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Susanne
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Anzahl der Antworten 41
zuletzt 23. Jän.

Stiftung Warentest - Unterstützung beim Einordnen der Ergebnisse

Liebe Community, Ich möchte gern euren Rat. Ich möchte die Ernährung meines jungen Labrador-Mix auf Adult umstellen und bin auf der Suche nach einem hochwertigen Trockenfutter. Ich habe hier auf Dogorama bereits einiges zum Thema gelesen, bin aber auch auf den aktuellen Test der Stiftung Warentest gestoßen (https://www.test.de/Trockenfutter-Hund-Test-5020107-tabelle/). Testsieger dort: ein Supermarkt-/Drogeriemarktprodukt für einen sehr günstigen Preis. Ich war überrascht und frage mich nun, wie diese Ergebnisse einzuordnen sind. Einige Fachhandelsmarken schneiden ernährungsphysiologisch zwar gleichwertig ab, stehen in anderen Kategorien aber hintenan. Nun meine Bitte: wer hat diesen Test gelesen und kann unterstützen bei der Einordnung der Ergebnisse? - Ist es denkbar, eine optimale Ernährung mit günstigen Produkten aus dem Supermarkt zu gewährleisten? (Ich selbst spüre inneren Widerstand bei dem Gedanken). - Inwieweit sind die Testkriterien aussagekräftig/vertrauenswürdig? - Können die Ergebnisse zuverlässig Orientierung bei der Produktauswahl bieten? Um die Diskussion klar einzugrenzen: Ich suche explizit ein Trockenfutter und möchte keine Diskussion Pro/Contra diese Ernährungsform anstoßen. Ich bin mir außerdem bewusst darüber, dass jeweils einzelne Produkte einer Marke getestet wurden und die jeweiligen Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf andere Produkte derselben Marke übertragbar sind. Sollte es bereits eine Diskussion zu diesem Thema geben, freue ich mich über einen entsprechenden Verweis.
 
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Julia 🐾Nero
9. Jän. 16:02
Es kommt drauf an welche Kriterien bei den teureren Futtern "schlecht" sind. Gibt es Beispiele? Wenn die Verpackung z.B. schlechter abschneidet ist mir das als Kunde relativ schnuppe. Ich habe in der Vergangenheit öfter den Kopf geschüttelt, anhand welcher Punkte sich Hersteller ein "gut" oder "sehr gut" aufs Hemd nageln konnten. Also auch bei anderen Produkten. Da denkste "ach toll, das muss ja gut sein" und dann sind die wirklich wichtigen Punkte für einen als Nutzer aber gar nicht mal so gut, sondern nur der Füllstoff drum rum 🤷‍♀️ Und genau deswegen stellte sich mir in der Vergangenheit irgendwann mal die Frage, was ich als Kunde bzw. Nutzer von dieser Stiftung überhaupt zu halten habe. Rein aufs Siegel kann man sich ja leider nicht verlassen.
Gerade für die Verpackung bekommen aber die teueren Marken gute Punkte und die Discounter wenig. Zumal die Verpackung am Ende nur mit 5% der Gesamtbewertung gewichtet wird. Eine gute Verpackung reißt eine schlechte Note nicht raus.

Die teuren Marken schneiden genau da häufig schlecht ab, wo es wichtig ist. Nämlich bei der Ernährungsphysiologischen Qualität und Schadstoffen, die am ende die Hauptnote ausmachen.

Und das finde ich ziemlich kacke. Denn wenn ich ein teueres Futter kaufe, würde ich doch zumindest erwarten, dass es nicht schlechter ist, als das günstige Futter. Es muss ja nicht mal unbedingt besser sein.

Da bringt mir all die Werbung, der tolle Kundenservice, die riesen Auswahl, die hochwertige und ästhetisch ansprechende Verpackung, die offene Deklaration am Ende auch nicht viel.
 
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Katja
9. Jän. 16:20
Gerade für die Verpackung bekommen aber die teueren Marken gute Punkte und die Discounter wenig. Zumal die Verpackung am Ende nur mit 5% der Gesamtbewertung gewichtet wird. Eine gute Verpackung reißt eine schlechte Note nicht raus. Die teuren Marken schneiden genau da häufig schlecht ab, wo es wichtig ist. Nämlich bei der Ernährungsphysiologischen Qualität und Schadstoffen, die am ende die Hauptnote ausmachen. Und das finde ich ziemlich kacke. Denn wenn ich ein teueres Futter kaufe, würde ich doch zumindest erwarten, dass es nicht schlechter ist, als das günstige Futter. Es muss ja nicht mal unbedingt besser sein. Da bringt mir all die Werbung, der tolle Kundenservice, die riesen Auswahl, die hochwertige und ästhetisch ansprechende Verpackung, die offene Deklaration am Ende auch nicht viel.
Aber das Futter muss doch appetitlich aussehen und gut riechen… für den Hundehalter!🥴

Und wenn dann noch viele Kräuter drin sind und „Lebensmittelqualität“ und „hoher Fleischgehalt“ draufsteht, MUSS es doch gut sein… oder etwa nicht?🤔

