Habe (für die Futterumstellung auf halbe Ration vegan) gerade meine Bestellung von vegdog erhalten.
1x Farmers Crunch und 1x Green Crunch.
Ich hatte mich sehr über die total unterschiedlichen Verpackungen gewundert und habe daraufhin mal die Produktionsdaten recherchiert.
Wusstet ihr, dass Green Crunch (Zulassungsnummer FR2526272) vom Tierfutterhersteller Nestlé Purina PetCare France am Standort Quingey hergestellt wird. Einem der größten Player am Heimtier-Futtermittelmarkt!?
Farmers Crunch hingegen stammt nach meinen Recherchen von
Futternapf Tiernahrung Vertriebs GmbH (Pet Food Group) mit Hauptsitz in Kaisersesch. Laut Google spezialisiert auf die Entwicklung und den Vertrieb von Heimtiernahrung, insbesondere für Private Label (Handelsmarken) großer Handelsketten und Discounter.
Ich war erst mal etwas "enttäuscht".
Ist vegdog evtl. auch nur eine "Marketing driven Company". Wenn ich daraufhin die Selbstdarstellung auf der Webseite genauer analysiere, ist da "much ado about !!!" , viel storytelling, viel lymbic marketing, schrecklich verdenglischt... und all die Titel der Leute im Team 🙈
https://www.vegdog.de/pages/ueber-uns
Andererseits hat Locke die beiden TroFus im Test sehr gemocht, gut vertragen... und mir passt es "an den Kopf", zukünftig zur Hälfte vegan zu füttern.
Natürlich ist es naiv zu glauben, das Futter würde in der kleinen Manufaktur auf dem Lande hergestellt ...
Was meint ihr? Grund für Störgefühle? Oder ein Indiz für die Macht der Marktwirtschaft? Oder: egal, Hauptsache vegan, verträglich und bedarfsdeckend.
Freu mich auf eure Resonanz.
Die Anglizismen sind schon etwas lustig.
Vielleicht fallen dort im Alltag auch so Sätze wie
"by the way, der Senior Assistant Managing Direktor soll bitte den Head of Saubermaching briefen, dass der Hund beim Brainstorming ins Mainoffice gevomitted hat."
(Marc-Uwe Kling, "Neues vom Känguru)
Wo das Futter hergestellt wird, finde ich schon relativ interessant, bleibt aber nur bedingt aussagekräftig.
Hier sollte es schon ne eigene Rezeptur sein, die dann im Auftrag produziert wird. Etwas anders sind die sogenannten private Label" Futter, wo auf dasselbe Produkt nur ein Etikett nach eigenem Wunsch drauf geklebt wird.
Dann findet man baugleiches Futter unter zig verschiedenen Namen und zu sehr unterschiedlichen Preisen.
Wenn es Bedenken gibt ggü Nestlé, dann könnte man alternativ bei Green Petfood schauen. Auch die vegane Sorte der Eigenmarke von Fressnapf (Premiere) sah mir ganz gut aus.