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Astrid
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Anzahl der Antworten 9
zuletzt 25. Feb.

Panik bei Knall-Geräuschen

Hallo zusammen 😊, unser Matze hat panische Angst vor Knall-Geräuschen (Baumaschinen, röhrende Autos, Zuschlagen eines Fensters/einer Tür etc), die beim Spaziergang darin enden, dass er sich mit ganzem Gewicht in die Leine schmeißt und ziiieeeht. Lekkerlies, Streicheln, Spielzeug - er sieht und hört nichts mehr und will nur weg. Komischerweise stören ihn zu Hause derlei Geräusche nicht (Radio, Fernsehen). Natürlich ist die Zeit vor und nach Silvester auch ganz fürchterlich für ihn/auch für uns - das ist ein anderes Problem. Nun meine Frage: Wie kann ich trainieren, dass er bei Knall-Geräuschen nicht in Panik verfällt und er ansprechbar ist (ist nicht einfach, einen 20kg-Hund dann an der Leine zu halten)? Viele Grüße Astrid und Matze
 
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Martin
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24. Feb. 13:57
Situationen herbeiführn/aufsuchen in denen die Geräusche so leise sind das er keine Stressmerkmale zeigt. Dann was machen was ihm Spaß macht. Mit der Zeit und sehr langsam die Geräusche immer lauter machen/ näher ran gehen. Wenn er dann wieder Stress Merkmale zeigt war der Schritt zu gross. Stichwort: Gewöhnung/Desensibilisierung
 
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Heike
24. Feb. 13:52
Wir haben mit unserem Hund dieselben Probleme. Ich Versuche schon seit 3 Jahren, ihr diese Ängste zu nehmen. Es ist mühsam aber schon etwas besser geworden.
Vielleicht suchst Du dir einen kompetenten Trainer, mir konnte mein Trainer damals nicht helfen. Viel Glück dabei.🐾🐾🙋🍀
 
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Martin
24. Feb. 13:57
Situationen herbeiführn/aufsuchen in denen die Geräusche so leise sind das er keine Stressmerkmale zeigt. Dann was machen was ihm Spaß macht. Mit der Zeit und sehr langsam die Geräusche immer lauter machen/ näher ran gehen. Wenn er dann wieder Stress Merkmale zeigt war der Schritt zu gross. Stichwort: Gewöhnung/Desensibilisierung
 
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Heike
24. Feb. 13:59
Es gibt hier aber auch schon Threads über dieses Thema, vielleicht hilft Dir das weiter.
Das ist vor jedem Silvester ein Thema.
 
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Astrid
24. Feb. 20:34
😉
 
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Karin
24. Feb. 20:42
Klatschen, anfangs ganz leise und nur einmal. So wie deine Fellnase es aushält immer mehr steigern. Türenknallen zu Hause üben. Youtube videos mit Feuerwerk nebenvei laufen lassen im Alltag. Zuerst ganz leise, dann immer lauter steigern. In dem Tempo vom Hund.

Alles so wie es deine Fellnase verträgt. Niemals übertreiben oder wie wild klatschen.

Wir haben auch mit einer Papiertüte geübt, aufblasen und platzen lassen. Anfangs fast gar nicht zu hören.

luftpolsterfolie knallen lassen. Anfangs nur eins nach dem anderen. Fellnase juckt es nicht steigern.
 
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Karin
24. Feb. 20:45
Klatschen, anfangs ganz leise und nur einmal. So wie deine Fellnase es aushält immer mehr steigern. Türenknallen zu Hause üben. Youtube videos mit Feuerwerk nebenvei laufen lassen im Alltag. Zuerst ganz leise, dann immer lauter steigern. In dem Tempo vom Hund. Alles so wie es deine Fellnase verträgt. Niemals übertreiben oder wie wild klatschen. Wir haben auch mit einer Papiertüte geübt, aufblasen und platzen lassen. Anfangs fast gar nicht zu hören. luftpolsterfolie knallen lassen. Anfangs nur eins nach dem anderen. Fellnase juckt es nicht steigern.
Youtubevideos mit Baumaschinen nebenbei laufen lassen. Anfangs nur für den Hund hörbar, immer mehr steigern im Tempo des Hundes.

