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Bella
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 75
zuletzt 25. März

Mehr Aufmerksamkeit beim Spaziergang

Guten Morgen ihr Lieben, mein Frenchi ist jetzt 3 Jahre alt. Leider kriegen wir das mit der Aufmerksamkeit immer noch nicht so richtig hin. Unterwegs ist eigentlich alles spannender als ich. Da wird mir kein bis selten ein Blick gewürdigt. Ebenso wenn sie frei läuft bzw. ist sie dabei an der Schleppleine. Läuft sehr weit vor und guckt ab und zu nur mal ob ich noch da bin, läuft dann aber einfach weiter. Mit Leckerlies funktioniert es auch nur so mäßig, sobald sie den hat ist sie direkt wieder weg. Selbst dann ist sie aber auch nicht zu 100% bei mir. Erweiterung vom 24.03: Hauptproblem Krankhaftes Blätterfangen Ich haben leider ein großes krankhaftes Blätterfang Problem mit ihr. Das besteht seitdem ich sie habe und weiß nicht, woher es kommt. Klingt lustig und sieht vielleicht lustig aus? Ist es absolut nicht. Weder für mich, noch für den Hund. Ich war bereits bei mehreren Hundeschulen und Trainern und keiner konnte mir helfen. Es gab eine Lösung, welche im Alltag allerdings nicht umsetzbar ist, da die Blätter von allen Seiten kommen. Das merkt man aber erst, wenn man Live dabei ist. Sollte ich dazu ein Video finden setze ich es gern rein. Hier habe ich sie einfach machen lassen, damit ich es den Hundetrainern zeigen kann, da man diese Situation nicht nachstellen kann. Sobald der Wind weht und die Blätter durch die Gegend fliegen fängt sie diese. Und das ist kein einfaches „Oh wie schön ein Blatt“ , sondern sie MUSS es haben. Egal wie weit es weg ist. Sie würde sich durch nichts abhalten lassen. Sie würde vor Autos rennen, gegen Leute rennen, alles. Sie sieht nur die Blätter, als wenn die Außenwelt für kurze Zeit nicht existiert. Ansprechbar ist sie dabei zu keiner einzigen Sekunde. Egal wie gut die Leckerlies sind oder was auch immer man anbieten möchte. Wir konnten es eindämmen, indem sie z.B. einen Ball trägt. Dann fixiert sie sich trotzdem extrem drauf, muss es aber nicht unbedingt aufheben. Hinrennen tut sie trotzdem. Vielleicht hat ja jemand von euch Tipps. Dankeschön im Voraus☀️
 
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Rim
23. März 16:52
Ich habe unserer Hündin die Orientierung an mir beigebracht, indem ich ihr anfangs jeden Blickkontakt mit einem Leckerli bestätigt habe, damit sie versteht, dass sich das Hinwenden zu mir lohnt. Mit der Zeit habe ich den Fokus weg vom Futter und hin zu sozialer Interaktion verschoben. Draußen bekommt sie zuerst Zeit und Raum, ihren hündischen Bedürfnissen nachzugehen, ohne dass ich sie anspreche oder begrenze. Sie darf auch einfach stehen bleiben und schauen / zuhören, solange sie will (das macht sie sehr gerne). Ich warte einfach so lange es braucht, bis sie fertig ist. Wenn sie ihre Bedürfnisse befriedigt hat, schaut sie immer zu mir. Sie will ja mehr, als nur Laufen, Geschäfte erledigen, etc. Genau diesen Moment nutze ich immer und biete ihr etwas Schönes mit mir an: ein Spiel, eine Aufgabe, gemeinsames Herumrennen oder eine Erkundungstour (all das, was sie gerne mag). So hat sie gelernt, dass Orientierung an mir nicht Pflicht ist, sondern etwas, was Spaß macht. Gleichzeitig achte ich sehr genau auf ihre Körpersprache, reagiere auf das, was sie mir mitteilt (ich bin immer zu 100% mit meiner Aufmerksamkeit bei ihr), warne sie vor Gefahren und lasse sie mitentscheiden, welchen Weg wir gehen.
Wir kommunizieren miteinander. Das war nicht über Nacht so, sondern hat schon etwas gedauert. Jetzt weiß sie, was mir wichtig ist (z. B. Radius) und ich weiß, was sie mag (z. B. Freizeit oder spannende Dinge mit mir erleben). So ist eine echt schöne Beziehung bei uns entstanden 😊
 
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𝐒𝐡𝐞𝐥𝐥𝐲 &
23. März 19:47
Hey, das klingt total typisch, damit bist du wirklich nicht allein. Draußen ist für viele Hunde einfach alles spannender als wir.

Mir fällt dabei direkt auf, dass dein Hund draußen wahrscheinlich gelernt hat, dass sich sein eigenes Ding mehr lohnt als sich an dir zu orientieren. Das kann man aber wieder gut aufbauen.

Ich würde versuchen, für ihn interessanter zu werden. Also nicht nur mit Leckerlis arbeiten, sondern auch viel mit Bewegung. Einfach mal die Richtung wechseln ohne etwas zu sagen, plötzlich losgehen oder dich auch mal verstecken. Auch die Stimme bewusst einsetzen, freundlich und einladend.