Ne, mal im Ernst: so einige Dinge, die Polli total unwiderstehlich findet, haben bei mir echt ein arges Akzeptanz-Problem… z.B. der grüne Pansen oder dieses schlabberige Bindegewebe zwischen den Organen: das ist immer das Erste, was die Maus mit Genuss rausschnabuliert!😳
 
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Tom
9. Jän. 18:07
Und was vermutest du wird drin sein? Ehrliche Frage. Laut Aussagen von Leuten mit Branchenkentniss zum größten Teil Geflügel und dann noch Rind und Schwein. Sicher nicht ideal, wenn man einen Allergiker hat. Aber für einen normalen, gesunden Durschnittshund doch eher irrelevant. Es schein als würde viele tatsächlich Schuhsohlen, Autoreifen und Ratten als Fleischquelle befürchten. Was ich zusätzlich komisch finde, wieso fragt sich denn keiner, wieso die teuren Marken so schlecht abschneiden und hängen sich nur darauf auf, dass die Discounter "zu" gute Noten bekommen. Wenn ein Discounter mit preiswerten Zutaten ein vernünftiges Produkt hinbekommt, wieso schaffen es die Marken nicht mit ihren angeblich teueren, aber qualitativ hochwertigen Zutaten? Genau diese sollten es doch allemal schaffen. Stört das denn niemanden und lediglich die gute Note für günstiges Futter ist ein Dorn im Auge?
Nein ich vermute auch im Discounter keinen Klärschlamm, Kot, Autoreifen oder verstorbene Kadaver.
Zu diesem Thema wird eine Menge Unsinn verbreitet.

In den ganz günstigen futtern vermutlich eine Menge schwer verdauliches Bindegewebe und zb Federprotein und ähnliches.
Auch Fleischmehl ist etwas völlig anderes als getrocknetes und gemahlenes Fleisch.
Obwohl viele Halter sich genau das so vorstellen und die Logik legt das natürlich nah.

Dazu wird eine Menge Unsinn verbreitet und teilweise unnötige Panik und andererseits auch mal geschönt dargestellt oder die Realität negiert.
Zb was die berühmten Hufe, Federn, Schnäbel und Krallen angeht.
Dazu kann man entweder die Faktenlage klären oder eine fachliche Einschätzung oder ganz persönliche und individuelle Meinung haben.

Das sind drei komplett unterschiedliche Dinge.
Die Laborarbeit der StiWa ist valide und zuverlässig, bildet aber manche Fragestellungen einfach gar nicht ab.
Ich persönlich habe keine Probleme damit, wenn ein Futter einigermaßen preiswert ist.
Und mit den Sorten vom Discounter ist der Hund in vielen Fällen besser und vollumfänglicher versorgt als mit BARF oder irgendwelchen völlig überteuerten "Boutique Futtern" oder dem Zeug, was im Strukturvertrieb von Provisions Verkäufern so verbreitet wird.
 
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Sonja
9. Jän. 18:27
Gerade für die Verpackung bekommen aber die teueren Marken gute Punkte und die Discounter wenig. Zumal die Verpackung am Ende nur mit 5% der Gesamtbewertung gewichtet wird. Eine gute Verpackung reißt eine schlechte Note nicht raus. Die teuren Marken schneiden genau da häufig schlecht ab, wo es wichtig ist. Nämlich bei der Ernährungsphysiologischen Qualität und Schadstoffen, die am ende die Hauptnote ausmachen. Und das finde ich ziemlich kacke. Denn wenn ich ein teueres Futter kaufe, würde ich doch zumindest erwarten, dass es nicht schlechter ist, als das günstige Futter. Es muss ja nicht mal unbedingt besser sein. Da bringt mir all die Werbung, der tolle Kundenservice, die riesen Auswahl, die hochwertige und ästhetisch ansprechende Verpackung, die offene Deklaration am Ende auch nicht viel.
Naja, muss halt auch nicht immer sein, ich nehme mal mein derzeitiges Futter als Beispiel "Platinum Hundefutter wurde bei der Stiftung Warentest im Trockenfutter-Test 2021 gut bewertet, insbesondere als "bestes Markenprodukt" mit der Note 1,6 für das Produkt „Adult Chicken“, da es den Hund sehr gut mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, obwohl es zu den teureren Sorten gehört und im Vergleich zu günstigeren Produkten wie Penny „Lucky Dog“ und Rewe „Ja Kräftige Brocken“ landete."
Wenn ich dann von Testsiegern lese, die besonders mit "der Fütterungsempfehlung" Punkten konnten, dann ist das für mich schon ein Unterschied in meiner persönlichen Gewichtung 😅 BTW Ich persönlich finde jetzt ca. 100 Euro Futterkosten pro Monat für 3 Hunde (also für alle 3, nicht pro Hund, höchste Abnahmemenge im Abo) auch nicht als extrem hochpreisig. Also wenn immer von Mondpreisen gesprochen wird.
 
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Britta
9. Jän. 20:25
Leider kann man die Testergebnisse nur gegen Bezahlung sehen. Daher weiss ich nicht, wer Testsieger ist. Wenn Du Marke und das konkrete Produkt nennst, kann ich es mir gerne anschauen und Dir meine Einschätzung mitteilen.
 
