Home / Forum / Erziehung & Training / Rückruf Tips und Tricks benötigt

Verfasser-Bild
Nancy
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 95
zuletzt 7. Jän.

Rückruf Tips und Tricks benötigt

Meine Nala weiß ganz genau was das Kommando hier und die Pfeife bedeutet. Leider hat sie einen eigenen nordischen dickkopf und entscheidet oft selbst ob sie kommen möchte oder nicht. Ohne Ablenkung funktioniert dies ziemlich gut, sobald Ablenkung dazu kommt bin ich abgeschrieben. Habt ihr Tipps und Tricks für mich was ich tun kann. Ein kleines Beispiel video. Gestern ist sie einen Hasen hinterher weil ich nicht schnell genug war. Alles rufen schreien und Pfeifen ist gar nicht bei ihr angekommen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sebbi
5. Jän. 15:54
Sorry wenn ich nicht auf jeden einzelne Antwort antworten kann. Ich lese mir alle durch und lasse sie mir auch stark durch den Kopf gehen. Es ist schön dass auch andere sagen dass wir eine gute Bindung haben.
Kein Ding, du wirst hier ja entsprechend zugetextet. 😉
Wie gesagt: Im dritten Video sieht man die Bindung deutlich. Sie schaut dich an und ist in Erwartungshaltung. Das ist dein Jackpot!
Du hast sie aber unmittelbar danach zurückgerufen.
Die Verknüpfung für sie: Wenn ich Frauchen anschaue, ruft sie mich zurück.
Etabliere das Schauen. Falls du es nicht sowieso schon trainiert hast:
* Such dir ein passendes Markerwort für das Anschauen.
* Nimm ein Leckerli zwischen die Finger.
* Führ die Hand nah an ihr vorbei und halte sie zwischen deine Augen.
* Sie wird dich automatisch anschauen.
* Den Blick in deine Augen mit dem Markerwort bestätigen, Leckerli geben und loben.
* Wenn es sitzt, die Dauer des gewünschten Augenkontaktes verlängern.
* Bricht sie vorher ab, gibt es kein Leckerli und keine Bestätigung.
Und jetzt der zweite Fehler:
Du belohnst zwar den erfolgreichen Rückruf 👍🏼 – bis hierhin ist auch alles richtig.
Aber an dieser Stelle habe ich Sebbi Folgendes beigebracht:
Entweder du schaust mich an, oder wir bleiben hier ewig stehen.
Auch wenn er „Steh“, „Sitz“ oder „Platz“ macht – schaut er mich nicht an, bleiben wir bis Weihnachten an dieser Stelle stehen.
So bringst du ihr das „Fragen“ bei. Im Idealfall sucht sie dann regelmäßig den Blickkontakt zu dir.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sebbi
5. Jän. 15:57
Wir üben das hier jetzt auch im Dorf unter etwas Ablenkung. Die Pfeife etabliere ich auf jeden größer Spaziergang. Ich bleibe am Ball. Vielen Dank. Ich war gestern echt sehr Depremiert.
Ich benutze vorerst keine Pfeife mehr.

Bleibt zu hoffen dass niemand die gleiche Pfeife hat, sonst wird sie dir wenns dumm läuft auch mal weggepfiffen😉
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sebbi
5. Jän. 16:15
Es hat schon hunderte Male funktioniert 😅 Aber sicher gibt es immer einzelne Ausnahmen, bei denen es nicht funktioniert. Und ob Vollbremsung, Schubumkehr, Rückruf, Einladung... Ich mag keine Erbsenzählerei bei Begrifflichkeiten, aber ich habe schon öfter mitbekommen, dass du sie magst 😁 Mir reicht, wenn jemand versteht dass ich es sinnvoller finde, die Entscheidung zur Umkehr zu benennen, und nicht das auf den Halter zulaufen.
Schade, dass meine Erklärung als Erbsenzählerei bei dir ankommt – das war absolut nicht meine Absicht und trifft mich auch ein bisschen.

Mir geht es nicht um die Begriffe an sich, sondern um das Verständnis für die unterschiedlichen Ziele.

Es ist für mich ein riesiger Unterschied, ob ein Hund nur stoppt (Vollbremsung/Abbruch) oder seine gesamte Energie im vollen Trieb sofort in die Gegenrichtung lenken muss (Schubumkehr). Das ist keine Wortklauberei, sondern eine völlig andere Leistung des Nervensystems.

Wenn ich das so detailliert ausführe, dann nur, um Nancy zu helfen zu verstehen, warum es in Extremsituationen oft hakt, selbst wenn es im Training hunderte Male funktioniert hat.

