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Juli
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 49
zuletzt 26. März

Verschiebung der Rangordnung

Eine Frage an die Mehrhundehalter unter euch: Unsere Lizzy ist jetzt 14 und altert zusehends. Bisher war sie immer noch diejenige, die das Sagen hatte und Eddie (3 Jahre) hat sich ihr meistens untergeordnet. Seit gestern meint er plötzlich, er muss seinen Futternapf (ich fütter die beiden getrennt) gegen sie verteidigen, weil sie drei Schritte in seine Richtung ging. Gerade meckert er sie an, weil sie zum Sofa ging. Merkt er vielleicht, dass sie immer schwächer wird? Ich denke, es verschiebt sich etwas in ihrem Sozialgefüge. Was meint ihr? Habt ihr vielleicht Tipps?
 
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Marie
23. März 08:25
Auch wenn ich mich mit der Aussage eventuell unbeliebt mache. Ein Rüde der sich gegen die im Haushalt lebenden und dazu noch ältere Hundin auflehnt sollte man genauer beobachten. Oftmals gehen bis sich ein solches Verhalten zeigt andere Vorzeichen im Alltag unter. Deshalb schau mal was sich sonst noch im Alltag verändert hat. Und nein Buddy wurde Nora NIE und auch wirklich NIE den Rang streitig machen. Selbst als sie krank war, da wurde sie geschützt und umsorgt. Daher wiederhole ich es nochmal schau dir sein gesamtes Verhalten an. Außerdem hab ich geschrieben ich wurde bei meinem Hund in so einem Fall über die Sozialisierung nachdenken und über mein Handeln!
Ach noch was, es war nicht mein Rüde,sondern unsere jüngere Hündin die es versucht hat.Nochmal zur Erinnerung!!!
Beiträge anderer auf die man antwortet vorher richtig lesen bevor man zur überflussigen Belehrung in die Tastatur trommelt
 
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Sandra
23. März 12:24
Was meinst du genau damit? Langsam habe ich den Eindruck, du hast da irgendwas nicht richtig verstanden 🤔. Interessante Mischungen übrigens, steht gar nicht so in deinem Profilbild.
Ich stehe immer noch auf schwarze Labbis, nur der Inhalt hat sich geändert 😁
Unser Pflegehund fehlt, das ist der Mastin Mix.
Ich habe aus deinen Antworten einfach den Eindruck gewonnen, dass das Reglementieren deines jüngeren Hundes gegenüber deinem älteren Hund, bzw. die Änderung in der Rangordnung für dich zwangsläufig bzw. okay ist.
Wenn der Eindruck bei mir falsch angekommen ist, tut mir das leid.
Nix für Ungut
 
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Marie
23. März 12:38
Auch wenn ich mich mit der Aussage eventuell unbeliebt mache. Ein Rüde der sich gegen die im Haushalt lebenden und dazu noch ältere Hundin auflehnt sollte man genauer beobachten. Oftmals gehen bis sich ein solches Verhalten zeigt andere Vorzeichen im Alltag unter. Deshalb schau mal was sich sonst noch im Alltag verändert hat. Und nein Buddy wurde Nora NIE und auch wirklich NIE den Rang streitig machen. Selbst als sie krank war, da wurde sie geschützt und umsorgt. Daher wiederhole ich es nochmal schau dir sein gesamtes Verhalten an. Außerdem hab ich geschrieben ich wurde bei meinem Hund in so einem Fall über die Sozialisierung nachdenken und über mein Handeln!
Huch, jetzt hab ich das erst mal gesehen.
Du hast deinen Text gleich an mehrere verschickt🫢
Da ist der Ärger doch vorprogrammiert,wie bei mir.
Man sollte sich schon die Mühe machen,auf das zu reagieren was da steht und nicht einen Rundbrief abzuschicken.
Das kann ja nur nach hinten losgehen
 
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micha
25. März 08:05
Die merken sofort, wenn einer seine dominante Stellung nicht mehr halten kann und dann geht es nicht nur um die Verschiebung der Rangordnung, dann bekommt der Alte auch die ganze vorherige Demütigung zurück
 
