Ich stelle mal meine Meinung auch mal zu Diskussion, auf Grund meiner Hundebegegnungserfahrung.
1. Wenn mein Hund im Freilauf ist, z. B. im Feld, ohne Leine, dann beobachte ich das Verhalten meines Hundes und und die Umgebung. Der Hund ist dabei immer zw. 20-30 Meter in Sichtweite. Bzgl. Der Umgebung halte ich immer Ausschau nach anderen Hunden bzw. Tieren, um ihn so frühzeitig wie möglich abrufen zu können. Ich mache das auch, wenn ich mit anderen HH und deren Hunden Gassi gehe. Ich beobachte das Verhalten der Hundegruppe, um frühzeitig einschätzen zu können, ob es brenzlig werden könnte.
2. Kommt ein Hund auf mich zu, den ich nicht kenne, dann nehme ich meinen Hund an die Leine. Bei der Hundebegegnung bin ich wachsam und bin immer zwischen meinem Hund und dem anderen. Läuft die Hundbegegnung ok, dann darf natürlich geschüffelt und deduddelt werden.
3. Meine Labradorhündin war bis 3 Jahre Freund mit fast jedem. Mittlerweile hat sich das Verhalten geändert und sie bellt zurück, wenn sie angepöbelt wird. Interessant ist, dass sie sich genau merkt wer sie angepöbelt hat. Es gibt Hunde, die gelernt haben souverän und entspannt an pöbelnden Hunden vorbeizugehen. Ich denke das hat was mit dem souveränen, überlegenen Verhalten des HH, damit der Hund sich so verhalten kann. Das ist eines meiner Ziele mit meinem Hund.
4. Meine Erfahrung mit anderen HH ist, dass sie ihre Hunde nicht richtig kennen, bzw. sich nicht wirklich mit ihrem Hund beschäftigen, und somit das Verhalten von diesem nicht einschätzen können. Es gibt Leute, die bleiben einfach mit ihrem kleinen Kläffer stehen und meinen die anderen müssten die Situation für sie entschärfen. Andere schreien schon 20 km vorher das man seinen Hund an die Leine nehmen soll, da ihrer schon 5 Mal (!!!) gebissen wurde. Wichtig ist schnell aus dieser Situation herauszukommen, da Diskussionen sinnlos sind. Die Wahrnehmungen der Menschen sind unterschiedlich und es fehlt all zu oft an gesundem Menschenverstand.
Ich hatte, Gott sei Dank, noch keine wirklich brenzlig Situation, da mein Hündin sich meistens empathisch souverän verhält und ich mir dieses Gedankenkonzept (Punkt 1 bis 4) zurecht gelegt habe.
Und ja, ich bin auch mäßig bewaffnet, obwohl mir klar ist, dass in den meisten Fällen, wenn es ein Problem mit einem Hund gibt, dieses im Verhalten des HH zu suchen ist. Aber trotzdem gibt es Leute die mit aggressiven Hunden unterwegs sind und diese nicht unter Kontrolle haben. Ein Hund ist, auch wenn es sich durch das empathische und kluge angepasste Verhalten des Hundes gegenüber dem Zeibeiner anders anfühlt, kein Kuscheltier, Kindersatz oder anderes, sondern eben ein domestiziertes Raubtier.
Kann ich so zu 100% unterschreiben.
So mach ichs auch immer, bloß das ich eben dran vorbeigehe wenn n anderer Hund zu nah kommt.
Außer er würde Ansätze machen auf Rocket draufzugehen, draufzuspringen oder anzurempeln oä, dann block ich ihn weg.