Home / Forum / Versicherungen & Recht / Kind mit Hund alleine unterwegs

Verfasser-Bild
Conny
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 153
zuletzt 30. März

Kind mit Hund alleine unterwegs

Weis jetzt nicht ob’s so richtig hier rein passt, denke aber schon. Heute beim Spaziergang sah ich zwei Kinder, das Mädchen vielleicht 8 oder 9 Jahre, der Junge etwas jünger. Beide waren allein mit einem Hund, schätze Irish Setter oder ähnlich, unterwegs. Konnte ich nicht so genau zuordnen, aber doch relativ groß. Der Hund machte einen gutmütigen und ruhigen Eindruck. Wir sind dann anders gelaufen da ich meinen kenne, der wird schnell größenwahnsinnig und giftig bei großen Hunden und ich wollte nichts provozieren. Vielleicht seh ich das falsch, aber ich finds unverantwortlich Kinder mit Hund alleine laufen zu lassen? Und was ist, wenn was passiert, selbst der liebste und wohlerzogenste Hund kann mal „austicken“. Die kleinen haben doch keine Chance den zu halten. Rechtlich wären da doch die Eltern in der Pflicht oder kann die Versicherung dann auch ablehnen einen Schaden zu übernehmen? Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
8. Sep. 08:34
Kleines Beispiel übrigens, da mir das selbst erst vor einigen Wochen zugetragen wurde: Hier im Ort ist eine Jugendliche nicht grad gern gesehen, weil die ihren Kleinhund einfach machen lässt und selbst aufs Handy guckt. Noch dazu frech wird den anderen Leuten gegenüber und scheinbar nie verinnerlicht hat, dass man auch kleine Hunde ordentlich führen sollte. Auch das kleine 1x1 unter Hundehaltern wird nicht befolgt. Ich war sehr überrascht, denn ich kenne die Mutter und weiß wie viel wert sie eigentlich darauf legt, dass das alles läuft. Ich glaube nicht dass sie weiß, wie ihre Tochter sich alleine draußen verhält. Allein schon den Leuten gegenüber 😳 Es gab in der Grundschulzeit immer Pflegehunde wo das Kind mit einbezogen wurde und der eigene Hund ist da, seit das Kind auf eine weiterführende Schule kam. Eigentlich alles vorbildlich und auch die Mutter geht davon aus. Tja. Ich weiß bis heute nicht ob ich mich da raus halten sollte oder ihr das mal erzähle. Ich habe die betreffenden Personen auch mal nach meinen gefragt (waren immerhin 3 unabhängig voneinander). Mit denen hat keiner ein Problem wenn sie sie treffen, sie sind höflich, führen die Hunde auf der abgewandten Seite, gehen nur Kontakte ein von denen sie wissen, dass die Hunde sich kennen etc.. Halten sich also an die Dinge, die ich ihnen beigebracht habe. Sie waren ja auch oft genug mit zum Gassi, durften die Hunde führen und ich hab ihnen Tipps gegeben. Natürlich haben sie auch gesehen, wie ich das mache. Mit 14 ist meine Große mit unserer Ältesten Hündin dann mal alleine los, als das alles klappte durfte die 11 Jährige mit der Mittleren mit. An Tagen wo die Mädels blöd drauf waren, hab ich sowas nicht erlaubt bzw. erlaube ich es auch heute nicht. Ich wüsste nicht, wie sie auf die Art und Weise keine Verantwortung gelernt hätten oder lernen sollten 😉 Da ist scheinbar mehr hängen geblieben als anderswo.
