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Dogorama
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heute 18:05

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Reinhard
8. März 17:11
Leinenpflicht in der Brut-und Setzzeit, bedeutet aber nicht Schleppleine. Damit kann der Hund ins Unterholz,je nach Länge der Leine.
Ich hab grundsätzlich keine Leine...! Und jetzt ?
Wie wollt ihr mich abhalten.... gar nicht, denn Gesetze interessieren mich nicht... Mein Hund hört und ist gut trainiert.
 
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Gunda
8. März 17:13
Ich finde es sinnvoll, arbeite bei der Tierrettung und weiß wie Wildtiere, ängstliche Menschen oder die Hunde selber reagieren können. Da wir genug große Hundewiesen haben finde ich es in Ordnung wenn sie draußen angeleint oder mit langer Schleppleine unterwegs sind🐾
Die gibt es aber nicht pberall
 
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Mika
8. März 17:18
Ich hab grundsätzlich keine Leine...! Und jetzt ? Wie wollt ihr mich abhalten.... gar nicht, denn Gesetze interessieren mich nicht... Mein Hund hört und ist gut trainiert.
Sehe ich genauso. Mein Hund ist wegtreu und an Wild nicht interessiert. Er läuft auch frei, außer an stark befahrenen Straßen. Ich bin für Eigenverantwortung der Hundeführer. Wenn ein Hund nicht erzogen ist,oder jagt,muss er an die Leine.
 
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Sebbi
8. März 17:20
Rainer, sollte deine Frage nicht nur rhetorischer Natur sein, fällt Maries Reaktion womöglich so aus, weil du sie in deinem vorherigen Kommentar herabwertest und dich ihr gegenüber moralisch positionierst 🙃 Das ist tatsächlich nicht mehr rein sachlich.
Man kann über die Anleinpflicht diskutieren, aber zu behaupten, die Leine sei für den Hund kein massiver Einschnitt, ist fachlich einfach nicht korrekt.

Das hat nichts mit Moral zu tun, sondern mit Biologie.
Nur weil eine Maßnahme rechtlich notwendig ist, ändern sich dadurch nicht die natürlichen Bedürfnisse eines Lebewesens.

Wenn Maria meine sachlichen Argumente als „Klugscheißerei“ abtut und persönlich wird, zeigt das nur, dass sie die Ebenen vermischt.

Falls sie ein persönliches Problem mit mir hat, muss sie ihre Antisympathie nicht in einer sachlichen Diskussion ausleben.
 
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Mika
8. März 17:23
Meiner Meinung nach ist die Leinenpflicht sinnvoll und unsere Dackeldame kommt nur mit Leine mit - das hat nichts mit schlechter Erziehung zu tun, sondern mit dem Respekt vor der Verpflichtung und Verantwortung, die ich gegenüber der Natur und den Mitbürgern habe. Es gibt auch Menschen, die Angst vor Hunden haben und das muss ich als Halter respektieren und durch die Leine signalisieren, dass keine Gefahr besteht, besonders im urbanen Raum. Darüber hinaus behaupte ich mal, dass JEDER Hund zu einer unvorhersehbaren Reaktion fähig ist. Kein Hundebesitzer hat ALLE eventuellen Situationen mit seinem Hund erlebt und kann deswegen nicht gesichert behaupten, dass sein Hund in JEDER Situation abrufbar ist. Auf den diversen (eingezäunten) Freilaufflächen, die wir in und um Hamburg haben darf sie ganz frei herumtollen und Gas geben. Ansonsten strikt neben dem Frauchen/Herrchen und recht kurz gehalten.
Schrecklich, diese eingezäunten Hundewiesen. Nie im Leben, würde ich mit meinem Hund dort hineingehen. Was ich dort schon an Mobbing unter den Hunden gesehen habe. Und die Besitzer merken es nicht einmal. Ich wohne auch in Hamburg und habe die Leinenbefreiung. Da können wir an vielen Orten frei laufen. Natürlich mit Rücksicht auf die Umwelt.
 
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Katrin
8. März 17:26
Ja, aber nur außerhalb der Wege oder in Naturschutzzonen.
NRW scheint sich da nicht ganz einig zu sein was gewünscht wird und was das Gesetz sagt😅

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:
Der Wald ist ein Ort der Erholung für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 50.000 Kilometer ausgewiesene Wanderwege im Land bieten viele Möglichkeiten, die Natur zu erleben und zu genießen. Der Wald ist außerdem Heimat vieler Tiere, die geschützt werden müssen. Der Schutz gilt ganz besonders in der sogenannten Brut- und Setzzeit vom 1. März bis 31. Juli. In dieser Zeit ist der Wald die Kinderstube der Wildtiere: Überall in den Dickungen ziehen die Tiere des Waldes ihren Nachwuchs groß und brauchen Ruhe. Aber nicht nur im Wald, sondern auch auf Feldern und Wiesen, beginnt die Brut- und Aufzuchtzeit. Deshalb sollten Hunde beim Spaziergang im Wald oder entlang von Feldern immer an der Leine und nur auf befestigten Wegen bleiben, um Jungtiere oder auch Gelege und Bodenbrüter zu schützen.


