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Eva
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 7
zuletzt 24. Jän.

Draußen alles fressen...

Hallo Ihr Lieben, wir haben vor 2Wochen eine 7Monate alte Mischlingshündin vom Tierschutz bekommen. Sie zeigt ganz viele Verhaltensweisen, die hier schon diskutiert wurden. Also voll in der Pubertät😃 Bin sehr dankbar für die vielen Tipps hier! Echt klasse! Ein Thema hab ich nicht gefunden oder evtl übersehen? Thema fressen draußen. Die Maus frisst alles, was ihr vor die Schnauze kommt, bzw. sie nimmt es auf. Selbst vor festgeklebten Kaugummis am Boden u. Silvesterkracher macht sie nicht Halt. Auf mein „Aus“ lässt sie es fallen, bekommt von mir Leckerli als Belohnung. Aber gleich danach hat sie wieder was im Maul🙈 Wie sind hier eure Erfahrungen? Ist das der richtige Weg? Hört das irgendwann auf? Hab Angst, dass sie mal was Schlimmes erwischt u. ich zu langsam war… Danke euch schonmal🤗
 
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Günther
Beliebteste Antwort
24. Jän. 22:50
Tatsächlich hab ich bei meinem Moses das gleiche Problem gehabt als er zu uns kam. Er wurde halb verhungert im Wald gefunden und womöglich dort gelernt sich auf alles zu stürzen. Nach vielem erfolglosen Üben und Trainieren stellte sich keine Besserung ein...... bis zu dem einen Tag, als er plötzlich wieder ein halbes Hühnchen im Maul hatte bzw. die restlichen Knochen davon...... Wir saßen beide auf dem Platz am Boden und haben darum gekämpft bis er losgelassen hat. Auf dem Heimweg danach hab ich immer wieder ein bisschen emotional auf ihn eingeredet und die Leine kurz gehalten..... so oft wie auf diesem Heimweg hat er das Wort "Pfui" nie gehört. Zu Hause hat er sich zunächst verkrochen. Nach zehn Minuten hab ich ihn ins Wohnzimmer gerufen und wir haben trainiert..... es hat funktioniert!!! Seit diesem aufregenden Abend zeigt er mit Knochen die er findet und lässt auf "Pfui" sofort ab. Auch sonstige vermeintliche Leckereien,..... ein Pfui oder worauf er auch sehr gut reagiert "Nein nein". Es ist komplett weg und er reagiert und lässt das Zeug liegen. Ich weiß nicht ob diese Art irgendwo im Lehrbuch steht, ist mir auch egal.
Unser Kampf, der Heimweg, das anschließende Teaining und Kuscheln und Loben haben bei uns das Problem gelöst!
Ich bin so stolz auf meinen Moses.... immer und immer wieder....
 
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Annett
23. Jän. 21:33
Hallo Eva, ich habe seit März eine Hündin aus dem Tierschutz und bei ihr war es genauso, sie war knapp 5 Monate alt als sie zu mir kam. Ich kann deine Angst sehr gut nachvollziehen, ich musste auch wirklich sehr gut aufpassen, sie wollte Steine fressen und alles, was klein genug war, um ins Maul zu passen… aber das hört auf! Bei meiner Tami war es ca. mit 10 Monaten vorbei. Inzwischen ist sie 14 Monate und eine tolle, kleine Maus 😊 also, halte durch, es wird besser werden 😉. Sonst gibt es auch solche Netze fürs Maul, als Fressschutz für draußen, ähnlich wie ein Maulkorb, aber weicher. Vielleicht ist das etwas für euch zum Überbrücken und zur Sicherheit. LG, Annett
 
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Ulrike
23. Jän. 21:43
Mein Hund hatte eine Phase wo er Menschenkot mit Taschentücher im Wald gefressen hat. Ich dachte mir, da bring ich dem Hund AUS bei. Also Taschentuch nehmen lassen, ein sauberes Taschentuch, AUS und Belohnung. Das habe ich schnell gelassen, da er daraufhin sehr ausdauern und motiviert Taschentücher im Wald gesucht hat.
Nur damit jch AUS sage und er einen Keks bekommt. Für AUS gibt es keine Belohnung mehr. Jedenfalls keine Gute. Höchstens ein GUT GEMACHT. Taschentücher und weiße Objekte steuert er nicht mehr begeistert an und das Suchverhalten im Wald ist nicht mehr da. Nur wenn ich ihn Dummys suchen lasse.
 
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Marisa
24. Jän. 15:16
Hallo Eva, wir haben mit unserem 6 Monate altem Labbi tatsächlich seit er bei uns lebt das gleiche Problem 😅 Mussten ihn auch schon beim TA übergeben lassen, weil er draußen Feuchttücher gefressen hat, die rumlagen. Uns wurde tatsächlich ein gut sitzender Maulkorb mit Schutz empfohlen. Haben es selbst noch nicht probiert, da wir mittlerweile hier im Viertel nur noch kurz zum lösen rausgehen und sonst in den Wald oder Park und da ist es komischerweise nicht so, da sind nur Stöcker das Problem 😅 Also viel Erfolg!
 
