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Marie-Christin
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heute 09:03

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Alissa
4. Jän. 17:41
Sowas kennt glaube ich jeder Klein Hunde Halter 😮‍💨
Ich hab vieles probiert aber tatsächlich hat sich bei uns bisher am meisten bewehrt dem Fremden Hund eine große Handvoll Leckerlis entgegen zu werfen ☺️ dadurch sind die Hunde irritiert und fangen an die Leckerlis zu suchen und in der zeit habe ich dann zeit meine eigenen hunde kurz abzulegen und den fremdb hund auch zu sichern ☺️
Für extrem Notfälle habe ich immer wild Abwehr Spray in der Tasche !
Auch hilft es den fremden Hund sehr Freundin anzusprechen und auch wenn es schwer fällt entspannt zu sprechen 🥸
Und zu den anderen Hunde Haltern sage ich mittlerweile garnichts mehr das bringt eh nicht 🙃 da ist mir meine Energie zu schade ☹️
Hoch heben mache ich nur nicht weil ich keine 6 Hunde hoch heben kann 😂 ich würde es aber machen wenn ich nur 1 Hund hätte !
 
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Lisa-Eileen
4. Jän. 17:41
Spannend. Zwei Waffen zur Hundeabwehr? Fehlt nur noch die Ritterrüstung und der Notfall-Katapultmodus. Ich gehe mit meinem Hund spazieren, nicht in den Endkampf von Game of Thrones.😅
Ich habe keine Waffen und der Kubotan ist eher für Menschen da ich auch schon von ner Psycho Tante angegriffen wurde als ich ihren in der Stadt freilaufenden Fiffi versuchte von meinem arbeitenden Hilfsmittel fernzuhalten und wegen dem Stress nen Anfall mit Luftnot bekam.
 
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Jörg
4. Jän. 17:42
Also wenn ich hier lese wieviele zur Waffe greifen bekomme ich mehr Angst vor den Haltern als vor den Hunden selbst. Dazu muss man auch gleich darüber nachdenken was passiert mit dem eigenen Hund wenn man diese Waffen benutzt. Schellen Schlüsselbund und solche Dinge kann ich alles noch irgendwie nachvollziehen. Schreckschuss Waffen und der gleichen halte ich dann doch für überzogen. Es kann doch nicht sein das sich Hundehalter dermaßen unsicher fühlen.
 
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Lisa-Eileen
4. Jän. 17:48
Nicht böse gemeint, dein Hund sieht aber auch so aus als ob er sich gut selbst verteidigen kann, aber kleinere Hunde können das leider nicht so, wenn ein Riesen Hund auf die zukommt.
In meiner Situation damals wars n kleiner Hund der innerorts an der Straße (wo bekannterweise Leinenpflicht ist) Rocket extremst bedrängte als er am Arbeiten war.
Statt sich zu entschuldigen und ihren Hund einzusammeln griff die Frau mich an, beleidigte mich am laufenden Band und brüllte mich hochaggressiv an der würde ja nix tun.
Das ganze endete bei mir in Atemnot und Anfall.
Ich hatte seitdem Monate lang mega Angst wieder vor die Tür zu gehen da es auch in der Nähe meiner Wohnung passierte.
Daher der Kubotan, wegen Menschenangriffen.
Hab auch Anzeige erstattet, aber ich wusste damals noch nicht das die Frau dort in dem Haus wohnte wo wir vorbeigingen, ich hatte sie nie gesehen und dachte daher sie sei zu besuch.
Paar Monate später hatte ne Bekannte die dort gegenüber wohnte mir gesagt das sie sie kennt und die dort wohnt, aber da hatte die Polizei die Anzeige schon fallen lassen.
 
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Annabell
4. Jän. 17:54
Gute Idee, hab ich nie dran gedacht. Kenns nur vom Stall wenn die ganze Pferdeherde vor einem stand und man nur eins holen musste um die anderen zurückzudrängen... beim Hund hab ich da nie dran gedacht.
War auch erstaunt wie gut es zumindest das eine Mal wo ich es jetzt angewendet habe funktioniert hat und bin froh mich geistesgegenwärtig an den Tipp aus dem Kurs erinnert zu haben denn sonst wäre der voll auf meinen drauf. Bei der Methode kann ich Cinni auch mit der einen Hand am Halsband hinter mir halten (während er ausrastet🙄) und mit der anderen Hand die Leine zwischen uns und dem fremden Hund wirbeln. Zum Glück muss ich hier bei uns nicht häufig fremde Hunde abwähren. Die meisten nehmen ihren Hund an die Leine, wenn ein angeleinter Hund entgegen kommt oder nehmen ihn ins Fuß und in der Regel bleibt der Hund dann auch da. Ich glaube die Besitzerin des Borders hat leider ihren Hund einfach falsch eingeschätzt und nicht damit gerechnet, dass er auf Angriff gehen könnte.
 
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Carola
4. Jän. 17:58
Ist die Frage, ob er nachdem er die Leine dann mit voller Wucht gegen Schnauze oder auf den Kopf bekommen hat, das immer noch als lustiges Spiel sehen würde🤔
Die Beschädigungsabsicht einiger Halter finde ich durchaus furchterregend.
 
