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Dogorama
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Anzahl der Antworten 851
heute 12:02

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Mika
heute 09:48
Ich soll meinen trainierten Hund anleinen, weil andere einen Hund haben, der nicht folgsam ist? Und wenn mein Hund gar nichts von den anderen will? Kann ich nicht nach vollziehen. Und soll zusehen wenn der andere Hund einen schlechten Tag hat ect. ? Ich versteh jetzt was falsch oder?
Ich kenne das hier so, wenn der andere Hund auch nicht angeleint ist,leine ich meinen auch nicht an. Entweder die ignorieren sich,oder es gibt ein völlig normale Hundebegegnung,die natürlich auch mal ein bisschen Geprolle bedeuten kann. Ist eben Hundekommunikation. Ich habe in 30 Jahren Hundehaltung , nur sehr wenig kritische Situationen erlebt.
 
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Steffi
heute 10:33
Meine Hunde laufen bei Begegnungen immer direkt neben mir und auf der abgewandten Seite. Also genauso, als wäre eine Leine dran. Sie gehen auch normal weiter ohne großartig auf die Begegnung zu schauen. Muss dann auch angeleint werden? (Ich rede von Situationen und Orten, an denen keine Leinenpflicht herrscht). Wir sind auch schon gebeten worden, die Hunde anzuleinen, die im Platz hinter uns lagen. Die Personen hatten aber auch gesagt, dass sie grundsätzlich Angst vor Hunden hätten und selbstverständlich haben wir auf die Bitte hin, die am Boden liegenden Hunde angeleint. Ich habe in den letzten Jahren vielleicht 2x einen bösen Blick bekommen, den ich aber nicht zuordnen konnte, ob das jetzt mit den Hunden oder mit mir oder mit was auch immer zu tun hatte 🤷🏻‍♀️ Meine Hunde bleiben immer bei mir, wir belästigen oder bedrängen niemanden, laufen niemanden vor die Füße oder Räder und achten immer auf genügend Abstand. Ich bekommen meist Komplimente, wie gut die Hunde hören und habe daher eher positive Erfahrungen gemacht, als negative.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Hundebesitzer, die ihre Hunde bei Begegnungen zu sich holen, aber nicht anleinen, ihre Hunde gut einschätzen können. Für mich ist es dann etwas 'spannender', das macht aber nix. Von irgendwelchen Knallis, die ihre unberechenbaren Hunde per se ohne Leine laufen lassen, sprechen wir hier ja nicht.
In der letzten Zeit kam es zweimal zu Überraschungen. Einmal auf einem engen Weg ohne Ausweichmöglichkeit. Ich habe signalisiert, dass Lumi auf der Distanz laut wird. Die Frau hat ihren Hund unangeleint auf die abgewandte Seite zu sich genommen. Passieren ging, nach drei Metern ist ihr Hund dann ebenfalls motzend hinter uns her.
Die zweite Situation war an einer Straße. Lumi hat sich wegen einer Katze aufgeregt. Ein Hund ohne Leine ist von der anderen Straßenseite durch den Verkehr zu uns geflitzt und wollte mitmischen. Das hätte schief gehen können, der Halter war sehr erschrocken.
 
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Momo
heute 10:48
Ich kenne das hier so, wenn der andere Hund auch nicht angeleint ist,leine ich meinen auch nicht an. Entweder die ignorieren sich,oder es gibt ein völlig normale Hundebegegnung,die natürlich auch mal ein bisschen Geprolle bedeuten kann. Ist eben Hundekommunikation. Ich habe in 30 Jahren Hundehaltung , nur sehr wenig kritische Situationen erlebt.
Da will ich auch wohnen. Herrlich unkompliziert.
So kenne ich es auch noch und ich bin wirklich traurig wie stark es sich, zumindest bei uns, innerhalb der letzten Jahre verändert hat.
Aber ich verstehe auch die andere Seite; so viel mehr Hunde, so viele Konzepte, Rassen, Hintergründe.
Ich habe nur Angst das die Leinenpflicht das neue normal wird. Erst nur in der BuS und dann denken einige, wenn mit Leinenpflicht 3 oder 4 Monate ausgelastet werden kann warum nicht das ganze Jahr.
Ich habe auch einen großen Garten und einen weiteren Kurs in der Hundeschule gebucht, es geht nicht immer um fehlende Alternativen sondern auch darum wie wir uns als Mensch Hund Team verstehen. Ob mit Leine, oder ohne, Schleppleine, Agility, radfahrend, reitend etc.
Rücksicht auf Wildtiere und Menschen sollte normal sein.
Aber ich verstehe jetzt was Mika in einem ihrer Posts meinte: in einer Gegend wo die Hunde eher unangeleint geführt werden, weiß man auch als Mensch der dort wohnt, das von diesen keine Gefahr ausgeht, sonst wären sie an der Leine und die paar anderen Menschen die zufällig dort unterwegs sind, können ja was sagen. Ach, wie schön!
 
