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Markus
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zuletzt 24. Jän.

Einsatz von Pfefferspray/Tierabwehrspray erlaubt?

Jetzt muss ich meinem Ärger erst mal Luft machen. Ich war gerade mit meinem Hund ( Angsthund ) spazieren. In einiger Entfernung sah ich Leute mit einem Hund auf uns zukommen und leinte meinen Hund sofort an, da er Angst vor anderen Vierbeinern hat. Als wir uns dann bis auf ca 50 mtr. genähert hatten , habe ich den Leuten zugerufen, sie mögen doch bitte ihren Hund anleinen. Dieses wurde von den Leuten völlig ignoriert und der fremde Hund trabte einfach weiter auf meinen hinzu. Luke bekam Panik und zog rückwärts. Ich habe versucht mich zwischen die beiden Hunde zu stellen um so dem fremden Hund den Zugang zu meinem zu versperren. Das nur mit mäßigem Erfolg. Jetzt meine Frage : Ist es unter den oben genannten Zustand erlaubt Pfefferspay / Tierabwehrspray einzusetzten und zu benutzen ? Leider hatte ich den Spray nicht dabei da ich nicht mit so einer Situation gerechnet habe.
 
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Martina
21. Jän. 07:09
Vielleicht solltest du mal besser mit deinem Hund arbeiten, so dass er die Angst vor anderen Hunden verliert oder zumindest verringert. Ohne Kontakte zu freundlichen, umgänglichen Hunden wird das jedoch kaum gelingen. Die Idee mit dem Pfefferspray ist ganz schlecht. Das wird zu 100% nach hinten losgehen. Also wenn du meinen Hund mit Pfefferspray behandeln würdest, nun ja….…………
Ich sehe das genauso... das schlechteste ist in der Situation verharren. Besser wäre mit professioneller Hilfe gegen die Angst (auch beim Herrchen) abzuarbeiten. Jeder Tag mit diesem Problem ist ein unglücklicher Tag für beide.
Daher viel Erfolg
 
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Li
21. Jän. 09:18
Das ist selbstverständlich ein Argument.🙄
🙈☝️
 
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꧁𒆜𝔍𝔢𝔰𝔰𝔦𝔠𝔞⚜️
21. Jän. 09:26
Ich kann deine Sorge sehr gut verstehen. Wenn der eigene Hund schon schlechte Erfahrungen gemacht hat und große Angst vor anderen Hunden hat, möchte man ihn natürlich bestmöglich schützen. Vor allem dann, wenn fremde Hunde nicht abrufbar sind und die Halter nicht reagieren.

Die Frage zum dem Spray/Gel ist das Tierabwehrspray (auch als Gel) in Deutschland mitgeführt werden darf wenn es ausdrücklich als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Es gilt dann rechtlich nicht als Waffe. Gedacht ist es zur Abwehr von Tieren, zum Beispiel bei einer akuten Gefahr durch einen nicht kontrollierbaren Hund.

Wichtig ist aber das das Spray oder Gel sollte wirklich nur im absoluten Notfall eingesetzt werden, also wenn ein Angriff unmittelbar bevorsteht und es keine andere Möglichkeit mehr gibt, die Situation zu entschärfen. Es verursacht starke Reizungen und Schmerzen, ist aber in der Regel nicht dauerhaft schädigend, wenn danach gespült wird.

Dass du andere Halter gebeten hast, ihre Hunde zurückzurufen, war völlig richtig. Leider klappt das Abrufen nicht immer und genau da entsteht oft ein echtes Sicherheitsproblem, besonders für ängstliche oder bereits traumatisierte Hunde.
Niemand möchte einem anderen Hund schaden, aber der Schutz des eigenen Hundes hat Vorrang, wenn verantwortungslose Situationen entstehen. Mehr Rücksicht, angeleinte Hunde bei fehlendem Rückruf und gegenseitiges Verständnis würden viele solcher Situationen verhindern.
 
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Sebbi
21. Jän. 09:57
🙈☝️
Was auch immer du von mir willst und warum auch immer du mich stalkst: Von meiner Seite besteht absolut kein Interesse an dir. Bitte unterlass diese seltsamen Annäherungsversuche.☝🏼
 
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Vic
21. Jän. 10:07
Ich finde Spray ist übertrieben. Der Hund ist nicht schuld dran.
 
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Li
21. Jän. 10:19
Was auch immer du von mir willst und warum auch immer du mich stalkst: Von meiner Seite besteht absolut kein Interesse an dir. Bitte unterlass diese seltsamen Annäherungsversuche.☝🏼
🤣🤣🤣
 
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Katja
21. Jän. 10:55
Ich kann deine Sorge sehr gut verstehen. Wenn der eigene Hund schon schlechte Erfahrungen gemacht hat und große Angst vor anderen Hunden hat, möchte man ihn natürlich bestmöglich schützen. Vor allem dann, wenn fremde Hunde nicht abrufbar sind und die Halter nicht reagieren. Die Frage zum dem Spray/Gel ist das Tierabwehrspray (auch als Gel) in Deutschland mitgeführt werden darf wenn es ausdrücklich als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Es gilt dann rechtlich nicht als Waffe. Gedacht ist es zur Abwehr von Tieren, zum Beispiel bei einer akuten Gefahr durch einen nicht kontrollierbaren Hund. Wichtig ist aber das das Spray oder Gel sollte wirklich nur im absoluten Notfall eingesetzt werden, also wenn ein Angriff unmittelbar bevorsteht und es keine andere Möglichkeit mehr gibt, die Situation zu entschärfen. Es verursacht starke Reizungen und Schmerzen, ist aber in der Regel nicht dauerhaft schädigend, wenn danach gespült wird. Dass du andere Halter gebeten hast, ihre Hunde zurückzurufen, war völlig richtig. Leider klappt das Abrufen nicht immer und genau da entsteht oft ein echtes Sicherheitsproblem, besonders für ängstliche oder bereits traumatisierte Hunde. Niemand möchte einem anderen Hund schaden, aber der Schutz des eigenen Hundes hat Vorrang, wenn verantwortungslose Situationen entstehen. Mehr Rücksicht, angeleinte Hunde bei fehlendem Rückruf und gegenseitiges Verständnis würden viele solcher Situationen verhindern.
Schlussendlich sollte gegenseitige Rücksichtnahme natürlich die Maxime sein, klar!

