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Conny
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Anzahl der Antworten 153
zuletzt 30. März

Kind mit Hund alleine unterwegs

Weis jetzt nicht ob’s so richtig hier rein passt, denke aber schon. Heute beim Spaziergang sah ich zwei Kinder, das Mädchen vielleicht 8 oder 9 Jahre, der Junge etwas jünger. Beide waren allein mit einem Hund, schätze Irish Setter oder ähnlich, unterwegs. Konnte ich nicht so genau zuordnen, aber doch relativ groß. Der Hund machte einen gutmütigen und ruhigen Eindruck. Wir sind dann anders gelaufen da ich meinen kenne, der wird schnell größenwahnsinnig und giftig bei großen Hunden und ich wollte nichts provozieren. Vielleicht seh ich das falsch, aber ich finds unverantwortlich Kinder mit Hund alleine laufen zu lassen? Und was ist, wenn was passiert, selbst der liebste und wohlerzogenste Hund kann mal „austicken“. Die kleinen haben doch keine Chance den zu halten. Rechtlich wären da doch die Eltern in der Pflicht oder kann die Versicherung dann auch ablehnen einen Schaden zu übernehmen? Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren.
 
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Thomas P.
7. Sep. 14:36
Ich würde das auch nicht pauschalisieren. Meiner Meinung nach spielen ganz viele Umstände eine Rolle.
Zum Beispiel stellt sich für mich die Frage in welcher Gegend ich wohne? Was habe ich für einen Hund?
Wie alt ist er? Wie gut ist er erzogen? Ist er gut sozialisiert?
Wie groß ist mein Hund?
Wie habe ich meine Kinder in die Erziehung integriert?
Wie alt sind die Kinder?
Könnten meine Kinder den Hund halten wenn es darauf ankommt?
Kenne ich die Hunde in der Nachbarschaft?
Wie ist es mit deren Sozialisierung?
Und zu guter letzt, was sagt meine Versicherung.

Wir wohnen zum Beispiel in einem etwas abgelegenen Stadtteil von Lübeck, wo wir 99%der Hundehalter und deren Hunde kennen. Hier würde meine Tochter auch mit dem Hund gehen lassen.
Anders wäre es in dem Dorf, wo wir vorher gewohnt haben. Dort war eine Frau mit ihrem Hund und dem Sohn unterwegs. Der Hund wurde am Feldrand von einem Wildschwein angegriffen. Da hätte selbst ich nichts machen können.
Ich will damit nur sagen, das man sich das gut überlegen soll. Man kann sich halt auch nicht immer auf alles vorbereiten.
 
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Dogorama-Mitglied
7. Sep. 14:42
Na wenn du meinst, dass ein Grundschulkind Situationen überschauen und regeln kann, genau so wie ein Erwachsener, dann naja. Sehe ich anders und das pauschalisiere ich auch gern. Denn es mag sein, dass man lange Glück hat. Hat man meist auch, wenn man sein Grundschulkind auf sein Kleinkindgeschwisterchen aufpassen lässt. Kann lange gut gehen. Und wenn dann doch nicht mehr, dann ist das Geschrei groß.
Ja das meine ich, weil ich welche kannte und auch heute welche kenne 🤷‍♀️
Nicht alle 11-jährige sind Grundschulkinder
 
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Andreas
7. Sep. 14:43
Nee, ne andere Welt als damals. Mit mehr Hunden, mehr Menschen und mehr Verkehr.
Ja.. und nem anderen Grundverständsnis Hunden gegenüber.. Hunde wurden zB nicht ausgeführt, sie hatten ihre Aufgaben und ihr Leben hing von der Aufgabenerfüllung ab.

Wobei die Hundedichte in bäuerlichen Regionen eher größer war.

Aber ja.. Es ist heute eine andere Zeit mit anderen Herausforderungen. Was keine Wertung darstellen soll.
 
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Sina
7. Sep. 14:43
Es gibt halt keinen Grund jüngere Kinder alleine mit einem Hund gehen zu lassen. Die Entscheidung über die Hundehaltung liegt bei den Erwachsenen und somit auch die Verantwortung für beide, Kind und Hund. Körperlich und psychisch in der Lage sein zu können mit einem Hund Gassi zu gehen schließt für mich auch mit ein das mein Kind mit eben auch genau solchen Erlebnissen gut umgehen kann. Das schließe ich bei 11jährigen echt aus.
Ein Grund wäre, damit sie lernen Verantwortung zu übernehmen, für ein Lebewesen, dass sie sich wahrscheinlich sehr gewünscht haben.

Dass man frühzeitig beigebracht bekommt, dass man raus muss, auch wenn man gerade keine Lust hat, ist doch wichtig.

Eine kurze Runde um den Block zu laufen ist für ein 11 jähriges Kind doch machbar.
Vorausgesetzt Hund und Kind wurden erzogen und es ihnen unter Anleitung natürlich beigebracht.
 
