Es ist nicht einfach, einem Hund etwas Erlerntes wieder abzutrainieren. Aber es ist noch schwerer, etwas Eingraviertes aus dem eigenen Kopf zu ätzen.
Mein altes Muster schlägt leider immer wieder mal zu. Ich weiß gar nicht, wie oft ich beim Training schon ein gestammeltes „B-Platz“ oder ein völlig offensichtliches „B-Sitz“ produziert habe. 🤦♂️😳
Das „Bleib“ ist einfach noch so tief in mir drin. Früher war meine Regel: Kommando für die Haltung, „Bleib“ für die Dauer.
„Sitz und bleib“
Jetzt auf das Prinzip „Kommando gilt bis zur Freigabe“ umzustellen, bringt meine Synapsen zum Glühen. Sebbi hat es wahrscheinlich längst kapiert, nur ich stehe mir selbst im Weg!
Wenn ich merke dass Sebbi unruhig wird, kommt noch immer relativ oft das bleib.
Jeder kann das selbstverständlich für sich selbst entscheiden.
Aber es geht ja in erster Linie um das verharren in einer Körperhaltung. Wozu dann noch bleib oder warte?
Übrigens:
Die im Clip gezeigte Übung ist ein „steh“.
Sehr anspruchsvoll.
Zum Anfang ist es mit Platz deutlich einfacher..
Aber wenn man, wie ich, gar nicht viele Kommandos benutzt?
Müsli kann kein Platz, also nur , wenn er unbedingt muss, aber da ihm das unangenehm ist, da muss er so gut wie nie 😄.
Sitz geht, aber auch nicht so ganz gerne, deswegen lasse ich ihn stehen, wenn ich weg gehe.
Ich kann dann auch weiter weg, er bleibt stehen solange nix Furchterregendes da ist.
Einmal in der Woche machen wir mit der Hundeschule Stadttraining, das ist für ihn mega gruselig. Da werden die Hunde auch abgelegt und die Halter stehen dann 2 bis 3 m entfernt. Müsli darf stehen, er fühlt sich da sicherer.
Wenn man Hundesport betreibt, eine Prüfung ablegt oder sonstwie engagiert ist, dann ist das vielleicht nicht korrekt.
Wir trainieren nie ( außer in der Stadt ) , kommen aber gut klar, da möchte ich ihm nix aufzwingen.
Mit einem Hund, der Spaß an der Arbeit hätte, mit dem würde ich unglücklich sein 😄
* Hast du unsere Videos angeschaut? *