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Dogorama
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heute 21:55

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Tina
heute 20:14
Man ist nie vor Überraschungen sicher! Meine Hunde haben nur einen sehr geringen Jagdtrieb und interessieren sich ausschließlich für Ratten und Mäuse- dachte ich bis heute. Normalerweise interessieren sie sich nicht für größere Tiere wie Hasen oder Rehe aber heute sprang direkt neben uns eine Gruppe von Rehen auf( nein nicht im Wald sondern in einem Kleingartengebiet und meine Hunde waren brav auf dem Weg und angeleint). Die Hunde waren mindestens genauso überrascht wie ich und wenn sie gekonnt hätten wären sie in diesem Moment tatsächlich hinterher gegangen. Vermutlich wären sie abrufbar geblieben aber in dieser Situation wäre ich nicht 100% sicher gewesen.
Oha. Wahnsinn wo die Tiere überall durch gehen, da wäre ich auch überrascht gewesen.

Und ja, mein Beitrag war auch nicht so gemeint, dass man durch einen Blick für die jagdliche Passion und Anti-Jagd-Training vor wirklich allen Möglichkeiten und Überraschungen für immer geschützt ist. Ich denke mir nur, es ist sinnvoll und kann definitiv nicht schaden, sich damit zu befassen.
 
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Steffi
heute 20:19
Rücksichtnahme immer und zu jeder Zeit. Aber Rücksichtnahme hat Grenzen, sonst geht's nämlich auch drunter und drüber. Eine Gesellschaft lebt übrigens von Regeln, die genau dafür aufgestellt wurden. Es gibt hier bei uns außerorts hier keine Vorschrift was eine Leine anbelangt. Auch nicht in der BuS. Mehr muss ich nicht wissen. Und wenn ich mich diese halte, dann sind psychische Schwierigkeiten anderer irgendwo auch einfach ihr eigenes Problem.
Rücksicht immer und jederzeit aber nur innerhalb Deiner Grenzen? Mit dieser Einstellung bist Du nicht alleine, das merkt man der sich wandelnden Gesellschaft an.
 
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Carola
heute 20:20
Oha. Wahnsinn wo die Tiere überall durch gehen, da wäre ich auch überrascht gewesen. Und ja, mein Beitrag war auch nicht so gemeint, dass man durch einen Blick für die jagdliche Passion und Anti-Jagd-Training vor wirklich allen Möglichkeiten und Überraschungen für immer geschützt ist. Ich denke mir nur, es ist sinnvoll und kann definitiv nicht schaden, sich damit zu befassen.
Ganz genau so! Es gibt eben keine 100%
 
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Ingo
heute 20:30
Leider gibt es eben auch Hundebesitzer denen andere Tiere egal sind. Die bestehenden Regeln reichen doch eigentlich, wenn sich alle verantwortungsvoll daran halten.... leben und leben lassen. Aber leider gibt es sie leider... diese anderen Hundebesitzer die im Winter mit laufendem Motor im Auto bleiben und die Heckklappe per Fernentriegelung öffnen und ihre drei Hunde im NSG jagen lassen. Unfassbar...aber leider gibt es sie. Solange dies so ist, werden wir hier auch über Leinenpflicht diskutieren. Leider. Aber Brut und Setzzeit ist besonders sensibel.
Dieses Tier hat sich doch im Zaun verfangen.
 
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Momo
heute 20:30
Rücksicht immer und jederzeit aber nur innerhalb Deiner Grenzen? Mit dieser Einstellung bist Du nicht alleine, das merkt man der sich wandelnden Gesellschaft an.
Innerhalb der Grenzen von geltenden Regeln und Gesetzen.
 
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Steffi
heute 20:40
Innerhalb der Grenzen von geltenden Regeln und Gesetzen.
Du meinst weil bei euch außerorts keine Leinenpflicht besteht? Rücksichtnahme hat meiner Meinung nach mit Freiwilligkeit zu tun. Weil es angebracht ist. Insbesondere Rücksichtnahme auf schwächere Glieder der Gesellschaft, wie z.B. Menschen mit Ängsten. Darfst du natürlich anders sehen.
 