Das gleiche mit röhrenden Autos. Videos nebenbei laufen lassen.
 
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Jessica
24. Feb. 22:05
Buddy hatte als er zu mir kam auch so seine Besonderheiten.

Z.b. laute Autos, Traktoren, Autos mit Anhänger. Die sind wir verjagen gegangen. Hört sich blöde an. Aber ja ich bin mit ihm hinter den Autos im der Nachbarschaft hergelaufen mit einer deutlichen Körpersprache und er musste mit. Auch er wiegt gute 20 Kg.

Der Schützenverein wurde genutzt. Die ersten mal bin ich nur sehen geblieben. Ohne ihn zu beachten. Kein Mitleid kein Wort, bis er Kontakt von sich aus gesucht hat. Mit Nora hab ich mich beschäftigt und mit Leckerlis gespielt.
Das werfen Spiel mit Leckerlis hab ich zuvor zu Hause auch ihm gezeigt.
Tja und sobald er auf mich reagiert hat sind wir aus der Situation raus.

Wenn etwas geknallt hat immer auf das Geräusch zu!
Mitleid hilft den Hunden nicht!

Gewitter war bei ihm auch schlimm, er wollte immer AUF Schränke. Ich hab ihn an der Leine zu mir genommen und ihn solange nicht beachtet bis er Kontakt zu mir aufgenommen hat oder sich einfach hin gelegt hat.

Ja ich hab ihn ignoriert und genau das war unser Weg, es mag für einige Herzlos wirken, ist es aber nicht!

Heute kann ein Auto Geräusche machen wie es will, Traktoren oder Baustellenfahrzeuge zeigt er mir und will hin. Schussfest ist er auch. Geräusche die er "komisch" findet wird geschaut woher sie kommen und Kontakt zu mir aufgenommen.
Gewitter kommt er zu mir, nachts weckt er mich um die Fenster zu schließen, legt sich aufs Sofa und wartet das ich den Fernseher an mach und wir schlafen dann halt dort.

Das einzige ist Silvester und da muss ich zugeben ist "Management" und gut vorbereitet sein das einzige was uns durch die Tage durch hilft.
Aber auch das wird irgendwie besser.

Meiner weiß was echt ist oder ob es vom Band kommt
 
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Sandra
25. Feb. 00:42
Erstmal würde ich Leckkerlies, Streicheln und Spielzeug weglassen. Das ist kontraproduktiv, streicheln=Bestätigung des panischen Verhaltens.

Ich würde mir zB einen Schießplatz suchen und dort mit großem Abstand Gassi gehen, spielen oder gemeinsame Abenteuer erleben. Jedesmal ein kleines bissel näher drangehen.
In Weinbergen gibt es im Spätsommer manchmal noch Vogelschreckschussanlagen, dass wäre auch ne Möglichkeit.
Viel Erfolg 🍀
 
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Karin
25. Feb. 09:31
Roxy hat es sehr geholfen : Wir haben zuhause in entspannter Situation ein " allles guuuut " trainiert. Wenn dein Hund ganz entspannt liegt und rumdöst dann streichel ihn gaaanz zart und vorsichtig und sag leise z.b. " allles guuuut " .
Nach einiger Zeit ist mir aufgefallen das wenn Roxy draußen erschrak und ich allles guut sagte ich sehen konnte wie sie sich wieder entspannte und wir ganz normal weiter gehen konnten. Es dauert etwas, lohnt sich aber absolut! Mittlerweile ist es so das wenn draußen etwas knallt sie sofort zu mir gerannt kommt, ich sie anleinen kann und wir gehen gemeinsam in " Sicherheit " .