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Markus
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zuletzt 24. Jän.

Einsatz von Pfefferspray/Tierabwehrspray erlaubt?

Jetzt muss ich meinem Ärger erst mal Luft machen. Ich war gerade mit meinem Hund ( Angsthund ) spazieren. In einiger Entfernung sah ich Leute mit einem Hund auf uns zukommen und leinte meinen Hund sofort an, da er Angst vor anderen Vierbeinern hat. Als wir uns dann bis auf ca 50 mtr. genähert hatten , habe ich den Leuten zugerufen, sie mögen doch bitte ihren Hund anleinen. Dieses wurde von den Leuten völlig ignoriert und der fremde Hund trabte einfach weiter auf meinen hinzu. Luke bekam Panik und zog rückwärts. Ich habe versucht mich zwischen die beiden Hunde zu stellen um so dem fremden Hund den Zugang zu meinem zu versperren. Das nur mit mäßigem Erfolg. Jetzt meine Frage : Ist es unter den oben genannten Zustand erlaubt Pfefferspay / Tierabwehrspray einzusetzten und zu benutzen ? Leider hatte ich den Spray nicht dabei da ich nicht mit so einer Situation gerechnet habe.
 
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Aga
21. Jän. 18:30
Da könnte ich ja genauso sagen, dass du schauen musst, dass dein Hund nicht so reagiert. Ich wechsele regelmäßig dieabgelaufenen Sprays aus, ohne sie je benutzt zu haben. Mein Hund würde sich mit Sicherheit wehren und nicht zurückgehen. Das hat eher was mit Vorsicht, als mit Angst zu tun. Ich kenne 3 Frauen, deren Hunde fast totgebissen wurden. Der 4. Frau wurde das komplette Bein zerbissen, bei dem Versuch, den beißenden Hund von ihrem runterzubekommen. Diese Frau kann diese Situation nie mehr vergessen und geht jetzt mit Schreckschusspistole und Messer spazieren. Hätte sie ein Tierabwehrspray dabeigehabt, hätte das Ganze weniger schlimm ausgehen können. Natürlich muss man immer die Verhältnismäßigkeit sehen und nicht wild drauflossprühen. Es wird aber hier schon gefordert, sich einem angreifenden Hund in den Weg zu stellen und sich am Besten noch verletzen zu lassen. Hauptsache, der Angreifer nimmt keinen Schaden...
Mein Hund greift niemanden einfach so an, zu aufdringliche Rüden, die sehr oft vorkommen weil die Leute ihre Hunde nicht kastrieren lassen können darf sie abwehren, wenn die zu lange am Hinterteil schnüffeln finde ich in Ordnung…! Eine Hündin muss sich auch manchmal wehren können damit die Rüden sich nicht Zuviel erlauben!
 
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Li
21. Jän. 18:40
Mein Hund greift niemanden einfach so an, zu aufdringliche Rüden, die sehr oft vorkommen weil die Leute ihre Hunde nicht kastrieren lassen können darf sie abwehren, wenn die zu lange am Hinterteil schnüffeln finde ich in Ordnung…! Eine Hündin muss sich auch manchmal wehren können damit die Rüden sich nicht Zuviel erlauben!
Ich gehe wirklich jeder Situation , die unangenehm werden könnte, aus dem Weg und habe auch kein Problem damit.
Aber wenn dein Hund sich bei Aufdringlichkeit wehren darf, dann darf ich es doch auch, wenn wir Gefahr laufen, gebissen zu werden, oder? 😉
 
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Sebbi
21. Jän. 18:42
Mein Hund greift niemanden einfach so an, zu aufdringliche Rüden, die sehr oft vorkommen weil die Leute ihre Hunde nicht kastrieren lassen können darf sie abwehren, wenn die zu lange am Hinterteil schnüffeln finde ich in Ordnung…! Eine Hündin muss sich auch manchmal wehren können damit die Rüden sich nicht Zuviel erlauben!
Warum sollte ich Sebbi kastrieren lassen?
 
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Aga
21. Jän. 18:45
Warum sollte ich Sebbi kastrieren lassen?
Wenn er zu aufdringlich wäre fände ich das besser, wenn nicht ist das auch nicht unbedingt nötig, aber da kenn ich definitiv andere Fälle bei den das nötig wäre, nur nicht gesehen wird!
 
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Aga
21. Jän. 18:47
Ich gehe wirklich jeder Situation , die unangenehm werden könnte, aus dem Weg und habe auch kein Problem damit. Aber wenn dein Hund sich bei Aufdringlichkeit wehren darf, dann darf ich es doch auch, wenn wir Gefahr laufen, gebissen zu werden, oder? 😉
Warum gehst du jeder unangenehmen Situation aus dem Weg, statt es als Trainingssituation zu sehen und mit deinen Hund daran zu arbeiten??? Ich sehe alles als ein Training für den Alltag
 
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Aga
21. Jän. 18:49
Ich gehe wirklich jeder Situation , die unangenehm werden könnte, aus dem Weg und habe auch kein Problem damit. Aber wenn dein Hund sich bei Aufdringlichkeit wehren darf, dann darf ich es doch auch, wenn wir Gefahr laufen, gebissen zu werden, oder? 😉
Du darfst ja klar sein…! Aber bitte köspersprachlich und nicht mit einem Spray, was für so eine Sitution nicht gemacht ist… die weinigsten Hunde würden wirklich angreifen!
 
