Mit einem halben Jahr ist es meiner Meinung nach völlig normal, dass die Leinenführigkeit noch nicht toll ist. Aber genau die richtige Zeit zum Start daran zu üben. Bis ich Charly so weit hatte, dass sie toll läuft und ich nur noch sehr wenig korrigieren muss (bei niedriger Reizlage) war sie etwa 1 Jahr alt.
Bis dahin hatte ich verschiedenes probiert, die Klassiker wie Richtungswechsel, stehen bleiben und co. Positive Verstärkung beim zurück orientieren usw. Gelernt habe ich mit ihr, dass uns all das positive oder neutrale (wie stehen bleiben) nicht wirklich viel genützt hat. Für die Bindung ja, für ein tolles Leine laufen aber nicht. Erst als ICH wirklich konsequent wurde und ohne wenn und aber nichts mehr durchgehen lassen habe an Zieherei und auch streng/bestimmt mit ihr war, hat es nachhaltig Früchte getragen. Natürlich fair, aber halt bestimmt und konsequent.
Auch bissl Wissen zum Leinenhandling ist nützlich. Also Leine nicht zum Hund zu sich ran zerren missbrauchen, sondern als sichere Verbindung sehen, ggf sich selbst zum Hund hin "hangeln" und dort weiter machen, wenn die Ansprechbarkeit (noch) nicht klappt. Trotzdem dürfen (bei uns) kleine Impulse/Erinnerungen auch mal über die Leine abgegeben werden.
Davor war es für meinen Hund nur ein nettes "lockeres Leine laufen kann man mal machen, muss man aber nicht". Ich lobe sie zwar heute hin und wieder mal noch, wenn sie gut mitläuft, ist ja auch schön, aber halt eig nix besonderes was enorme Beachtung braucht. Halt bei weitem keine (sinnlosen) Überschwänglichkeiten wie ich es früher tat, ganz nach dem Motto - einem Kind steckt man auch nicht alle 3m ein Gummibärchen zu, nur weil es gut neben einem läuft. 😅
Ich hoffe ihr findet euren Weg.