsch macht und zeug sucht) oft gemeinsames Spiel an oder wir üben kleine Tricks, wenn sie müde ist aber auch nicht. Ich achte auf genug Schlaf, ruheübungen und Phasen usw. Habt ihr Ideen, wie wir üben können, was die richtige Reaktion auf die Klauerei ist oder habt ihr sonstige schlaue Ideen? Liebe Grüße Laura und Naschi
 
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Nova
20. Dez. 09:26
Meine wird jetzt 1,5 Jahre vor der inigen Monaten war es auch immer wieder Mahl das sie Sachen kaputt gemacht hat . Zum Beispiel hatte sie ein Buch geklaut aus meinem bücherregal und hat es komplett zerfetzt oder wo ich Mal länger weg sein mußte ist sie auf meinem Schreibtisch gesprungen und hat meine Tastatur ,Maus ect. Runter geholt und hatte was zu futtern gesucht . Aber bei meiner ist besser geworden. Bei meiner ist es glaube meist ehr Frust gewesen weil sie nicht verstanden hatte warum ich weg bin und sie nicht mit konnte . Aber immer wieder geübt kürzer weg gewesen und sie Dan bei längerer Zeit wen ich weg wahr und sie nix kaputt gemacht hatte und so sie belohnt mit rausgehen und leckerlie .
 
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Sebbi
20. Dez. 09:28
Wenn das im Büro so gut klappt, liegt das wahrscheinlich an der Box.😉

Einen gewissen Wundertüteneffekt muss man Hunden aus dem Tierschutz schon zugestehen.
Da man nicht wirklich weiß, wie sie zuvor gelebt haben.

Da wartet definitiv ordentlich Arbeit auf euch.
 
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Laura
20. Dez. 09:31
Ich wäre so verständnisvoll, wenn's beim allein bleiben wäre. Ist aber eigentlich fast schlimmer wenn ich da bin.

Das es im Büro besser klappt liegt daran, dass ich sie einfach wenig aus den Augen lassen muss. Wir sitzen zusammen in unserem Zimmerchen. Lasse ich sie aus den Augen oder ist sie vorne bei den Kollegen und ich bin abgelenkt das gleiche Spiel. Zettel und Stifte klauen, Dinge aus dem Mülleimer fischen usw....

Und den Wundertüten Effekt haben wir hier bei wirklich vielen Themen. Deshalb sind wir mit unserer Trainerin auch noch nicht bis zu diesem Thema gekommen. Eine echte Großbaustelle die Maus mit vielen originellen Verhaltensweisen. Fazit der mittlerweile zweiten (und besser passenden Trainerin) "wenn du den Hund kannst, kannst du alles schaffen". Na das macht doch Mut...
 
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Sonja
20. Dez. 10:03
Ich würde weniger mit ihr machen, klingt für mich zu viel. Du meinst das sie langeweile hat und dann quatsch macht, ich sehe das eher das sie quatsch macht weil sie "überdreht" , von so viel aktivität , ist...🤗. Sie macht "quatsch" weil du dann auf sie Aufmerksam wirst und ihr dann was macht....also das klassische "Schlange beisst sich in ihren Schwanz" Szenario. Ich würde ihr alte decken geben und wenn sie die zerfetzt einfach machen lassen also nicht darauf reagieren. Oder in einer grossen Schachtel/Kiste mit z.B.geschredertes Papier ( aus Aktenvernichter), zerknülltes PackPapier oder ähnliches füllen und dazwischen kleine trockenfutter/leckerelies , ( wenn Trockenfutter fütterst ein Teil der Ration)verstecken. Also irgnend sowas was wo sie sich selbst alleine auch länger beschäftigen kann und ganz allgemein weniger aufmersamkeit schenken auch wenn sie mal quatsch macht. Dein Hund ist mitten in der Pubertät da gibts solche Phasen...🤗. Rionnag hatte mal eine die mich schier zum verzweifeln brachte ; Wenn er in Freilauf war und ich ihn Rückrief kam er sofort aber nur bis ungefähr 1m ran, aber wenn ich ihn anleinen wollte flitzte er wider los, aber nur wenige meter und drehte dann um, kam wieder näher usw. Also das,klassische "fang mich doch, kriegst mich nicht..." 🙈...damit hörte er erst auf als ich ihn konsequent ignorierte dem zweiten Rückruf/Anleinversuch nicht mehr beachtete, dan kam er von selbst und lies sich anleinen etc...Also er machte quatsch /rannte weg weil er dadurch Aufmerksamkeit bekam...🤗
 
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Lisa-Eileen
20. Dez. 14:13
Hey, Danke für deine Antwort. Es gibt hier durchaus längere Phasen der Langeweile und ohne Action. Die oben genannte Auslastung ist auch nur exemplarisch dafür, was wir tun. Im Büro sind wir rund 5 Stunden, da passiert nicht viel, Zuhause gibt es auch mindestens zwei bis drei Stunden (je nach Wochentag) an denen sie nicht dran ist. Wie bringt man dem Hund denn bei, dass es Phasen gibt in denen sie nix zu melden haben und Langeweile aushalten müssen, wenn genau dann immer Quatsch passiert der eingreifen nötig macht und ignorieren nicht zulässt... Genau das ist das Thema das mich beschäftigt. Da sie am Tag so auf 16 bis 18 Stunden Schlaf kommt würde ich jetzt sagen, überlastet ist sie nicht...
Ein gesunder Hund schläft/ döst 20-22 Stunden am Tag.
Also ist das schon viel zu wenig.
Damals hab ich auch zu viel gemacht ne Zeit lang als er jünger war weil alle immer sagten n Border bräucht so viel Beschäftigung und der müsst ja den ganzen Tag was zu tun haben.
Das Gegenteil ist der Fall und auch bei nicht so spezialisierten Rassen machen viele zu viel.
Der Hund muss nicht ständig bespaßt werden.
In der Zeit wo Ruhe ist beachtest du den Hund einfach nicht.
Dein Hund hat dich echt gut im Griff, du springst ja immer brav wenn er was will.
Er ist hier der Entscheidungsträger derzeit, das musst du umtauschen.
Nicht mehr ständig anspringen wenn der Hund was von dir will, nur wenn du willst.
Wenn Ruhe ist beachtest du sie nicht, wenn sie scheiße baut bringst du sie auf ihren Platz ohne sie zu beachten und wenn sie was nimmt was sie nicht soll nimmst du es ganz beiläufig ohne Kommentar ab.
Daher am besten ne Hausleine dranmachen damit du garnicht erst mit ihr großartig Kontakt aufnehmen musst.
Negative Aufmerksamkeit ist auch Aufmerksamkeit, das nutzt sie somit grad richtig aus.
 
