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Jochen
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Anzahl der Antworten 21
zuletzt 5. Jän.

Impulskontrollübung Nr. 66 Reichmann‘sche Richtungsumkehr

Die bisherigen Impulskontrolle-Übungen: Nr. 1 10-Leckerli-Spiel Nr. 2 Vorbeilaufen Nr. 3 Türen Nr. 4a Dynamik des Besitzers aushalten Nr. 4b Stop/Steh/Warte Nr. 5 Leckerli zurückbringen Nr. 6 Ohne Befehle Nr. 7 Gesellschaftsfähig Nr. 8 Spielverderber Nr. 9 Unbeobachtet Nr. 10 Zurücklassen Nr. 11 Bleib mit Ablenkung Nr. 12 Begrüßungen Nr. 13 Flugmodus Nr. 14 Auf die Plätze fertig WARTEN Nr. 15 Hinten Nr. 16 Reiz trotz Ablenkung trotzen Nr. 17 Leckerli fällt zufällig runter Nr. 18 Ding Dong Nr. 19 Vorbereitungen treffen.. Nr. 20 Jagdreiz/Bewegungsreiz aushalten Nr. 21 Minenfeld Nr. 22 Gib es mir bitte zurück! Nr. 23 Ich bin noch nicht dran Nr. 24 Versteckt Nr. 25 Auto fahren Nr. 26 über den liegenden Hund steigen Nr. 27 Zweite Person lockt mit Futter Nr. 28 Fahrstuhl fahren Nr. 29 Leinen los Nr. 30 ich trag dich auf Händen Nr. 31 Artgenossen Nr. 32 Ich lasse dich nicht im Regen stehen Nr. 33 Abruf vom Reiz Nr. 34 Ruhe an fremden Orten Nr. 35 Kontakt mit anderen Tieren Nr. 36 Medical Training Nr. 37 Frauchentausch/Herrchentausch Nr. 38 Ansprechbarkeit Nr. 39 so nah und doch nicht Deins Nr. 40 tolles Essen liegen lassen/ anzeigen Nr. 41 Lass MEIN ESSEN liegen Nr. 42 Lass es los! Nr. 43 Decke deinen Hund zu1 Leckerli-Spiel Nr. 44 Essen ins Gesicht legen Nr. 45 Spielen.. ja gerne, aber nicht jetzt ! Nr. 46 Abenteuer TEAMwork: Gemeinsam den Berg hinunter Nr. 47 Leinenführigkeit Nr. 48 Decke heißt Decke Nr.49 Anziehen Nr. 50 Verfolgen Nr. 51 Maulkorb tolerieren Nr. 52 Alltag - du brauchst nicht helfen Nr. 53 Bewegungsreize Nr. 54 PAUSE MACHEN ! Nr. 55 Kontrolliert aus dem Auto aussteigen lassen Nr. 56 ich warte auf dich ! Nr. 57 Tiere beobachten Nr. 58 Geduld haben! Nr. 59 Qual der Wahl Nr. 60 (Spiel-) Pause Nr. 61 schnüffeln aber mit Pause Nr. 62 Nicht aus dem Kommando rufen lassen Nr. 63 Spiegelspiel Nr. 64 Selbstständig warten zum Einleinen (oder -mit Leine- selbstständig warten bevor es über die Straße geht) Nr. 65 Direkt drauf zu https://dogorama.app/de-de/forum/Erziehung_Training/Nr_65_Impulskontrolltraining_Direkt_drauf_zu-5bLz6baBP37V1BSb2bgS/ Nr. 66 Reichmann‘sche Richtungsumkehr Die neue Impulskontrollübung ist der Ulli Reichmann‘sche Richtungswechsel. Dabei lässt man den Hund eine Spur verfolgen (oder alternativ etwas anderes Spannendes erschnüffeln) und gibt das Umkehrsignal (zB. Pfiff) (ideal mit Richtungsanzeige). Dann sollte der Hund möglichst prompt umkehren und mit der/dem HalterIn der neuen Richtung folgen. (irgendwie funktioniert das Video-Hochladen im Titelthread nicht mehr bei mir, seht bitte unten das Beispiel) Die Übung läuft bis zum 11ten Januar. Viel Spaß
 
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Jochen
2. Jän. 17:23
Hallo zusammen, unser Umkehr Signal ist Pelle Umdreeehn. 😂 Ich weiß nicht genau, ob das dem Gefragten entspricht. Für mich ist das eher eine Art Rückruf oder Abruf vom Reiz? 🤨 Ich habe die Spur zur Verfolgung freigegeben und ihn daraus umdrehen lassen. ☺️
Whow, das nenne ich mal einen Rückruf. Wo wollte er denn so schnell hin?
 
