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Juli
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zuletzt 26. März

Verschiebung der Rangordnung

Eine Frage an die Mehrhundehalter unter euch: Unsere Lizzy ist jetzt 14 und altert zusehends. Bisher war sie immer noch diejenige, die das Sagen hatte und Eddie (3 Jahre) hat sich ihr meistens untergeordnet. Seit gestern meint er plötzlich, er muss seinen Futternapf (ich fütter die beiden getrennt) gegen sie verteidigen, weil sie drei Schritte in seine Richtung ging. Gerade meckert er sie an, weil sie zum Sofa ging. Merkt er vielleicht, dass sie immer schwächer wird? Ich denke, es verschiebt sich etwas in ihrem Sozialgefüge. Was meint ihr? Habt ihr vielleicht Tipps?
 
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𝕿𝖍𝖊 𝕻𝖆𝖈𝖐
25. März 17:00
Hunde sind einfach extrem unterschiedlich, besonders Genetik spielt eine große Rolle. Manche Rassen und auch einzelne Individuen neigen eher zur Ressourcenaggression, als andere. Auch ist nicht jeder Hunde Persönlichkeit jede Art von Status wichtig, manchen ist sogar alles völlig Wurst. Ich selber hatte z.B. lange Jahre eine schwer ressourcenaggressive Terrier Hündin, die für ein Stück Fleisch über Leichen gegangen ist, auch ein Stock oder Ball konnte zu blutigen Auseinandersetzungen führen. Natürlich spielen da auch Lerrnerfahrungen eine große Rolle. Irgendwann hat sie zum ersten Mal eine Ressource verteidigt, ihr Gegenüber war ein B Typ (abwartend, Konflikte vermeidend), während sie absolut der A Typ war (konfliktbereit, Vorwärts - anstatt Rückwärtsgang), Terrier halt, als Solitärjäger fackeln die meist nicht lange. Sie hat leider gelernt, Aggression bringt sie weiter. Durch Training und Management ließ sich das ganz gut in den Griff bekommen, in unübersichtlichen Situationen war sie aber bis zu ihrem Tod nicht zu 100% verlässlich. Meine jetzige Truppe kommuniziert und verhandelt über Ressourcen, aber es würde nicht zu Beschädigungen kommen. Sie können unbeaufsichtigt fressen und auch Knochen etc. knabbern. Allerdings ist meine kleinste recht territorial und sie hat vor allem neue Hunde bei uns zuhause eingegrenzt und auch meine jüngere Hündin, als diese neu dazu kam, für zu wildes und raumeinnehmendes Spiel gemaßregelt, was die jüngere auch akzeptiert hat. Bis zu einem Tag, an dem sie offenbar alt, reif und angekommen genug war, dass sie meine Alte für das begrenzende Verhalten insgesamt drei Mal auf den Rücken gedreht hat, wohlgemerkt ohne ihr auch nur ein Haar zu krümmen. Seit dem nimmt die alte Hündin sich zurück, ist im gesamten ruhiger und entspannter geworden. Ich sage immer, sie ist jetzt in Rente, die jüngere hat übernommen. Ich kann verstehen, wenn da jetzt viele schreien, wie kann ich das zulassen, dass die Hunde so viel selber regeln. Ich habe aber immer ein Auge drauf und würde eingreifen, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Ein gewisses Maß an Eigenständigkeit kann ich diesen Hunden aber gewähren, eben weil sie über Kommunikation und nicht über - wie die Terrier Dame früher - Beschädigungsbeißen ihre Belange regeln.
Klar sind Hunde unterschiedlich. Ich denke aber auch es spielt eine große Rolle was sie von klein auf beigebracht bekommen. Meine 3 sind alle terroterial. Sobald ich aber jemanden mitbringen ist es okay.
Meine Riesenschnauzerdame ist von den 3 am meisten terroterial. Bin ich nicht da würde sie weder Mensch noch Tier reinlassen. Genauso wenn ich mit am Auto bin alles cool. Stand mein Partner letztes Mal mit ihr am Auto und es kam jemand wurde der, der vorbei ging angeknurrt und es wurden Zähne gefletscht. Als ich auf der Höhe des Autos was hat sie sofort aufgehört.
Im allgemeinen ist der Riesenschnauzer sehr terroterial und dominant, dann müsste meine Konstellation mittlerweile auch anders ausschauen, weil die Rudelälteste genauso wie sie ist und aufgrund ihres Alters müsste es erst Recht krachen. Der Riese ist mittlerweile 4,5 Jahre alt und "ausgewachsen"
 
