Es gibt immer ein Restrisiko. Diejenigen, die behaupten, ihr Hund gehorcht 100 % kann ich irgendwie nicht ernst nehmen. Selbst wenn sie einen Roboterhund hätten, bestünde das Risiko einer Fehlfunktion.
Wichtig ist doch, das Risiko abzuschätzen und dem entgegenzuwirken. Wir gehen über Jahre täglich mit den Hunden, da sollte man doch den Haltern einräumen, dass sie ihre Hunde kennen.
Auch wenn mein Hund an mir klebt, trägt sie einen GPS Tracker, einfach als Absicherung gegenüber dem Restrisiko. Genauso, wie sie eine Haftpflichtversicherung hat, die wir nie beanspruchen mussten und wohl auch nicht werden.
Eine Leine ist dann sinnvoll, wenn das Restrisiko zu hoch ist und man nicht sicher sein kann, den Hund unter Kontrolle zu haben. Bei mir sind das zum Beispiel Hundebegegnungen, Menschenkontakt oder Dämmerung, Nacht.
Bei uns ist es mittlerweile auch so, dass Darius manchmal die Sicherheit der Leine für sich beansprucht. Das habe ich schon damals bei unserem Caspar beobachtet, als er älter wurde. Leine ist nicht immer negativ besetzt.