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Juli
25. März 14:30
Aaaalso 😅 ich bin etwas überrascht, wie schnell hier wieder jemandem die Kompetenzen, einen zweiten Hund halten zu können, abgesprochen werden ("würde Buddy Das bei Nora machen, hätte ich als Halterin schon mit dem Einzug eines zweiten Hundes versagt") Eine feste Rangordnung unter wild zusammen gewürfelten Hunde Gruppen gibt es ja schonmal gar nicht. Es geht eher um situationsbezogenen Status. Auch der ist nicht statisch. Vor allem, wenn einem Hund ein Status sehr wichtig ist (Über Ressourcen zu verfügen ist Status!) wird vielleicht öfter nochmal hinterfragt. Dies geschieht über Kommunikation, Knurren ist Kommunikation. Natürlich sollte ich mit meinen Hunden eine Beziehung haben, in denen ich mich in diesen Status Belangen friedlich und freundlich durchsetzen kann. Aber das gilt für die Beziehung zwischen mir und meinem Hund/meinen einzelnen Hunden. Meine Hunde untereinander haben jedoch auch eine Beziehung, die sich jederzeit verändern kann, wenn Status neu verhandelt wird. Da spielt natürlich auch das Alter und er Zustand der einzelnen Hunde eine Rolle. Ich kann meinen Senior bevorzugen und ihn schützen, in dem ich ihm den Platz auf der Couch reserviere, ihn gesichert allein in Ruhe fressen lassen usw., aber den Rüden zum Monster zu deklarieren, weil er etwas aus tierischer, also hündischer Sicht vollkommen normales tut, halte ich schon für sehr vermessen. Natürlich kann ich ihm sagen, hau ab, lass die andere in Ruhe. Aber sagen, nur weil er mit einem weiteren Hund in der Gruppe situationsbezogenen Status neu zu verhandeln versucht, müsse er genauestens beobachtet werden, ist in meinen Augen Dominanztheorieangstmacherei. Und ganz nebenbei : meine Hunde würden alle samt ihr Futter gegen den anderen verteidigen, da bleibt es aber auch bei Knurren. Kurzer Versuch, nein, du erlaubst es heute auch nicht? Ok. Dann geh ich halt wieder 😏
Vielen Dank für deine ausführliche konstruktive und kompetente Antwort 🙂.

Leider gibt es hier immer wieder - zum Glück nur wenige - Leute, die vorschnell urteilen, offensichtlich wenig Ahnung haben und auch nicht immer in der Lage sind über den eigenen Tellerrand zu schauen. Echt schade!
 
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Juli
25. März 14:38
Liebe Jessica,
1. Ich glaube, du kennst die Definition von "mobben" nicht, denn dann würdest du den Ausdruck kaum in diesem Zusammenhang verwenden.
2. Ich habe nichts davon geschrieben, dass Eddie Freiraum braucht.
Vielleicht wäre es gut, wenn man die Kommentare auch richtig liest.
3. Ich weiß leider nicht was du mit "rubelhaft" und "Rubel" meinst. Vielleicht "Rüpel"?
 
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𝕿𝖍𝖊 𝕻𝖆𝖈𝖐
25. März 14:52
Was mich mittlerweile viele eher interessiert.. wäre allerdings ein Thema für einen neuen Thread.
Warum es in manchen Rudel, Gruppen oder wie wir es gerne nennen mögen.
Nie zu solchen Veränderungen kommt und bei anderen schon.
Vielleicht kann es auch hier jemand beantworten.
 
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Juli
25. März 15:03
Was mich mittlerweile viele eher interessiert.. wäre allerdings ein Thema für einen neuen Thread. Warum es in manchen Rudel, Gruppen oder wie wir es gerne nennen mögen. Nie zu solchen Veränderungen kommt und bei anderen schon. Vielleicht kann es auch hier jemand beantworten.
Bei uns von Veränderung zu reden, wäre wahrscheinlich zu viel. Es ist nämlich überhaupt nicht mehr vorgekommen😉.

Ich habe über dieses Thema noch mit 2 Freunden gesprochen, die mein vollstes Vertrauen besitzen, beide sehr viel Erfahrung und Ahnung (durch etliche Fortbildungen sowie berufliche Tätigkeiten) haben und mich und meine Hunde seit Jahren kennen.
Beide bestätigten unabhängig voneinander, dass dieses Verhalten unter Hunden überhaupt nicht ungewöhnlich ist, wie Svenja im Übrigen auch schon beschrieb.
Aber du hast recht, es wäre interessant zu wissen, warum das so ist. Vielleicht liegt es auch an den unterschiedlichen Hundepersönlichkeiten?
 
