Vorhin habe ich eine Hundehalterin mit einem 5 Monate alten Teacup-Mini-Chihuahua getroffen.Der Hund war kleiner als eine Ratte und sie selber hatte ständig Angst auf ihn drauf zu treten .
Sie erzählte, dass ihr vorheriger Hund (auch Chihuahua)verstorben ist und unzählige Erkrankungen hatte.
Ich habe sie dann ganz vorsichtig und freundlich gefragt, ob sie keine Angst hat, dass ihr neuer kleiner Hund ebenfalls schwer krank wird – einfach aufgrund der Rasse und der typischen Qualzuchtmerkmale.
Und was sie dann geantwortet hat, macht mich einfach nur fassungslos:
„Joaaa, jetzt haben wir ja eine Versicherung abgeschlossen, dann ist das halb so wild.“ 😒
Ich habe daraufhin gesagt, dass es ja in erster Linie darum geht, dass der Hund nicht leidet, weil er ständig krank ist.
Darauf meinte sie dann: Ja, das stimmt … aber wenn man sich einmal in die Rasse verliebt hat, kann man nicht mehr anders.🤮
Solchen Leuten kann man einfach nicht mehr helfen.
Da fehlen einem echt die Worte – vor allem, wenn man merkt, dass das Leid des Hundes bewusst in Kauf genommen wird und mit einer Versicherung quasi „abgefedert“ werden soll. Das ist schon eine ziemlich verschobene Priorität.
Ähnliche Gespräche hatte ich auch schon. Nur hat man keine Versicherung, sondern "lässt ihn dann halt operieren", wenn die Brachycephalie zu schlimm wird. Im Grunde ist es aber ja abzusehen. War es schon von Anfang an. Aber dann ist man selbstverständlich bereit, alles mögliche operieren zu lassen...
Ich begreife es auch nicht. Als wenn es um einen Unfall ginge... Klar, dann wäre wohl hoffentlich jeder bereit, alle Register zu ziehen. Aber es geht um Missbildungen, die die ganze Rasse als solche definieren. Das ist so gewollt. Wenn ich da "selbstverständlich" glorreich bereit bin, dann schnippeln zu lassen, hat das ja fast schon was von Münchhausen Stellvertreter. Wieso tut man sich selbst und dem Tier sowas an? Nimmt das von vorn herein in Kauf? Ich weiß, es gibt da zig oberflächliche Argumente. Aber keins davon will mir irgendwie in den Kopf...