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Marie-Christin
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heute 13:20

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Carola
5. Jän. 19:58
Das Thema "Kommunikation" finde ich nicht nur interessant, sondern auch super wichtig. Leider wird oft ein Verhalten nicht richtig eingeordnet, vermenschlicht und die kleinen/feinen Gesten schnell übersehen. Gerade in Situationen mit anderen Hunden, in denen man sich unwohl fühlt, ist es schwierig, den eigenen und den anderen Hund richtig einzuschätzen. Nur, weil ein Hund bellt, ist der nicht gleich aggressiv. Hunde warnen oft vor, doch entweder wird es nicht ernst bzw. in Stresssituationen nicht wahrgenommen oder es wurde abtrainiert (Hund darf nicht bellen, keine Zähne zeigen, soll in eine bestimmte Richtung schauen, nicht knurren, nicht vor einem stehen bzw. der Platz wird zugewiesen ...). Das alles wird pauschal trainiert, ohne auf den Hund zu achten. Carola hat das mit ihren Hunden trainiert, aber mit Sinn und Verstand. Ich selber schaue auf meinen Hund, wenn es unangenehme Situationen geben könnte. Und wenn er schnuppern möchte, dann soll er das tun (sieht natürlich an der Leine nicht nach Team aus), wenn er sich darüber selber git regulieren kann. Ich persönlich finde, dass jeder Hundebesitzer sich mal objektiv mit der hündischen Kommunikation beschäftigt und somit Hundebegegnungen incl. dem eigenen Hund besser einschätzen kann. Ich hatte ja vor einigen Kommentaren geschrieben, dass mir eine Frau befahl, meinen Hund kurz zu nehmen ubd den Feldweg zu verlassen, da ihrer von so einem wie meinem gebissen wurde. Mein Hund und ich standen im Feld und dieser kleine Hund marschierte an der Flexileine erhobenen Hauptes an uns vorbei. Ich habe ihm gerne zugesehen und seinen Stolz gelassen, aber auf hündisch und wie das bei meinem Hund ankam, möchte ich hier nicht in Worte fassen. Er schaute mich ständig an und fragte nach, ob er mal zu dem Kleinen darf. Die Frau hat ihren und auch meinen Hund jedenfalls komplett falsch eingeschätzt. Und da fangen die ersten Probleme an. Darauf, das die Frau übergriffig war, brauche ich nicht näher einzugehen. Ich denke, dass es unter den Hundeliebhabern viel freundlicher und vielleicht auch kommunikativer zugehen sollte, anstatt sich anzufeinden, in Rage zu geraten und man damit die Situation unnötig aufheizt. Wenn man Hunde lesen kann, hat man soo viel Sicherheit gewonnen und man kann souveräner bleiben. Gerade kleine Hunde brauchen einen souveränen Menschen. Ich habe mal gesehen, wie ein junger Mann mit seinem kleinen Hund vor uns flüchten wollte. Der Kleine wollte uns aber anscheinend anschauen und blieb stehen. Der junge Mann zerrte an dem Kleinen rum, bis er im hohen Bogen im Kreis um sein Herrchen flog. Wir waren 15 Meter entfernt, meine Hunde waren an der Führleine (jeweils 1 Meter) und standen ruhig neben mir. Mir hat der kleine Hund super leid getan. Der junge Mann hat das überhaupt nicht gemerkt, dass sein Hund keinen Boden mehr unter den Füßen hatte und sein Hund in seinem Geschirr wie im Kettenkarrussel um seinen Kopf flog. Oder eine Frau war mit ihrer Freundin am quatschen. Plötzlich schaute sie auf, sah mich mit meinen Hunden (wir waren an ihrem schon vorbei, ohne das die das gemerkt hatte) und ließ die Flexileine fallen. Der Kleine rannte mit diesem schweren lauten Griff hinter sich ziehend panisch ins Feld. In beiden Fällen hat alleine unsere Anwesenheit die HF so in Panik versetzt, dass die nicht mehr klar denken konnten. In beiden Fällen hatten die Hunde (alle) kein Problem untereinander. Ich finde es echt so wichtig, dass man nicht in Panik gerät und wenn man ein Problem hat, sollte man sich Hilfe suchen. Dem Hund zu liebe. Denn man möchte doch grundsätzlich die Zeit mit seinem Hund genießen.
Ach ja die Kommunikation und den eigenen Hund beobachten...
Die meisten Konflikte könnten vermieden werden wenn die Menschen ihre Hunde richtig lesen könnten!, darum sollte ich wieder Hundehalter sich mit der Kommunikation ihrer Lieblinge beschäftigen ohne Vermenschlichung und Interpretation.
Mein Border Collie konnte in Bruchteilen von Sekunden von nett auf Aggro umschalten und das ließ sich nur unterbinden wenn man schon den ersten Ansatz erkannte und entsprechend reagierte. Da hat man nicht viel bzw überhaupt keine Zeit. Natürlich sind nicht alle Hunde so und es sind vor allen Dingen nicht alle Hunde so schnell. Bei den meisten hat man erheblich mehr Zeit.
Meine Spitze sind auch sehr schnell aber nicht so schnell wie der Border Collie von daher habe ich da erheblich mehr Zeit und wenn ich das dann mit einer Bulldogge vergleiche wo man den Kopf richtig rattern sieht dann bleibt da natürlich noch mehr Zeit.
Und genau darum ist es so wichtig dass auch zu trainieren denn nicht alle hunde kommunizieren gleich. Den eigenen sollte man natürlich besonders gut kennen.
 