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𝕿𝖍𝖊 𝕻𝖆𝖈𝖐
25. März 15:19
Bei uns von Veränderung zu reden, wäre wahrscheinlich zu viel. Es ist nämlich überhaupt nicht mehr vorgekommen😉. Ich habe über dieses Thema noch mit 2 Freunden gesprochen, die mein vollstes Vertrauen besitzen, beide sehr viel Erfahrung und Ahnung (durch etliche Fortbildungen sowie berufliche Tätigkeiten) haben und mich und meine Hunde seit Jahren kennen. Beide bestätigten unabhängig voneinander, dass dieses Verhalten unter Hunden überhaupt nicht ungewöhnlich ist, wie Svenja im Übrigen auch schon beschrieb. Aber du hast recht, es wäre interessant zu wissen, warum das so ist. Vielleicht liegt es auch an den unterschiedlichen Hundepersönlichkeiten?
Ich weiß es nicht, aber das würde zu meinen 3 nicht passen.
Ich kann ja was zu meinen erzählen:
Meine Älteste und meine Jüngste lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Da müsste es jetzt ordentlich krachen. Tatsächlich sind sie charakterlich gesehen ziemlich ähnlich und eher Rüdinen wie Hündinnen. Also sehr dominante Hündinnen. 2 von 3 sind intakt. Und 2 von 3 sind auch verwand. Mutter und Tochter.
Es kann auch problemlos aus einem Napf gefressen werden, es fliegen Kauartikel rum und Spielzeug und und und.
In der Vergangenheit habe ich aber auch viel Fokus auf Ressourcen gelegt und alle gleich gehalten. Keiner wird bevorzugt. Ich hatte nämlich keine Lust, dass man sich wegen eines blöden Kauartikel in die Haare bekommt am besten wenn man gerade nicht Zuhause ist.
Ich musste auch in der Vergangenheit die ersten knappen 3 Jahre bei meiner jüngsten immer wieder mal in Themen Ressourcen (meist nach den Läufigkeit) dazwischen gretschen. ( War nicht dauerhaft, sondern wenn man es aufs Jahr rechnet 1 oder 2 mal. Ich nenne es "Aussetzer" wo es in die Richtung ging, wo ich aber direkt eingegriffen habe)
Ja meine Hunde dürfen untereinander kommunizieren, es gibt aber Themen da habe ich immer direkt eingegriffen sobald ich es beobachtet hatte. Sie dürfen auch nicht klauen unteinander. Sie dürfen es erst nehmen, wenn der andere sich entfernt hat.
Zum Beispiel Ressourcen.
Sei es ein Spielzeug oder was zu fressen.
Da muss ich für meinen Teil sagen, dass ich so mein persönlich Triggerfaktor Ressourcenverteidigung ist mir ein Dorn im Auge schon immer gewesen und war somit mein Hauptaugenmerk in meiner Truppe.
 
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Svenja
25. März 16:26
Was mich mittlerweile viele eher interessiert.. wäre allerdings ein Thema für einen neuen Thread. Warum es in manchen Rudel, Gruppen oder wie wir es gerne nennen mögen. Nie zu solchen Veränderungen kommt und bei anderen schon. Vielleicht kann es auch hier jemand beantworten.
Hunde sind einfach extrem unterschiedlich, besonders Genetik spielt eine große Rolle. Manche Rassen und auch einzelne Individuen neigen eher zur Ressourcenaggression, als andere.
Auch ist nicht jeder Hunde Persönlichkeit jede Art von Status wichtig, manchen ist sogar alles völlig Wurst.
Ich selber hatte z.B. lange Jahre eine schwer ressourcenaggressive Terrier Hündin, die für ein Stück Fleisch über Leichen gegangen ist, auch ein Stock oder Ball konnte zu blutigen Auseinandersetzungen führen. Natürlich spielen da auch Lerrnerfahrungen eine große Rolle. Irgendwann hat sie zum ersten Mal eine Ressource verteidigt, ihr Gegenüber war ein B Typ (abwartend, Konflikte vermeidend), während sie absolut der A Typ war (konfliktbereit, Vorwärts - anstatt Rückwärtsgang), Terrier halt, als Solitärjäger fackeln die meist nicht lange.
Sie hat leider gelernt, Aggression bringt sie weiter. Durch Training und Management ließ sich das ganz gut in den Griff bekommen, in unübersichtlichen Situationen war sie aber bis zu ihrem Tod nicht zu 100% verlässlich.
Meine jetzige Truppe kommuniziert und verhandelt über Ressourcen, aber es würde nicht zu Beschädigungen kommen. Sie können unbeaufsichtigt fressen und auch Knochen etc. knabbern.
Allerdings ist meine kleinste recht territorial und sie hat vor allem neue Hunde bei uns zuhause eingegrenzt und auch meine jüngere Hündin, als diese neu dazu kam, für zu wildes und raumeinnehmendes Spiel gemaßregelt, was die jüngere auch akzeptiert hat. Bis zu einem Tag, an dem sie offenbar alt, reif und angekommen genug war, dass sie meine Alte für das begrenzende Verhalten insgesamt drei Mal auf den Rücken gedreht hat, wohlgemerkt ohne ihr auch nur ein Haar zu krümmen. Seit dem nimmt die alte Hündin sich zurück, ist im gesamten ruhiger und entspannter geworden. Ich sage immer, sie ist jetzt in Rente, die jüngere hat übernommen.
Ich kann verstehen, wenn da jetzt viele schreien, wie kann ich das zulassen, dass die Hunde so viel selber regeln. Ich habe aber immer ein Auge drauf und würde eingreifen, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Ein gewisses Maß an Eigenständigkeit kann ich diesen Hunden aber gewähren, eben weil sie über Kommunikation und nicht über - wie die Terrier Dame früher - Beschädigungsbeißen ihre Belange regeln.