Home / Forum / Erziehung & Training / Rückruf Tips und Tricks benötigt

Verfasser-Bild
Nancy
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 95
zuletzt 7. Jän.

Rückruf Tips und Tricks benötigt

Meine Nala weiß ganz genau was das Kommando hier und die Pfeife bedeutet. Leider hat sie einen eigenen nordischen dickkopf und entscheidet oft selbst ob sie kommen möchte oder nicht. Ohne Ablenkung funktioniert dies ziemlich gut, sobald Ablenkung dazu kommt bin ich abgeschrieben. Habt ihr Tipps und Tricks für mich was ich tun kann. Ein kleines Beispiel video. Gestern ist sie einen Hasen hinterher weil ich nicht schnell genug war. Alles rufen schreien und Pfeifen ist gar nicht bei ihr angekommen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sebbi
6. Jän. 04:28
Ok. Aber was ist die Lösung? Als Beispiel: sobald Yuna was spannendes in die Nase bekommt, bin ich abgeschrieben. Ich versuche immer anhand ihrer Körpersprache den Moment abzupassen, bevor es kippt und ich sie noch abgerufen bekomme. Jetzt durch den Schnee ist noch schwieriger als sonst schon. Hast du da Ideen? Wie kann ich es anders machen bzw. Wo genau ansetzen?
Bei Rassen, die darauf selektiert wurden, mit der Nase zu arbeiten, kann man erst einmal anders ansetzen. Das hat mich damals mein Beagle gelehrt. Auch er war nur in der „Staubsaugerhaltung“ unterwegs: Kopf am Boden, Rute hoch! ☝🏼
Da habe ich es wie du gemacht: Ich musste ihn ständig im Auge behalten. Mit der Zeit lernt man seinen Hund kennen und weiß genau, ob er nur schnüffelt, „Nachrichten liest“ oder bereits eine Fährte aufgenommen hat. Wenn Felix eine Fährte hatte und ich es bemerkt habe (rechte Pfote angehoben, suchender Blick), folgte sofort der Rückruf. Danach musste er ein Stück „bei Fuß“ laufen, damit ich ihn von der Fährte weglenken und so ablenken konnte, dass er sie wieder vergaß.
Ansonsten war bei ihm gar kein Rückruf notwendig. Das Wild in der Nähe hätte Samba tanzen können – er hat es gar nicht bemerkt, weil sein Blick ja immer starr auf den Boden gerichtet war. 🙄
Leider wusste ich damals noch nicht, was ich heute weiß. Begriffe und Konzepte wie:
* Aufmerksamkeit aufrechterhalten
* Sich spannend machen
* Führen, statt sich führen zu lassen
* Augenkontakt
* Stopp-Kommando
Das alles hätte mir damals vieles erleichtert.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lisa-Eileen
6. Jän. 07:29
Bei Rassen, die darauf selektiert wurden, mit der Nase zu arbeiten, kann man erst einmal anders ansetzen. Das hat mich damals mein Beagle gelehrt. Auch er war nur in der „Staubsaugerhaltung“ unterwegs: Kopf am Boden, Rute hoch! ☝🏼 Da habe ich es wie du gemacht: Ich musste ihn ständig im Auge behalten. Mit der Zeit lernt man seinen Hund kennen und weiß genau, ob er nur schnüffelt, „Nachrichten liest“ oder bereits eine Fährte aufgenommen hat. Wenn Felix eine Fährte hatte und ich es bemerkt habe (rechte Pfote angehoben, suchender Blick), folgte sofort der Rückruf. Danach musste er ein Stück „bei Fuß“ laufen, damit ich ihn von der Fährte weglenken und so ablenken konnte, dass er sie wieder vergaß. Ansonsten war bei ihm gar kein Rückruf notwendig. Das Wild in der Nähe hätte Samba tanzen können – er hat es gar nicht bemerkt, weil sein Blick ja immer starr auf den Boden gerichtet war. 🙄 Leider wusste ich damals noch nicht, was ich heute weiß. Begriffe und Konzepte wie: * Aufmerksamkeit aufrechterhalten * Sich spannend machen * Führen, statt sich führen zu lassen * Augenkontakt * Stopp-Kommando Das alles hätte mir damals vieles erleichtert.
War bei mir auch so, nur halt mit Pipi von läufigen Hündinnen, alles andere war nie n Problem.
 