Ist hier auch so. Meiner geht seit er 15 ist alleine mit Suki, nicht weil er muss sondern weil er es möchte. Ich erhalte auch jetzt noch über andere Leute regelmäßig ein feedback wie vorbildlich er das alles macht. Er selbst kam aber sogar mehr wie einmal an und berichtete von anderen gassigehenden kids die nicht nur den eigenen Hund nicht vernünftig führten sondern ihn auch noch absichtlich in unschöne Situationen brachten. Darunter auch das ableinen um Vögel zu jagen weil der Hund daran soviel Spaß hat.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
8. Sep. 08:36
Ich glaube wir reden aneinander vorbei denn wir meinen wohl dasselbe! Der Trick ist doch wohl Kinder erfahrung sammeln zu lassen und sie gleichzeitig heimlich zu schützen! Natürlich haben die Erwachsenen insbesondere bei Tieren die Verantwortung aber man muss die Kinder auch mal selbst etwas machen lassen. Bei Tieren natürlich nicht ohne zumindest unauffällige Beobachtung damit man etwas eingreifen kann. In der Regel mache ich aber die Erfahrung dass die Kinder auch wenn sie noch klein sind sehr empathisch und auch respektvoll mit Tieren umgehen.
Heimlich beobachten und schützen ist aber halt was ganz anderes wie einem GS Kind eine Leine in die Hand zu drücken und es unbeaufsichtig losziehen zu lassen.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
8. Sep. 08:37
Wenn man hier so liest bekommt man echt das Gefühl das alle Kids die ohne Haustiere aufwachsen verantwortungslos sein müssten🫣
Das sagt hier keiner und hier sagt auch keiner dass Kinder Haustiere brauchen um das zu lernen. Natürlich können Kinder das auch ohne Haustiere lernen.

Wenn die Kinder unbedingt mit dem Hund spazieren gehen wollen, dann müssen die Kinder schon lernen
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
8. Sep. 08:42
Ist hier auch so. Meiner geht seit er 15 ist alleine mit Suki, nicht weil er muss sondern weil er es möchte. Ich erhalte auch jetzt noch über andere Leute regelmäßig ein feedback wie vorbildlich er das alles macht. Er selbst kam aber sogar mehr wie einmal an und berichtete von anderen gassigehenden kids die nicht nur den eigenen Hund nicht vernünftig führten sondern ihn auch noch absichtlich in unschöne Situationen brachten. Darunter auch das ableinen um Vögel zu jagen weil der Hund daran soviel Spaß hat.
Ganz genau das ist es. Kinder haben da eben eine ganz andere Vorstellung von, warum sie sich an die und die doofe Elternregel halten sollten und was der Hund "braucht". Die Eltern denken sie haben dem Kind ja alles gezeigt und gesagt und dann kommen Schoten zu Tage, da macht man große Augen. Schon ohne Tiere im Spiel. So ist das einfach in dem Alter, keine Frage. Aber genau deswegen muss ich da nicht noch andere Lebewesen mit rein bringen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Annett
8. Sep. 09:20
Ich glaube das ist Bundesland abhängig...in NRW dürfen Kinder erst ab 14 oder 16 mit "Großhunden" ( NRW 20/40 regelung)alleine unterwegs sein. Bei Listenhunden ist da alter nochmal höher (16 oder gar 18) . Nichtsdestotrotz finde ich es unverantwortlich selbst bei kleinen Hunden... Selbst der liebste/folgsamste Hund (egal welche Größe) kann mal austicken. 🤗
Ja, und selbst wenn der Kleine nicht austickt, kann das der andere und das arme Kind steht daneben, weiß nicht , was es machen soll und muss zuschauen, wie der geliebte Hund im schlimmsten Fall „geschreddert“ wird. Das ist doch für ein Kund ein traumatisches Erlebnis.🙈🙈🙈
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Annett
8. Sep. 09:34
Ehrlich gesagt macht mir eher Sorge, dass es scheinbar kaum noch Hunde gibt, die nicht den nächstbesten Hund an der Leine anfallen würden, oder zumindest Halter, die grundlegend davon ausgehen, dass das passiert. Ich würde es nicht so eng so sehen, wenn ein 8 jähriger mal eine Runde mit einem freundlichen, gut sozialisierten Hund Gassi geht. Und das ist doch das eigentliche Thema. Einen sozialisierten und erzogenen Hund interessiert es nicht, ob da einer entgegenkommt, der giftig und grössenwahnsinnig wird auch nicht mit einem 8 jährigen an der Leine. Lieber sollte man doch hinterfragen, wieso der eigenen Hund so reagiert und warum man das auf andere projiziert.
