Ich versuche, mal ein kleines Beispiel zu geben, warum der Hund nicht dauerhaft an der Leine laufen sollte. Das hat mit Tierschutzgesetz oder sowas gar nichts zu tun, einfach nur mal nachgedacht:
Mein wunderschöner Rüde Darius, Zeit seines Lebens, groß, muskulös und kraftvoll ,ist jetzt schon fast 13, die Muskeln lassen nach und er läuft entsprechend sehr sehr langsam. Ich muss ihn natürlich jetzt begleiten, so wie er mich früher auch begleitet hat. Ich muss also, auch wenn er ohne Leine ist, langsam neben ihm herlaufen und mich langsam bewegen und auch zwischendurch immer wieder stehen bleiben. Das tut meiner Kondition nicht gut und meinem Körpergerüst und meinem gesamten Wohlbefinden. Die strammen Spaziergänge jeden Tag 3-4 Stunden waren für mich gesundheitlich auch unterstützend, jetzt bin ich mehr bei der Physio als im Wald. Und so geht es einem gesunden Hund auch, wenn er nur langsam und immer im selben Schritttempo neben seinem Herrchen / Frauchen an der Leine läuft.
Ist das einleuchtend?
Ich habe mit der Tierärztin das Laufverhalten meiner Windhündin besprochen und wir kamen dabei zum Ergebnis, daß es für ihr Gangbild ungünstig ist, wenn sie an der Leine ist. Ich müsste locker joggen, um ihre normale Schrittgeschwindigkeit zu haben. Würde mir vlit gut tun, daß täglich zwei bis dreimal für einige Kilometer zu tun, aber kann ich nicht.
Mit der Leine werden Hunde zu einem Tempo gebracht, das unnatürlich für ihren Bewegungsapparat ist und zum Beispiel zu einem permanenten Abbremsen führt, was die Gelenke belasten kann. Auch solche Aspekte sollte man bedenken, wenn man den Hund oft an der Leine hat. Das Verhältnis muß stimmen, daß der Hund auch ausreichend Gelegenheit bekommt, sich natürlich mit der eigenen Geschwindigkeit zu bewegen.