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Svenja
5. Jän. 20:07
Das Thema "Kommunikation" finde ich nicht nur interessant, sondern auch super wichtig. Leider wird oft ein Verhalten nicht richtig eingeordnet, vermenschlicht und die kleinen/feinen Gesten schnell übersehen. Gerade in Situationen mit anderen Hunden, in denen man sich unwohl fühlt, ist es schwierig, den eigenen und den anderen Hund richtig einzuschätzen. Nur, weil ein Hund bellt, ist der nicht gleich aggressiv. Hunde warnen oft vor, doch entweder wird es nicht ernst bzw. in Stresssituationen nicht wahrgenommen oder es wurde abtrainiert (Hund darf nicht bellen, keine Zähne zeigen, soll in eine bestimmte Richtung schauen, nicht knurren, nicht vor einem stehen bzw. der Platz wird zugewiesen ...). Das alles wird pauschal trainiert, ohne auf den Hund zu achten. Carola hat das mit ihren Hunden trainiert, aber mit Sinn und Verstand. Ich selber schaue auf meinen Hund, wenn es unangenehme Situationen geben könnte. Und wenn er schnuppern möchte, dann soll er das tun (sieht natürlich an der Leine nicht nach Team aus), wenn er sich darüber selber git regulieren kann. Ich persönlich finde, dass jeder Hundebesitzer sich mal objektiv mit der hündischen Kommunikation beschäftigt und somit Hundebegegnungen incl. dem eigenen Hund besser einschätzen kann. Ich hatte ja vor einigen Kommentaren geschrieben, dass mir eine Frau befahl, meinen Hund kurz zu nehmen ubd den Feldweg zu verlassen, da ihrer von so einem wie meinem gebissen wurde. Mein Hund und ich standen im Feld und dieser kleine Hund marschierte an der Flexileine erhobenen Hauptes an uns vorbei. Ich habe ihm gerne zugesehen und seinen Stolz gelassen, aber auf hündisch und wie das bei meinem Hund ankam, möchte ich hier nicht in Worte fassen. Er schaute mich ständig an und fragte nach, ob er mal zu dem Kleinen darf. Die Frau hat ihren und auch meinen Hund jedenfalls komplett falsch eingeschätzt. Und da fangen die ersten Probleme an. Darauf, das die Frau übergriffig war, brauche ich nicht näher einzugehen. Ich denke, dass es unter den Hundeliebhabern viel freundlicher und vielleicht auch kommunikativer zugehen sollte, anstatt sich anzufeinden, in Rage zu geraten und man damit die Situation unnötig aufheizt. Wenn man Hunde lesen kann, hat man soo viel Sicherheit gewonnen und man kann souveräner bleiben. Gerade kleine Hunde brauchen einen souveränen Menschen. Ich habe mal gesehen, wie ein junger Mann mit seinem kleinen Hund vor uns flüchten wollte. Der Kleine wollte uns aber anscheinend anschauen und blieb stehen. Der junge Mann zerrte an dem Kleinen rum, bis er im hohen Bogen im Kreis um sein Herrchen flog. Wir waren 15 Meter entfernt, meine Hunde waren an der Führleine (jeweils 1 Meter) und standen ruhig neben mir. Mir hat der kleine Hund super leid getan. Der junge Mann hat das überhaupt nicht gemerkt, dass sein Hund keinen Boden mehr unter den Füßen hatte und sein Hund in seinem Geschirr wie im Kettenkarrussel um seinen Kopf flog. Oder eine Frau war mit ihrer Freundin am quatschen. Plötzlich schaute sie auf, sah mich mit meinen Hunden (wir waren an ihrem schon vorbei, ohne das die das gemerkt hatte) und ließ die Flexileine fallen. Der Kleine rannte mit diesem schweren lauten Griff hinter sich ziehend panisch ins Feld. In beiden Fällen hat alleine unsere Anwesenheit die HF so in Panik versetzt, dass die nicht mehr klar denken konnten. In beiden Fällen hatten die Hunde (alle) kein Problem untereinander. Ich finde es echt so wichtig, dass man nicht in Panik gerät und wenn man ein Problem hat, sollte man sich Hilfe suchen. Dem Hund zu liebe. Denn man möchte doch grundsätzlich die Zeit mit seinem Hund genießen.
Genauso sehe ich es auch. Leider braucht es dazu mehr als ein Buch über Körpersprache, und zu mehr sind viele Leute nicht bereit.
Und selbst wenn, ist das keine Garantie, dass sie es wirklich umsetzen können, weil Vorurteile und Angst eine zu große Rolle spielen. Dem Erklärenden wird schlicht nicht geglaubt.
Im Sommer spielte mein Leo mit einem Labrador, und sein Frauchen sprang hektisch zwischen die Hunde und kreischte mich an, sie sei Assistenzhunde Trainerin und meiner sei aggressiv, ich solle ihn sofort weg nehmen. Ob ich wirklich denken würde, dass der spielt. Ja, Leo ist ein Körperklaus und er ist nicht für jeden sofort klar lesbar, aber sie hätte ja zumindest die Körpersprache IHRES Hundes lesen können, dann wäre ihr klar gewesen, dass es nicht um Aggression ging.
Solche Geschichten habe ich zu Hauf zu erzählen, allein über private Erfahrungen.
Seufz.
 
