Hallo M.,
zunächst möchte ist sagen, dass ich kein Freund davon bin, den Hund nicht zu Ende schnüffeln zu lassen. Das darf Pepe immer am Wegesrand, du musst dich einfach fragen, warum du unterwegs bist? Für dich oder für den Hund. Und warum möchtest du unbedingt „Strecke machen“? Und genau dieses „weiter weiter“ macht dich in den Augen des Hundes zur Spaßbremse und verbessert euer Miteinander nicht, kann sogar zum Gegeneinander führen.
Wie Kerstin auch schrieb, soll es kein Abbruch oder Rückruf sein, sondern eher hundeperspektivisch, yähh geil, die Spur haben wir fertig, das haben wir richtig gut gemacht, nun freue ich mich auf die nächste, die ich zeigen kann oder gezeigt bekomme. Deshalb ist es Ulli auch so wichtig, dass vom Halter die Richtung angezeigt wird. Mit diesem Mindset sollte man versuchen zu agieren. Von außen kann das natürlich leicht als Rückruf interpretiert werden. Wichtig ist deshalb auch, dass du die Stimmung des Hundes aufgreifst und erstmal weiterführst, also zB. in meinem Filmchen wäre es nicht so gut, wenn ich nun statisch mit Leckerli käme, da ist es zB. wichtig ein Stückchen mit ihm zu rennen, dann langsamer werden und am Ende zB. Leckerli suchen zu lassen. Ach, weites Feld…
Ist übrigens nicht nur die Methode von Ulli Reichman, Ines Scheuer-Dinger schreibt in ihrem Buch „Leben mit Jagdhund“:
Zitatanfang:
Mittlerweile kann Hanni im Kaninchengebiet sogar wieder frei laufen. Sie zeigt die Kaninchen durch Stehenbleiben an. Lara erlaubt ihr dann, sich ein wenig an sie anzuschleichen, dann gibt sie ihren Richtungswechselpfiff und Hanni darf nach den nächsten Kaninchen Ausschau halten. Hanni freut sich sehr, wenn sie mit Lara auf Kaninchenpirsch gehen darf. Sie ist mittlerweile ein sehr kooperativer Terrier, der zuverlässig stehen bleibt, auch wenn die Kaninchen flitzen.
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