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Dogorama-Mitglied
21. Jän. 20:05
Ich kann deine Wut verstehen .
Menschen wie auch Tieren Angst einjagen ist und gehört verboten.
Mein Tipp:
Hab ein Leckerchen dabei , schick den „Angreifer“( aus Sicht deines Freundes) auf Distanz und mach dich mit deinem Hund aus dem Staub…vergrössere die Individualdistanz - laufe Bögen- einfach raus aus der Konfrontation. Du willst Bewegung und Frieden für euer Team und sonst nix - genau das steht euch zu . Zum Thema Pfefferspray kann ich nichts sagen - eher nein , wegen dem Tierwohl/ der Unversehrtheit der gegenwärtigen Tiere.
Eine Schleppleine für deinen Freund und ansonsten wünsche ich wenig Idioten auf m Spazierweg. Tschüss :)
 
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Li
21. Jän. 20:20
Du darfst ja klar sein…! Aber bitte köspersprachlich und nicht mit einem Spray, was für so eine Sitution nicht gemacht ist… die weinigsten Hunde würden wirklich angreifen!
Ich gehe Situationen aus dem Weg, wenn ich weiß, dass unsere Hunde sich nicht verstehen und die Leute ihre Hunde nicht halten können und dann die Leine loslassen. 70 jährige gehbehinderte Frau mit 40 kg Hund. Der Hund hat sich losgerissen, ist meinem Auto hinterher, hat es gestellt und ist dann bei mir am Auto hochgesprungen und hat noch alles verkratzt.
Da wäre ich doch bekloppt, wenn ich da vorbeigehe.
Ebenso wenn freilaufende Hunde nicht hören und sie auf meinen zugeschossen kämen und ihn angreifen würden.
Würde passieren, wenn ich meinen Weg fortsetzen würde.
Das hat nichts mit Training zu tun.
Das ist Vorsorge, die uns schützt , da kann ich kein Training draus machen.
Da mache ich auch körpersprachlich nix.
Die Frau, der das Bein zerbissen wurde, hat versucht, den Hund abzublocken.
Sie sagte, dass er auf sie zugeschossen kam und blitzschnell um sie rum auf ihren Hund drauf ist.
Was ich nicht verstehe ist, dass es hier eher erwünscht ist, es drauf ankommen zu lassen, dass man selbst oder der Hund angegriffen wird.
Da wird wegen Tierabwehrspray- welches genau für solche Situationen verkauft wird-
so ein Aufstand gemacht, als würde man Jemanden töten.
Nochmal: Es soll nur in Notsituationen eingesetzt werden!
Wenn ich keinen angreifenden Hund abblocken will, dann muss ich das auch nicht machen.
Habe keine Lust auf den Notarzt.
 
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Marion
21. Jän. 20:49
Mir gehen meine Gesundheit als auch die meines Hundes immer vor. Weder will ich meinen Körper opfern noch meinen Hund, nur damit der Angreifer nicht verletzt wird. Ein tatsächlich angreifender Hund wird sich auch körpersprachlich nicht blocken lassen. Trotzdem sehe ich mehrere Probleme mit dem Pfefferspray:

1. Angriffe passieren recht zügig. Bis ich das Pfefferspray rausgeholt hätte, wäre der bereits auf meinem Hund. Würde ich es dann einsetzen, würde ich nicht nur den Angreifer treffen, sondern auch meinen Hund. Und wenn ich Pech mit dem Wind habe, trifft es auch noch mich oder Umstehende.

2. Erlebe ich es in letzter Zeit öfter, dass Leute Hunde komplett falsch einschätzen und regelrechte Panik und fast schon Hysterie äußern, wenn sie einem Pöbler oder unfreundlichem Hund begegnen. Selbst wenn ein Hund sich daneben benimmt, heißt das noch lange nicht, dass er tatsächlich angreift. Solche Hunde lassen sich auch anderweitig blocken, da braucht man kein Pfefferspray. Da hörte ich allen Ernstes einen Mann mit Panik im Gesicht sagen, der am Zaun pöbelnde Hund würde seine Hündin zerfleischen wollen. Ich kenn den Hund am Zaun. Sie bellt, weil sie sich freut und unbedingt spielen will. Treffe sie regelmäßig für Playdates. Ein super sozialer und freundlicher Hund.

3. Habe ich den Eindruck, dass hier und da Panikmache betrieben wird. Die meisten angelaufenen Hunde sind keine Angreifer, die tatsächlich zupacken wollen. In 10 Jahren habe ich erst zweimal einen Angriff erlebt und ich hab wirklich etliche Hunde getroffen, die auf uns zugerast kamen. Und in den besagten zwei Situationen hätte mir ein Pfefferspray nicht helfen können.
 
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Cani
22. Jän. 07:50
Ich bin ehrlich gesagt fassungslos dass man so eine Frage sich überhaupt stellt, zumal der EIGENE Hund ja das Problem hat. Ich würde mich glaub ich vergessen wenn jemand meinen Hund oder auch mich angeht weil das gegenüber Angst hat. Wenn ich meinen Hund schützen will trainiere ich mit ihm SICHHERHEIT, SELBSTBEWUSSTSEIN UND HELFE IHM DURCH SITUATIONEN. Und bringe nicht andere in Gefahr die nichts dafür können!
Natürlich muss man einen Angsthund trainieren aber auch das ist ein Prozess, der mit jedem rücksichtslosen Hundehalter wieder zerstört wird. Ich bin gegen den Einsatz von Pfefferspray aber man ist schon auch ein Stück weit selbst schuld wenn man seinen eigenen Hund nicht abruft während der andere Hund angeleint wird und das Gegenüber sogar signalisiert, dass der eigene Hund angeleint werden soll. Wenn dein Hund mich dann auch noch komplett ignoriert und trotzdem an mir vorbei zu meinem Hund will musst du eben damit leben, dass er zum Beispiel mit Wasser nass gemacht wird.