Ich habe unserer Hündin die Orientierung an mir beigebracht, indem ich ihr anfangs jeden Blickkontakt mit einem Leckerli bestätigt habe, damit sie versteht, dass sich das Hinwenden zu mir lohnt. Mit der Zeit habe ich den Fokus weg vom Futter und hin zu sozialer Interaktion verschoben. Draußen bekommt sie zuerst Zeit und Raum, ihren hündischen Bedürfnissen nachzugehen, ohne dass ich sie anspreche oder begrenze. Sie darf auch einfach stehen bleiben und schauen / zuhören, solange sie will (das macht sie sehr gerne). Ich warte einfach so lange es braucht, bis sie fertig ist. Wenn sie ihre Bedürfnisse befriedigt hat, schaut sie immer zu mir. Sie will ja mehr, als nur Laufen, Geschäfte erledigen, etc. Genau diesen Moment nutze ich immer und biete ihr etwas Schönes mit mir an: ein Spiel, eine Aufgabe, gemeinsames Herumrennen oder eine Erkundungstour (all das, was sie gerne mag). So hat sie gelernt, dass Orientierung an mir nicht Pflicht ist, sondern etwas, was Spaß macht. Gleichzeitig achte ich sehr genau auf ihre Körpersprache, reagiere auf das, was sie mir mitteilt (ich bin immer zu 100% mit meiner Aufmerksamkeit bei ihr), warne sie vor Gefahren und lasse sie mitentscheiden, welchen Weg wir gehen.
Wir kommunizieren miteinander. Das war nicht über Nacht so, sondern hat schon etwas gedauert. Jetzt weiß sie, was mir wichtig ist (z. B. Radius) und ich weiß, was sie mag (z. B. Freizeit oder spannende Dinge mit mir erleben). So ist eine echt schöne Beziehung bei uns entstanden 😊