Natürlich habe ich mir darüber Gedanken gemacht und es hat mitunter auch gesundheitliche Ursachen wieso er "plötzlich" so schreckhaft geworden ist. Unabhängig vom letzten Silvester. Fachlich gesehen wurde mir in der Akutsituation Ohrenschutz und Autobahn nahe gelegt. Chemische Medikamente kommen für mich nicht in Frage. Ich werde das Thema noch intensiver mit unsrer Trainerin besprechen, bin mir jedoch nicht sicher ob es gut ist einen erwachsenen Hund nach schlimmer Vergangenheit seinen tiefsten Ängsten wieder und wieder auszusetzen.
Man setzt ihn ja keinen Ängsten aus. Ich habe selber eine mehrfach traumatisierte Hündin und habe alle ihre Unsicherheiten und Traumata mit entsprechendem Training überlagern bzw. beheben können, so dass ihr Leben mit uns für sie völlig stressfrei ist. Daran zu arbeiten heißt ja nicht, mit Zwang oder Druck zu arbeiten. Desensibilisieren heißt, in kleinsten Schritten vorzugehen. Immer nur soweit, wie der Hund es stressfrei erträgt. Und das wird dann erstmal gefestigt, bevor der nächste Schritt kommt. Der Hund nimmt Silvester-/Geräuschtraining zunächst kaum war. Und der nächste Schritt folgt immer erst, wenn der vorherige Schritt beim Hund völlig reaktionslos und entspannt klappt.