Ich vermute, es ist wie bei vielen Themen: Da eine zu große Anzahl an Menschen ihrer Verantwortung nicht genug Sorge tragen (sprich: nur einen Hund ableinen, der auch in der größten Jagdversuchung abrufbar ist), müssen Regeln erlassen werden, die für alle gelten, damit man sie auch zuverlässig als Außenstehender kontrollieren kann 🤷🏼♀️ gegenseitige Rücksichtnahme hat an der Stelle versagt.
Das ist dann für alle anderen HH nervig, aber der Frust sollte mMn nicht gegen die erlassenden Institutionen gehen, sondern gegen die unverantwortlichen HH, die solche Vorgaben überhaupt erst notwendig gemacht haben. Es ist ja grundsätzlich ein gutes Ziel, das Wildleben zu schützen.
Weitere Beispiele sind Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum, Sonn- und Feiertagsfahrverbot für LKWs, verbot der Handynutzung am Steuer, Impfpflicht in Kitas... Es gab eine Zeit, in der diese Gesetze nicht existiert haben und den Leuten vertraut wurde, dass sie diese Freiheit nicht ausnutzen, um Schaden an anderen fahrlässig in Kauf zu nehmen. Leider klappt das einfach oft nicht zuverlässig. Und dann folgen meistens Gesetze und Regeln.
Also würde ich sagen, die Leinenpflicht ist zwar nervig, aber auch leider notwendig.
Unser Hund hat keinen Jagdtrieb und ist wunderbar abrufbar. Gleichzeitig ist es auch kein Weltuntergang für ein paar Monate die Schleppleine wieder zu tragen. 🤎