In dem Moment, wo das Kind alleine mit dem Hund unterwegs ist, hat es die Verantwortung für diesen. Zwangsläufig. Was dieser Vorfall jetzt mit der Psyche des Kindes macht, kann man sich einigermaßen denken. Wären die Eltern dabei gewesen, wäre das Kind zwar auch geschockt, aber die Eltern hätten die Verantwortung gehabt und könnten gleichzeitig ihr Kind trösten und schützen. Ein großer Unterschied. Genauso wie alleine unterwegs zu sein: hier hat das Kind schlicht nur die Verantwortung für sich. Natürlich kann da auch immer etwas passiert, aber Verantwortung für sich selbst zu übernehmen ist je nach Alter zumutbar. Die Weitsicht auf andere Lebewesen erst viel später.
Auch das ist doch immer individuell. Solche Vorfälle sind tragisch, keine Frage, aber daher pauschal zu sagen, dass man mit 11 Jahren nicht alleine mit einem Hund spazieren gehen sollte, weil die Verantwortung zu groß ist oder man noch nicht reif genug dafür ist, finde ich fragwürdig.