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Nad
2. Jän. 17:47
Whow, das nenne ich mal einen Rückruf. Wo wollte er denn so schnell hin?
Danke 🙏 Die Nachbarskatze ist da kurz vorher längs, er durfte der Spur folgen. Und im Schnee riecht alles so viel besser. 🤩

Was ist denn der Unterschied zum gewünschten Umdrehen von Ulli Reichmann? Ich bin da nicht ganz im Thema ☺️
 
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Jochen
2. Jän. 18:00
Danke 🙏 Die Nachbarskatze ist da kurz vorher längs, er durfte der Spur folgen. Und im Schnee riecht alles so viel besser. 🤩 Was ist denn der Unterschied zum gewünschten Umdrehen von Ulli Reichmann? Ich bin da nicht ganz im Thema ☺️
Die Intension von Ulli Reichmann ist, eine Gemeinsamkeit herzustellen, also in deinem Falle, der Hund meint ihr hättet als Team die Katze geortet oder du es zumindest goutierst, dass er so toll die Katze bemerkt und lokalisiert hat. Das Umdrehen ist in diesem Kontext auch für den Hund nicht als Abbruch, sondern als Umlenkung zum nächsten „Objekt“ zu sehen, zur neuen gemeinsamen Entdeckung. In jedem Fall soll vermieden werden, dass der Hund meint, er hätte etwas falsch gemacht und müsse es unterdrücken.
 
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Babs
2. Jän. 22:29
Das erste Filmchen (mit dem Rückruf) ist etwa 2 Jahre her. Das zweite und dritte Filmchen war vor ca. 1 Woche.

Ich habe bei dieser Challenge das Problem, dass ich nicht mehr abrufe, sondern Newton anzeigt. Ich unterbreche ihn dabei sehr ungern, da ich sonst seinen bzw. unseren gemeinsamen "Job" unterbrechen würde, sodass ich kaum noch aktuelle Filmchen mit "Rückruf" habe. Ich hoffe aber, dass die Filmchen dennoch hier hinpassen. Wenn nicht, nehme ich die wieder raus.
 
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M
3. Jän. 08:12
Die Intension von Ulli Reichmann ist, eine Gemeinsamkeit herzustellen, also in deinem Falle, der Hund meint ihr hättet als Team die Katze geortet oder du es zumindest goutierst, dass er so toll die Katze bemerkt und lokalisiert hat. Das Umdrehen ist in diesem Kontext auch für den Hund nicht als Abbruch, sondern als Umlenkung zum nächsten „Objekt“ zu sehen, zur neuen gemeinsamen Entdeckung. In jedem Fall soll vermieden werden, dass der Hund meint, er hätte etwas falsch gemacht und müsse es unterdrücken.
🤔 Wäre damit auch ein "weiter" gemeint, wenn der Hund irgendwo zum Schnüffeln stehen geblieben ist, man aber gerne weiter gehen möchte?
Ich vertraue unserem Abruf nicht, vor allem, wenn momentan Schnee liegt. Mit dem "weiter" schätze ich die Erfolgschance besser ein (vermutlich auch eher ohne Schnee), dort ist sie in meiner Nähe und weiß, dass wir eigentlich dem Weg folgen - es ist also nur eine minimale Richtungsänderung
Die Frage ist, um euer Verständnis besser zu verstehen. Die Übung setzen wir wohl aus
 
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Kirsten
4. Jän. 15:04
Das erste Filmchen (mit dem Rückruf) ist etwa 2 Jahre her. Das zweite und dritte Filmchen war vor ca. 1 Woche. Ich habe bei dieser Challenge das Problem, dass ich nicht mehr abrufe, sondern Newton anzeigt. Ich unterbreche ihn dabei sehr ungern, da ich sonst seinen bzw. unseren gemeinsamen "Job" unterbrechen würde, sodass ich kaum noch aktuelle Filmchen mit "Rückruf" habe. Ich hoffe aber, dass die Filmchen dennoch hier hinpassen. Wenn nicht, nehme ich die wieder raus.
Ich empfinde die Challenge auch viel schwieriger in der Umsetzung als anfangs gedacht 😄
Richtungswechsel à la Ulli sind eigentlich fester Bestandteil jedes Spaziergangs bei uns und ich hätte nicht vermutet, dass sich das schwierig gestaltet.