Bei der Belohnung lohnt es sich oft, nochmal zu schauen. Normale Leckerlis sind draußen häufig zu langweilig. Lieber richtig gute Sachen nehmen wie Käse oder Wurst oder, wenn er darauf anspringt, auch ein Spielzeug. Wichtig ist, dass die Belohnung kurz und überraschend kommt und nicht dauerhaft.

Die Schleppleine würde ich aktiv nutzen und nicht nur hinterherziehen lassen. Wenn er zu weit vorläuft, einfach stoppen. In dem Moment, wo er sich wieder an dir orientiert, direkt bestätigen.

Außerdem würde ich die Erwartungen erstmal klein halten. Draußen direkt volle Aufmerksamkeit zu verlangen ist schwierig. Schon ein kurzer Blick zu dir sollte sich richtig lohnen.

Und Impulskontrolle im Alltag hilft auch enorm. Also bewusst warten lassen, ruhige Übungen einbauen, das überträgt sich später auch auf den Spaziergang.

Am Ende ist es einfach eine Mischung aus Geduld und Konsequenz. Mit drei Jahren kann man da noch super viel erreichen.☺️
 
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Sebbi
24. März 04:46
Moin Bella du schreibst wenn du mit ihr unterwegs bist und sie im Freilauf ist das sie dann weit vorläuft nutz das aus und ruf sie dreht sie sich um renn mal in die Richtung aus der du gerade gekommen bist und versteckt dich hinter ein Baum oder ähnlichem! Das machst du ab sofort immer beim spazieren gehen läuft sie zuweit vor einmal rufen und dann andere Richtung wie dein Hund und verstecken! So habe ich es meinen Hunden beigebracht natürlich versteckst du dich so das du sie im Blick hast
Hope läuft nicht ohne Leine.
Bella meint mit Freilauf das Spazierengehen mit der langen Schleppleine.
 
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Das
24. März 05:05
Geh nicht MIT dem Hund spazieren, geht GEMEINSAM spazieren.
Mitunter sind die Runden die man mit dem Hund spaziert die Qualitätszeit für den Hund, nicht für dich!
Klinke dich bei deinem Hund ein, bei den Dingen die ihn interessieren.
Zeige deinem Hund Dinge auf dem Spaziergang die ihm gefallen könnten wie eine Pinkelstelle oder was dein Hund so mag. Verstecke ein Leckerlie, rufe ihn und schaue interessiert Richtung Leckerlie.
Dein Hund wird merken daß es sich lohnt zu schauen was denn mein Frauchen da so macht.
Lass dir tolle Dinge einfallen, die Fantasie kennt keine Grenzen.

Wie schon gesagt: Der Spaziergang ist hauptsächlich Qualitätszeit für deinen Hund!
 
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Das
24. März 05:47
Die letzten beiden zynischen Sätze sind absolut unnötig, du kennst die Beitrag Inhaberin nicht und unterstellst hier solche Dinge ?!
Sie bittet doch um Rat und Hilfe, also möchte sie auch etwas ändern!
 
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Aga
24. März 06:08
Ich lobe jeden Blick nach hinten wenn Amira an der Schleppleine vor mir läuft. Wir arbeiten auch viel auf den Spaziergängen dass sie was interessantes von mir zu erwarten hat, unserem Fall sind das Dummyübungen aber auch Suchspiele. Ich zeige ihr auch interessante Sachen wie mal n Mauseloch oder verstecke schnell Futter wenn sie nicht schaut und rufe dann. So dass sie halt merkt ich bin spannend und bei mir passieren spannende Sachen. Das hat mit der Aufmerksamkeit draußen enorm geholfen, da Amira auch sehr an ihrer Umwelt interessiert war, heute schaut sie sehr viel draußen und ist oft aufmerksam. Ich würde wenn Leckerlies nicht so spannend sind draußen vielleicht ein kleines Apportiertraining aufzubauen, meine Hündin arbeitet wahnsinnig gerne und will mir gerne was bringen, damit kann ich draußen gut arbeiten aber das ist ja auch unterschiedlich je nach Hund
 
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S.W.🌸
24. März 06:33
Hope läuft nicht ohne Leine. Bella meint mit Freilauf das Spazierengehen mit der langen Schleppleine.
Da hast du recht das habe ich auch oben im Text gelesen !
 
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Bella
24. März 06:36
Vielen Dank für deinen unqualifizierten Kommentar.
 
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Bella
24. März 06:38
Ich erweitere mal den Haupttext, damit man den Kontext versteht, warum das bei uns ein sehr großes Problem ist.
 
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Aga
24. März 06:59
Ich erweitere mal den Haupttext, damit man den Kontext versteht, warum das bei uns ein sehr großes Problem ist.
Das macht meine Hündin leider auch, das ist halt Jagdverhalten. Ich muss ehrlich sagen, dass das auch für mich heute noch ein Problem ist. Sie trägt auch oft ihren Ball, interessiert sich dann aber trotzdem für die Bewegung der Blätter. Wenn der Hund jagdlich motiviert ist würde ich viele Suchspiele machen aber ganz ehrlich in dem Moment würde meine Amira auch lieber das Blatt nehmen. Ich gehe dann einfach weiter. Ich hoffe du kriegst da noch n guten Rat hier. Da wir selbst noch an dem Thema arbeiten habe ich leider keinen guten Tipp. Aber ich lese mal mit, vielleicht ist für uns ja auch was dabei 😉