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Nico
11. Jän. 05:55
Probiere mal Platinum, ich habe vorher auch ewig gesucht.
 
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Steffi
23. Jän. 06:00
Stiftung Warentest, Ökotest und so weiter sind Interessenvertretungen und nicht unabhängige Prüfinstitute, wie man gerne glauben mag. Darum sollte man die Ergebnisse immer kritisch betrachten denn wer die Musik bezahlt bestimmt sie auch. Grundsätzlich denke ich jedoch dass Supermarkt Futter-auch günstiges- einen Hund gesund ernähren kann sofern es bedarfsdeckend ist und der Hund es verträgt. Genau das gleiche gilt aber auch für alle anderen angebotenen Futtersorten. Bei dem Getreideanteil muss man natürlich aufpassen ob der Hund es verträgt, wenn ja, kein Problem wenn nein muss man eben ein anderes suchen. Die Fütterung von Hunden hat für viele einen religiösen Charakter darum denke ich dass es auch gleich wieder mal hier hoch hergehen wird aber ich bin der Meinung dass man sich von der Vernunft und nicht von Ideologie leiten lassen sollte. Im Zweifel sollte man die Zusammensetzung des Futters-nicht die Marke- mit dem Tierarzt besprechen um so das beste Futter für den Hund zu finden.
Wie kommst du denn da drauf, dass die StiWa eine interessensvertretung ist?
 
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Steffi
23. Jän. 06:03
Es gab vor vielen Jahren schon mal so einen Test. Damals waren auch die Discounter und Eigenmarken vorn. Ich habe alle ausprobiert. Meine 2 Hunde rochen sehr unangenehm am Körper. Auch hatten sie unerträglich oft Darmwinde. Das Fell war glänzend aber speckig. Der Output war u verhältnismäßig viel. Das Allgemeinbefinden auf 2 Monate gesehen war gut. Ob die Hunde den Blähbauch schmerzhaft oder unangenehm fanden konnte ich nicht bemerken, kann es mir aber vorstellen. Aufgrund der Geruchsentwicklung und der Speckigkeit und der Haptik des Fells habe ich es nicht mehr gefüttert. Die Tester haben ja auch nur die Bedarfsdeckung und nicht die Qualität der Zutaten getestet nach der Deklaration nicht nach Laboranalysen.
Du hast keine Ahnung wie der Test abläuft. Oder?

Es wird in drei unterschiedlichen Laboren anonymisiert getestet. Die Ergebnisse werden an Fachtierärzte für Tierernährung weitergegeben und die beurteilen dann die Proben. Erst im letzten Schritt wird die Deklaration mit der Analyse verglichen.
 
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Steffi
23. Jän. 06:08
Ok dann habe ich mich geirrt und verstehe das praktische Ergebnis nicht. Es ist natürlich nur eine Erfahrung mit 2 Hunden und wissenschaftlich nicht aussagekräftig. Den Geruch und diese Speckigkeit im Fell habe ich allerdings bei einem Besucherhund auch wahrgenomm und da wurde mir ungefragt erzählt, das der Hund Futter aus eine grossen Discounterunternehmen bekommt. Also drei Hunde, aber das heißt ja nicht, dass es alle Hunde betrifft. Vielleicht sind die Futtermischungen inzwischen ja auch anders. Würde mich über aktuelle Erfahrungsberichte freuen.
Man füttert ein Individuum, das ist das „Problem“. Nicht jeder Hund verträgt alles.
Man muss bedenken, dass bei der StiWa die Futter getestet werden, die mitunter am häufigsten verkauft werden. Und aus der Praxis kann ich dir sagen, dass extrem viele Hunde, die Discounter Futter bekommen, glänzendes fell, nen guten Körpergeruch und keine anderen optischen Probleme haben
 
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Franka
23. Jän. 08:44
Stiftung Warentest, Ökotest und so weiter sind Interessenvertretungen und nicht unabhängige Prüfinstitute, wie man gerne glauben mag. Darum sollte man die Ergebnisse immer kritisch betrachten denn wer die Musik bezahlt bestimmt sie auch. Grundsätzlich denke ich jedoch dass Supermarkt Futter-auch günstiges- einen Hund gesund ernähren kann sofern es bedarfsdeckend ist und der Hund es verträgt. Genau das gleiche gilt aber auch für alle anderen angebotenen Futtersorten. Bei dem Getreideanteil muss man natürlich aufpassen ob der Hund es verträgt, wenn ja, kein Problem wenn nein muss man eben ein anderes suchen. Die Fütterung von Hunden hat für viele einen religiösen Charakter darum denke ich dass es auch gleich wieder mal hier hoch hergehen wird aber ich bin der Meinung dass man sich von der Vernunft und nicht von Ideologie leiten lassen sollte. Im Zweifel sollte man die Zusammensetzung des Futters-nicht die Marke- mit dem Tierarzt besprechen um so das beste Futter für den Hund zu finden.
Wessen Interessen vertreten Stiftung Warentest bzw. von wem sind sie abhängig?