Aus dem selben Grund wie du, habe ich tatsächlich auch Schwierigkeiten die Mira aus ihrem Tun rauszureißen, dem wir ja bis zu einem gewissen passenden Punkt (vermutlich länger oder anders) einfach gemeinsam nachgehen würden.

Mich hat diese Challenge nochmal zum Nachdenken gebracht, wie sehr die Erwartung, eine bestimmte Situation in diesem Setting auf Video aufzunehmen, das Miteinander beeinflusst.
Dadurch, dass der Richtungswechsel, der eigentlich eine Kommunikationshilfe ist, zur Aufgabe wird, driftet er viel mehr zum Rückruf ab. Er wird durch das Format „Impulskontrollübung“ ungewollt viel mehr in ein „Lass das und komm zu mir“ transformiert, die eigentliche Botschaft dahinter verändert sich.
Ein Richtungswechsel zieht den Hund im Normalfall mit, sowohl über die freudige Dynamik, als auch weil der Hund aus Erfahrung weiß, dass etwas schönes passiert (und wenn es nur ein anderer spannender Weg ist).
Es ist viel mehr ein „Wir gehen hin zu xy!“ als „Wir müssen weg von!“.

Ein Richtungswechsel, während der Hund einen selbst nicht im Blick hat, würde so ablaufen, dass man Bescheid gibt (z.B. über einen Pfiff) und dann prompt die Richtung wechselt. Man hat eine gute Idee die im besten Fall darin mündet, dass man etwas findet, das gemeinsam Freude macht oder zumindest in einen lustigen Tempowechsel und läd den Hund zum mitzumachen ein. In dem Fall wäre zurückblicken eine Frage an den Hund, und lässt die gute Idee von einem selbst unsicher erscheinen.
Mit dem Smartphone in der Hand tun wir aber genau das. Wir blicken zurück oder zumindest geht unsere Aufmerksamkeit weg vom eigentlichen Ziel, zum Smartphone hin, um sicherzustellen, dass der Hund drauf ist.

Ich mag nun überhaupt nicht die Challenge kritisieren. Ich finde die Idee nach wie vor richtig cool und finde, der Jochen hat sich etwas Tolles ausgedacht ☺️👍
Mir mangelt es selber komplett an Ideen.

Ich wollte nur kurz erklären, warum ich glaube, dass die Differenzierung zum Rückruf ein wenig schwerfällt und das ich deine Schwierigkeit, liebe Babs, an der Stelle nachvollziehen kann.

Ich finds riesig, dass noch Beiträge dazu gekommen sind und würde einfach davon ausgehen, dass der Jochen Bescheid gibt, falls er bei irgendeinem Beitrag zum Schluss kommen sollte, dass es gar nicht zum Thema passt.

Ich hoffe, ich habe euch alle nicht noch mehr verwirrt 🫣
 
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Jochen
4. Jän. 18:25
🤔 Wäre damit auch ein "weiter" gemeint, wenn der Hund irgendwo zum Schnüffeln stehen geblieben ist, man aber gerne weiter gehen möchte? Ich vertraue unserem Abruf nicht, vor allem, wenn momentan Schnee liegt. Mit dem "weiter" schätze ich die Erfolgschance besser ein (vermutlich auch eher ohne Schnee), dort ist sie in meiner Nähe und weiß, dass wir eigentlich dem Weg folgen - es ist also nur eine minimale Richtungsänderung Die Frage ist, um euer Verständnis besser zu verstehen. Die Übung setzen wir wohl aus
Hallo M.,
zunächst möchte ist sagen, dass ich kein Freund davon bin, den Hund nicht zu Ende schnüffeln zu lassen. Das darf Pepe immer am Wegesrand, du musst dich einfach fragen, warum du unterwegs bist? Für dich oder für den Hund. Und warum möchtest du unbedingt „Strecke machen“? Und genau dieses „weiter weiter“ macht dich in den Augen des Hundes zur Spaßbremse und verbessert euer Miteinander nicht, kann sogar zum Gegeneinander führen.
Wie Kerstin auch schrieb, soll es kein Abbruch oder Rückruf sein, sondern eher hundeperspektivisch, yähh geil, die Spur haben wir fertig, das haben wir richtig gut gemacht, nun freue ich mich auf die nächste, die ich zeigen kann oder gezeigt bekomme. Deshalb ist es Ulli auch so wichtig, dass vom Halter die Richtung angezeigt wird. Mit diesem Mindset sollte man versuchen zu agieren. Von außen kann das natürlich leicht als Rückruf interpretiert werden. Wichtig ist deshalb auch, dass du die Stimmung des Hundes aufgreifst und erstmal weiterführst, also zB. in meinem Filmchen wäre es nicht so gut, wenn ich nun statisch mit Leckerli käme, da ist es zB. wichtig ein Stückchen mit ihm zu rennen, dann langsamer werden und am Ende zB. Leckerli suchen zu lassen. Ach, weites Feld…
 
