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Dogorama
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heute 19:50

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Mika
8. März 16:52
Leinenpflicht muss sein, auch bei sehr gut abrufbaren Hunden. Man kann sich nie wirklich sicher sein, außer in eingezäuntem Terrain. Unsere Hunde können durch irgendwelche Reize/Gesten/Situationen getriggert werden und dann völlig unerwartet reagieren, obwohl wir damit nie gerechnet hätten. Ich kenne da einfach zuviele Beispiele. Den Freilauf an der Schleppleine muss sich meine kleine 3,5 kg -Rakete (Chihuahua-Pudel mix) leider immer erst verdienen. Wir haben ihr in der Erziehung zuviel durchgehen lassen und sie muss das jetzt mit uns ausbaden. Momentan klappt es leider nicht so gut: Läufigkeit und zuviele neue Gerüche, jetzt wo es wärmer geworden ist. Vielleicht auch nicht oft genug abverlangt in der letzten Zeit. 🤷 Schleppleine gibt's in allen möglichen Größen und jede Hundehalter*in sollte verantwortungsvoll damit umgehen (lernen?). Viele Grüße Silke
Jeder Hund ist anderswo. Mein Hund ist wegtreu und an Wild nicht interessiert.
 
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Michi
8. März 16:53
https://streunerherzen.com/informationen-hunde/leinenpflicht-in-der-brut-und-setzzeit/
Streunerherzen kann das gerne schreiben.
Fakt ist , dass in NRW eine Leinenpflicht außerhalb ! der Wege besteht. Nicht auf den Wegen.
Überall im Wald, außer in ausgewiesenen Gebieten und Naturschutzzonen.
 
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Michi
8. März 16:57
Das stimmt nicht, auch in NRW gibt es eine Leinenpflicht während der Brut - und Setzzeit, steht im Landeshundegesetz.
Ja, aber nur außerhalb der Wege oder in Naturschutzzonen.
 
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Friederike
8. März 16:59
Was hat das mit Erziehung zu tun? Wie willst du Jagdhunden den Instinkt austreiben?
Ja…und dann sind da noch die Jäger mit ihren Jagdhunden die frei laufen und überall mit ihrer scharfsinnigen Nase , und der Wiese…im Acher und im Wald rumlaufen, und sobald sie eine Fährte haben nicht mehr gehorchen und das Kitz jagen, und totbeißen…..schon öfters erlebt und dann zu hören bekommen, ja das ist ein Jagdhund…der darf das.So ein Schwachsinn😡😡😡
 
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Ivonne
8. März 17:01
Herzlichen Glückwunsch, dass hier viele so toll erzogene Hunde haben. Ich gehe mit Raya seit Anfang an in die Hundeschule, trotzdem bin ich mir nicht sicher, dass der Rückruf zu 100% funktioniert. Liegt wohl an meiner Inkompetenz 😁. Bislang dachte ich eigentlich, dass ich das sehr gut mache. Aber an alle tollen Hundeführer hier - habt Ihr einen Windhund? Die sind nicht mit Kadavergehorsam gestraft und wenn sie durchstarten auch sehr schnell. Da bin ich dann doch lieber vorsichtig und nehme die Leine. Zum Toben geht es dann halt in Freilaufgebiete. Mir ist auch der Schutz der Wildtiere sehr wichtig. Die angeblich so toll hörenden Hunde sehe ich dann auch - sie ignorieren ihre rufenden Besitzer weitestgehend. Und dann kommt das Totschlagargument „das hat er ja noch nie gemacht“
Jeder weiß über seinen Hund am besten Bescheid. Ich glaube was hier so angeprangert wird ist, das immer nur vom eigenen Hund auf andere geschlossen wird. Wenn mein Hund das nicht kann, können es andere auch nicht. Es ist nicht fehlende Kompetenz, es ist fehlende Vorstellungskraft ☺️
 
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Claudia
8. März 17:02
Gab es diesen Therad nicht schon letztes Jahr um diese Zeit? Da wurde doch schon deutlich, dass diese Diskussion hier nur zu Streit führt. 😅
Und bringen tut sie nix, jeder macht das, was er für richtig hält. Meine Hunde bleiben unangeleint im Wald auf den Wegen und nix bringt mich davon ab. Sie wildern nicht, befolgen meinen Rückruf, machen aus der Ferne "Platz" und "Warte" und da gibt es für mich nix zu diskutieren.
 
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Jürgen
8. März 17:03
Meiner Meinung nach ist die Leinenpflicht sinnvoll und unsere Dackeldame kommt nur mit Leine mit - das hat nichts mit schlechter Erziehung zu tun, sondern mit dem Respekt vor der Verpflichtung und Verantwortung, die ich gegenüber der Natur und den Mitbürgern habe.


Es gibt auch Menschen, die Angst vor Hunden haben und das muss ich als Halter respektieren und durch die Leine signalisieren, dass keine Gefahr besteht, besonders im urbanen Raum.

Darüber hinaus behaupte ich mal, dass JEDER Hund zu einer unvorhersehbaren Reaktion fähig ist. Kein Hundebesitzer hat ALLE eventuellen Situationen mit seinem Hund erlebt und kann deswegen nicht gesichert behaupten, dass sein Hund in JEDER Situation abrufbar ist.

Auf den diversen (eingezäunten) Freilaufflächen, die wir in und um Hamburg haben darf sie ganz frei herumtollen und Gas geben. Ansonsten strikt neben dem Frauchen/Herrchen und recht kurz gehalten.
 
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Katrin
8. März 17:05
Das müsste noch konkretisiert werden. In Hamburg kann man sich durch eine Prüfung von der Leinenpflicht befreien lassen. In Niedersachsen gilt es während der Brut- und Setzzeit, nur in der freien Landschaft. Ist genau definiert.,wo das ist.
Das Problem ist das es überall nochmal Sonderregelungen gibt. Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Am Wohnort kann man ja bei der Gemeinde nachfragen, blöd ist es halt wenn man dann doch mal woanders unterwegs ist.
 
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Mika
8. März 17:07
Leinenpflicht muss sein, auch bei sehr gut abrufbaren Hunden. Man kann sich nie wirklich sicher sein, außer in eingezäuntem Terrain. Unsere Hunde können durch irgendwelche Reize/Gesten/Situationen getriggert werden und dann völlig unerwartet reagieren, obwohl wir damit nie gerechnet hätten. Ich kenne da einfach zuviele Beispiele. Den Freilauf an der Schleppleine muss sich meine kleine 3,5 kg -Rakete (Chihuahua-Pudel mix) leider immer erst verdienen. Wir haben ihr in der Erziehung zuviel durchgehen lassen und sie muss das jetzt mit uns ausbaden. Momentan klappt es leider nicht so gut: Läufigkeit und zuviele neue Gerüche, jetzt wo es wärmer geworden ist. Vielleicht auch nicht oft genug abverlangt in der letzten Zeit. 🤷 Schleppleine gibt's in allen möglichen Größen und jede Hundehalter*in sollte verantwortungsvoll damit umgehen (lernen?). Viele Grüße Silke
Leinenpflicht in der Brut-und Setzzeit, bedeutet aber nicht Schleppleine. Damit kann der Hund ins Unterholz,je nach Länge der Leine.
 
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Gunda
8. März 17:11
Meiner Meinung nach lassen die Menschen doch die Tiere nicht in Ruhe. Da brauche ich nur zur Isar gehen, wenn Vögel brüten müssen sie überall grillen
Oder die Stadt und auch viele Privatpersonen, die jetzt schon ihre Gärten kahl machen und mit Laubbläser die Igel aufscheuchen.