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Ivonne
heute 10:51
Meine Hunde laufen bei Begegnungen immer direkt neben mir und auf der abgewandten Seite. Also genauso, als wäre eine Leine dran. Sie gehen auch normal weiter ohne großartig auf die Begegnung zu schauen. Muss dann auch angeleint werden? (Ich rede von Situationen und Orten, an denen keine Leinenpflicht herrscht). Wir sind auch schon gebeten worden, die Hunde anzuleinen, die im Platz hinter uns lagen. Die Personen hatten aber auch gesagt, dass sie grundsätzlich Angst vor Hunden hätten und selbstverständlich haben wir auf die Bitte hin, die am Boden liegenden Hunde angeleint. Ich habe in den letzten Jahren vielleicht 2x einen bösen Blick bekommen, den ich aber nicht zuordnen konnte, ob das jetzt mit den Hunden oder mit mir oder mit was auch immer zu tun hatte 🤷🏻‍♀️ Meine Hunde bleiben immer bei mir, wir belästigen oder bedrängen niemanden, laufen niemanden vor die Füße oder Räder und achten immer auf genügend Abstand. Ich bekommen meist Komplimente, wie gut die Hunde hören und habe daher eher positive Erfahrungen gemacht, als negative.
Uns geht's genauso
 
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Ivonne
heute 10:54
Ich kenne das hier so, wenn der andere Hund auch nicht angeleint ist,leine ich meinen auch nicht an. Entweder die ignorieren sich,oder es gibt ein völlig normale Hundebegegnung,die natürlich auch mal ein bisschen Geprolle bedeuten kann. Ist eben Hundekommunikation. Ich habe in 30 Jahren Hundehaltung , nur sehr wenig kritische Situationen erlebt.
Ich würde meinen sowieso niemals anleinen, wenn mir ein unangeleinter entgegenkommt. Sollte die Begegnung doof sein, könnte sich meiner an der Leine nicht wehren.
Kommt mir ein angeleinter entgegen hole ich ihn zu mir, sollte das meinem Gegenüber nicht reichen, hat er einen Mund um mir das zu sagen.
Aber das kommt nur selten vor, denn sie sehen, das der Große hört und das ich die Kleine halte.
 
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Kirsten
heute 10:59
Meine Hunde laufen bei Begegnungen immer direkt neben mir und auf der abgewandten Seite. Also genauso, als wäre eine Leine dran. Sie gehen auch normal weiter ohne großartig auf die Begegnung zu schauen. Muss dann auch angeleint werden? (Ich rede von Situationen und Orten, an denen keine Leinenpflicht herrscht). Wir sind auch schon gebeten worden, die Hunde anzuleinen, die im Platz hinter uns lagen. Die Personen hatten aber auch gesagt, dass sie grundsätzlich Angst vor Hunden hätten und selbstverständlich haben wir auf die Bitte hin, die am Boden liegenden Hunde angeleint. Ich habe in den letzten Jahren vielleicht 2x einen bösen Blick bekommen, den ich aber nicht zuordnen konnte, ob das jetzt mit den Hunden oder mit mir oder mit was auch immer zu tun hatte 🤷🏻‍♀️ Meine Hunde bleiben immer bei mir, wir belästigen oder bedrängen niemanden, laufen niemanden vor die Füße oder Räder und achten immer auf genügend Abstand. Ich bekommen meist Komplimente, wie gut die Hunde hören und habe daher eher positive Erfahrungen gemacht, als negative.
Bei dir ist allerdings auch bereits auf Sicht erkenntlich, dass du dich kümmerst, dich verantwortlich fühlst und du wählst deine Maßnahmen passend zu deinen Hunden ohne falschen Ehrgeiz.
 