Prinzipiell hast du schon Recht, wenn der Hund des Kindes aber ein absolut gechillter kleiner Hund ist und der andere groß ist, sieht die Lage schon wieder ganz anders aus.🙈 Der Kleine hat ja nichts entgegenzusetzen, sollte der Große nicht so gechillt sein. Und wie gesagt, es muss nicht einmal ein Konflikt unter den Hunden sein. Kann das Kind den Hund körperlich noch nicht beherrschen und dieser zieht das Kind, aus welchen Gründen auch immer, auf die Straße, kann das in einer Katastrophe enden. Über die Eltern, die genau die Probleme ihres Hundes kennen und trotzdem das Kind mit ihm alleine rauslassen, will ich mich jetzt lieber mal nicht auslassen. Das ist einfach nur verantwortungslos.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Leonie
9. Sep. 17:08
Für mich einfach ein No-Go. Verstehe absolut, dass viele da differenzieren und nach gewissen Kriterien gehen. Und natürlich stellt sich die Frage, kann ein „Kind“ mit 12/13 Jahren vielleicht schon etwas weiter im Kopf sein, als sein Alter meinen lässt. Trotzdem kann ich mich mit dem Gedanken persönlich nicht anfreunden. Ich halte Kinder nicht für unfähig, keineswegs, aber erstmal ist es doch meine Verantwortung als Elternteil, mich auch um den Familienhund zu sorgen und mit ihm seine Runden zu gehen, nicht die meines Kindes. Wenn ein Kind den Wunsch äußert mal mit dem Hund zu gehen, dann gerne - aber doch bitte unter Aufsicht der Eltern, denn besonders junge Kinder mit 8/9 Jahren können Gefahren einfach nicht so gut einschätzen wie erfahrene Hundehalter. Und am allerwichtigsten finde ich den Punkt, den Heike mit ihrer Geschichte aufgegriffen hat: die Sicherheit des Kindes. Und wie reden in ihrem Fall schon von einem fast volljährigen Mädel, was wäre passiert, wenn ein höchstaggressiver Hund in einen 10/11-Jährigen reingebrescht kommt? Egal ob groß oder klein, das Kind wird ein Trauma und/oder Verletzungen davon tragen, wenn es nicht noch schlimmer kommt. Es gibt immer mehr Tut-Nixe, die ohne Leine einfach angerannt kommen und ich finde es einfach verantwortungslos, das Risiko einzugehen, dass das Kind dann in einer Situation landet, mit der es überfordert ist. Ich schätze jedes Elternteil, dass mit seinem Kind den verantwortungsvollen Umgang mit Hunden/dem eigenen Hund übt und auch mal gemeinsam mit dem Kind spazieren geht/dem Kind mal die Leine überlässt. Als Besitzer von einem Hund, der in der Hundebegegnung Probleme hat (und mit Kindern) wäre es mein Albtraum, sollte es dann so kommen, dass das Kind den Hund nicht halten könnte, weil es unser Training einfach um Welten zurückwerfen würde. Kind ALLEINE mit Hund spazieren..Muss nicht. Denke auch, dass ab 15/16 das Ganze kein Problem mehr darstellt, vorausgesetzt dass das „Kind“ oder der Teenie, weiss, wie er mit dem Tier umzugehen hat und ihm nicht noch körperlich unterlegen ist. 9/10 und 15 sind Welten Unterschied & denke da ist die geistige Reife/die Einschätzung von Gefahren in den meisten Fällen weit genug ausgeprägt. So war es jedenfalls bei mir.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Simone
9. Sep. 17:13
