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Svenja
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Anzahl der Antworten 7
zuletzt 19. Juli

Alleine bleiben üben!

Hallo zusammen, ich bin seit 9 Wochen Hunde Mama Von einem Mini American Shepherd, den wir von einer Bekannten übernommen haben. Unsere kleinen Rakete ist nun seit ca. 9 Wochen bei mir, davor hatten wir 5-6 Wochenende zusammen + wir kennen uns bereits schon seit 2 Jahren. Er ist ein 4 Jahre alt, intelligent, aktiv aber nicht überdreht und einfach ein toller Hund. Er ist sehr gut erzogen worden, er hört super und wir ihn schon sehr ins Herz geschlossen. Jetzt nach 9 Wochen, ist er bereits sehr gut angekommen, wir haben einen Rhythmus, wir verstehe uns bereits ohne Worte, er schläft Nachts besser und er zeigt allgemein viele Anzeichen, dass er sich bereits wohlfühlt. Mir ist bewusst, dass das vollkommene ankommen durchaus länger geht. Jetzt kommt das einzige Manko, er kann nicht alleine bleiben. Die Vorbesitzerin war ehrlich mit mir und erzählte mir, dass sie ihn mit 5 Monaten ca. 2 Stunden vor der Haustüre vergessen hatte. Ich frage mich selbst, wie das passieren kann aber man kann es auch nicht mehr ändern. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte er bereits 45 Minuten alleine bleiben. Nachdem Ereignisse hatte er Schwierigkeiten + man hat aus schlechten Gewissen und Jobverlust nicht mehr weiter geübt. Das Ergebnis; Er fiept, Jault und zerstört Dinge, wenn man ihn bereits kurze Zeit alleine lässt. Mir war dies von Anfang an bewusst. Sie hat ihn überall mit hin genommen oder jeden Tag wo anders abgegeben. Ich wohne in einem großen Haus, mit Riesen Garten, gemeinsam mit meiner Schwester und ihrer Familie und meine Eltern. Meine Mutter ist jeden Tag Krankheitsbedingt zuhause und die beiden lieben sich schon sehr. Er ist aktuell jeden Tag bei ihr, 6 Stunden bis ich wieder von der Arbeit komme. Für mich ist es auch sehr wichtig, dass er keine 6 Stunden alleine sein muss, auch wenn er das vielleicht irgendwann kann! Mir ist es einfach wichtig, dass wir 1-3 Stunden sicher schaffen, für Termine, Einkäufe, das alltägliche Leben nunmal! Wir haben uns Kameras gekauft, die Räumlichkeiten begrenzt und sind bereits dran, das alleine sein wieder zu üben! Wir schaffen aktuell 5-8 Minuten, was für mich bereits ein Riesen Fortschritt ist! Er liegt/sitzt zwar an der Tür und wartet, legt dort aber den Kopf ab oder legt sich manchmal sogar entspannt seitlich hin. Manchmal hechelt er aber noch in einem normalen Rahmen. Anfangs hat er gefiept, das hat auch nachgelassen. Letztens hat er sogar 25 Minuten! vor der Haustüre geschlafen, während ich vor der Türe mit meinem Schwager gesprochen habe, das war super! Was vielleicht auch wichtig ist zu erwähnen; Er liegt gerne im Flur, dort ist es kühl aber er hat auch viel im Blick. Manchmal wenn ich aus dem Badezimmer komme, liegt er dort, er läuft mir aber nicht überall hinter und kann ohne Problem von sich aus 1-2 Stunden drinnen alleine schlafen, während wir bspw. Auf dem Balkon sitzen. Mir ist bewusst, dass das ein weiter Weg ist daher wollte ich nach euren Erfahrungen fragen, denn 99% von mir sind überzeugt, dass wir das schaffen aber 1% macht sich trotzdem Sorgen. Wir sind auch dabei, Schlüsselreize abzubauen, anfangs ist er bei jedem Tasche anfassen, Schlüsse in die Hand nehmen oder zur Tür laufen aufgesprungen, dies ist auch schon viel besser geworden und er bleibt öfters liegen. Habt ihr denn noch irgendwelche Ideen um es unserer kleinen Rakete einfacher zu machen oder Tipps, was euren Hunde zusätzlich geholfen hat? Denkt ihr, ich sollte nochmals mit einem Hundetrainer daran arbeiten? Ich bin für alle Antworten und Ideen offen! Vielen Dank 🐕
 
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Jochen
Beliebteste Antwort
19. Juli 06:42
Das nenne ich mal eine gut beschriebene Ausgangslage!
Daran sieht man auch, wie hilfreich oft auch das Tagebuchschreiben sein kann, denn du weißt ja im Grunde alles.