Wenn das hier aber als Haarspalterei gewertet wird, tut mir das leid.
Sorry Nancy, aber man muss hier sehr vorsichtig mit seinen Beiträgen sein. Gerade was Erziehung betrifft. Geht das nicht konform mit dem, was andere schreiben, bedeutet das oft: „Ihr habt keine Ahnung, nur ich bin schlau.“ Ich denke, es ist besser, ich halte mich in Zukunft mit solchen tieferen Erklärungen lieber zurück. 😔
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michelle
5. Jän. 16:51
Sowas kann halt sehr gefährlich sein falls der Hund mal reinbrettert oder so kann man sich übel verletzen, selbst wenn der Hund net allzu viel wiegt.
Ab einer bestimmten Größe schon...
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nancy
5. Jän. 16:52
Ist normal, da sind ja auch viel mehr Reize. Vielleicht hilfts ihr sich dran zu gewöhnen und dem nicht mehr so viel Wert zu geben wenn du dich mit ihr regelmäßig raussetzt bzw beim Gassi immer mal Sitzpausen machst, entschleunigst. Das hatte Rocket damals sehr geholfen, vielleicht ist bei ihr auch einfach die Grunderregung bissi zu hoch das sie in so ner Erregungslage ist das sie es grad auch net so leisten kann. Da hab ich zb extra Rocket manchmal gezielt in sicherem Rahmen hochgefahren oder aufgeputscht aber nur so das es grad aufregend ist aber net zu viel und ihn da eben dann auch wieder runterreguliert. Später dann auch mal angefixt und ihn sich selbst runterregulieren lassen. Halt auch einfach die Impulskontrolle und Frustrationstoleranz trainieren. Man redet so viel oft übern Rückruf, aber es wär doch noch viel geiler wenn man den garnicht erst braucht. Wenn der Hund genug Impulskontrolle und Frustrationstoleranz aufgebaut hat das er mit allem möglichen klarkommt ohne bei jeder Kleinigkeit abgerufen werden zu müssen. Nur so als Input. Da fällt mir noch ein, statt Rückruf kannst du ihr auch einfach Alternativen geben, ich hab oft das Gefühl gehabt als Rocket noch nicht so fit war mitm Rückruf das sowas eher bei ihm ankam. Zb statt Rückruf ich ihn ins Fuß gerufen hab, also direkt auch eine Aufgabe zugeteilt habe oder ihn ins Leine gerufen hab (Freizeitmodus im Nahbereich ca 2 Meter Radius). Tatsächlichen Rückruf nutze ich eher selten wenn ich so drüber nachdenke.😅🤔
Ich habe im Herbst damit angefangen mich einfach mal irgendwo hinzusetzen da Nala ein Problem mit Menschen hat. So dass Sie diese einfach mal beobachten kann, das hat auch ziemlich geholfen aber bei dem momentan Temperaturen ist dies schwierig. Ich fahre jetzt ab den 01.02 mit der Arbeit ein bisschen runter mit den Stunden dann habe ich auch dafür wieder mehr Zeit und der nächste Sommer kommt bestimmt
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nancy
5. Jän. 16:54
Kein Ding, du wirst hier ja entsprechend zugetextet. 😉 Wie gesagt: Im dritten Video sieht man die Bindung deutlich. Sie schaut dich an und ist in Erwartungshaltung. Das ist dein Jackpot! Du hast sie aber unmittelbar danach zurückgerufen. Die Verknüpfung für sie: Wenn ich Frauchen anschaue, ruft sie mich zurück. Etabliere das Schauen. Falls du es nicht sowieso schon trainiert hast: * Such dir ein passendes Markerwort für das Anschauen. * Nimm ein Leckerli zwischen die Finger. * Führ die Hand nah an ihr vorbei und halte sie zwischen deine Augen. * Sie wird dich automatisch anschauen. * Den Blick in deine Augen mit dem Markerwort bestätigen, Leckerli geben und loben. * Wenn es sitzt, die Dauer des gewünschten Augenkontaktes verlängern. * Bricht sie vorher ab, gibt es kein Leckerli und keine Bestätigung. Und jetzt der zweite Fehler: Du belohnst zwar den erfolgreichen Rückruf 👍🏼 – bis hierhin ist auch alles richtig. Aber an dieser Stelle habe ich Sebbi Folgendes beigebracht: Entweder du schaust mich an, oder wir bleiben hier ewig stehen. Auch wenn er „Steh“, „Sitz“ oder „Platz“ macht – schaut er mich nicht an, bleiben wir bis Weihnachten an dieser Stelle stehen. So bringst du ihr das „Fragen“ bei. Im Idealfall sucht sie dann regelmäßig den Blickkontakt zu dir.
Nala kennt das Kommando Schau, kennen ist hier das richtige Wort sie ignoriert es sehr gerne weil alles interessanter ist das macht es schwierig. Wenn ich sie ins Sitz schicke warte ich auch dass sie mich anschaut bevor wir weitergehen
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nancy
5. Jän. 16:54
Ich benutze vorerst keine Pfeife mehr. Bleibt zu hoffen dass niemand die gleiche Pfeife hat, sonst wird sie dir wenns dumm läuft auch mal weggepfiffen😉
😅 das habe ich mir auch schon einmal überlegt
 