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Lisa-Eileen
20. Dez. 14:14
Hallo, ja das klappt im Büro wirklich gut, da hat sie eine Box. Zuhause ist sie so clever. Ich schicke sie auf ihre Decke, gehe in die Küche, denke der Hund bleibt artig auf seinem Platz und komme wieder und sie war auch da... Allerdings hat's dabei ein Kissen erwischt oder sonst was. Ich kann sie natürlich immer mit in den Raum nehmen in dem ich gerade bin oder an ihrem Platz festmachen... Wird's was bringen? Und es gibt ja auch Phasen in denen ich mich durch die Wohnung bewege und aufräumen oder was auch immer. Gefühlt müsste ich sie immer mitnehmen. Das will ich ihr ja eigentlich auch nicht vermitteln, dass sie immer da sein muss wo ich bin Aber so ist unser aktueller ist stand... Mitnehmen, Decke, tun was zu tun ist, nächste Decke usw... Ich find's super nervig. Wie steht ihr denn eigentlich zu Spielzeug und knabberkram der erlaubt ist. Liegen lassen damit sie das nehmen kann oder gezielt geben? Hab beides schon mal ne Woche probiert aber keinen Unterschied bemerkt.
Dafür gibts Sperrzäune oder Welpengehege, wenn du sie nicht beaufsichtigen kannst kommt sie da eben rein.
 
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Martina
20. Dez. 14:41
Dafür gibts Sperrzäune oder Welpengehege, wenn du sie nicht beaufsichtigen kannst kommt sie da eben rein.
Damit ist das Problem auch nicht gelöst. Erstmal nur eine Sicherheit, ja! Aber es muss trainiert werden
 
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Carola
20. Dez. 14:48
Du hast jetzt ja viele Ratschläge bekommen aber Theorie und Praxis sind manchmal schwierig zusammenzubringen.
Hast du schon mal überlegt deinem Hund eine wichtige Aufgabe zu übertragen statt dich darüber zu ärgern dass er dir ständig folgt und irgendwas kaputt macht?
Du könntest sie z.B beim Haushalt helfen lassen: Wäsche aus der Maschine in den Korb räumen, Schuhe ins Regal bringen, Kissen auf das Sofa tragen und hinlegen. Dann könntest du sie für ihren Sammeltrieb belohnen und sie wird vielleicht schnell kapieren dass sie dafür dann gelobt wird wenn Sie die letzte Sequenz-nämlich das kaputt machen- weglässt.
Du übst mit ihr Tricks und machst mit ihr Intelligenz Spiele aber vielleicht ist das überhaupt nicht ihr Ding und sie braucht einfach eine vernünftige Aufgabe die sie ernst nehmen kann. Das könntest Du zusammen mit ihr erarbeiten und vielleicht ist euch beiden dann geholfen.
 
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Laura
20. Dez. 15:05
Dafür gibts Sperrzäune oder Welpengehege, wenn du sie nicht beaufsichtigen kannst kommt sie da eben rein.
Ja, die Idee hatte ich auch. Sie springt 115cm fast aus dem Stand... Zweimal mit den Beinen am Zaun hängen geblieben, dann habe ich den wieder abgebaut bevor sie sich ernstlich verletzt.
Leider einfach clever und sportlich.
 
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Laura
20. Dez. 15:06
Du hast jetzt ja viele Ratschläge bekommen aber Theorie und Praxis sind manchmal schwierig zusammenzubringen. Hast du schon mal überlegt deinem Hund eine wichtige Aufgabe zu übertragen statt dich darüber zu ärgern dass er dir ständig folgt und irgendwas kaputt macht? Du könntest sie z.B beim Haushalt helfen lassen: Wäsche aus der Maschine in den Korb räumen, Schuhe ins Regal bringen, Kissen auf das Sofa tragen und hinlegen. Dann könntest du sie für ihren Sammeltrieb belohnen und sie wird vielleicht schnell kapieren dass sie dafür dann gelobt wird wenn Sie die letzte Sequenz-nämlich das kaputt machen- weglässt. Du übst mit ihr Tricks und machst mit ihr Intelligenz Spiele aber vielleicht ist das überhaupt nicht ihr Ding und sie braucht einfach eine vernünftige Aufgabe die sie ernst nehmen kann. Das könntest Du zusammen mit ihr erarbeiten und vielleicht ist euch beiden dann geholfen.
Hey
Die Idee finde ich richtig gut. Wir haben schon angefangen und können schon einige Gegenstände in den Eimer bringen. Die Idee das auch mit Kissen und co zu machen finde ich cool. Sie hat Spaß daran, das könnte was sein.
Vielen Dank :)