9 Wochen sind nicht viel. Zum guten Alleinbleiben gehört Vertrauen und ein Vertrauensaufbau kann je nach Persönlichkeit und Erfahrungen ein langer Prozess sein. Für einen stabilen Bindungsaufbau spricht man von 8+ Monaten.

Es hilft natürlich es ein bisschen einzuordnen, ob es Verlustängste sind oder Kontrollverlust oder schlicht Langweile und Unterforderung? Der Punkt ist aber, dass es in jedem Fall Stress bedeutet.

-Wie ist er draußen, geht er da auch mal aus deinem Sichtfeld, wenn du ihn ließest? Wenn ja, sind es vermutlich eher weniger Verlustängste.
-Der Frust bis hin zur Zerstörung spricht auch eher gegen Ängste.

Aber jetzt bitte nicht sofort die Kontrollettikarte ziehen. Da haben mE. Rütter und Konsorten ganz schön was angerichtet. Möchte nicht wissen wie viele Hunde ignoriert werden, obwohl sie einfach nur sozial sind.
Und wie schizophren, draußen sollen sie sich ständig an dir orientieren und folgen, aber wehe drinnen.

Ähm, ja. Du musst -wie du ja weißt- sehr Kleinschrittig vorgehen. Und bitte niemals falschen Ehrgeiz, der kann alles umgehend wieder zunichte machen. Also im Haus erstmal kurz die Tür kurz zu etc.

Ich bin kein Freund davon den Hund nicht zu verabschieden (Stichwort Vertrauen) und würde das immer positiv konnotieren und dazu noch was Leckeres geben, aber fröhlich und nicht theatralisch. Auch nicht wie die Mutter/Vater, die/der sich in Wahrheit nicht vom Kind trennen kann, das sie/er im Kindergarten abgeben will.

Insgesamt wäre meine Strategie aber hauptsächlich Vertrauensaufbau, angefangen von einfachen Bleibübungen (wie auch beim Deckentraining immer abholen), bis hin dass ihr sicher gemeinsam brenzlige Situationen meistern könnt (wie ist er bei Hundebegegnungen?) und Tricksen hilft auch sehr, dass ihr euch gut kennenlernt und vertraut.

Und dann viel viel gemeinsam Spaß haben, weißt du schon was er richtig klasse findet?
Daraus gemeinsame Beschäftigungen ableiten.

Das war jetzt ein bisschen Konfus, aber ihr schafft das.
 
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Jochen
19. Juli 06:42
Das nenne ich mal eine gut beschriebene Ausgangslage!
Daran sieht man auch, wie hilfreich oft auch das Tagebuchschreiben sein kann, denn du weißt ja im Grunde alles.

9 Wochen sind nicht viel. Zum guten Alleinbleiben gehört Vertrauen und ein Vertrauensaufbau kann je nach Persönlichkeit und Erfahrungen ein langer Prozess sein. Für einen stabilen Bindungsaufbau spricht man von 8+ Monaten.

Es hilft natürlich es ein bisschen einzuordnen, ob es Verlustängste sind oder Kontrollverlust oder schlicht Langweile und Unterforderung? Der Punkt ist aber, dass es in jedem Fall Stress bedeutet.

-Wie ist er draußen, geht er da auch mal aus deinem Sichtfeld, wenn du ihn ließest? Wenn ja, sind es vermutlich eher weniger Verlustängste.
-Der Frust bis hin zur Zerstörung spricht auch eher gegen Ängste.

Aber jetzt bitte nicht sofort die Kontrollettikarte ziehen. Da haben mE. Rütter und Konsorten ganz schön was angerichtet. Möchte nicht wissen wie viele Hunde ignoriert werden, obwohl sie einfach nur sozial sind.
Und wie schizophren, draußen sollen sie sich ständig an dir orientieren und folgen, aber wehe drinnen.

