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Dogorama
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heute 12:59

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Ulrike
heute 11:33
Es gibt immer ein Restrisiko. Diejenigen, die behaupten, ihr Hund gehorcht 100 % kann ich irgendwie nicht ernst nehmen. Selbst wenn sie einen Roboterhund hätten, bestünde das Risiko einer Fehlfunktion. Wichtig ist doch, das Risiko abzuschätzen und dem entgegenzuwirken. Wir gehen über Jahre täglich mit den Hunden, da sollte man doch den Haltern einräumen, dass sie ihre Hunde kennen. Auch wenn mein Hund an mir klebt, trägt sie einen GPS Tracker, einfach als Absicherung gegenüber dem Restrisiko. Genauso, wie sie eine Haftpflichtversicherung hat, die wir nie beanspruchen mussten und wohl auch nicht werden. Eine Leine ist dann sinnvoll, wenn das Restrisiko zu hoch ist und man nicht sicher sein kann, den Hund unter Kontrolle zu haben. Bei mir sind das zum Beispiel Hundebegegnungen, Menschenkontakt oder Dämmerung, Nacht.
Bei uns ist es mittlerweile auch so, dass Darius manchmal die Sicherheit der Leine für sich beansprucht. Das habe ich schon damals bei unserem Caspar beobachtet, als er älter wurde. Leine ist nicht immer negativ besetzt.
 
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wolf
heute 12:07
Bei uns ist es mittlerweile auch so, dass Darius manchmal die Sicherheit der Leine für sich beansprucht. Das habe ich schon damals bei unserem Caspar beobachtet, als er älter wurde. Leine ist nicht immer negativ besetzt.
Ich finde es auch immer wieder erstaunlich, wie die Hunde realisieren, was die Leine bedeutet. Es kann ihnen tatsächlich Sicherheit geben. Meine Hündin weiß, daß sie mich auch mit der Leine kontrollieren kann. Dann sehen Diskussionen über die Wahl der Wege plötzlich ganz anders aus. Es ist auch lustig zu sehen, wenn ich mit meiner Frau unterwegs bin und einer von uns den Hund hält. Die Person ist sicher und kontrolliert, also muss man dann neben der anderen Person bleiben.
Daher stimme ich zu, daß die Leine durchaus auch was Positives für den Hund darstellen kann, insbesondere bei unüberschaubaren und stressvollen Situationen. Es ist aber wichtig, daß die negativen Assoziationen nicht überwiegen.
 
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Mika
heute 12:27
Ich finde es auch immer wieder erstaunlich, wie die Hunde realisieren, was die Leine bedeutet. Es kann ihnen tatsächlich Sicherheit geben. Meine Hündin weiß, daß sie mich auch mit der Leine kontrollieren kann. Dann sehen Diskussionen über die Wahl der Wege plötzlich ganz anders aus. Es ist auch lustig zu sehen, wenn ich mit meiner Frau unterwegs bin und einer von uns den Hund hält. Die Person ist sicher und kontrolliert, also muss man dann neben der anderen Person bleiben. Daher stimme ich zu, daß die Leine durchaus auch was Positives für den Hund darstellen kann, insbesondere bei unüberschaubaren und stressvollen Situationen. Es ist aber wichtig, daß die negativen Assoziationen nicht überwiegen.
Dein Hund kontrolliert Dich? Verstehe ich das richtig?
 
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Ivonne
heute 12:31
Dein Hund kontrolliert Dich? Verstehe ich das richtig?
Niiiiicht alles auf die Goldwaage legen!!
 
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Henrik
heute 12:38
Ich verstehe das schon, dass es schöner ist wenn der Hund frei laufen kann. Aber es gibt Hunde, da ist es (noch) nicht möglich und dann sollte man da auch verantwortungsbewusst handeln.
Es geht hier nicht um (noch) unterzogene Hunde, sondern allgemein um die Nutzung einer Leine.
 
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Michi
heute 12:48
Es geht hier nicht um (noch) unterzogene Hunde, sondern allgemein um die Nutzung einer Leine.
Es geht um die Leinenpflicht während der Brut und Setzzeit...
 
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Lou
heute 12:59
Es geht hier nicht um (noch) unterzogene Hunde, sondern allgemein um die Nutzung einer Leine.
Ich wollte hier auch kein neues Thema anfangen, ich wollte nur sagen, dass es Situationen gibt, in denen eine Leine notwendig ist. Ausgangspunkt war ja die Aussage, dass dauerhafte Leinenführung gegen das Tierschutzgesetz verstoße, darauf habe ich reagiert, weil das so einfach nicht stimmt. Ulrikes Punkt, dass freies Laufen für viele Hunde gesünder und natürlicher ist, habe ich nicht bestritten, sehe ich genauso. Mein Punkt war nur, dass es eben auch Hunde gibt, bei denen Freilauf (noch) nicht möglich oder sicher ist und eine Leine dann verantwortungsvoll ist.
Und ursprünglich ging es hier ja eigentlich um Leinenpflicht in der Brut und Setzzeit, im Verlauf der Diskussion sind da sowieso wieder einige Themen zusammengekommen...