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Sonja
7. Sep. 14:43
Ich würde das auch nicht pauschalisieren. Meiner Meinung nach spielen ganz viele Umstände eine Rolle. Zum Beispiel stellt sich für mich die Frage in welcher Gegend ich wohne? Was habe ich für einen Hund? Wie alt ist er? Wie gut ist er erzogen? Ist er gut sozialisiert? Wie groß ist mein Hund? Wie habe ich meine Kinder in die Erziehung integriert? Wie alt sind die Kinder? Könnten meine Kinder den Hund halten wenn es darauf ankommt? Kenne ich die Hunde in der Nachbarschaft? Wie ist es mit deren Sozialisierung? Und zu guter letzt, was sagt meine Versicherung. Wir wohnen zum Beispiel in einem etwas abgelegenen Stadtteil von Lübeck, wo wir 99%der Hundehalter und deren Hunde kennen. Hier würde meine Tochter auch mit dem Hund gehen lassen. Anders wäre es in dem Dorf, wo wir vorher gewohnt haben. Dort war eine Frau mit ihrem Hund und dem Sohn unterwegs. Der Hund wurde am Feldrand von einem Wildschwein angegriffen. Da hätte selbst ich nichts machen können. Ich will damit nur sagen, das man sich das gut überlegen soll. Man kann sich halt auch nicht immer auf alles vorbereiten.
Wichtige Worte: Man muss es sich gut überlegen und ist nicht auf alles vorbereitet.

Denn selbst im tollsten Stadtteil kommt es doch mal anders als man denkt. Für ein älteres Kind vielleicht noch machbar, im Grundschulalter seh ich das kritisch. Und wenn dann noch sowas passiert, wo selbst ein Erwachsener kaum eine Chance hat, dann Glückwunsch. Muss ich nicht drauf anlegen, wenn es so einfach zu vermeiden ist.
 
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Sonja
7. Sep. 14:46
Ja das meine ich, weil ich welche kannte und auch heute welche kenne 🤷‍♀️ Nicht alle 11-jährige sind Grundschulkinder
Ich wünsche weiterhin viel Glück.
 
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Esther
7. Sep. 14:48
Also wenn ich meinen Hund sehr gut kenne und das gewichtemäßig hinhauen würde (was hier nicht der Fall ist), würde ich das Problem weniger bei der Hund-Kind-Kombi, sondern eher bei fremden Haltern mit ihren Hunden sehen. Wenn dann nämlich so ein Tut-nix kommt und auf den eigenen Hund draufgeht, können Kinder das viel schlechter einschätzen, als ein Erwachsener. Ich durfte zum Beispiel auch schon mit 12 mit unserer Labradorhündin Gassi gehen, auch wenn's kräftemäßig eher zugunsten des Hundes stand. Dadurch dass ich mich aber intensiv mit Hundetraining und Körpersprache und so weiter auseinandergesetzt habe, alle Hunde der Nachbarschaft kannte und immer umgedreht bin, wenn uns jemand entgegenkam, wars in Ordnung für meine Eltern. Ist auch nie was passiert, was natürlich nicht heißt, dass es grundsätzlich okay ist.
 
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Katrin
7. Sep. 14:51
Ein Grund wäre, damit sie lernen Verantwortung zu übernehmen, für ein Lebewesen, dass sie sich wahrscheinlich sehr gewünscht haben. Dass man frühzeitig beigebracht bekommt, dass man raus muss, auch wenn man gerade keine Lust hat, ist doch wichtig. Eine kurze Runde um den Block zu laufen ist für ein 11 jähriges Kind doch machbar. Vorausgesetzt Hund und Kind wurden erzogen und es ihnen unter Anleitung natürlich beigebracht.
Es gibt sehr viele verantwortungsvolle Menschen die das nie gemacht haben ja sogar nicht mal Haustiere hatten. Verantwortung tragen kann man auf ganz viele verschiedene Arten lernen.
 
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Dogorama-Mitglied
7. Sep. 15:46
Ich verstehe das nicht. Viele von uns erzählen davon wie wir früher mit unseren Hunden unterwegs waren. Passiert ist fast nie was. Dafür waren es schöne Erfahrungen.
Und trotzdem ist es für die meisten hier unvorstellbar den Kindern von heute das selbe zu zu trauen. Warum? Ja, die Welt hat sich verändert. Und vielleicht ist es auch nicht mehr überall möglich. Aber deswegen grundsätzlich den Kindern und Hunden von heute die selben Fähigkeiten anzusprechen finde ich sehr schade.
 
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Simone
7. Sep. 15:48
Ich verstehe das nicht. Viele von uns erzählen davon wie wir früher mit unseren Hunden unterwegs waren. Passiert ist fast nie was. Dafür waren es schöne Erfahrungen. Und trotzdem ist es für die meisten hier unvorstellbar den Kindern von heute das selbe zu zu trauen. Warum? Ja, die Welt hat sich verändert. Und vielleicht ist es auch nicht mehr überall möglich. Aber deswegen grundsätzlich den Kindern und Hunden von heute die selben Fähigkeiten anzusprechen finde ich sehr schade.
Ich auch und werde ich bei meiner Tochter auch nicht tun. Das liegt auch daran das die meisten Kinder von heute Zucker in den ar.... bekommen