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Babs
5. Jän. 20:09
Ach ja die Kommunikation und den eigenen Hund beobachten... Die meisten Konflikte könnten vermieden werden wenn die Menschen ihre Hunde richtig lesen könnten!, darum sollte ich wieder Hundehalter sich mit der Kommunikation ihrer Lieblinge beschäftigen ohne Vermenschlichung und Interpretation. Mein Border Collie konnte in Bruchteilen von Sekunden von nett auf Aggro umschalten und das ließ sich nur unterbinden wenn man schon den ersten Ansatz erkannte und entsprechend reagierte. Da hat man nicht viel bzw überhaupt keine Zeit. Natürlich sind nicht alle Hunde so und es sind vor allen Dingen nicht alle Hunde so schnell. Bei den meisten hat man erheblich mehr Zeit. Meine Spitze sind auch sehr schnell aber nicht so schnell wie der Border Collie von daher habe ich da erheblich mehr Zeit und wenn ich das dann mit einer Bulldogge vergleiche wo man den Kopf richtig rattern sieht dann bleibt da natürlich noch mehr Zeit. Und genau darum ist es so wichtig dass auch zu trainieren denn nicht alle hunde kommunizieren gleich. Den eigenen sollte man natürlich besonders gut kennen.
Und wenn man sich ein wenig mit der hündischen Kommunikation beschäftigt hat, wird man auch um einiges sicherer. Ich gebe zu, mit meinen beiden hatte und habe ich gute Lehrer 🤣. Meine Reaktionszeit und schnelle Beobachtungsgabe hat sich um einiges verbessert 🤭. Ich nehme die kleinen und feinen Bewegungen, Blicke... viel intensiver wahr und kann in Situationen bedeutend souveräner und stabil bleiben.
 
