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Dogorama
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Anzahl der Antworten 618
heute 20:07

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Jens
heute 16:25
Hunde gehören im Wald immer an die Leine. Punkt.

Ich habe mich mit Atze auch schon nicht dran gehalten, das gebe ich zu. Da war er 15 und definitiv nicht mehr in der Lage auszubüchsen oder Wild zu schaden. Und trotzdem: Er hat was in die Nase bekommen und war plötzlich verschwunden. Solche Instinkte sitzen tief. Auslauf geht auch anderswo.
 
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Mika
heute 16:35
Hunde gehören im Wald immer an die Leine. Punkt. Ich habe mich mit Atze auch schon nicht dran gehalten, das gebe ich zu. Da war er 15 und definitiv nicht mehr in der Lage auszubüchsen oder Wild zu schaden. Und trotzdem: Er hat was in die Nase bekommen und war plötzlich verschwunden. Solche Instinkte sitzen tief. Auslauf geht auch anderswo.
Wenn der Hund zuverlässig im Appell steht ist eine Leine nicht nötig. Kann jeder selber entscheiden. Eigenverantwortung statt ständiger Verbote.
 
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Uli
heute 16:38
Ich gehe meistens zu Zeiten wenn nicht alle gehen. Da kann man auch tolle Momente erleben. …oder fast übersehen🤭
Was eine super Aufnahme 👍🏽🤗so toll 😄 👍🏽
 
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Sebbi
heute 17:34
Hunde gehören im Wald immer an die Leine. Punkt. Ich habe mich mit Atze auch schon nicht dran gehalten, das gebe ich zu. Da war er 15 und definitiv nicht mehr in der Lage auszubüchsen oder Wild zu schaden. Und trotzdem: Er hat was in die Nase bekommen und war plötzlich verschwunden. Solche Instinkte sitzen tief. Auslauf geht auch anderswo.
Nur im Wald?
Na dann bin ich ja beruhigt. Der Ort des Fotos ist knapp 3km vom Wald entfernt😉
Die Bäume im Hintergrund grenzen an eine Autobahn.☝🏼
 
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Sebbi
heute 17:37
Was eine super Aufnahme 👍🏽🤗so toll 😄 👍🏽
Das Nutria habe ich erst nach dem Foto bemerkt.
Ob Sebbi es bemerkt hat weiß ich nicht. Er war zumindest Tiefenenspannt. Ich hab ihn ins Platz geschickt. Die kleine Badeente geht zu gerne baden🤭
 
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Katrin
heute 18:01
Wenn der Hund zuverlässig im Appell steht ist eine Leine nicht nötig. Kann jeder selber entscheiden. Eigenverantwortung statt ständiger Verbote.
Und genau das ist das Problem. Ob andere damit fein sind können wir Halter einfach nicht wissen und nein, nicht immer reicht es Nichthundemenschen wenn der Hund nur Fuß geht denn ein Restrisiko das der doch mal anders wie gewünscht handelt bleibt immer.
 
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Jessica
heute 18:25
Ich vermute, es ist wie bei vielen Themen: Da eine zu große Anzahl an Menschen ihrer Verantwortung nicht genug Sorge tragen (sprich: nur einen Hund ableinen, der auch in der größten Jagdversuchung abrufbar ist), müssen Regeln erlassen werden, die für alle gelten, damit man sie auch zuverlässig als Außenstehender kontrollieren kann 🤷🏼‍♀️ gegenseitige Rücksichtnahme hat an der Stelle versagt.

Das ist dann für alle anderen HH nervig, aber der Frust sollte mMn nicht gegen die erlassenden Institutionen gehen, sondern gegen die unverantwortlichen HH, die solche Vorgaben überhaupt erst notwendig gemacht haben. Es ist ja grundsätzlich ein gutes Ziel, das Wildleben zu schützen.