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Lisa-Eileen
4. Jän. 17:59
Ich meine das wirklich nicht abwertend, aber genau diese Denkweise halte ich für problematisch. 99,99 % aller Hundebegegnungen sind absolut harmlos – unabhängig von der Größe des Hundes. Hunde kommunizieren nicht über Körpergewicht, sondern über Körpersprache. Wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass ein „großer Hund“ automatisch eine Gefahr für einen „kleinen Hund“ ist, entsteht vor allem eins: Panik auf Menschenseite. Und genau diese Panik – hektisches Hochheben, Schreien, waffen, Pfefferspray – ist das, was Situationen erst eskalieren lässt. (Ein super Beispiel,war das Video im "genervt"Thread letztens). Kleine Hunde sind nicht automatisch hilflos. Umgekehrt sind große Hunde nicht automatisch grobmotorische Angreifer. Größe sagt nichts über Aggressionsbereitschaft aus. Natürlich gibt es Ausnahmen, und natürlich muss man im Ernstfall eingreifen. Aber wenn man jede Begegnung schon im Kopf als Gefahr abspeichert, überträgt man diese Anspannung direkt auf den eigenen Hund – und das erhöht das Risiko deutlich mehr als es schützt.
Große Hunde müssen ja nicht mal aggressiv sein, mit ihrer Größe und Gewicht richten sie mit nem Rempler, draufspringen oä oder teils schon einfach nur bedrängen bei kleinen und kranken Hunden immensen Schaden an.
Bei sehr kleinen Hunden ist auch der Dens Axis nicht richtig ausgebildet, daher kann alleine selbst ohne Schütteln so ein ins Genick packen, Pfote draufklatschen oder blödes anrempeln zum Tod führen wegen Genickbruch.
Und was mich angeht, ich bin nicht ängstlich, ich bin einfach nur sau genervt und dann eben teils auch stink sauer wegen dieser vielen asozialen Menschen die nicht raffen und es sie auch nicht juckt was fürn Schaden sie anderen anrichten mit ihren asozialen Hunden die andere bedrängen.
Diese Hunde geben nen Fick auf Kommunikation, Rocket zeigt oft sehr früh schon das ihm der andere unangenehm ist und er keinen Kontakt möchte, trotzdem wird er mindestens bedrängt, teils wird sich (grad Labradore) direkt auf ihn gestürzt oder so ein Inspektionstutnix kommt direkt an ihn ran und geht dann direkt auf ihn drauf sobald er ihn angeschnüffelt hat.
Grad letzteres hatte ich sau oft, damals als ichs noch nicht so wusste das er kein Bock auf andere hat und ich Hunde noch nicht so lesen konnte hab ich oft Kontakt mit Fremdhunden zugelassen, man dachte der will nur hallo sagen... zack Angriff.
Mittlerweile weiß ich das dieses andere inspizieren und Direkten Kontakt gegen seinen Willen sau unhöflich und asozial ist aus Hundesicht.
Es muss nicht mal n Angriff sein, solche Situationen machen grad mit sensieblen Hunden nämlich auch schon sehr viel.
Ich hab jetzt 2,5 Jahre mindestens gebraucht ihm wieder beizubringen in Ruhe an anderen vorbeigehen zu können und damit er wieder merkt das andere net gleich Alarm und Stress bedeuten sondern man auch in Ruhe gelassen wird.
Ohne meine selbst aufgebaute Trainingsgruppe wo man auch mal positive Begegnungen üben konnte das er merkt das er auch mal in Ruhe gelassen wird und ich auch innerlich die ganzen negativen Erfahrungen abbauen konnte wären wir heute immernoch nicht so weit weils einfach fast nur so lief.
 
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Lisa-Eileen
4. Jän. 18:02
Die Größe sagt überhaupt nichts darüber aus, ob ein Hund sich „gut wehren“ kann. Mein Hund ist in Konflikten eher defensiv, auch wenn er gern mal provoziert. Ja, er kann nicht so leicht über den Haufen gerannt werden – aber gebissen werden kann er genauso. Größe schützt nicht vor Verletzungen, weder körperlich noch psychisch. Davon mal abgesehen,ist Lisas Hund nicht klein. Ich schütze meinen Hund selbstverständlich auch, wenn ein fremder Hund respektlos angerannt kommt. Aber dafür brauche ich kein Waffenarsenal.
Niemand hat was von Waffen gesagt und außerdem ist Rocket zwar nicht klein aber hat ne schwere Rückenerkrankung weshalb ich aufpassen muss das er nicht angerempelt oder bedrängt wird weil er sonst noch schlimmer Schmerzen bekommt, abgesehn von dem psychischen Leiden die er durch ständig solche Hundebegenungen hat.
 
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Annabell
4. Jän. 18:25
Die Beschädigungsabsicht einiger Halter finde ich durchaus furchterregend.
Es geht nicht darum andere Hunde zu verletzen, sondern meinen zu schützen. Ich nehme mal an, dass die meisten Hunde (zumindest von denen die hier bei uns so rumlaufen) sich so zumindest für einen Moment auf Abstand halten lassen und nicht in die wirbelnde Leine rennen. Die Frage ist ob irgendein Hund wirklich so unbeeindruckt von einer schnell!!! wirbelnden Leine ist oder es gar als Spielaufforderung sehen würde, dass er sie tatsächlich versuchen würde zu fangen. Je nach Situation bleiben einem manchmal nur Bruchteile von Sekunden um zu handeln und die Leine hab ich, solange meiner angeleint ist, automatisch in der Hand.
 
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P.
4. Jän. 18:27
Also mein Border würde das vermutlich als Aufforderung zum Spielen bewerten. Er liebt Zerrspiele an der Leine. Wenn die Leine so vor ihm herumfliegen würde, würde er versuchen, sie zu fangen.
Genau das dachte ich auch. So wird es bei den meisten Hunden sein