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Gina
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Anzahl der Antworten 2
zuletzt 8. Feb.

Bitte um Hilfe! Kastration/ Mammatumore Hündin

Wichtige Frage, Bitte um Erfahrungswerte/Fachwissen!!🚨❤️ Mammaturmore / Kastration / Gebärmuttervereiterung Meine Hündin Sammy ist 9 Jahre alt, ein Goldendoodle mit ca. 15 kg und nicht kastriert. 🔹 Vorgeschichte: Im März 2025 wurde an der linken Milchleiste (vorletzte Zitze) ein Mammatumor entfernt (etwas kleiner als eine Erbse). 🔹 Aktuelle Situation: Anfang Dezember 2025, etwa 3 Wochen nach ihrer Läufigkeit, habe ich fast an derselben Stelle erneut etwas getastet. Zunächst wurde vermutet, es könne eine Zyste sein. Ende Januar 2026 hieß es dann, es sei wieder ein Mammatumor, der zeitnah operiert werden sollte. 🗓 OP-Termin: Donnerstag, 12. Februar 2026 🔹 Geplante OP & unterschiedliche Meinungen: • Erste Tierärztin: → nur den Tumor entfernen, möglichst kurze/flache Narkose → keine Kastration, da sie in dem Alter keine weiteren Mammatumoren mehr vorbeugen kann • Zweite Meinung: → Entfernung des hinteren Teils der linken Milchleiste (die letzten 3 Zitzen), da dieser Bereich ein eigenes Lymphsystem hat → nicht die komplette Milchleiste, um den Eingriff kleiner zu halten → zusätzlich evtl. Kastration • bei unauffälliger Gebärmutter: nur Eierstöcke • bei Auffälligkeiten: Gebärmutter mit entfernen 🔹 Wichtig: Mir ist bewusst, dass eine Kastration in diesem Alter keine neuen Mammatumoren mehr verhindern kann, da die hormonellen Einflüsse bereits tief im Körper verankert sind. Es geht bei der Kastration nicht um die Mammatumoren, sondern ausschließlich um: • die Vorbeugung gutartiger (hormonabhängiger) Veränderungen • und darum, eine Gebärmuttervereiterung lebenslang ausschließen zu können. 🔹 Zusätzliche Aussage der zweiten Tierärztin: Sie sagte offen, sie würde eine Kastration bei ihrer eigenen Hündin nur dann durchführen, wenn diese starke Probleme mit der Läufigkeit gehabt hätte (z. B. Scheinschwangerschaften, Milchbildung, starke Belastung). Das hatte Sammy nie – ihre Läufigkeiten waren immer unauffällig. ❓ Meine offenen Fragen an euch: • Wie groß ist der Eingriff (Milchleisten-OP + evtl. Kastration) wirklich? • Wie sind eure Erfahrungen mit der Wundheilung bei älteren Hündinnen? • Ist die OP-Dauer eventuell zu lang für eine 9-jährige Hündin? • Würdet ihr die Kastration trotzdem machen lassen oder darauf verzichten? Ich fühle mich gerade sehr unsicher und überfordert und wäre dankbar für eure Erfahrungen und ehrlichen Meinungen 🙏🐶
 
Beitrag-Verfasser
L.
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8. Feb. 00:02
Eine Operation zur Entfernung von Mammatumoren mit gleichzeitiger Kastration ist zwar kein kleiner Eingriff, in gut ausgestattet Praxen bzw. Kliniken jedoch ein Routineeingriff und bei entsprechender Vorsorge und Nachsorge auch in dem Alter nicht sehr risikoreich. Wichtig sind natürlich im Vorfeld eine gründliche Voruntersuchung, der Ausschluss von Fernmetastasen und qualifizierte Tierärzte mit der Ausstattung für eine Inhalationnarkose und entsprechender Überwachung.

Der zweite Tierarzt liegt in dem Fall richtig, die hinteren drei Komplexe werden über den hinteren Lymphknoten drainiert, sodass in dem Fall die Entfernung der drei Komplexe inklusive des Lymphknotens mit anschließender pathologischer Untersuchung der Goldstandard ist. Die Frage nach einer Kastration lässt sich leider nicht so leicht beantworten. Es gibt zwar Studien die nahelegen, dass das Wegfallen von Östrogen nach der Kastration mit einer geringen Inzidenz für Tumore zusammenhängen könnte, es ist jedoch alles andere als eindeutig. Östrogen wird in diesen Studien sowohl als positiver als auch als negativer Faktor für die Tumorentstehung in Betracht gezogen. Unterschiedliche Empfehlungen der Tierärzte beruhen hierbei schlichtweg auf Erfahrungswerten.

Dass Hündinnen mindestens einen Wurf haben sollten oder dass eine Kastration ohne Probleme das Tumorrisiko senkt, ist natürlich Unsinn und schon lange überholt.
 
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Alex
7. Feb. 22:53
Female dogs should at least once in their lives have puppies and they you can castrate to avoid mamary cancer . The same happened with two neighbours of mine.
 
Beitrag-Verfasser
L.
8. Feb. 00:02
Eine Operation zur Entfernung von Mammatumoren mit gleichzeitiger Kastration ist zwar kein kleiner Eingriff, in gut ausgestattet Praxen bzw. Kliniken jedoch ein Routineeingriff und bei entsprechender Vorsorge und Nachsorge auch in dem Alter nicht sehr risikoreich. Wichtig sind natürlich im Vorfeld eine gründliche Voruntersuchung, der Ausschluss von Fernmetastasen und qualifizierte Tierärzte mit der Ausstattung für eine Inhalationnarkose und entsprechender Überwachung.

Der zweite Tierarzt liegt in dem Fall richtig, die hinteren drei Komplexe werden über den hinteren Lymphknoten drainiert, sodass in dem Fall die Entfernung der drei Komplexe inklusive des Lymphknotens mit anschließender pathologischer Untersuchung der Goldstandard ist. Die Frage nach einer Kastration lässt sich leider nicht so leicht beantworten. Es gibt zwar Studien die nahelegen, dass das Wegfallen von Östrogen nach der Kastration mit einer geringen Inzidenz für Tumore zusammenhängen könnte, es ist jedoch alles andere als eindeutig. Östrogen wird in diesen Studien sowohl als positiver als auch als negativer Faktor für die Tumorentstehung in Betracht gezogen. Unterschiedliche Empfehlungen der Tierärzte beruhen hierbei schlichtweg auf Erfahrungswerten.

Dass Hündinnen mindestens einen Wurf haben sollten oder dass eine Kastration ohne Probleme das Tumorrisiko senkt, ist natürlich Unsinn und schon lange überholt.