Ich kann deine Sorge sehr gut verstehen. Wenn der eigene Hund schon schlechte Erfahrungen gemacht hat und große Angst vor anderen Hunden hat, möchte man ihn natürlich bestmöglich schützen. Vor allem dann, wenn fremde Hunde nicht abrufbar sind und die Halter nicht reagieren.
Die Frage zum dem Spray/Gel ist das Tierabwehrspray (auch als Gel) in Deutschland mitgeführt werden darf wenn es ausdrücklich als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Es gilt dann rechtlich nicht als Waffe. Gedacht ist es zur Abwehr von Tieren, zum Beispiel bei einer akuten Gefahr durch einen nicht kontrollierbaren Hund.
Wichtig ist aber das das Spray oder Gel sollte wirklich nur im absoluten Notfall eingesetzt werden, also wenn ein Angriff unmittelbar bevorsteht und es keine andere Möglichkeit mehr gibt, die Situation zu entschärfen. Es verursacht starke Reizungen und Schmerzen, ist aber in der Regel nicht dauerhaft schädigend, wenn danach gespült wird.
Dass du andere Halter gebeten hast, ihre Hunde zurückzurufen, war völlig richtig. Leider klappt das Abrufen nicht immer und genau da entsteht oft ein echtes Sicherheitsproblem, besonders für ängstliche oder bereits traumatisierte Hunde.
Niemand möchte einem anderen Hund schaden, aber der Schutz des eigenen Hundes hat Vorrang, wenn verantwortungslose Situationen entstehen. Mehr Rücksicht, angeleinte Hunde bei fehlendem Rückruf und gegenseitiges Verständnis würden viele solcher Situationen verhindern.
Schlussendlich sollte gegenseitige Rücksichtnahme natürlich die Maxime sein, klar!
Die Welt ist aber nicht nett und man selber hat als Halter die Verantwortung, seinen eigenen Hund sicher durch die böse Welt zu führen.
Da wäre mir, ehrlich gestanden, wichtiger, richtig zu blocken zu lernen (Hund bleibt hinter einem, man macht dem anderen Hund vorne klar, dass es da nicht weitergeht), als dass man richtig zielen mit dem Tierabwehrspray übt…🥴