Beitrag-Verfasser
Ilona
6. Jän. 07:40
Bei Rassen, die darauf selektiert wurden, mit der Nase zu arbeiten, kann man erst einmal anders ansetzen. Das hat mich damals mein Beagle gelehrt. Auch er war nur in der „Staubsaugerhaltung“ unterwegs: Kopf am Boden, Rute hoch! ☝🏼 Da habe ich es wie du gemacht: Ich musste ihn ständig im Auge behalten. Mit der Zeit lernt man seinen Hund kennen und weiß genau, ob er nur schnüffelt, „Nachrichten liest“ oder bereits eine Fährte aufgenommen hat. Wenn Felix eine Fährte hatte und ich es bemerkt habe (rechte Pfote angehoben, suchender Blick), folgte sofort der Rückruf. Danach musste er ein Stück „bei Fuß“ laufen, damit ich ihn von der Fährte weglenken und so ablenken konnte, dass er sie wieder vergaß. Ansonsten war bei ihm gar kein Rückruf notwendig. Das Wild in der Nähe hätte Samba tanzen können – er hat es gar nicht bemerkt, weil sein Blick ja immer starr auf den Boden gerichtet war. 🙄 Leider wusste ich damals noch nicht, was ich heute weiß. Begriffe und Konzepte wie: * Aufmerksamkeit aufrechterhalten * Sich spannend machen * Führen, statt sich führen zu lassen * Augenkontakt * Stopp-Kommando Das alles hätte mir damals vieles erleichtert.
Ah danke, ist tatsächlich aber so, falls ich den Moment verpasse, kann ich mich noch so spannend machen, es bringt dann nichts...
Aber letztendlich mach ich das so, wie du es Beschrieben hast. Rechtzeitig ran rufen, bei mir laufen und dann gibt es ein neuen Versuch...
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Babs
6. Jän. 07:47
Ich finde, sie macht das wunderbar und ich würde tatsächlich schon einen Schritt weiter gehen, also, sie auch eine gewisse Zeit Hund sein lassen (etwas länger schnuppern, mal etwas suchen lassen ...) und sie wie selbstverständlich ansprechen und mitnehmen. So, wie man einer Freundin, die sich im Geschäft nicht von einem schicken Oberteil trennen kann, sagt, dass es Zeit ist weiterzugehen mit z. B. den Worten:" Na komm, wir schauen mal, ob es noch woanders noch was Schönes gibt."

Der Rückruf hat ja was mit "gemeinsam" zu tun und der Hund soll ja gerne kommen. Nala hat ja verstanden, dass sie bei einer bestimmten Tonlage kommen soll. Wenn man das ständig macht, wird es irgendwann langweilig und nutzt sich ab. Daher würde ich es nun abwechslungsreicher machen. Auch mal keine Leckerchen geben, sondern gemeinsam einen kleinen Sprint einlegen, sozial spielen, mit offenen Armen empfangen, einen erlernten spaßigen Trick machen (z. B. von hinten durch die Beine nach vorne laufen lassen) ...

Wie gesagt, ich finde Euren Rückruf wirklich schon gut, sodass Du ihn mit anderen Belohnungsformen wunderbar in den Alltag integrieren kannst und ihr somit das Gefühl gibst, dass die Welt bei Dir am Schönsten ist aber gleichzeitig auch mal ihr eigenes hündisches Ding machen kann (an dem sie Dich bestimmt auch mal gerne teilhaben lässt).

Ich wünsche Euch weiterhin ganz viel Spaß und eine wunderbare gemeinsame Zeit 🥰.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nancy
6. Jän. 08:13
Ich habe die belohnungsform etwas geändert und variiere. Das mit dem Spielzeug hat nicht so gut geklappt das habe ich probiert. Das kurz hintereinander abrufen ist gerade nur für das Video.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nancy
6. Jän. 08:15
Auch bauen wir kurzzeitig kleine Spiele zusammen ein. Bei längeren spielen tut sie schnell das Interesse verlieren und der Geruch ist wieder interessanter
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Babs
6. Jän. 08:36
Ich habe die belohnungsform etwas geändert und variiere. Das mit dem Spielzeug hat nicht so gut geklappt das habe ich probiert. Das kurz hintereinander abrufen ist gerade nur für das Video.
Ich finde, sie macht es toll. Natürlich möchte sie auch mal was Anderes schnuppern. Dafür ist der Spaziergang ja auch da 😍.