Weitere Beispiele sind Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum, Sonn- und Feiertagsfahrverbot für LKWs, verbot der Handynutzung am Steuer, Impfpflicht in Kitas... Es gab eine Zeit, in der diese Gesetze nicht existiert haben und den Leuten vertraut wurde, dass sie diese Freiheit nicht ausnutzen, um Schaden an anderen fahrlässig in Kauf zu nehmen. Leider klappt das einfach oft nicht zuverlässig. Und dann folgen meistens Gesetze und Regeln.

Also würde ich sagen, die Leinenpflicht ist zwar nervig, aber auch leider notwendig.

Unser Hund hat keinen Jagdtrieb und ist wunderbar abrufbar. Gleichzeitig ist es auch kein Weltuntergang für ein paar Monate die Schleppleine wieder zu tragen. 🤎
 
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Ulrike
heute 18:29
Wenn der Hund zuverlässig im Appell steht ist eine Leine nicht nötig. Kann jeder selber entscheiden. Eigenverantwortung statt ständiger Verbote.
Mika, das ist nicht speziell auf dich gemünzt. Ich bin nur gerade da hängen geblieben und fand deine Antwort eigentlich ganz anständig. Ich habe nicht alle -ich weiß nicht, wie viele 700 Antwort gelesen. Ich guck immer wieder mal zwischendurch rein. Aber langsam habe ich das Gefühl, dass selbst die Hundehalter ihre eigenen Hunde für Bestien halten. Meiner läuft einfach neben mir her. Tiefenentspannt. Schon immer. Natürlich hat man Verantwortung für sein Tier. Und man muss immer ein Auge drauf haben. Aber das sind doch keine Raubtiere. Der Hund ist doch domestiziert und kein Wolf mehr (der sich übrigens eher vorm Menschen versteckt, als dass er ihm Schaden zufügt). woher kommt dieses – ich muss meinen Hund zur Seite nehmen. Ich muss ihn an die Leine nehmen. Ich muss ihn wegnehmen von den Menschen… Bei uns ist der Hund immer mittendrin und wir nehmen ihn überall mit hin. Gut, das hat jetzt nichts mit BuS Zeit zu tun. Aber generell frage ich mich: was ist denn mit euch los?
 
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𝕿𝖍𝖊 𝕻𝖆𝖈𝖐
heute 18:36
Mika, das ist nicht speziell auf dich gemünzt. Ich bin nur gerade da hängen geblieben und fand deine Antwort eigentlich ganz anständig. Ich habe nicht alle -ich weiß nicht, wie viele 700 Antwort gelesen. Ich guck immer wieder mal zwischendurch rein. Aber langsam habe ich das Gefühl, dass selbst die Hundehalter ihre eigenen Hunde für Bestien halten. Meiner läuft einfach neben mir her. Tiefenentspannt. Schon immer. Natürlich hat man Verantwortung für sein Tier. Und man muss immer ein Auge drauf haben. Aber das sind doch keine Raubtiere. Der Hund ist doch domestiziert und kein Wolf mehr (der sich übrigens eher vorm Menschen versteckt, als dass er ihm Schaden zufügt). woher kommt dieses – ich muss meinen Hund zur Seite nehmen. Ich muss ihn an die Leine nehmen. Ich muss ihn wegnehmen von den Menschen… Bei uns ist der Hund immer mittendrin und wir nehmen ihn überall mit hin. Gut, das hat jetzt nichts mit BuS Zeit zu tun. Aber generell frage ich mich: was ist denn mit euch los?
Bin da bei dir 😂 alle sind so empfindlich geworden in vielen Themen.
 
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Mika
heute 18:40
Und genau das ist das Problem. Ob andere damit fein sind können wir Halter einfach nicht wissen und nein, nicht immer reicht es Nichthundemenschen wenn der Hund nur Fuß geht denn ein Restrisiko das der doch mal anders wie gewünscht handelt bleibt immer.
Das ist das Leben. Es gibt nun mal Risiken.