Hi Angelos,
du hast es ja schon selbst beantwortet, dein Hund muss Ruhe lernen.
Zum einen sind Boxer für ihre Lebhaftigkeit bekannt, zum anderen befindet er sich im "Sturmunddrangalter", eine Schlaftablette wirst du nicht aus ihm machen können. Aber wenn du ihm ein wenig Stress nehmen kannst, ist schon viel gewonnen.
Zunächst ab sofort keinen Hundekontakt mehr, wenn dein Hund ihn initiiert. Also dein Hund zieht hin und du dackelst in "na gut Stimmung" nach zum "Tach sagen" oder lässt ihn frei. Das nicht mehr. Ziel ist nicht, wichtige Hundekontakte zu unterbinden, sondern die Erwartungshaltung zu eliminieren. Du bestimmst wann und wie der Kontakt abläuft und da gibt es keine gleichen -für den Hund vorhersehbare- Abläufe mehr.
Auch das Toben mit anderen Hunden nur noch kurz zulassen und nicht, bis er kurz vor der Ohnmacht ist.
Auch sonst nichts mehr machen, was den Hund aufdreht, also zB. stumpfes Bällchen werfen etc.
Versuche deinem Hund beizubringen, dass es sich für ihn lohnt, sich selbst runterzuregulieren.
Im Haus einen Ruheplatz etablieren, der nicht zentral gelegen ist und an dem ihn keiner stört, er also richtig entspannen kann und gerne dort ist und ausreichend lange.
Alle Beschäftigungen so gestalten, dass er sich konzentrieren muss (aber natürlich trotzdem Spaß hat) und körperlich würde ich ihn mit gleichmäßiger Bewegung auslasten, zB. joggen.
Viel Erfolg, ein junger Boxer ist ein tolles Projekt und alle die ich kenne, haben ein freundliches Wesen.