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Das
4. Jän. 19:32
🤔 Wäre damit auch ein "weiter" gemeint, wenn der Hund irgendwo zum Schnüffeln stehen geblieben ist, man aber gerne weiter gehen möchte? Ich vertraue unserem Abruf nicht, vor allem, wenn momentan Schnee liegt. Mit dem "weiter" schätze ich die Erfolgschance besser ein (vermutlich auch eher ohne Schnee), dort ist sie in meiner Nähe und weiß, dass wir eigentlich dem Weg folgen - es ist also nur eine minimale Richtungsänderung Die Frage ist, um euer Verständnis besser zu verstehen. Die Übung setzen wir wohl aus
Ich glaube Jochen meint das so...? 🤔
 
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Babs
4. Jän. 19:42
Ich empfinde die Challenge auch viel schwieriger in der Umsetzung als anfangs gedacht 😄 Richtungswechsel à la Ulli sind eigentlich fester Bestandteil jedes Spaziergangs bei uns und ich hätte nicht vermutet, dass sich das schwierig gestaltet. Aus dem selben Grund wie du, habe ich tatsächlich auch Schwierigkeiten die Mira aus ihrem Tun rauszureißen, dem wir ja bis zu einem gewissen passenden Punkt (vermutlich länger oder anders) einfach gemeinsam nachgehen würden. Mich hat diese Challenge nochmal zum Nachdenken gebracht, wie sehr die Erwartung, eine bestimmte Situation in diesem Setting auf Video aufzunehmen, das Miteinander beeinflusst. Dadurch, dass der Richtungswechsel, der eigentlich eine Kommunikationshilfe ist, zur Aufgabe wird, driftet er viel mehr zum Rückruf ab. Er wird durch das Format „Impulskontrollübung“ ungewollt viel mehr in ein „Lass das und komm zu mir“ transformiert, die eigentliche Botschaft dahinter verändert sich. Ein Richtungswechsel zieht den Hund im Normalfall mit, sowohl über die freudige Dynamik, als auch weil der Hund aus Erfahrung weiß, dass etwas schönes passiert (und wenn es nur ein anderer spannender Weg ist). Es ist viel mehr ein „Wir gehen hin zu xy!“ als „Wir müssen weg von!“. Ein Richtungswechsel, während der Hund einen selbst nicht im Blick hat, würde so ablaufen, dass man Bescheid gibt (z.B. über einen Pfiff) und dann prompt die Richtung wechselt. Man hat eine gute Idee die im besten Fall darin mündet, dass man etwas findet, das gemeinsam Freude macht oder zumindest in einen lustigen Tempowechsel und läd den Hund zum mitzumachen ein. In dem Fall wäre zurückblicken eine Frage an den Hund, und lässt die gute Idee von einem selbst unsicher erscheinen. Mit dem Smartphone in der Hand tun wir aber genau das. Wir blicken zurück oder zumindest geht unsere Aufmerksamkeit weg vom eigentlichen Ziel, zum Smartphone hin, um sicherzustellen, dass der Hund drauf ist. Ich mag nun überhaupt nicht die Challenge kritisieren. Ich finde die Idee nach wie vor richtig cool und finde, der Jochen hat sich etwas Tolles ausgedacht ☺️👍 Mir mangelt es selber komplett an Ideen. Ich wollte nur kurz erklären, warum ich glaube, dass die Differenzierung zum Rückruf ein wenig schwerfällt und das ich deine Schwierigkeit, liebe Babs, an der Stelle nachvollziehen kann. Ich finds riesig, dass noch Beiträge dazu gekommen sind und würde einfach davon ausgehen, dass der Jochen Bescheid gibt, falls er bei irgendeinem Beitrag zum Schluss kommen sollte, dass es gar nicht zum Thema passt. Ich hoffe, ich habe euch alle nicht noch mehr verwirrt 🫣
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung 👍.

Ich finde, in einem Filmchen mit Mira kann man mega gut sehen/erkennen, was Du beschreibst.
 
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Jochen
4. Jän. 20:51
Ich glaube Jochen meint das so...? 🤔
Ja, absolut!