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Carola
5. Jän. 20:12
Genauso sehe ich es auch. Leider braucht es dazu mehr als ein Buch über Körpersprache, und zu mehr sind viele Leute nicht bereit. Und selbst wenn, ist das keine Garantie, dass sie es wirklich umsetzen können, weil Vorurteile und Angst eine zu große Rolle spielen. Dem Erklärenden wird schlicht nicht geglaubt. Im Sommer spielte mein Leo mit einem Labrador, und sein Frauchen sprang hektisch zwischen die Hunde und kreischte mich an, sie sei Assistenzhunde Trainerin und meiner sei aggressiv, ich solle ihn sofort weg nehmen. Ob ich wirklich denken würde, dass der spielt. Ja, Leo ist ein Körperklaus und er ist nicht für jeden sofort klar lesbar, aber sie hätte ja zumindest die Körpersprache IHRES Hundes lesen können, dann wäre ihr klar gewesen, dass es nicht um Aggression ging. Solche Geschichten habe ich zu Hauf zu erzählen, allein über private Erfahrungen. Seufz.
😂 wenn ich alleine an Kumpel Hund ein sportlicher OEB denke: wenn der sich freut, rast er wild knurrend wie eine Kanonenkugel durch die Gegend. Dabei ist er überhaupt kein bisschen aggressiv aber es hört sich natürlich wild an. Meine Hunde kennen das und sind beim Toben auch nicht gerade leise. Wenn er allerdings in voller Geschwindigkeit ankommt dann schlagen Sie schnell einen Haken denn sie wissen dass er sie stumpf überrennt.
Da ist er echt ein Grobmotoriker und manchmal klappt auch das Bremsen nicht so richtig🤣
Meine Hunde wissen das und da sie wesentlich wendiger sind weichen sie ihm einfach aus.
 
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Svenja
5. Jän. 20:14
😂 wenn ich alleine an Kumpel Hund ein sportlicher OEB denke: wenn der sich freut, rast er wild knurrend wie eine Kanonenkugel durch die Gegend. Dabei ist er überhaupt kein bisschen aggressiv aber es hört sich natürlich wild an. Meine Hunde kennen das und sind beim Toben auch nicht gerade leise. Wenn er allerdings in voller Geschwindigkeit ankommt dann schlagen Sie schnell einen Haken denn sie wissen dass er sie stumpf überrennt. Da ist er echt ein Grobmotoriker und manchmal klappt auch das Bremsen nicht so richtig🤣 Meine Hunde wissen das und da sie wesentlich wendiger sind weichen sie ihm einfach aus.
Hunde erkennen das halt, dass da einer ein bisschen komisch läuft, aber nichts aggressives ausstrahlt 💁🏼‍♀️😁
 
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Babs
5. Jän. 20:14
Genauso sehe ich es auch. Leider braucht es dazu mehr als ein Buch über Körpersprache, und zu mehr sind viele Leute nicht bereit. Und selbst wenn, ist das keine Garantie, dass sie es wirklich umsetzen können, weil Vorurteile und Angst eine zu große Rolle spielen. Dem Erklärenden wird schlicht nicht geglaubt. Im Sommer spielte mein Leo mit einem Labrador, und sein Frauchen sprang hektisch zwischen die Hunde und kreischte mich an, sie sei Assistenzhunde Trainerin und meiner sei aggressiv, ich solle ihn sofort weg nehmen. Ob ich wirklich denken würde, dass der spielt. Ja, Leo ist ein Körperklaus und er ist nicht für jeden sofort klar lesbar, aber sie hätte ja zumindest die Körpersprache IHRES Hundes lesen können, dann wäre ihr klar gewesen, dass es nicht um Aggression ging. Solche Geschichten habe ich zu Hauf zu erzählen, allein über private Erfahrungen. Seufz.
Ja, Ängste um seinen Hund und Erfahrungen prägen einen. Gar keine Frage. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als an sich selber zu arbeiten, wenn man entspannt spazieren gehen möchte. Und das kann eine echte Herausforderung sein.