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Vanessa
24. Jän. 16:10
Man kann Maulkorb-Ähnliche Fress-Schutze kaufen. Bis das gut läuft hilft es erstmal 👍
 
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The In
24. Jän. 20:45
Hi Eva,
Es kann viele Gründe für solches Verhalten geben. Zur Sicherheit würde ich sie beim TA durch checken lassen. Der Hund meiner Eltern hatte auch dieses Verhalten, und es wirkte auch richtig getrieben. Bei ihr kam raus, sie hatte Giardien, dann eine Dünndarmentzündung und dann auch noch Pankreasinsuffizienz. Der Hund versuchte deshalb in seinem Schmerz und seinem dauerhaften Mangelgefühl, alles mögliche in sich reinzustopfen.
Der Viszla unserer Nachbarn ist physisch gesund, aber ist so ein extremer Staubsauger, dass hier der TA auch zur Sicherheit Maulkorb empfohlen hat. Er frisst sonst alles, Aas, Plastik, Müll, etc. Genaue Ursache ist schwer zu sagen, vermutlich verhaltensbedingt.
Mein Hund zeigt diese Phasen draußen bei Magen-Darm-Problemen, und bei starker Aufregung. Beseitige ich dies, kann er sogar an Kot oder Müll schnüffeln, und will das gar nicht erst in den Mund nehmen. Ausnahme natürlich, Lebensmittel-Müll, also zb die Reste eines Döners oder so, da muss ich schneller sein 😅
 
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Günther
24. Jän. 22:50
Tatsächlich hab ich bei meinem Moses das gleiche Problem gehabt als er zu uns kam. Er wurde halb verhungert im Wald gefunden und womöglich dort gelernt sich auf alles zu stürzen. Nach vielem erfolglosen Üben und Trainieren stellte sich keine Besserung ein...... bis zu dem einen Tag, als er plötzlich wieder ein halbes Hühnchen im Maul hatte bzw. die restlichen Knochen davon...... Wir saßen beide auf dem Platz am Boden und haben darum gekämpft bis er losgelassen hat. Auf dem Heimweg danach hab ich immer wieder ein bisschen emotional auf ihn eingeredet und die Leine kurz gehalten..... so oft wie auf diesem Heimweg hat er das Wort "Pfui" nie gehört. Zu Hause hat er sich zunächst verkrochen. Nach zehn Minuten hab ich ihn ins Wohnzimmer gerufen und wir haben trainiert..... es hat funktioniert!!! Seit diesem aufregenden Abend zeigt er mit Knochen die er findet und lässt auf "Pfui" sofort ab. Auch sonstige vermeintliche Leckereien,..... ein Pfui oder worauf er auch sehr gut reagiert "Nein nein". Es ist komplett weg und er reagiert und lässt das Zeug liegen. Ich weiß nicht ob diese Art irgendwo im Lehrbuch steht, ist mir auch egal.
Unser Kampf, der Heimweg, das anschließende Teaining und Kuscheln und Loben haben bei uns das Problem gelöst!
Ich bin so stolz auf meinen Moses.... immer und immer wieder....
 
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Katja
24. Jän. 23:57
Wenn sie auch Nicht-Essbares einsammelt, dann sollte sich das in dem Alter wieder geben, denke ich, dann fällt das unter „orale Phase“.

Polli haben wir mit 2 Jahren von der Straße bekommen und sie kommt in der Tat durchaus ohne uns aus. Sie ist aber auch wählerisch.. allerdings gehen die Meinungen darüber, was fressbar ist und was nicht, durchaus zwischen uns und ihr auseinander! Bisher hat ihr Magen das aber erstaunlicherweise auch alles problemlos verdaut.

Döner & Co werden natürlich inhaliert… und je lauter man schimpft, umso schneller sind die geschluckt! Ihr ist dabei schon klar, dass sie das nicht soll. Aber auch tauschen hat keinen Sinn: sie Straße bietet einfach die schönsten Leckereien!
Inzwischen kann man sie wenigstens umleiten, d.h. die üblichen Stellen, wo z.B. was für die Vögel liegt (begehrt: Meisenknödel!), können wir umschiffen! Ansonsten heißt‘s eben schnell sein und dann Eigentum beanspruchen. Das wird akzeptiert.
Allerdings muss ich auf dem Rückweg auch dran denken, sonst wird’s da sehr zielgerichtet angesteuert!🥴

Wo ich mir Sorgen mache: sie frisst auch gerne menschliche Hinterlassenschaften!😫
Da kann hier in der Stadt durchaus auch mal was Übles dabei sein sein (Drogen & Co… ein Hund einer Gassi-Bekanntschaft war durchaus schonmal high, ließ aber wieder nach).
Deswegen darf sie im Park inzwischen nicht mehr ins Gebüsch!
Tierärztin meinte auch: Strassenhund bleibt eben Strassenhund…