Ähm, ja. Du musst -wie du ja weißt- sehr Kleinschrittig vorgehen. Und bitte niemals falschen Ehrgeiz, der kann alles umgehend wieder zunichte machen. Also im Haus erstmal kurz die Tür kurz zu etc.

Ich bin kein Freund davon den Hund nicht zu verabschieden (Stichwort Vertrauen) und würde das immer positiv konnotieren und dazu noch was Leckeres geben, aber fröhlich und nicht theatralisch. Auch nicht wie die Mutter/Vater, die/der sich in Wahrheit nicht vom Kind trennen kann, das sie/er im Kindergarten abgeben will.

Insgesamt wäre meine Strategie aber hauptsächlich Vertrauensaufbau, angefangen von einfachen Bleibübungen (wie auch beim Deckentraining immer abholen), bis hin dass ihr sicher gemeinsam brenzlige Situationen meistern könnt (wie ist er bei Hundebegegnungen?) und Tricksen hilft auch sehr, dass ihr euch gut kennenlernt und vertraut.

Und dann viel viel gemeinsam Spaß haben, weißt du schon was er richtig klasse findet?
Daraus gemeinsame Beschäftigungen ableiten.

Das war jetzt ein bisschen Konfus, aber ihr schafft das.
 
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The In
19. Juli 07:11
Hast du mal probiert ob ihm Radio oder Musik noch hilft? Bei uns hat das geholfen, weil er dann die anderen Hausgeräusche besser ausblenden konnte und nicht bei jedem Knackgeräusch der Fenster dachte, dass ich gleich durchs Fenster gesprungen komme 😁
Ansonsten liest sich dein Text als wärst du bereits bestens aufgestellt, ihr schafft das 🍀
 
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Ilona
19. Juli 07:19
Wir hatten auch eine Hündin, der allein bleiben sehr schwer fiel. Mittlerweile schafft sie 3 Stunden, was für uns ausreichend ist. Wir haben das allein bleiben erstmal im Haus geübt. Ich bin mal ins Bad gegangen , Tür zu, wieder raus. Nur kurze Sequenzen. Dann mal ins Schlafzimmer, Tür zu, und wieder zurück. Immer mit der Ankündigung: ich bin gleich wieder da. Als ich bei 10 Minuten war, hab ich zur Ankündigung noch ein Sichtzeichen dazu genommen. In unserem Fall eine Vase mit Kunstblumen, die immer an die gleiche Stelle gestellt wird.
Dazu noch Entspannungsmusik, welche ich immer an gemacht habe, wenn sie im entspannten Zustand war. All das zusammen haben wir dann für das Allein bleiben genutzt. Aber erstmal nur im Haus geübt. Bis ich 30 Minuten in einem anderen Zimmer bleiben konnte und sie entspannt im anderen Raum war. Dann haben wir das nach draussen verlegt. Vase auf dem Tisch mit Ankündigung: bin gleich wieder da plus Entspannungsmusik. Dann gegangen. Anfangs alles über Kamera beobachtet. Der Anfang draussen waren auch 5 bis 10 Minuten. Das dann schrittweise erhöht. Aber nicht geradlinig. Mal 10 Minuten, mal nur 5, dann 20 etc. Als wir bei 30 Min. angekommen sind, haben wir grössere Abstände dazu genommen. 45 Minuten, dann 1 Stunde, dann wieder nur 30 min. Alleine. Insgesamt hat es 1 Jahr gebraucht bis wir bei ca 2 Std. Waren. So war unser Weg . Hat bei uns super geklappt.
 
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Marie
19. Juli 07:26
Eigentlich machst du doch alles richtig👍😂
Das wird noch etwas dauern,aber ihr schafft das,ganz sicher.Mit Radio anlassen hat unserem Hund auch geholfen.
Viel Glück 🍀 und Durchhaltevermögen👍
 
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Sebbi
19. Juli 08:24
Geduld😉
 