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Sylvia
heute 21:30
Aber ihr redet und macht doch eigentlich alle dasselbe. Selbst die nicht anleinen wollen, nehmen ihre Hunde ins Fuß wenn sich jemand nähert. Keiner hier hat geschrieben, daß er/sie seinen Hund ungebremst auf andere zubrettern lässt. Und wenn in 100 m Entfernung jemand auftaucht, reicht es doch einen gut erzogenen Hund 30 m vorher bei sich zu halten. Ob an der Leine oder im Fuss ist doch ziemlich egal. Keiner hier beschreibt rücksichtsloses Verhalten. Und wegen der BuS Zeit scheinen sich hier zumindest alle an die Gesetze in ihren jeweiligen Bundesländern zu halten. Das reicht doch aus. Warum soll ich in NRW meinen Hund an die Leine nehmen wenn er abrufbar ist und auf dem Weg bleibt🤷‍♀️
 
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Ulrike
heute 21:47
Einstellungssache - das hat nichts mit gesunden Menschenverstand zu tun . Ich handle da anders . Der gegenüber weiß aber nicht das dein Hund tiefenentspannt ist ..... Das sieht man Hunden nicht an . Vorhin war ich mit einer Freundin im Wald unterwegs . Unsere Hunde liefen frei und von vorne kam uns zwei Jogger entgegen und eine ältere Spaziergängerin ,die war ca 50 m weg . Bei den beiden Joggern haben wir die Hunde rangerufen ,auf die abgewandte Seite und sie ins Sitz gebracht . Das gleiche bei der Fußgängerin , sie sagte nur zu uns : Das hätten sie nicht machen müssen, ich habe keine Angst. Wir haben nur erwidert, dass man es den Leuten nicht an sieht ob Anggst vorhanden ist oder nicht . Wir möchten nicht, daß unsere Hunde andere Leute belästigen...... Wir Leinen lieber einmal öfter an . So geht es auch ....
Ich lasse meinen Hund auch nicht auf irgendwelche Leute zu laufen, egal, ob sie Angst haben oder nicht. Was ich zum Ausdruck bringen wollte war eigentlich nur, dass es oftmals Menschen sind, die in sich aggressiv und feindlich sind und auch schon von weitem aggressiv schreien, dass man den Hund anleinen muss.!!! und dass dann jemand hier im Forum schreibt, dass man NICHT einmal DENKEN DARF , dass man auch nicht auf jeden Idioten Rücksicht nehmen möchte, das geht mir einfach zu weit.
 
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Thomas
heute 21:49
Nachdem ich alles etwas verfolgen konnte, werd ich jetzt doch nochmal was dazu sagen.

Als erstes vorweg, ich respektiere jede Aussage zu diesem Thema. Beim Verständnis jedoch, komme ich beim besten Willen, teils an meine Grenzen.

Kurz zu den Fakten. In Nürnberg wird die Leinenpflicht, wie folgt definiert: "reißfeste Leine mit höchstens 120cm Länge".

Nachdem ich mit Unkas (Hovawart Rüde, 72 cm Widerrist) eh schon im gesamten Stadtbereich, der Leinenpflicht unterstehe,

bin ich quasi auf den Wald angewiesen, um ihm die entsprechende Auslastung geben zu können. 

Zur Definition der Leinenpflicht. Ich bin mit den 120cm nicht ganz einverstanden. Aber ich bin ein absoluter Befürworter der "festen Leine"!

Die Schleppleine ist aus meiner Sicht ein Trainingstool, nichts anderes.

Flexi-Leinen sind meiner Meinung nach auch nicht wirklich hilfreich, weil sie das "Sprachrohr" zum Hund nicht gewährleisten. 

Um auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine "generelle Leinenpflicht" keinen Sinn macht.

Vielmehr sollte man die Hundehalter entsprechend sensibilisieren, sich der jeweiligen Situation anzupassen, anstatt sie mittels diverser Verbote in die Schranken zu weisen.

Jetzt mal ernsthaft: In welche Richtung wollen wir uns denn entwickeln? 

Und um das Thema "Angst vor Hunden" kurz aufzugreifen. Sollte man mir im Wald begegnen, reicht ein höfliches "würden Sie bitte Ihren Hund zurückrufen" aus.

Davon abgesehen finde ich es wirklich schade, dass es offensichtlich nur begrenzt möglich ist, sich in diesem Forum konstruktiv auszutauschen....
 
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Michi
heute 21:51
Ich lasse meinen Hund auch nicht auf irgendwelche Leute zu laufen, egal, ob sie Angst haben oder nicht. Was ich zum Ausdruck bringen wollte war eigentlich nur, dass es oftmals Menschen sind, die in sich aggressiv und feindlich sind und auch schon von weitem aggressiv schreien, dass man den Hund anleinen muss.!!! und dass dann jemand hier im Forum schreibt, dass man NICHT einmal DENKEN DARF , dass man auch nicht auf jeden Idioten Rücksicht nehmen möchte, das geht mir einfach zu weit.
Finde ich tatsächlich auch ein bisschen albern, worauf hier rumgeritten wird.
Kommt mir so vor, als suche man tatsächlich etwas, was man kritisieren kann.
Tatsächlich gibt es sicher nicht wenige Menschen, an denen man Kritik üben könnte.
Hier wäre mir jetzt aber Keiner aufgefallen.