Für mich einfach ein No-Go. Verstehe absolut, dass viele da differenzieren und nach gewissen Kriterien gehen. Und natürlich stellt sich die Frage, kann ein „Kind“ mit 12/13 Jahren vielleicht schon etwas weiter im Kopf sein, als sein Alter meinen lässt. Trotzdem kann ich mich mit dem Gedanken persönlich nicht anfreunden. Ich halte Kinder nicht für unfähig, keineswegs, aber erstmal ist es doch meine Verantwortung als Elternteil, mich auch um den Familienhund zu sorgen und mit ihm seine Runden zu gehen, nicht die meines Kindes. Wenn ein Kind den Wunsch äußert mal mit dem Hund zu gehen, dann gerne - aber doch bitte unter Aufsicht der Eltern, denn besonders junge Kinder mit 8/9 Jahren können Gefahren einfach nicht so gut einschätzen wie erfahrene Hundehalter. Und am allerwichtigsten finde ich den Punkt, den Heike mit ihrer Geschichte aufgegriffen hat: die Sicherheit des Kindes. Und wie reden in ihrem Fall schon von einem fast volljährigen Mädel, was wäre passiert, wenn ein höchstaggressiver Hund in einen 10/11-Jährigen reingebrescht kommt? Egal ob groß oder klein, das Kind wird ein Trauma und/oder Verletzungen davon tragen, wenn es nicht noch schlimmer kommt. Es gibt immer mehr Tut-Nixe, die ohne Leine einfach angerannt kommen und ich finde es einfach verantwortungslos, das Risiko einzugehen, dass das Kind dann in einer Situation landet, mit der es überfordert ist. Ich schätze jedes Elternteil, dass mit seinem Kind den verantwortungsvollen Umgang mit Hunden/dem eigenen Hund übt und auch mal gemeinsam mit dem Kind spazieren geht/dem Kind mal die Leine überlässt. Als Besitzer von einem Hund, der in der Hundebegegnung Probleme hat (und mit Kindern) wäre es mein Albtraum, sollte es dann so kommen, dass das Kind den Hund nicht halten könnte, weil es unser Training einfach um Welten zurückwerfen würde. Kind ALLEINE mit Hund spazieren..Muss nicht. Denke auch, dass ab 15/16 das Ganze kein Problem mehr darstellt, vorausgesetzt dass das „Kind“ oder der Teenie, weiss, wie er mit dem Tier umzugehen hat und ihm nicht noch körperlich unterlegen ist. 9/10 und 15 sind Welten Unterschied & denke da ist die geistige Reife/die Einschätzung von Gefahren in den meisten Fällen weit genug ausgeprägt. So war es jedenfalls bei mir.
Viele Erwachsene haben leider keines Wegs eine Geistige reife oder Verantwortungsbewusst srin
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Leonie
9. Sep. 17:23
Viele Erwachsene haben leider keines Wegs eine Geistige reife oder Verantwortungsbewusst srin
Absolut. Und die fehlt ganz bestimmt, wenn man ohne Sorgen ein Grundschulkind samt Bello rausschickt.🥴🫣
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Heike
9. Sep. 17:53
Es ist ja nicht nur die Frage, ob ein Kind mit dem Hund gehen darf, es gibt auch genug Fälle, wo das Kind mit dem Hund gehen muss, und so sieht es dann auch oft aus, der Hund wird hin- und her gezerrt, man geht gelangweilt bis zur nächsten Bank um sich dann dem Handy zu widmen, nach 30 min gehts wieder zurück, der Hund wird angebrüllt, weil er nicht das tut was er soll… auch das habe ich nicht so selten beobachtet.
Und ja, Kinder lernen das Verhalten nach dem Vorbild der Eltern, auch dazu kann man in vielen Fällen sagen:“ hoffentlich nicht!“ 😨