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Svenja
19. Juli 16:14
Das nenne ich mal eine gut beschriebene Ausgangslage! Daran sieht man auch, wie hilfreich oft auch das Tagebuchschreiben sein kann, denn du weißt ja im Grunde alles. 9 Wochen sind nicht viel. Zum guten Alleinbleiben gehört Vertrauen und ein Vertrauensaufbau kann je nach Persönlichkeit und Erfahrungen ein langer Prozess sein. Für einen stabilen Bindungsaufbau spricht man von 8+ Monaten. Es hilft natürlich es ein bisschen einzuordnen, ob es Verlustängste sind oder Kontrollverlust oder schlicht Langweile und Unterforderung? Der Punkt ist aber, dass es in jedem Fall Stress bedeutet. -Wie ist er draußen, geht er da auch mal aus deinem Sichtfeld, wenn du ihn ließest? Wenn ja, sind es vermutlich eher weniger Verlustängste. -Der Frust bis hin zur Zerstörung spricht auch eher gegen Ängste. Aber jetzt bitte nicht sofort die Kontrollettikarte ziehen. Da haben mE. Rütter und Konsorten ganz schön was angerichtet. Möchte nicht wissen wie viele Hunde ignoriert werden, obwohl sie einfach nur sozial sind. Und wie schizophren, draußen sollen sie sich ständig an dir orientieren und folgen, aber wehe drinnen. Ähm, ja. Du musst -wie du ja weißt- sehr Kleinschrittig vorgehen. Und bitte niemals falschen Ehrgeiz, der kann alles umgehend wieder zunichte machen. Also im Haus erstmal kurz die Tür kurz zu etc. Ich bin kein Freund davon den Hund nicht zu verabschieden (Stichwort Vertrauen) und würde das immer positiv konnotieren und dazu noch was Leckeres geben, aber fröhlich und nicht theatralisch. Auch nicht wie die Mutter/Vater, die/der sich in Wahrheit nicht vom Kind trennen kann, das sie/er im Kindergarten abgeben will. Insgesamt wäre meine Strategie aber hauptsächlich Vertrauensaufbau, angefangen von einfachen Bleibübungen (wie auch beim Deckentraining immer abholen), bis hin dass ihr sicher gemeinsam brenzlige Situationen meistern könnt (wie ist er bei Hundebegegnungen?) und Tricksen hilft auch sehr, dass ihr euch gut kennenlernt und vertraut. Und dann viel viel gemeinsam Spaß haben, weißt du schon was er richtig klasse findet? Daraus gemeinsame Beschäftigungen ableiten. Das war jetzt ein bisschen Konfus, aber ihr schafft das.
Vielen lieben Dank für die tolle Antwort!

Mir ist bewusst, das 9 Wochen erst der Anfang sind und wir noch einen längeren Weg vor uns haben. Dafür läuft es aber wirklich gut und harmonisch.

Ich würde Toni als einen sehr ausgeglichenes und sehr soziales Wesen beschreiben. Wenn wir unterwegs sind, orientiert er sich vorallem an mir und an meinem Partner. Er legt sich auch in stressigen Situationen, letztens bspw. Am Flohmarkt, einfach überall hin und chillt.
Auch zuhause ist er in meiner Nähe sehr ausgeglichen. Er liegt und entspannt/schläft viel. Wenn er dann wieder Aufmerksamkeit braucht oder bspw. Raus möchte zum Spielen, dann zeigt er mir das ganz klar.
Bei meiner Mama ist er mittlerweile auch entspannter und schläft dort öfters am Morgen. Erst gegen die Mittagszeit 13.00-14.00 Uhr, also kurz bis vor ich nachhause komme, wird er langsam nervös und tigert umher.

Zum Thema begrüßen, ich habe mir einige Videos angeschaut und haben ihn die ersten Male auch nicht verabschiedet oder begrüßt. Mittlerweile begrüße ich ihn nachdem alleine lassen und verabschiede ihn auch. Ich habe mir lange Gedanken gemacht und fänd es tatsächlich blöd, wenn er mich auch nicht begrüßen würde und mich einfach links liegen lassen würde? 😅 ich glaube ich wäre gekränkt, ich freue mich schließlich auf seine Fellnase, wenn ich endlich zuhause ankomme.
Bei den kurzen Sequenzen halt ich die Begrüßung klein, lobe ihn ruhig und streichel ihn und/oder gebe ihm ein leckerli.
Wenn ich von der Arbeit komme, gibts für ihn kein halten mehr, er springt an mir hoch, schleckt mich ab und freut sich wie ab. Das hatte ich ehrlicherweise auch erst etwas probiert zu unterbinden aber eigentlich stört es mich gar nicht. Er freut sich nunmal und möchte mich nach einem langen Morgen begrüßen.