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Jessica
heute 10:59
In Bremen ist leider traurige Realität. Das ganze Jahr Leinenpflicht in Parks, in Naturschutzgebieten sowieso. An der Straße dürfen wir die Hunde frei laufen lassen. Das Ordnungsamt jagt uns das ganze Jahr. Zur Brut- und Setzzeit wird doppelt so viel in den Parks kontrolliert. Die Hundewiesen so lieblos, teilweise laufen die Hunde in Matsch-Wiesen und die höchste Hundesteuer, das hat mit artgerechter Haltung absolut nichts mehr zu tun. 😢
 
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Christian
heute 11:16
Wilma kann gut ohne Leine. Wo es erlaubt und sicher ist darf sie laufen. Fremde Hunde ohne Leine die uns bedrängen und auf einmal neben uns stehen stören mich sehr. Halte Leinenpflicht für sinnvoll.
 
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Ulrike
heute 11:47
Meine Hunde laufen bei Begegnungen immer direkt neben mir und auf der abgewandten Seite. Also genauso, als wäre eine Leine dran. Sie gehen auch normal weiter ohne großartig auf die Begegnung zu schauen. Muss dann auch angeleint werden? (Ich rede von Situationen und Orten, an denen keine Leinenpflicht herrscht). Wir sind auch schon gebeten worden, die Hunde anzuleinen, die im Platz hinter uns lagen. Die Personen hatten aber auch gesagt, dass sie grundsätzlich Angst vor Hunden hätten und selbstverständlich haben wir auf die Bitte hin, die am Boden liegenden Hunde angeleint. Ich habe in den letzten Jahren vielleicht 2x einen bösen Blick bekommen, den ich aber nicht zuordnen konnte, ob das jetzt mit den Hunden oder mit mir oder mit was auch immer zu tun hatte 🤷🏻‍♀️ Meine Hunde bleiben immer bei mir, wir belästigen oder bedrängen niemanden, laufen niemanden vor die Füße oder Räder und achten immer auf genügend Abstand. Ich bekommen meist Komplimente, wie gut die Hunde hören und habe daher eher positive Erfahrungen gemacht, als negative.
So ist es bei uns im Großen und Ganzen auch, aber trotzdem sind immer wieder irgendwelche Leute dazwischen, auch Hundehalter, die auch dort, wo keine Leinenpflicht besteht, darauf bestehen, dass ich den Hund alleine, der ruhig neben mir läuft und von ihm und seinem Hund nichts wissen will. Und manchmal werden solche Leute auch sehr schnell sehr unhöflich. Ich verstehe das auch nicht. Ich bin ja nicht umsonst mit meinem Hund zur Hundeschule gegangen und habe ihn trainiert.
 
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Ulrike
heute 11:51
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Hundebesitzer, die ihre Hunde bei Begegnungen zu sich holen, aber nicht anleinen, ihre Hunde gut einschätzen können. Für mich ist es dann etwas 'spannender', das macht aber nix. Von irgendwelchen Knallis, die ihre unberechenbaren Hunde per se ohne Leine laufen lassen, sprechen wir hier ja nicht. In der letzten Zeit kam es zweimal zu Überraschungen. Einmal auf einem engen Weg ohne Ausweichmöglichkeit. Ich habe signalisiert, dass Lumi auf der Distanz laut wird. Die Frau hat ihren Hund unangeleint auf die abgewandte Seite zu sich genommen. Passieren ging, nach drei Metern ist ihr Hund dann ebenfalls motzend hinter uns her. Die zweite Situation war an einer Straße. Lumi hat sich wegen einer Katze aufgeregt. Ein Hund ohne Leine ist von der anderen Straßenseite durch den Verkehr zu uns geflitzt und wollte mitmischen. Das hätte schief gehen können, der Halter war sehr erschrocken.
Enger Weg ohne Ausweichmöglichkeit ist immer schlecht. Diese Erfahrung habe ich allerdings auch einmal gemacht, da haben aber beide Hunde nur mal eben geknurrt und sich gegenseitig gesagt: Tue mir nichts. Beide Hunde waren unangeleint. Und ich bin mir sicher, wer einer oder beide an der Leine gewesen, dann hätten die sich gefetzt. Hunde ohne Leine sind immer souveräner.