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Juli
25. März 17:17
Ich weiß es nicht, aber das würde zu meinen 3 nicht passen. Ich kann ja was zu meinen erzählen: Meine Älteste und meine Jüngste lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Da müsste es jetzt ordentlich krachen. Tatsächlich sind sie charakterlich gesehen ziemlich ähnlich und eher Rüdinen wie Hündinnen. Also sehr dominante Hündinnen. 2 von 3 sind intakt. Und 2 von 3 sind auch verwand. Mutter und Tochter. Es kann auch problemlos aus einem Napf gefressen werden, es fliegen Kauartikel rum und Spielzeug und und und. In der Vergangenheit habe ich aber auch viel Fokus auf Ressourcen gelegt und alle gleich gehalten. Keiner wird bevorzugt. Ich hatte nämlich keine Lust, dass man sich wegen eines blöden Kauartikel in die Haare bekommt am besten wenn man gerade nicht Zuhause ist. Ich musste auch in der Vergangenheit die ersten knappen 3 Jahre bei meiner jüngsten immer wieder mal in Themen Ressourcen (meist nach den Läufigkeit) dazwischen gretschen. ( War nicht dauerhaft, sondern wenn man es aufs Jahr rechnet 1 oder 2 mal. Ich nenne es "Aussetzer" wo es in die Richtung ging, wo ich aber direkt eingegriffen habe) Ja meine Hunde dürfen untereinander kommunizieren, es gibt aber Themen da habe ich immer direkt eingegriffen sobald ich es beobachtet hatte. Sie dürfen auch nicht klauen unteinander. Sie dürfen es erst nehmen, wenn der andere sich entfernt hat. Zum Beispiel Ressourcen. Sei es ein Spielzeug oder was zu fressen. Da muss ich für meinen Teil sagen, dass ich so mein persönlich Triggerfaktor Ressourcenverteidigung ist mir ein Dorn im Auge schon immer gewesen und war somit mein Hauptaugenmerk in meiner Truppe.
Lizzy kriegt immer als erstes ihr Futter oder irgendwelche Leckereien.
Bei Leckerchen können sie nebeneinander sitzen/liegen und wenn etwas herunterfällt, dürfen sie es erst fressen, wenn ich es erlaube.
Die Hauptmahlzeiten werden getrennt gefüttert, wobei ich beide im Blick behalte.
Alle Liegeplätze werden ohne Probleme geteilt (bis auf die eine Situation) und auch herumliegende Spielzeuge sind überhaupt kein Problem.
 
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𝕿𝖍𝖊 𝕻𝖆𝖈𝖐
25. März 17:21
Lizzy kriegt immer als erstes ihr Futter oder irgendwelche Leckereien. Bei Leckerchen können sie nebeneinander sitzen/liegen und wenn etwas herunterfällt, dürfen sie es erst fressen, wenn ich es erlaube. Die Hauptmahlzeiten werden getrennt gefüttert, wobei ich beide im Blick behalte. Alle Liegeplätze werden ohne Probleme geteilt (bis auf die eine Situation) und auch herumliegende Spielzeuge sind überhaupt kein Problem.
Bei uns gibt es zum Beispiel kein wer bekommt zuerst Futter. Es bekommen alle gleichzeitig Futter und fressen alle unmittelbar nebeneinander.
Was sie nur bei mir gelernt haben solange der eine am Napf ist oder einen Kauartikel hat wird nicht geklaut, erst wenn der andere es liegen lässt.
Liegeplätze sind auch bei uns alle frei werden allerdings selten genutzt. Zu 99% liegen sie alle bei mir oder auf mir 😂
 
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Svenja
25. März 17:33
Klar sind Hunde unterschiedlich. Ich denke aber auch es spielt eine große Rolle was sie von klein auf beigebracht bekommen. Meine 3 sind alle terroterial. Sobald ich aber jemanden mitbringen ist es okay. Meine Riesenschnauzerdame ist von den 3 am meisten terroterial. Bin ich nicht da würde sie weder Mensch noch Tier reinlassen. Genauso wenn ich mit am Auto bin alles cool. Stand mein Partner letztes Mal mit ihr am Auto und es kam jemand wurde der, der vorbei ging angeknurrt und es wurden Zähne gefletscht. Als ich auf der Höhe des Autos was hat sie sofort aufgehört. Im allgemeinen ist der Riesenschnauzer sehr terroterial und dominant, dann müsste meine Konstellation mittlerweile auch anders ausschauen, weil die Rudelälteste genauso wie sie ist und aufgrund ihres Alters müsste es erst Recht krachen. Der Riese ist mittlerweile 4,5 Jahre alt und "ausgewachsen"
Es gibt einfach nicht DEN regulären Ablauf 🤷🏼‍♀️ Ich weiß, worauf du hinaus willst, aber mit anderen Hunden derselben Rasse könntest du möglicherweise etwas ganz anderes erleben, mit Hunden anderer Rassen und auch Mischlingen wieder anderes usw., positiver wie negativer. Und es ist auch neben unzähligen anderen Ursachen auch eine Frage der Persönlichkeit des Halters, finde ich, wie mit einzelnen Dynamiken umgegangen wird und wie sich dann einzelne Gruppen entwickeln.
Das alles spricht aber nicht dagegen, dass es Hunde gibt, die Schwächen anderer bewusst nutzen, wenn sie eine Gelegenheit als günstig einschätzen. Egal ob aus alters - oder was auch immer bedingten Gründen.
 