Bei Spaziergängen ist er absolut entspannt, er läuft schön an der Leine und ohne Leine läuft er auch super. Am Anfang hat er sich alle paar Sekunden umgedreht und ich habe ihm dann das „ok“ gegeben, weiterzugehen. Mittlerweile läuft er auch weiter, versichert sich kurz, ich lobe ihn und er geht einfach weiter. Er ist abrufbereit und kommt 9/10 mal sehr zuverlässig. Er kennt Signale wie Stop, Auto oder Warte und setzt sich zuverlässig hin, bis ich ihn freie gebe( gut manchmal versucht man bissle zu schummeln). Bei Weibchen ist er aufgeregt und möchte gerne Hallo sagen und alles beschnuppern. Bei Männchen, muss er sich eher profilieren und knurrt und zieht manchmal. Dort haben wir jetzt seit 3-4 Wochen angefangen, sitzt zu machen und die Personen durchlaufen zu lassen, das klappt auch meistens mit Ausnahmen super und ich lobe ihn danach. Er liebt auch Ball und Frisbee oder Stöckchen holen. Ich probiere eine Mischung von Freilauf+ viel Schnuppern und Abruf, Apportieren mit Kommandos und Sucharbeit zu machen. Das macht ihm besonders viel Spaß und er legt sich zuhause nachdem spazieren erstmal hin. Ich habe tatsächlich auch das Gefühl, dass er gut ausgelastet ist. Er schläft nachts und über den Tag immer wieder und wirkt nicht unter/überfordert. Ich weiß, das in seinem alten Zuhause eher weniger gemacht wurde und er dort auch viel
Alleine ums Haus unterwegs war.

Ich habe alles im allem eigentlich das Gefühl, dass wir das gut machen. Mir liegt tatsächlich nur das Thema alleine bleiben schwer im Magen, weil ich einfach Angst habe, das irgendwann der Tag kommt, wo er blöderweise einfach alleine sein muss. Man weiß ja nie was kommt! Wie oben bereits gesagt, das Ziel ist nicht stundenlang alleine zu sein sondern erstmal kurze Sequenzen.

So, entschuldige für die lange Antwort. 🫶🏼
 
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Svenja
19. Juli 16:15
Wir hatten auch eine Hündin, der allein bleiben sehr schwer fiel. Mittlerweile schafft sie 3 Stunden, was für uns ausreichend ist. Wir haben das allein bleiben erstmal im Haus geübt. Ich bin mal ins Bad gegangen , Tür zu, wieder raus. Nur kurze Sequenzen. Dann mal ins Schlafzimmer, Tür zu, und wieder zurück. Immer mit der Ankündigung: ich bin gleich wieder da. Als ich bei 10 Minuten war, hab ich zur Ankündigung noch ein Sichtzeichen dazu genommen. In unserem Fall eine Vase mit Kunstblumen, die immer an die gleiche Stelle gestellt wird. Dazu noch Entspannungsmusik, welche ich immer an gemacht habe, wenn sie im entspannten Zustand war. All das zusammen haben wir dann für das Allein bleiben genutzt. Aber erstmal nur im Haus geübt. Bis ich 30 Minuten in einem anderen Zimmer bleiben konnte und sie entspannt im anderen Raum war. Dann haben wir das nach draussen verlegt. Vase auf dem Tisch mit Ankündigung: bin gleich wieder da plus Entspannungsmusik. Dann gegangen. Anfangs alles über Kamera beobachtet. Der Anfang draussen waren auch 5 bis 10 Minuten. Das dann schrittweise erhöht. Aber nicht geradlinig. Mal 10 Minuten, mal nur 5, dann 20 etc. Als wir bei 30 Min. angekommen sind, haben wir grössere Abstände dazu genommen. 45 Minuten, dann 1 Stunde, dann wieder nur 30 min. Alleine. Insgesamt hat es 1 Jahr gebraucht bis wir bei ca 2 Std. Waren. So war unser Weg . Hat bei uns super geklappt.
Das mit dem Sichtzeichen ist sehr interessant und definitiv einen Versuch wert. Dankeschön für die Idee!