Die Welt ist aber nicht nett und man selber hat als Halter die Verantwortung, seinen eigenen Hund sicher durch die böse Welt zu führen.
Da wäre mir, ehrlich gestanden, wichtiger, richtig zu blocken zu lernen (Hund bleibt hinter einem, man macht dem anderen Hund vorne klar, dass es da nicht weitergeht), als dass man richtig zielen mit dem Tierabwehrspray übt…🥴
 
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꧁𒆜𝔍𝔢𝔰𝔰𝔦𝔠𝔞⚜️
21. Jän. 11:13
Schlussendlich sollte gegenseitige Rücksichtnahme natürlich die Maxime sein, klar! Die Welt ist aber nicht nett und man selber hat als Halter die Verantwortung, seinen eigenen Hund sicher durch die böse Welt zu führen. Da wäre mir, ehrlich gestanden, wichtiger, richtig zu blocken zu lernen (Hund bleibt hinter einem, man macht dem anderen Hund vorne klar, dass es da nicht weitergeht), als dass man richtig zielen mit dem Tierabwehrspray übt…🥴
Da gebe ich dir grundsätzlich recht. Blocken, Körpersprache und Management sind extrem wichtig und sollten immer die erste Wahl sein. Genau das gehört für mich auch zu verantwortungsvollem Hundehalten dazu. Gleichzeitig gibt es leider Situationen, in denen das trotz Training und Erfahrung nicht ausreicht. Zb bei größeren, sehr dynamischen Hunden oder wenn mehrere Hunde gleichzeitig auf einen zukommen und kein Rückruf funktioniert. Gerade bei ängstlichen oder bereits traumatisierten Hunden kann das sehr schnell kippen. Ein Tierabwehrspray oder Gel sehe ich deshalb nicht als Trainingsersatz oder erste Maßnahme, sondern als reine Notfallabsicherung, falls alle anderen Mittel versagen. Ziel ist ja nicht, anderen Hunden zu schaden, sondern im Ernstfall eine Eskalation und Verletzungen zu verhindern.

Im Idealfall braucht man es nie aber es kann ein zusätzliches Sicherheitsnetz sein, wenn die Situation außer Kontrolle gerät.
 
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Aga
21. Jän. 12:31
Vielleicht solltest du mal besser mit deinem Hund arbeiten, so dass er die Angst vor anderen Hunden verliert oder zumindest verringert. Ohne Kontakte zu freundlichen, umgänglichen Hunden wird das jedoch kaum gelingen. Die Idee mit dem Pfefferspray ist ganz schlecht. Das wird zu 100% nach hinten losgehen. Also wenn du meinen Hund mit Pfefferspray behandeln würdest, nun ja….…………
Da kann ich nur zustimmen, der jenige der Pfefferspray gegen meinen Hund verwendet kann sich auch auf was gefasst machen…! Ich finde auch man ist in der Verantwortung seinem eigenen Hund mehr Umweltsicherheit zu vermitteln
 
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Aga
21. Jän. 12:35
Ich kann deine Sorge sehr gut verstehen. Wenn der eigene Hund schon schlechte Erfahrungen gemacht hat und große Angst vor anderen Hunden hat, möchte man ihn natürlich bestmöglich schützen. Vor allem dann, wenn fremde Hunde nicht abrufbar sind und die Halter nicht reagieren. Die Frage zum dem Spray/Gel ist das Tierabwehrspray (auch als Gel) in Deutschland mitgeführt werden darf wenn es ausdrücklich als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Es gilt dann rechtlich nicht als Waffe. Gedacht ist es zur Abwehr von Tieren, zum Beispiel bei einer akuten Gefahr durch einen nicht kontrollierbaren Hund. Wichtig ist aber das das Spray oder Gel sollte wirklich nur im absoluten Notfall eingesetzt werden, also wenn ein Angriff unmittelbar bevorsteht und es keine andere Möglichkeit mehr gibt, die Situation zu entschärfen. Es verursacht starke Reizungen und Schmerzen, ist aber in der Regel nicht dauerhaft schädigend, wenn danach gespült wird. Dass du andere Halter gebeten hast, ihre Hunde zurückzurufen, war völlig richtig. Leider klappt das Abrufen nicht immer und genau da entsteht oft ein echtes Sicherheitsproblem, besonders für ängstliche oder bereits traumatisierte Hunde. Niemand möchte einem anderen Hund schaden, aber der Schutz des eigenen Hundes hat Vorrang, wenn verantwortungslose Situationen entstehen. Mehr Rücksicht, angeleinte Hunde bei fehlendem Rückruf und gegenseitiges Verständnis würden viele solcher Situationen verhindern.
Ein ankommender Hund an sich ist aber keine akute Gefahr und die meisten Hundehalter können auch nicht wirklich beurteilen wann es wirklich kurz bevor vor einem wirklichen Angriff steht…