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Marie
25. März 17:36
Bei uns von Veränderung zu reden, wäre wahrscheinlich zu viel. Es ist nämlich überhaupt nicht mehr vorgekommen😉. Ich habe über dieses Thema noch mit 2 Freunden gesprochen, die mein vollstes Vertrauen besitzen, beide sehr viel Erfahrung und Ahnung (durch etliche Fortbildungen sowie berufliche Tätigkeiten) haben und mich und meine Hunde seit Jahren kennen. Beide bestätigten unabhängig voneinander, dass dieses Verhalten unter Hunden überhaupt nicht ungewöhnlich ist, wie Svenja im Übrigen auch schon beschrieb. Aber du hast recht, es wäre interessant zu wissen, warum das so ist. Vielleicht liegt es auch an den unterschiedlichen Hundepersönlichkeiten?
Mach dir nicht zu viele Sorgen darüber,die beiden werden sich schon einig.
Im Laufe des Hundezusammenlebens ändern sich auch mal die Konstellationen.
Meist geht das ohne Tam,Tam ab.
Und 24 Stunden am Tag kann man ja auch nicht Wache halten😂
Wenn sich im Zusammenleben etwas verändert,so war es bei unseren Hunden ,bekommt man es kaum mit.
Also bloß kein Stress 👍😂
 
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Svenja
25. März 19:01
Klar sind Hunde unterschiedlich. Ich denke aber auch es spielt eine große Rolle was sie von klein auf beigebracht bekommen. Meine 3 sind alle terroterial. Sobald ich aber jemanden mitbringen ist es okay. Meine Riesenschnauzerdame ist von den 3 am meisten terroterial. Bin ich nicht da würde sie weder Mensch noch Tier reinlassen. Genauso wenn ich mit am Auto bin alles cool. Stand mein Partner letztes Mal mit ihr am Auto und es kam jemand wurde der, der vorbei ging angeknurrt und es wurden Zähne gefletscht. Als ich auf der Höhe des Autos was hat sie sofort aufgehört. Im allgemeinen ist der Riesenschnauzer sehr terroterial und dominant, dann müsste meine Konstellation mittlerweile auch anders ausschauen, weil die Rudelälteste genauso wie sie ist und aufgrund ihres Alters müsste es erst Recht krachen. Der Riese ist mittlerweile 4,5 Jahre alt und "ausgewachsen"
Und eigentlich ist das auch ein weiterer Grund, was du da schreibst. ich kann nicht auf deinem Profil schauen, aber ich denke, deine Hunde sind zum Teil zusammen aber auf jeden Fall bei dir aufgewachsen?
Ich z.b. habe Hunde, die sich vermutlich selbst sozialisiert haben, die waren alle ausgewachsen, als sie zu mir kamen und hatten ein ausgeprägtes Sozialverhalten, auch fremden Hunden gegenüber. Es gibt halt unzählige Kombinationen, die man natürlich nicht alle selber erlebt haben kann.
 
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𝕿𝖍𝖊 𝕻𝖆𝖈𝖐
25. März 19:27
Und eigentlich ist das auch ein weiterer Grund, was du da schreibst. ich kann nicht auf deinem Profil schauen, aber ich denke, deine Hunde sind zum Teil zusammen aber auf jeden Fall bei dir aufgewachsen? Ich z.b. habe Hunde, die sich vermutlich selbst sozialisiert haben, die waren alle ausgewachsen, als sie zu mir kamen und hatten ein ausgeprägtes Sozialverhalten, auch fremden Hunden gegenüber. Es gibt halt unzählige Kombinationen, die man natürlich nicht alle selber erlebt haben kann.
Ja alle von Welpe an bei mir aufgewachsen. Deshalb der Einwand mit was sie von klein auf gelernt haben
 
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Svenja
26. März 09:14
Ja alle von Welpe an bei mir aufgewachsen. Deshalb der Einwand mit was sie von klein auf gelernt haben
Ja klar, ist einer, aber sicher nicht DER einzige Faktor.
 
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𝕿𝖍𝖊 𝕻𝖆𝖈𝖐
26. März 11:41
Ja klar, ist einer, aber sicher nicht DER einzige Faktor.
Ist mir schon klar.
Sonst hätte ich den ersten Beitrag dazu nicht verfasst