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Dogorama
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zuletzt 9. März

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Ulrike
9. März 08:51
Und das ist das Problem hier..jeder schließt von sich auf andere.
Und deswegen reden wir ja auch darüber. Sowas nennt man Meinungs-beziehungsweise Erfahrungsaustausch.
 
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Fin
9. März 09:14
Eigentlich sollte jeder seinen Hund kennen, wenn Unsicherheit besteht an die Leine und passiert kann immer was auch beim bestens ausgebildeten Hund, sind nun mal keine Programmierbaren Roboter. Ich muss zugeben, ich halte mich nicht immer dran. Sie läuft aber im Umkreis von 2-3m um mich und ich achte drauf, dass sie nicht die Wege verlässt. Meistens kommt aber irgendwann der Punkt wo ich sie einfach doch anleine weil einfach zuviel los ist. Wenn jemand mit Leinenpflicht kommt nehme ich sie ran, entschuldige mich und gut ist, kommt aber auch auf den Ton des gegenübers an.
 
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Michi
9. März 09:46
Ganz ehrlich gesagt: mein Hund ist jetzt fast 13 Jahre alt. Natürlich ist er auch als Welpe frei gelaufen, denn wie sollte er es denn sonst lernen, wie es geht. Und natürlich ist er auch als Welpe an der Leine gelaufen, das musste ich wirklich mit ihm trainieren. Ich habe heute noch Schulterschmerzen davon…😉 aber letztendlich hatten wir mit beidem Erfolg. Und der Hund ist mir in 13 Jahren nicht ein einziges Mal weggerannt oder ohne Kommando über die Straße gegangen oder Ähnliches. Das Wichtigste ist Vertrauen. Das klingt für mich immer so, als wenn jemand sagen würde: warum soll ich heiraten, wenn man sich sowieso wieder scheiden lässt?
Mein damaliger Cocker Spaniel hat auch 1a gefolgt und auf einmal mit 9 mtn. ist sie los gerannt und wäre fast von einem großen LKW überfahren worden (ohne ersichtlichen Grund)und ich habe sehr lange Hundeerfahrung. Das war mir eine Lehre, es kann immer wieder passieren.
 
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Nathalie
9. März 10:05
Mein damaliger Cocker Spaniel hat auch 1a gefolgt und auf einmal mit 9 mtn. ist sie los gerannt und wäre fast von einem großen LKW überfahren worden (ohne ersichtlichen Grund)und ich habe sehr lange Hundeerfahrung. Das war mir eine Lehre, es kann immer wieder passieren.
Die Gefahr besteht immer ..... Kein Hund hört zu 100 % ,auch meine nicht. Wir alle haben keine Maschinen.
Es muss nur ein Trigger da sein und der Hund rennt los,dann sind sie im Tunnel und hören dann nicht mehr .....
 
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Ivonne
9. März 10:19
Und deswegen reden wir ja auch darüber. Sowas nennt man Meinungs-beziehungsweise Erfahrungsaustausch.
Erfahrungsaustausch bedeutet, das man über die eigene Situation redet, aber die anderen auch akzeptiert 🙂🙃
 
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Nicole
9. März 10:21
In der Brut und Setzzeit können Nester auch direkt nur 1 Meter neben dem Weg sein oder das Rehkitz 2 Meter vom Weg entfernt im hohen Gras. Da nutzt eine 5 oder 10 Meter Schleppleine garnichts. Und der frei laufende Hund, der super hört, aber auch mal direkt neben dem Weg schnüffelt, kann auch aus Versehen drüber stolpern. Der Kontakt oder der Geruch reicht dann schon um Schaden anzurichten. Außerhalb dieser Zeit lasse ich aber auch gerne frei laufen.
 
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Ivonne
9. März 10:26
Die Gefahr besteht immer ..... Kein Hund hört zu 100 % ,auch meine nicht. Wir alle haben keine Maschinen. Es muss nur ein Trigger da sein und der Hund rennt los,dann sind sie im Tunnel und hören dann nicht mehr .....
Ja das stimmt. Es sind keine Maschinen und auch Louis hat TriggerSituation, aber nicht in Bezug auf BuS. Er hat Situation, da springt er zur Seite (nur zur Seite, nicht über den Graben). Aus Angst, zb vor LKWs, aber daran hindert ihn auch die Leine nicht zumal LKWs nur selten im Wald oder auf Feldwegen etc zu finden sind.
 
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Momo
9. März 10:53
Wir haben hier in der Nähe einen Stadtpark, ein großes Waldstück. Dort ist Leinenpflicht, stehen überall Schilder. Ich habe eine Freundin, die dort wohnt und jeden Tag geht. Mittlerweile ist das OA täglich in zivil unterwegs und jeder Halter mit Schleppleine bekommt eine Verwarnung, beim 2.x muss er genauso zahlen , als ob der Hund freilaufen würde. Da hat die Stadt ne sehr gute Einnahmequelle. 😄 Leinenpflicht ist 2m !
Oha 😧😧
Da würde ich tatsächlich nicht mehr spazieren gehen. Ich weiß, es ist Whataboutism, aber ganz ehrlich - es laufen im gleichen Augenblick wahrscheinlich 100 unerzogene Kinder dort herum, ganz ohne Leine. Da ist es auf einmal freie Entfaltung, wenn die im Unterholz rummarschieren. Ganz zu schweigen von Leuten die ihren Müll überall hinschmeißen. Oder sogar Schlimmeres. Gefährliche E-Biker.
Alles Geschichten, die ein zivilisiertes Zusammenleben mehr beeinträchtigen, als Hund (an einer Schleppleine(!)).
Vielleicht sollten wir mal darüber nachdenken,was in unseren Städten und Gemeinden tatsächlich verkehrt läuft. Da bin ich wirklich froh, im Niemandsland zu wohnen.
 
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Katrin
9. März 10:58
Eigene Erfahrung bezüglich lange Leine und Hund mehrere Meter entfernt. Wir sind mal an einem Feld vorbei. Das Reh (vorher nicht zu sehen) sprang auf und flitze keine 2m von mir und Suki entfernt über den Weg. Wäre da eine Leine gewesen hätte das böse ausgehen können. Auch wenn wir viel mit Schlepp oder Flexi unterwegs sind, im Wald und an höher bewachsenen Feldern ist Suki immer direkt neben mir. Einfach aus Sicherheitsgründen.
 
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Meike
9. März 11:02
Und deswegen reden wir ja auch darüber. Sowas nennt man Meinungs-beziehungsweise Erfahrungsaustausch.
Im Endeffekt kann man nicht alles über einen Kamm scheren. Die Umgebung spielt eine Rolle (Im Stadtgebiet lassen sich nicht so viele Feldlerchen nieder wie auf dem Land), die Hunderasse (ein Terrier ist einfach jagdlich orientierter als ein Labrador), das Alter des Hundes spielt eine große Rolle (ein Pubertierchen hat einfach Knete im Kopf) und dann wohl noch die Region (bei uns in Nordvorpommern hat die Brut-und Setzzeit aufgrund der Temperaturen noch gar nicht begonnen)