Die Belohnungsart ist nicht immer einfach zu finden. Ich persönlich nehme Leckerchen gerne für den Aufbau, bis mein Hund verstanden hat, was ich möchte. Leckerchen haben den Vorteil, dass man schnell bestätigen kann und der Hund nicht lange beschäftigt ist. Dabei muss man allerdings aufpassen, dass das,Leckerchen nicht zum Auflösekommando mutiert. Bei Nala ist es derzeit nicht so 😉. Sie schaut Dich jedesmal nach der Aufnahme wieder an. Super süß 🥰. Sie möchte wirklich gerne was mit Dir zusammen machen.

Meine Vorschläge sind einfach nur weitere gemeinsame spaßige Aktivitäten. Ich selber mache viel über die körpersprachliche Kommunikation. Gemeinsam aktiv sein. Ich finde aber auch den Weg toll, den Kirsten R. beschreibt (schau doch mal in dem Thread "Ulli Reichmann"... vorbei). Sehr schöner und freundlicher bishin zum lehrreichen Thread.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nancy
6. Jän. 08:39
Ich finde, sie macht es toll. Natürlich möchte sie auch mal was Anderes schnuppern. Dafür ist der Spaziergang ja auch da 😍. Die Belohnungsart ist nicht immer einfach zu finden. Ich persönlich nehme Leckerchen gerne für den Aufbau, bis mein Hund verstanden hat, was ich möchte. Leckerchen haben den Vorteil, dass man schnell bestätigen kann und der Hund nicht lange beschäftigt ist. Dabei muss man allerdings aufpassen, dass das,Leckerchen nicht zum Auflösekommando mutiert. Bei Nala ist es derzeit nicht so 😉. Sie schaut Dich jedesmal nach der Aufnahme wieder an. Super süß 🥰. Sie möchte wirklich gerne was mit Dir zusammen machen. Meine Vorschläge sind einfach nur weitere gemeinsame spaßige Aktivitäten. Ich selber mache viel über die körpersprachliche Kommunikation. Gemeinsam aktiv sein. Ich finde aber auch den Weg toll, den Kirsten R. beschreibt (schau doch mal in dem Thread "Ulli Reichmann"... vorbei). Sehr schöner und freundlicher bishin zum lehrreichen Thread.
Nala lebt für Futter😂. Den blickkontakt verlangen tue ich schon seit einer Weile bevor ich ein Kommando auflöse.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nancy
6. Jän. 08:41
Ich habe nur meistens das Gefühl in ihrem Kopf wann geht's weiter wann kann ich wieder los
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lisa-Eileen
6. Jän. 09:09
Ich habe nur meistens das Gefühl in ihrem Kopf wann geht's weiter wann kann ich wieder los
Das hatte ich in der Pubertät auch sehr viel, auch jetzt teils wenn er schmerziger ist wovon er gern in Hektik verfällt muss ich ihn dann immer wieder ausbremsen.
Alles schön entschleunigen und halt auch immer wieder mal einfach stehen und blöd durch die Gegend gucken und den Hund dabei garnicht beachten, das er aus seinem Stress reinsteigern Tunnel rauskommt.
Anfangs wird sich dann erstmal gern beschwert (bei Rockets Gejammer hatte ich damals echt manchmal schiss das jemand denkt ich würd den Hund quälen) aber auch das einfach sein lassen, das der Hund mal runter kommt und nicht von Reiz zu Reiz hetzt.
Könntest ansonsten auch Inseln einbauen, damit sie aus diesem als weiter marschieren müssen rauskommt.
Also feste Punkte dir vornehmen an denen du immer iwas mit ihr machst.
Vielleicht n paar Bäume oder Pfosten die du sie umrunden lassen kannst oder nen umgefallener Baumstamm auf dem du sie balancieren lässt oder ne Baumrinde wo du Leckerlies versteckst usw.
Das holt auch mehr die Orientierung zu dir und ihr habt mehr gemeinsames was ihr macht.