Beitrag-Verfasser
Ilona
5. Jän. 17:29
Da stimme ich zu. Und Keine der bisherigen Antworten ist wirklich falsch. 👍🏼 Ihr konzentriert euch jedoch alle viel zu sehr auf den Rückruf an sich. Dabei liegt die Grundlage des Rückrufs in einer stabilen Basis. Ein Hund, der bereits im Vollsprint (in „Fahrt“) ist, befindet sich in einem Zustand extrem hoher Erregung. In diesem Moment ist das sympathische Nervensystem voll aktiv (Adrenalin, Tunnelblick). Ein Abbruchsignal oder Rückruf müsste in diesem Moment eine enorme mentale Barriere durchbrechen. Das ist tatsächlich so, als würde man versuchen, bei 100 km/h den Rückwärtsgang einzulegen: Es entstehen enorme Spannungen, und meistens „kracht“ es einfach – der Hund ignoriert den Befehl, weil er körperlich und mental gar nicht so schnell umschalten kann.
Ok. Aber was ist die Lösung? Als Beispiel: sobald Yuna was spannendes in die Nase bekommt, bin ich abgeschrieben. Ich versuche immer anhand ihrer Körpersprache den Moment abzupassen, bevor es kippt und ich sie noch abgerufen bekomme.
Jetzt durch den Schnee ist noch schwieriger als sonst schon. Hast du da Ideen? Wie kann ich es anders machen bzw. Wo genau ansetzen?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nancy
5. Jän. 17:39
Ok. Aber was ist die Lösung? Als Beispiel: sobald Yuna was spannendes in die Nase bekommt, bin ich abgeschrieben. Ich versuche immer anhand ihrer Körpersprache den Moment abzupassen, bevor es kippt und ich sie noch abgerufen bekomme. Jetzt durch den Schnee ist noch schwieriger als sonst schon. Hast du da Ideen? Wie kann ich es anders machen bzw. Wo genau ansetzen?
Das interessiert mich auch sehr
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Svenja
5. Jän. 17:47
Schade, dass meine Erklärung als Erbsenzählerei bei dir ankommt – das war absolut nicht meine Absicht und trifft mich auch ein bisschen. Mir geht es nicht um die Begriffe an sich, sondern um das Verständnis für die unterschiedlichen Ziele. Es ist für mich ein riesiger Unterschied, ob ein Hund nur stoppt (Vollbremsung/Abbruch) oder seine gesamte Energie im vollen Trieb sofort in die Gegenrichtung lenken muss (Schubumkehr). Das ist keine Wortklauberei, sondern eine völlig andere Leistung des Nervensystems. Wenn ich das so detailliert ausführe, dann nur, um Nancy zu helfen zu verstehen, warum es in Extremsituationen oft hakt, selbst wenn es im Training hunderte Male funktioniert hat. Wenn das hier aber als Haarspalterei gewertet wird, tut mir das leid. Sorry Nancy, aber man muss hier sehr vorsichtig mit seinen Beiträgen sein. Gerade was Erziehung betrifft. Geht das nicht konform mit dem, was andere schreiben, bedeutet das oft: „Ihr habt keine Ahnung, nur ich bin schlau.“ Ich denke, es ist besser, ich halte mich in Zukunft mit solchen tieferen Erklärungen lieber zurück. 😔
Ok, dann hab ich das falsch aufgefasst, treffen wollte ich dich keinesfalls, war auch eher lustig gemeint, bin absolut keine Streithenne.
Alles was ich erklären wollte, ist dass Hunde zwar oft wissen, dass es für einen "Rückruf" eine Belohnung gibt, aber nicht, dass das verbindlich ist, weil zu oft nur das auf den Halter zulaufen mit einem Signal verknüpft wird. Deshalb bringe ich Hunden gerne bei "das was du willst, erlaube ich dir jetzt nicht, wenn du dich aber selbständig dagegen und für mich entscheidest, bekommst du was geniales von mir und darfst manchmal dann doch hin (wenn es z.B. ein Hund, bekannter Mensch etc. ist.) Dann bin ich auch bei variabler Belohnung, die wissenschaftlich erwiesen besser wirkt, als eine Immer - Belohnung.

Also nochmal: sorry, ich habe dich nicht richtig verstanden!

Ach so und mit den Begrifflichkeiten meinte ich, ob der Hund nun eine Vollbremsung macht oder einen Bogen nutzt, um die Geschwindigkeit zu verringern und umzukehren spielt für mich keine Rolle. Gut konditioniert und ausgebaut kehren die Hunde dann um.