Diese Hundetrainerin darf auch noch ein bissel was aufarbeiten 😳.
 
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Carola
5. Jän. 20:15
Hunde erkennen das halt, dass da einer ein bisschen komisch läuft, aber nichts aggressives ausstrahlt 💁🏼‍♀️😁
Ja das stimmt schon aber die sind halt auch zusammen aufgewachsen von daher können sie sich sehr gut gegenseitig einschätzen.
Meine sind auch manchmal richtig kleine fiese Pratzen und zwicken ihn dann und der arme blutet dann sogar manchmal. Das stört ihn aber überhaupt nicht
 
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Babs
5. Jän. 20:16
😂 wenn ich alleine an Kumpel Hund ein sportlicher OEB denke: wenn der sich freut, rast er wild knurrend wie eine Kanonenkugel durch die Gegend. Dabei ist er überhaupt kein bisschen aggressiv aber es hört sich natürlich wild an. Meine Hunde kennen das und sind beim Toben auch nicht gerade leise. Wenn er allerdings in voller Geschwindigkeit ankommt dann schlagen Sie schnell einen Haken denn sie wissen dass er sie stumpf überrennt. Da ist er echt ein Grobmotoriker und manchmal klappt auch das Bremsen nicht so richtig🤣 Meine Hunde wissen das und da sie wesentlich wendiger sind weichen sie ihm einfach aus.
Jetzt musste ich mal herzlich lachen 🤣.
 
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Svenja
5. Jän. 20:19
Ja, Ängste um seinen Hund und Erfahrungen prägen einen. Gar keine Frage. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als an sich selber zu arbeiten, wenn man entspannt spazieren gehen möchte. Und das kann eine echte Herausforderung sein. Diese Hundetrainerin darf auch noch ein bissel was aufarbeiten 😳.
Ich weiß das 😅 Bis vor 16 Jahren hatte ich drei (!) leinenagressive Hunde gleichzeitig. Ich hatte panische Angst vor Hundebegegnungen und habe jeden Tag mit irgend wem herum geschrien, weil er sich in meinen Augen nicht rücksichtsvoll genug verhalten hat.
Ich hab alles versucht, die Hunde zu verändern, aber das einzige, was wirklich geholfen hat, war mich selber zu verändern und dann den Hunden endlich die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Sozialverhalten ausleben zu dürfen.
 
