Bei Iven war das ähnlich. Ist auch nicht zur Ruhe gekommen und fing an zu zwicken und einen wiederlich anzugehen, wenn er uns abends zu irgendetwas animieren wollte, was er sich in den Kopf gesetzt hatte und nicht einverstanden war mit dem, was wir uns in den Kopf gesetzt hatten. Nun ist das wegen seiner Größe echt nicht mehr niedlich, sondern tut wirklich scheiße weh. Man konnte sich nirgendwo in Ruhe auf das Sofa oder an den Tisch setzen, ohne dass anfangs harmloses Knuddeln/Streicheln in eine Rauferei ausartete und er immer ungehemmter anfing, einen richtig aufdringlich und mies zu zwicken. Soetwas geht garnicht. Dieses Verhalten werte ich schon als dreiste Dummheit, weil man nicht die Hand beißen sollte, die einen füttert. Ich nehm sowas schon fast persönlich! 🤣 Andere Hunde würden so ein Verhalten auch nicht dulden und er müsste in nem Hunderudel damit rechnen, ne Ansage zu kassieren. Also liegt es an mir, ihm sozusagen auf meine Art ne Ansage zu geben und das bitteschön einerseits sehr rigoros andererseits aber gewaltfrei, denn von Gewalt in der Hundeerziehung halte ich garnichts. Nun bin ich nicht so der Leckerlie-Typ, erstens weil es bei unbestechlichen Hunden nicht klappen will, zweitens bin ich der Meinung, dass er etwas machen muss, weil ich das sage und ich garantiert meine Gründe dafür habe, warum ich es so will. Darüber hinaus will ich ihn ja nicht auch noch belohnen für das Zwicken. Nachher meint er, ich zwick die Alte nur kurz, dann werde ich mit nem Leckerlie dahin geschickt, wo ich eh später schlafen will. Ne, so nicht. Meine Mutter hat mich auch ohne Leckerlies erzogen, hat auch geklappt. Ich dulde so ein Verhalten einfach nicht und meinen Unmut über dieses Verhalten äußere ich dann auch, er will ja schließlich auch nicht gebissen werden. Aber mein Hund (10 Monate) weiß mittlerweile, dass ich sehr konsequent bin, jedesmal einmal drohe und wenn er sein Verhalten nicht ändert, es irgendwie zu Konsequenzen kommt. Ich hab ein Türgitter in einen Türdurchbruch geklemmt und hab ihn jedesmal, wenn er so anfing, einmal gewarnt, was gleich folgen wird, und wenn er es nicht ließ, dann mit einem entsprechenden Kommando dafür hinter das Gitter geschickt für ca 10 min. Wenn er nicht freiwillig mitkommen wollte, dann angeleint und hinters Gitter gebracht (an der Leine geht er immer ohne Druck ausüben zu müssen mit). Nach den 10 min gefragt, ob er wieder lieb sei will und ihn eingeladen, mit auf den Sofa beim Fernsehen zu sitzen. Fing er wieder an, dann gleiche Prozedur. Nach ca. 2 Wochen, musste ich nur noch mit dem Kommando drohen, dann ließ er von einem ab, und jetzt mit 10 Monaten ist es gar kein Problem mehr. Er legt sich abends ruhig mit aufs Sofa und schaut mit. Keine Eskapaden mehr. Genauso hab ich es gemacht, wenn er beispielsweise Besuch nicht in Frieden lassen wollte und sich dem aufgedrängt hat. Einmal gewarnt mir dem gleichen Kommando, dann hinters Gitter. Hat gewirkt, das Ding ist gegessen! Keine Probleme mehr.