https://www.mlv.nrw.de/brut-und-setzzeit-wildtier-gefunden-nicht-vorschnell-handeln/
 
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Lou
8. März 17:27
Wir haben Luna ganzjährig an der Leine, in der Brut & Setzzeit an der 2m Leine und außerhalb der Brut & Setzzeit nutzen wir u.a. auch die Schleppleine. Liegt nicht daran, dass wir sie nicht frei laufen lassen wollen. Bei ihr hat sich einfach gezeigt, dass sie schnell Panikattacken bekommt bei bestimmten Geräuschen. Sie haut dann ab würde sich ins letzte Eckchen verstecken, deshalb außerhalb dieser Zeit dann auch mit Schleppleine. Finds doof, dass das oft so vorverurteilt wird.

Wenn jemand komplett davon überzeugt ist, dass sein Hund auf dem Weg bleibt und dieser auch sonst gut hört, habe ich persönlich eigentlich nichts dagegen wenn diese Person ohne Leine Gassi geht.

Unabhängig davon, verstehe ich aber auch voll, dass Leute, die Angst vor Hunden haben, sich wünschen dass Hunde die ihnen begegnen, angeleint sind. Dazu habe ich letztes Jahr auch mal einen Beitrag gesehen.
Falls es jemanden interessiert: https://youtu.be/m3H5OeJb1kw?is=EqK1vYghurBYjMcl

Ich finde da sollte man auch Rücksicht drauf nehmen. Man lebt ja nicht allein auf dieser Erde.
 
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Michi
8. März 17:30
NRW scheint sich da nicht ganz einig zu sein was gewünscht wird und was das Gesetz sagt😅 Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit: Der Wald ist ein Ort der Erholung für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 50.000 Kilometer ausgewiesene Wanderwege im Land bieten viele Möglichkeiten, die Natur zu erleben und zu genießen. Der Wald ist außerdem Heimat vieler Tiere, die geschützt werden müssen. Der Schutz gilt ganz besonders in der sogenannten Brut- und Setzzeit vom 1. März bis 31. Juli. In dieser Zeit ist der Wald die Kinderstube der Wildtiere: Überall in den Dickungen ziehen die Tiere des Waldes ihren Nachwuchs groß und brauchen Ruhe. Aber nicht nur im Wald, sondern auch auf Feldern und Wiesen, beginnt die Brut- und Aufzuchtzeit. Deshalb sollten Hunde beim Spaziergang im Wald oder entlang von Feldern immer an der Leine und nur auf befestigten Wegen bleiben, um Jungtiere oder auch Gelege und Bodenbrüter zu schützen. https://www.mlv.nrw.de/brut-und-setzzeit-wildtier-gefunden-nicht-vorschnell-handeln/
Sollten und erwünscht ist ein Gebot , aber kein Verbot.
Ein Verbot auf Wegen gibt es nicht.
 
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Mika
8. März 17:30
Wir haben Luna ganzjährig an der Leine, in der Brut & Setzzeit an der 2m Leine und außerhalb der Brut & Setzzeit nutzen wir u.a. auch die Schleppleine. Liegt nicht daran, dass wir sie nicht frei laufen lassen wollen. Bei ihr hat sich einfach gezeigt, dass sie schnell Panikattacken bekommt bei bestimmten Geräuschen. Sie haut dann ab würde sich ins letzte Eckchen verstecken, deshalb außerhalb dieser Zeit dann auch mit Schleppleine. Finds doof, dass das oft so vorverurteilt wird. Wenn jemand komplett davon überzeugt ist, dass sein Hund auf dem Weg bleibt und dieser auch sonst gut hört, habe ich persönlich eigentlich nichts dagegen wenn diese Person ohne Leine Gassi geht. Unabhängig davon, verstehe ich aber auch voll, dass Leute, die Angst vor Hunden haben, sich wünschen dass Hunde die ihnen begegnen, angeleint sind. Dazu habe ich letztes Jahr auch mal einen Beitrag gesehen. Falls es jemanden interessiert: https://youtu.be/m3H5OeJb1kw?is=EqK1vYghurBYjMcl Ich finde da sollte man auch Rücksicht drauf nehmen. Man lebt ja nicht allein auf dieser Erde.
Wenn jemand kommuniziert, dass er Angst vor Hunden hat,wird mein Hund ins Fuß oder an die Leine genommen. Anderseits kann man leider nicht immer auf alle Befindlichkeiten der Menschheit Rücksicht nehmen.
 
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Katrin
8. März 17:31
Sollten und erwünscht ist ein Gebot , aber kein Verbot. Ein Verbot auf Wegen gibt es nicht.
Was ich mich halt Frage warum man das gewünschte nicht in eine fixe Vorschrift umsetzt?