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Anja
5. Jän. 20:21
Das Thema "Kommunikation" finde ich nicht nur interessant, sondern auch super wichtig. Leider wird oft ein Verhalten nicht richtig eingeordnet, vermenschlicht und die kleinen/feinen Gesten schnell übersehen. Gerade in Situationen mit anderen Hunden, in denen man sich unwohl fühlt, ist es schwierig, den eigenen und den anderen Hund richtig einzuschätzen. Nur, weil ein Hund bellt, ist der nicht gleich aggressiv. Hunde warnen oft vor, doch entweder wird es nicht ernst bzw. in Stresssituationen nicht wahrgenommen oder es wurde abtrainiert (Hund darf nicht bellen, keine Zähne zeigen, soll in eine bestimmte Richtung schauen, nicht knurren, nicht vor einem stehen bzw. der Platz wird zugewiesen ...). Das alles wird pauschal trainiert, ohne auf den Hund zu achten. Carola hat das mit ihren Hunden trainiert, aber mit Sinn und Verstand. Ich selber schaue auf meinen Hund, wenn es unangenehme Situationen geben könnte. Und wenn er schnuppern möchte, dann soll er das tun (sieht natürlich an der Leine nicht nach Team aus), wenn er sich darüber selber git regulieren kann. Ich persönlich finde, dass jeder Hundebesitzer sich mal objektiv mit der hündischen Kommunikation beschäftigt und somit Hundebegegnungen incl. dem eigenen Hund besser einschätzen kann. Ich hatte ja vor einigen Kommentaren geschrieben, dass mir eine Frau befahl, meinen Hund kurz zu nehmen ubd den Feldweg zu verlassen, da ihrer von so einem wie meinem gebissen wurde. Mein Hund und ich standen im Feld und dieser kleine Hund marschierte an der Flexileine erhobenen Hauptes an uns vorbei. Ich habe ihm gerne zugesehen und seinen Stolz gelassen, aber auf hündisch und wie das bei meinem Hund ankam, möchte ich hier nicht in Worte fassen. Er schaute mich ständig an und fragte nach, ob er mal zu dem Kleinen darf. Die Frau hat ihren und auch meinen Hund jedenfalls komplett falsch eingeschätzt. Und da fangen die ersten Probleme an. Darauf, das die Frau übergriffig war, brauche ich nicht näher einzugehen. Ich denke, dass es unter den Hundeliebhabern viel freundlicher und vielleicht auch kommunikativer zugehen sollte, anstatt sich anzufeinden, in Rage zu geraten und man damit die Situation unnötig aufheizt. Wenn man Hunde lesen kann, hat man soo viel Sicherheit gewonnen und man kann souveräner bleiben. Gerade kleine Hunde brauchen einen souveränen Menschen. Ich habe mal gesehen, wie ein junger Mann mit seinem kleinen Hund vor uns flüchten wollte. Der Kleine wollte uns aber anscheinend anschauen und blieb stehen. Der junge Mann zerrte an dem Kleinen rum, bis er im hohen Bogen im Kreis um sein Herrchen flog. Wir waren 15 Meter entfernt, meine Hunde waren an der Führleine (jeweils 1 Meter) und standen ruhig neben mir. Mir hat der kleine Hund super leid getan. Der junge Mann hat das überhaupt nicht gemerkt, dass sein Hund keinen Boden mehr unter den Füßen hatte und sein Hund in seinem Geschirr wie im Kettenkarrussel um seinen Kopf flog. Oder eine Frau war mit ihrer Freundin am quatschen. Plötzlich schaute sie auf, sah mich mit meinen Hunden (wir waren an ihrem schon vorbei, ohne das die das gemerkt hatte) und ließ die Flexileine fallen. Der Kleine rannte mit diesem schweren lauten Griff hinter sich ziehend panisch ins Feld. In beiden Fällen hat alleine unsere Anwesenheit die HF so in Panik versetzt, dass die nicht mehr klar denken konnten. In beiden Fällen hatten die Hunde (alle) kein Problem untereinander. Ich finde es echt so wichtig, dass man nicht in Panik gerät und wenn man ein Problem hat, sollte man sich Hilfe suchen. Dem Hund zu liebe. Denn man möchte doch grundsätzlich die Zeit mit seinem Hund genießen.
Ich gebe Dir Recht, wenn Du sagst, dass man entspannter sein sollte.
Dabei hilft aber enorm, wenn jeder seinen Hund zunächst einmal bei sich behält, ob mit oder ohne Leine, und dann mit dem anderen HF erst einmal spricht, ob es i.O. ist, wenn die Hunde Kontakt aufnehmen.
Wenn es für einen der HuHa nicht i.O. ist, kann man entspannt seiner Wege ziehen, oder die Hunde dürfen sich halt "kennenlernen".
Ich hatte so eine Begegnung letztes Jahr mit einem jungen Staff. Der Staff war angeleint, also habe ich meine Omi auch angeleint, dem Besitzer des Staff aber gesagt, dass eine Kontaktaufnahme ohne Leine gern erfolgen kann (weil ich durch die langsame Annäherung die Möglichkeit hatte zu sehen, dass der Staff noch sehr jung und dementsprechend einfach nur "aus dem Häuschen war", als er uns sah). Der Mann freute sich, wies aber darauf hin, dass sein Junior aber sehr wild wäre (fand ich gut, dass er so ehrlich war).
Ich war auch ehrlich und sagte, das meine "Fräulein Rottenmeier" bei den jungen Wilden ist und es sein kann, dass sie ihn anblafft, wenn es ihr zu bunt wird.
War für den anderen HuHa i.O., also Leinen ab und los.
Junger Staff traf auf gestandene Schnauzerdame, die ihn irgendwann auch tatsächlich energisch anblaffte.
Ergebnis: ein kleiner Staff, der respektvoll neben meiner Omi lief und sich nur schwer von ihr trennen mochte. Ein Bild für die Götter! 😂
Das sind Hundebegegnungen, wie man sie sich wünscht...