Wir haben fürs Fahrrad fahren einen Bauchgurt mit Joggingleine. Hat immer gut funktioniert und man ist in direkter Verbindung mit dem Hund. Damals in der Hundeschule hat man uns von Leine in der Hand oder gar am Lenker, sowie Abstandshalter abgeraten. Zu gefährlich dass das Rad vorn verrissen wird und zu unflexibel und "kontaktlos" hinten dran. Am Bauchgurt hat man den stabilsten Schwerpunkt und kann in diversen Fällen besser einwirken (ich musste beispielsweise mal ner Landmaschine anders ausweichen, also auf die andere Seite. Hätte ich den Hund starr an Rad hinten dran gehabt, wäre das ziemlich fummelig geworden. So konnte ich anhalten, schnell ums Rad auf die abgewandte Seite führen und gut wars). Abstand und die richtige Höhe halten war ruck zuck beigebracht. Praktisch ist auch, dass die meisten dieser Leinen einstellbar sind, was die Länge angeht.
Hier unsere Erfahrung: Ich bin mit großem Hund immer mit Leine in der Hand gefahren und werde es weiter tun. Da ich mir das mit großem oder schweren Hund nicht anders vorstellen kann. Meine Handlungsfähigkeit wäre stark eingeschränkt, wenn der Hund iwo an mir oder gar am Fahrrad selbst festgebunden ist. Da wäre mir die Verletzungsgefahr für den Hund zu groß, vor allem wenn es doch mal zu einem Sturz kommt und der Hund von mir oder dem eigenen Fahrrad erfasst wird, weil sich nichts löst und er nicht ausweichen kann.
Und ja das mit der Leine in der Hand fahren Bedarf Training mit dem Hund, dass dieser auch locker und entspannt läuft und aber auch eigene Übung, man sollte ein guter Fahrradfahrer sein, der mit nur einer Hand am Lenker in jeder Situation sicher umgehen kann und auf gar keinen Fall die Leinenhand mit am Lenker haben. Wenn doch mal ein leichter Zug auf die Leine kommen sollte, geht das mit etwas Übung und nur einer Hand leicht auszugleichen und da verreißt nichts. Man lernt außerdem, dass man die Leine locker hält und sich nicht um das Handgelenk wickelt oder so, um sie im schlimmsten Fall (Sturz) loszulassen.
Es zählt natürlich - wie auch sonst ohne Rad - stets vorausschauend zu sein. Bei großen Reizen/Gefahren, lieber rechtzeitig halten und/oder absteigen, um den Hund zu sichern.
Auch wenn das jetzt hier nicht die Frage war - wollte ich nur unsere Erfahrung teilen, dass das an der Hand Fahren mit den richtigen Voraussetzungen und Übung super funktioniert und auch seine Vorteile bietet, aber es nicht automatisch für jeden Radfahrer mit Hund das Richtige sein muss.